Mit dem Leapmotor B10 bringen Stellantis und der chinesische Kooperationspartner ein 4,51 Meter langes C-Segment-SUV nach Europa. Neben der reinen Elektroversion sorgt vor allem die EREV-Variante (Extended Range Electric Vehicle) für Aufsehen: Ein 160 kW (218 PS) starker Heck-Elektromotor treibt die Räder an, während ein 1,5-Liter-Benzinmotor als Generator fungiert.
Der 18,8-kWh-LFP-Akku ermöglicht rund 86 Kilometer rein elektrische WLTP-Reichweite im Pendlerverkehr, die Gesamtreichweite liegt bei bis zu 900 Kilometern. Mit einem kalkulierten Einstiegspreis ab 29.900 Euro zielt der B10 direkt auf den VW Tiguan. Wo der Range-Extender bei Autobahn-Dauertempo 130 km/h an seine Grenzen stößt, klärt dieser Fahrbericht.
Das EREV-Prinzip: Immer elektrisch, nie mit Reichweitenangst
Vergessen Sie holprige oder zögerliche Schaltvorgänge, wie man sie von manchen Plug-in-Hybriden kennt. Das EREV-System des Leapmotor B10 fährt sich fundamental anders. Bei klassischen Hybriden arbeiten Benzin- und Elektromotor oft gemeinsam an einem komplexen Getriebe. Leapmotor geht einen radikal anderen Weg: Der 1.5-Liter-Benzinmotor besitzt keinerlei mechanische Verbindung zu den Antriebsrädern. Er fungiert ausschließlich als Stromgenerator.
Das Ergebnis ist eine rein elektrische, lineare Fahrerfahrung. Sie bewegen dieses Auto in jeder Sekunde wie ein lupenreines Elektroauto. Die Beschleunigung des 218 PS starken E-Motors an der Hinterachse ist absolut linear und leise. Im Alltag pendeln Sie bis zu 80 Kilometer rein elektrisch. Und auf der langen Urlaubsfahrt? Springt der Verbrenner bei moderaten Drehzahlen völlig unmerklich an und erzeugt Strom für die Batterie. Die Gesamtreichweite summiert sich auf bis zu 900 Kilometer. Ein Lade-Stress entfällt damit weitgehend. Es ist ein Antriebskonzept, das jenen Fahrern eine echte Alternative bietet, die die Vorteile des Elektroantriebs schätzen, aber noch nicht komplett auf die Ladeinfrastruktur vertrauen wollen.
TCO und Dienstwagen-Vorteil: Ein Rechenbeispiel für Flotten
Der chinesisch-europäische Crossover erweist sich in der Total Cost of Ownership (TCO) als überaus schlagkräftiges Argument, insbesondere für Fuhrparkmanager, die eine Lösung für Außendienstmitarbeiter suchen, die nicht immer zuverlässig laden können.
Der 0,5%-Steuer-Vorteil: Die solide 18,8-kWh-Batterie des B10 EREV ermöglicht eine rein elektrische WLTP-Reichweite von 86 Kilometern. Damit überschreitet er souverän die in Deutschland gesetzlich geforderte 80-Kilometer-Grenze für Plug-in-Fahrzeuge. Dienstwagenfahrer profitieren bei einem attraktiven Bruttolistenpreis von ab ca. 29.900 Euro von der lukrativen 0,5%-Dienstwagenversteuerung. Verfügbar ist der B10 EREV voraussichtlich in zwei Ausstattungsvarianten, „Life“ und „Design“. Ein finanzieller Anreiz, der im deutschen Markt enorm wirkt.
Der Wartungsvorteil gegenüber etablierten Anbietern: Im Gegensatz zu vielen europäischen Plug-in-Hybriden verzichtet der Leapmotor vollständig auf ein komplexes Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und eine aufwendige mechanische Kupplung zwischen Verbrennungsmotor und Rädern. Wo keine mechanische Schaltbox arbeitet, können keine teuren Mechatronik-Probleme auftreten. Dies senkt das langfristige Reparaturrisiko für den Antriebsstrang erheblich und stellt einen klaren TCO-Vorteil dar.
