Der erste Eindruck, so sagt man, prägt das Bild für immer. McLaren musste diese bittere Lektion mit dem Debüt des Artura Coupés auf die harte Tour lernen. Software-Fehler, wochenlange Lieferverzögerungen und Rückrufaktionen verwandelten den Verkaufsstart der neuen Hybrid-Ära in ein PR-Desaster. Doch Woking schlägt zurück. Nicht mit leisen Tönen, sondern mit einem mechanischen Paukenschlag: Der McLaren Artura Spider (Modelljahr 2026) steht bereit. Er ist nicht bloß die nachträglich präsentierte, offene Variante des Einstiegs-Supercars. Vielmehr verkörpert er das mechanisch wie digital kurierte Ergebnis einer schonungslosen Analyse durch die Ingenieure.
Mit nun 700 PS Systemleistung, überarbeiteten Motorlagern und einem völlig neuen Abgassystem will McLaren endgültig beweisen, dass der Artura Spider deutlich mehr darstellt als nur den „günstigeren Ferrari 296“. Wir jagten den britischen Exoten bei nasskaltem Novemberwetter über Landstraßen und Autobahnen – die ultimative Härteprüfung für das Carbon-Chassis, die Traktion und das optimierte 8-Gang-SSG.
Die Wandlung zum Sportgerät: Was McLaren verbessert hat
Man spürt sofort: Dies ist kein halbherziges Update. McLaren hat die Hausaufgaben gemacht. Das Team aus Woking konzentrierte sich auf drei Kernbereiche: Leistung, Getriebe und die Verfeinerung des Fahrgefühls. Die Systemleistung stieg um 20 PS auf 700 PS. Während man diese Steigerung im Alltag kaum wahrnimmt, trägt sie psychologisch und auf dem Papier zu einem schärferen Profil bei. Wesentlich spürbarer sind die Änderungen am 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. McLaren reduzierte die Schaltzeiten via Software um beeindruckende 25 Prozent. Das Ergebnis? Im „Track“-Modus knallen die Gänge mit einer Härte durch den Antriebsstrang, die an Rennwagen erinnert. Jeder Schaltvorgang ist ein Peitschenhieb, brutal und hochgradig emotional.
Eine weitere entscheidende Verbesserung betrifft die Abgasanlage. Der ursprüngliche Artura wurde oft für seinen wenig emotionalen Klang kritisiert. Für das 2026er-Modell, insbesondere für den Spider, modifizierte man die Anlage massiv. Ab 4.000 Touren brüllt der Biturbo mit einer metallischen Hysterie in den Nacken, die sofort süchtig macht und das V6-Aggregat endlich artgerecht zelebriert. Mit versenkter Heckscheibe wird dieses Crescendo noch intensiver, ein puristisches Klangerlebnis, das man von einem McLaren erwartet.
Unterhalt & Kosten: Eine teure Leidenschaft in Deutschland
Der Besitz eines McLaren ist eine emotionale, aber auch finanziell anspruchsvolle Entscheidung. Besonders in Deutschland stoßen solvente Firmenkunden beim Artura Spider schnell an die Grenzen steuerlicher Vorteile.
Die PHEV-Steuerfalle: Zwar ist der Artura ein Plug-in-Hybrid (PHEV) mit Ladekabel und lautlosem E-Modus, doch die 7,4-kWh-Batterie und ihre mageren 33 Kilometer rein elektrische WLTP-Reichweite (108 g/km CO2-Ausstoß) verfehlen die aktuellen staatlichen Anforderungen (mindestens 80 km Reichweite oder unter 50 g/km CO2) deutlich. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass dieses Fahrzeug über ein Unternehmen läuft, gibt es keine 0,5%-Vergünstigung. Man versteuert den Wagen gnadenlos mit der vollen 1,0%-Dienstwagenbesteuerung auf den Bruttolistenpreis, der schnell über 300.000 Euro liegt (Basispreis ab 273.073 €, optionale Ausstattungslinien Performance, TechLux und Vision kosten jeweils 9.700 Euro extra).
Kfz-Steuer und Typklassen: Trotz des PHEV-Status wird die jährliche Kfz-Steuer fällig. Mit einem 3,0-Liter-V6 und 108 g/km CO2 (WLTP) beläuft sich diese auf etwa 86 Euro pro Jahr (Stand 2024). Das ist erstaunlich günstig für ein Fahrzeug dieser Leistungsklasse, da die PHEV-Technologie den CO2-Wert drückt. Die Versicherungseinstufung (Typklassen) fällt jedoch erwartungsgemäß hoch aus. Für Haftpflicht muss man mit Typklasse 18-20 rechnen, bei Teilkasko mit 27-30 und in der Vollkasko liegen Supercars wie der Artura Spider oft in den höchsten Kategorien von 30-34. Dies treibt die monatlichen Kosten für eine umfassende Absicherung in die Höhe.
Wertverlust: Der extrem holprige Start der Artura-Baureihe (Coupé) führte zu einem hohen anfänglichen Wertverlust. McLaren versucht, dies mit dem 2026er-Modell zu korrigieren. Unser Testwagen zeigte in 14 Tagen keine einzige Fehlermeldung („Limp Mode“). Eine Stabilisierung des Restwerts ist wahrscheinlich, doch die Historie könnte beim Wiederverkauf weiterhin eine Rolle spielen.