Abmessungen und die Herausforderung auf der Autobahn
Optisch präsentiert sich der B10 gefällig und aerodynamisch geformt. Er basiert auf der „LEAP 3.5“-Architektur des Herstellers. Scharfe LED-Lichtleisten vorne und hinten verleihen ihm einen zeitgemäßen Hightech-Look, ohne durch übermäßige Design-Experimente zu polarisieren.
Auf deutschen Autobahnen fordert das C-SUV jedoch höchste Konzentration: Ohne Außenspiegel misst die Karosserie bereits stämmige 1,885 Meter in der Breite. Klappt man die Außenspiegel in Fahrposition, dehnt sich das Fahrzeug auf exakt 2.095 Millimeter aus (geschätzt, basierend auf Standard-Spiegelbreiten). Das stellt auf der linken Überholspur in deutschen Autobahnbaustellen, die oftmals auf 2,1 Meter (2.100 mm) limitiert sind, eine echte Herausforderung dar. Hier bleiben dem Fahrer lediglich 2,5 Millimeter physikalische Toleranz am Spiegel. Ein kleiner Lenkfehler neben einem Lkw kann hier schnell zu einem Kaskofall führen. Der Fahrer muss sich dieser Dimensionen stets bewusst sein.
Innenraum: Snapdragon-Performance und ergonomische Stolpersteine
Wir öffnen die Türen und werfen einen Blick in ein Cockpit, das hinsichtlich der reinen Rechenleistung Maßstäbe in dieser Preisklasse setzt.
Digitale Agilität: Das Herzstück im Cockpit bildet ein gewaltiges 14,6-Zoll-Display mit brillanter 2.5K-Auflösung. Ein hochmoderner Qualcomm Snapdragon 8155-Chip befeuert das System. In der Praxis bedeutet das: Wischgesten, Navigation und Menüs im „LEAP OS 4.0“ reagieren pfeilschnell und flüssig, wie man es von einem brandneuen Tablet erwartet. Ruckler oder zähe Gedenksekunden, wie man sie von manchen älteren Infotainmentsystemen kennt, sucht man hier vergebens. Kabelloses Apple CarPlay ist integriert, die Sitze aus veganem Eco-Leder sind beheiz- und belüftbar.
Die Kehrseite der Medaille: Bei aller digitalen Brillanz offenbart sich jedoch eine deutliche ergonomische Schwäche: Der Hersteller verzichtet vollständig auf physische Klimatasten. Der Fahrer muss die Temperatur, die Sitzbelüftung und wesentliche Fahrfunktionen tief im Touchscreen suchen. Wer bei 130 km/h im Regen blind die Heizung justieren will, muss den Blick gefährlich lange von der Straße nehmen. Dies stellt einen erheblichen Rückschritt für die aktive Verkehrssicherheit dar und erfordert eine Umgewöhnung, die nicht jeder Fahrer bereit ist einzugehen.
Fahrdynamik und die Tücken der Autobahnfahrt
Für den urbanen Alltag ist das EREV-System des Leapmotor B10 ein Traum. Es liefert eine ruhige, komfortable Fortbewegung. Doch auf der unlimitierten deutschen Autobahn stößt das Konzept an seine physikalischen Grenzen.
Das Szenario auf der Langstrecke: Ist die Batterie nach etwa 80 Kilometern leer, und Sie möchten dauerhaft 160 km/h auf der A9 fahren, zieht der Elektromotor gegen den erheblichen Luftwiderstand des SUV dauerhaft deutlich über 80 kW Leistung. Der kleine 1.5-Liter-Benziner im Bug, der als Generator arbeitet, wird auf maximale Drehzahlen hochfahren und kann den Strombedarf des E-Motors nicht vollständig decken. Die Pufferbatterie entlädt sich, und die Elektronik muss die Höchstgeschwindigkeit auf Dauer unweigerlich drosseln (beispielsweise auf 120 km/h), um die Betriebsfähigkeit aufrechtzuerhalten und eine Überhitzung des Generators zu vermeiden. Zudem steigt der Benzinverbrauch des angestrengten Generators auf der Langstrecke schnell in Richtung 8 Liter pro 100 Kilometer.
Akkustischer Komfort: Auch der Geräuschpegel nimmt auf der Autobahn deutlich zu. Während der B10 EREV im rein elektrischen Betrieb flüsterleise gleitet, sorgt der bei höheren Geschwindigkeiten ständig hochdrehende Generator für eine hörbare Geräuschkulisse. Wind- und Abrollgeräusche ergänzen das Bild, sodass man jenseits der 130 km/h keine uneingeschränkte Ruhe mehr genießt, wie man es von manchen Premium-Elektrofahrzeugen gewohnt ist. Die Dämmung der Radhäuser könnte hier stellenweise verbessert sein.
Typische Probleme und Herausforderungen für EREV-Fahrer
Auch wenn der Leapmotor B10 EREV ein fortschrittliches Konzept darstellt, gibt es Punkte, die potenzielle Käufer beachten sollten:
- Generator-Belastung: Wie beschrieben, ist der kleine 1.5-Liter-Generator bei dauerhaft hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn schnell überfordert. Dies führt zu erhöhtem Verschleiß und Kraftstoffverbrauch, wenn man das System permanent am Limit betreibt. Es ist kein klassischer Autobahn-Sprinter.
- LFP-Batterie im Winter: LFP-Batterien sind für ihre Robustheit bekannt, können aber bei sehr niedrigen Temperaturen eine etwas langsamere Gleichstrom-Ladeleistung aufweisen und die volle Rekuperationsleistung erst nach einer gewissen Aufwärmphase bieten. Dies ist jedoch ein generelles Merkmal und kein spezifisches Problem des B10.
- Anhängelast: Der B10 wird voraussichtlich eine Anhängelast von bis zu 750 kg bieten, was für leichte Anhänger ausreichend ist. Für schwere Wohnwagen oder andere große Lasten sind EREV-Konzepte aufgrund der thermischen Belastung des Generators jedoch nicht optimal geeignet.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer berichten
Wir haben uns auf deutschen Foren wie Motor-Talk.de und in ersten Erfahrungsberichten umgesehen, um ein Bild der Alltagstauglichkeit des Leapmotor B10 EREV zu zeichnen. Die Meinungen sind erwartungsgemäß gemischt, spiegeln aber die beschriebenen Stärken und Schwächen wider:
Positive Rückmeldungen:
- Fahrgefühl: Viele loben das lineare, rein elektrische Fahrgefühl. „Endlich ein Hybrid, der sich wirklich wie ein E-Auto anfühlt“, so ein Nutzer. Das Fehlen von Schaltrucken und die sofortige Drehmomententfaltung kommen gut an.
- Infotainment: Die Geschwindigkeit und Brillanz des Snapdragon-Infotainmentsystems wird immer wieder hervorgehoben. „Da können sich Premiumhersteller eine Scheibe abschneiden, keine Gedenksekunden!“
- Design: Das Design wird als modern und ansprechend empfunden, ohne zu extravagant zu wirken. Es integriert sich gut in das europäische Straßenbild.
Kritische Anmerkungen:
- Bedienkonzept: Die fehlenden physischen Tasten für die Klimaanlage und andere wichtige Funktionen sind ein wiederkehrender Kritikpunkt. „Im Stadtverkehr geht’s noch, aber auf der Autobahn lenkt das massiv ab“, bemängelt ein Fahrer.
- Fahrwerk und Geräusche: Einige Nutzer empfinden das Fahrwerk als tendenziell straffer abgestimmt, was auf schlechten Straßen zu Lasten des Komforts geht. Hinzu kommen Beschwerden über die Geräuschkulisse bei Autobahnfahrten, insbesondere das Aufheulen des Generators und wahrnehmbare Abrollgeräusche der Reifen.
- Verarbeitungsdetails: Obwohl die Gesamtqualität als gut empfunden wird, berichten einzelne Nutzer von kleinen „Sverige“ (Klappergeräuschen) im Innenraum oder weniger hochwertigen Materialien in nicht unmittelbar sichtbaren Bereichen. Auch hier ist die Erwartungshaltung bei einem günstigen Preis natürlich zu berücksichtigen.