Design & Dimensionen: Kohlefaser-Dynamik und die Tücken der Breite
Der Artura Spider verkörpert pure, im Windkanal geformte Hochleistung. Organische Linien, eine flache Nase und die extrem enge „Shrink-wrapped“-Karosserie schmiegen sich wie eine zweite Haut über das Carbon-Chassis. Jede Lufthutze kühlt oder generiert Abtrieb – hier ist nichts nur Zierde.
Auf deutschen Autobahnen erfordert die schiere Breite des Briten jedoch höchste Disziplin. Ohne Spiegel misst die Kohlefaser-Flunder beeindruckende 1,976 Meter. Klappt man die massiven, weit abstehenden Außenspiegel in Fahrposition, dehnt sich die Breite auf furchteinflößende 2.080 Millimeter aus. Das bedeutet in auf oftmals 2,1 Meter (2.100 mm) limitierten Baustellen: exakt ein popeliger Zentimeter Toleranz pro Außenspiegel. Eine kleine Unaufmerksamkeit, und das kostbare Carbon-Gehäuse zerschellt knirschend an der Betonleitwand. Hier gilt: Wachsamkeit und Vorsicht sind oberstes Gebot.
Innenraum: Ergonomie-Triumph und mechanische Klarheit
Wir öffnen die ikonischen Dihedral-Türen nach oben vorn und gleiten in das tiefe, umschließende Carbon-Monocoque. McLaren liefert hier eine ergonomische Meisterleistung ab, von der sich die Konkurrenz aus Maranello eine Scheibe abschneiden muss.
Der ergonomische Goldstandard: Es gibt keinen Touchscreen-Overkill. Das wunderbar kleine Lenkrad ist vollkommen nackt – keine kapazitiven Tasten, keine blinkenden Touch-Slider, nur purer Grip (Alcantara) für die Hände. Die Genialität liegt in den massiven, mechanischen Wippschaltern (Rocker Switches) für die Powertrain- und Handling-Modi („Comfort“, „Sport“, „Track“). Sie sitzen exakt am Rand der Instrumentenkuppel (Binnacle). Bei Tempo 250 auf der Autobahn verstellt man die Dämpferhärte, ohne die Hände auch nur einen Millimeter vom Lenkrad zu nehmen. Ein sattes, mechanisches Klicken bestätigt die Auswahl. Das winzige 8-Zoll-Infotainment-Tablet in der Mittelkonsole erfüllt per Apple CarPlay tadellos seinen Zweck, drängt sich jedoch niemals in den Vordergrund.
Antrieb und Fahrdynamik: V6-Hysterie und die magische Lenkung
Bei seinem Debüt rümpften viele Puristen die Nase: Ein 120-Grad-V6-Motor in einem McLaren? Klingt das nicht emotionslos im Vergleich zum grollenden V8 des alten 720S? Diese Vorurteile sind spätestens beim 2026er Artura Spider vergessen.
Das V6-Konzert und die 8-Gang-SSG: Wie bereits erwähnt, wurde die Abgasanlage massiv modifiziert. Ab 4.000 Touren brüllt der Biturbo mit einer metallischen Hysterie in den Nacken. Die um 25 Prozent verkürzten Schaltzeiten des 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes (SSG) liefern im „Track“-Modus brutale, hochgradig emotionale Peitschenhiebe. Ein geniales Detail: Das Getriebe besitzt keinen physischen Rückwärtsgang (Gewichtsersparnis). Rückwärts fährt der Artura Spider ausschließlich rein elektrisch durch die simple Umpolung des 95 PS starken Axialfluss-Elektromotors in der Getriebeglocke.
Das Fahrwerk (Die hydraulische Magie): Das superleichte Carbon-Monocoque (MCLA) ist derart verwindungssteif, dass der Spider ohne schweres Dach-Versteifungsmaterial auskommt. Er wiegt trocken nur absurde 1.457 kg (lediglich 62 kg mehr als das Coupé). In der Kurve tanzt der Artura. Die Doppelquerlenker vorn und die feinfühligen adaptiven Dämpfer lesen die Straße messerscharf. Die absolute Krone im modernen Sportwagenbau gebührt jedoch der elektrohydraulischen Lenkung! Während Ferrari auf hypernervöse, extrem direkte, aber gefühllose reine Elektrolenkungen setzt, flüstert der Artura über die Hydraulik-Flüssigkeit jeden Kieselstein durch den Lenkkranz direkt in die Handflächen. Das Grip-Niveau und die Transparenz am Limit sind faszinierend.
Akkustischer Komfort auf der Autobahn: Bei Geschwindigkeiten über 130 km/h auf der Autobahn ist der Artura Spider, selbst bei geschlossenem Carbon-Dach, kein Flüsterer. Das Fahrgeräusch wird dominiert vom Rollen der Reifen und einem präsenten Windgeräusch, das bei einem Hardtop-Cabriolet dieser Bauart jedoch kaum überrascht. Es stört nicht, sondern gehört zum Charakter eines solchen reinrassigen Sportwagens. Wer absolute Ruhe sucht, wählt eher eine Luxuslimousine.