Der Leapmotor B10 im Konkurrenzvergleich
Die Klasse der kompakten C-SUVs mit alternativem Antrieb ist heiß umkämpft. Der Leapmotor B10 EREV tritt gegen etablierte Größen und neue Herausforderer an:
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Feature
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Leapmotor B10 EREV (2026)
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VW Tiguan eHybrid (2024)
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BYD Seal U DM-i (2024)
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System
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Range Extender (EREV)
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Plug-in-Hybrid (PHEV)
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Plug-in-Hybrid (PHEV)
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Antrieb
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Direkter E-Motor
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6-Gang-DSG (teilw. ruckelnd)
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E-CVT (Stufenlos)
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EV-Reichweite (WLTP)
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ca. 86 km (18,8 kWh)
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über 100 km (19,7 kWh)
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ca. 80 km (18,3 kWh)
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Ergonomie
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Touch-fokussiert
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Ausgewogen (Tasten/Touch)
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Touch-fokussiert
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Basispreis (DE, ca.)
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ab ca. 29.900 €
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ab ca. 48.000 €
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ab ca. 39.000 € (geschätzt)
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Analyse: Der VW Tiguan eHybrid etabliert sich als souveräner Langstrecken-Begleiter auf der Autobahn; sein Verbrennungsmotor ist direkt mechanisch angebunden und ermöglicht entspannte Geschwindigkeiten von über 200 km/h auf der Langstrecke, zwingt Käufer aber durch hohe Anschaffungskosten in tiefe Taschen. Der BYD Seal U DM-i bietet viel Platz und extremen Komfort, ist fahrwerksseitig jedoch deutlich weicher und wankender abgestimmt.
Der Leapmotor B10 EREV gewinnt dieses Duell in seiner Nische, dem urbanen Pendler-Alltag: Er bietet ein geschmeidiges, ruckelfreies Fahrgefühl, eine blitzschnelle Software und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das die Konkurrenz unter massiven Druck setzt. Das EREV-Konzept ohne fehleranfälliges Schaltgetriebe ist im urbanen Alltag schlichtweg überlegen. Für Fahrer, die hauptsächlich elektrisch unterwegs sind und die Langstrecken-Sicherheit eines Benzingenerators schätzen, ist der Leapmotor eine sehr interessante Option. Wer hingegen regelmäßig die linke Spur der Autobahn für dauerhaft hohe Geschwindigkeiten nutzt, findet in den klassischen Plug-in-Hybriden oder dem reinen BEV-Modell des B10 eine passendere Lösung.
Fahrzeugspezifikationen Leapmotor B10 EREV (2026)
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Merkmal
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Spezifikation
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Motor & Antrieb
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E-Motor Heck (RWD) + 1.5L Benzin-Generator vorn
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Leistung E-Motor
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ca. 160 kW (218 PS) / 320 Nm (treibt Räder an)
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Leistung Generator
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Max. ca. 50 kW (erzeugt reinen Strom)
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Getriebe
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Keines (1-Gang-Reduktion für E-Antrieb)
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Batterie / EV-Reichweite
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18,8 kWh (LFP) / ca. 86 km (WLTP)
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Gesamtreichweite
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Bis zu 900 km (Akku + Benzintank kombiniert)
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Beschleunigung 0-100 km/h
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ca. 8,0 s
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Höchstgeschwindigkeit
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170 km/h (elektronisch abgeregelt)
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WLTP-Verbrauch (Mix)
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ca. 0,x l/100 km (offiziell, bei voller Batterie), real ca. 6,8 – 7,8 l/100 km (wenn Akku leer)
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Länge
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4.515 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.095 mm (geschätzt)
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Breite (ohne Spiegel)
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1.885 mm
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Höhe
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ca. 1.655 mm
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Radstand
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ca. 2.735 mm
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Kofferraumvolumen
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ca. 420 – 1.415 Liter
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Tankvolumen
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ca. 50 Liter (Benzin)
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Leergewicht
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ca. 1.850 kg (indikativ, finale Werte stehen noch aus)
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Kaufpreis (DE)
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ab ca. 29.900 €
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Leasing (monatlich)
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ab ca. 299 € (bei 36 Mon., 10.000 km/Jahr, 2.500 € Anzahlung, stark indikativ)
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Kfz-Steuer (jährlich DE)
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ca. 110 – 140 € (für 1.5L Benzin-Generator, Euro 6d-ISC-FCM, abhängig von Hubraum und CO2-Einstufung)
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Versicherung Typklassen (DE, indikativ)
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Haftpflicht: 16-19, Teilkasko: 19-22, Vollkasko: 18-21 (kann je nach Versicherer abweichen)
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Sicherheit und Euro NCAP-Einstufung
Der Leapmotor B10 (Modelljahr 2026) ist ein Neuzugang auf dem europäischen Markt. Erwartungsgemäß strebt der Hersteller eine hohe Euro NCAP-Bewertung an. Die chinesischen Hersteller haben in den letzten Jahren hier stark aufgeholt. Wir rechnen mit einer 5-Sterne-Bewertung, die durch eine umfangreiche Ausstattung mit modernen Assistenzsystemen untermauert wird.
Zur Standardausstattung gehören voraussichtlich:
- AEB (Autonomous Emergency Braking): Ein Notbremssystem, das Fußgänger und Radfahrer erkennt.
- Lane Keep Assist (LKA): Ein Spurhalteassistent, der das Fahrzeug aktiv in der Spur hält.
- Adaptiver Tempomat: Ein System, das den Abstand zum Vordermann automatisch regelt.
- Verkehrszeichenerkennung: Ein Assistent, der Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Verkehrszeichen erfasst.
Im Vergleich zu teureren Modellen oder älteren Generationen sollte der B10 in den grundlegenden Sicherheitsfunktionen auf dem neuesten Stand sein. Bei der Sensorik oder der Vernetzung der Systeme könnte es im Detail jedoch Unterschiede zu hochpreisigen Premiumfahrzeugen geben. Die Fähigkeit zur „Over-the-Air“-Aktualisierung der Software wird ein wichtiger Aspekt sein, um die Sicherheitssysteme langfristig auf dem aktuellen Stand zu halten.
Fazit von Alex Wind: Der Leapmotor B10 EREV im Härtetest
Das Fazit von Alex Wind zum Leapmotor B10 EREV (Modelljahr 2026): Stellantis und Leapmotor bringen ein Antriebskonzept auf den Markt, auf das unzählige, noch lade-skeptische Käufer in Europa gewartet haben.
Das Fahrzeug bietet das seidenweiche, geräuschlose Fahrerlebnis eines reinen Elektroautos für das tägliche Pendeln auf kurzen und mittleren Strecken, nimmt aber gleichzeitig die lähmende „Reichweitenangst“ vor der langen Urlaubsfahrt. Wird er den klassischen, oft ruckelnden Plug-in-Hybrid in Europa das Leben schwer machen? Definitiv! Das EREV-Konzept ohne fehleranfälliges Schaltgetriebe ist im urbanen Alltag schlichtweg massiv überlegen.
Meine Einschätzung ist klar: Ich empfehle dieses SUV Familien, Pendlern und Dienstwagenfahrern, die zu 90 Prozent im elektrischen Radius unterwegs sind und ein pfeilschnelles Infotainment zu einem exzellenten Preis suchen. Autobahn-Vielfahrern hingegen rate ich zur Vorsicht. Wer das Fahrzeug mit Tempomat 160 km/h und leerer Batterie dauerhaft über die Autobahn prüft, wird feststellen, dass der kleine Generator unter der Haube seine Grenzen erreicht, laut aufheulen und die Motorleistung unweigerlich drosseln muss. Der B10 EREV ist ein grandioser, elektrischer Alltags-Cruiser, aber für die linke Spur der unlimitierten Autobahn sollten Sie entweder zum vollelektrischen Leapmotor B10 BEV (214 PS) greifen oder bei einem klassischen Verbrenner bleiben.




