Platzangebot, Carbon-Dach und Alltagstauglichkeit
Wer einen McLaren Artura Spider kauft, packt das Gepäck in weiche Reisetaschen. Der Frunk (Kofferraum unter der vorderen Haube) schluckt magere 160 Liter. Zwei Helme oder Taschen für das Wochenende – mehr passt nicht.
Das Retractable Hard Top (RHT) aus Carbon öffnet sich elektrisch und geräuschlos in pfeilschnellen 11 Sekunden (bis Tempo 50 km/h). Ein cleveres Detail: Die kleine vertikale Heckscheibe lässt sich auch bei geschlossenem Hauptdach separat per Knopfdruck versenken, um den Turbo-Sound ungefiltert in die Kabine zu saugen.
Sicherheit nach Euro NCAP? Supercars wie der McLaren Artura Spider durchlaufen die standardisierten Euro NCAP Crashtests üblicherweise nicht. Der Fokus liegt hier auf extremer Fahrdynamik und aktivem Insassenschutz durch die Carbon-Monocoque-Struktur, die eine außergewöhnliche Verwindungssteifigkeit und Crashsicherheit bietet. Standardisierte Assistenzsysteme wie ein vollwertiger Spurhalteassistent (Lane Assist) oder ein erweiterter Notbremsassistent (AEB) sind im Vergleich zu volumenstarken Familienfahrzeugen rudimentär oder fehlen ganz. Der Artura bietet jedoch ein robustes ABS, ESP und eine Traktionskontrolle, die auf das hohe Leistungspotenzial abgestimmt sind.
Konfigurations-Tipp: Verzichten Sie unbedingt auf das exorbitant teure, optionale elektrochrome Glasdach! In unseren Breitengraden fährt man an den wenigen sonnigen Tagen ohnehin offen. Investieren Sie das freigewordene Budget lieber in die superleichten Schmiedefelgen – sie reduzieren die ungefederten Massen an den Achsen spürbar und machen das Einlenkverhalten noch gieriger.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich berichten
Auf den einschlägigen deutschen Foren wie Motor-Talk.de oder in den Kommentarsektionen von Auto Bild spiegeln sich die Eindrücke wider, die wir im Test gesammelt haben. Die Besitzer des überarbeiteten Artura Spider loben einhellig die fantastische Lenkung. „Endlich wieder echtes Feedback!“, heißt es dort oft, eine Anspielung auf die direkten, aber gefühlosen Elektrolenkungen vieler Konkurrenten. Auch die Ergonomie der Schalter am Binnacle wird als „genial“ und „befreiend“ gefeiert, da man sich voll auf das Fahren konzentrieren kann, ohne auf Touchflächen tippen zu müssen.
Kritik äußert sich vereinzelt an der Grundhärte des Fahrwerks, selbst im Komfortmodus. „Auf schlechten Landstraßen schüttelt er dich ordentlich durch“, schreibt ein Fahrer, der zuvor einen Porsche 911 besaß. Das geringe Kofferraumvolumen ist ein oft genannter, wenn auch erwarteter Kritikpunkt für Wochenendtrips. Einige berichteten auch von anfänglichen Software-Hängern des Infotainment-Systems, die jedoch mit den letzten Updates behoben sein sollen – ein Zeichen dafür, dass McLaren hier weiterhin nachbessert. Die Baustellenbreite ist ebenfalls ein Dauerthema, das viele Fahrer nervös macht. „Man fährt immer mit der Angst im Nacken, dass ein Zentimeter nicht reicht“, meint ein Artura-Pilot aus dem Ruhrgebiet.
Typische technische Problemfelder (im Kontext der behobenen „Kinderkrankheiten“)
McLaren hat beim Artura Spider des Modelljahres 2026 explizit die „Kinderkrankheiten“ des ursprünglichen Coupés ausgemerzt. Dazu zählten anfänglich vor allem Software-Probleme, die zu unzuverlässiger Elektronik und Notlaufprogrammen („Limp Mode“) führten. Auch die Qualität der Motorlagerung und des Abgassounds standen in der Kritik. Unser Test bestätigte, dass diese Punkte nun behoben sind.
Langfristig könnten jedoch, wie bei vielen modernen Hybrid-Hochleistungsmotoren, spezifische Problemfelder auftreten:
- Verkokung der Einlassventile: Der 3,0-Liter-V6-Biturbo ist ein Direkteinspritzer. Bei reinen Direkteinspritzern kann es im Laufe der Zeit zu Ablagerungen (Verkokung) an den Einlassventilen kommen, da die Ventile nicht mehr vom Kraftstoff umspült werden. Dies kann zu Leistungsverlust und unrundem Motorlauf führen, besonders wenn das Fahrzeug häufig im Teillastbereich bewegt wird – ein unwahrscheinliches, aber mögliches Szenario für einen Sportwagen.
- Batteriedegradation: Obwohl die 7,4-kWh-Batterie für einen PHEV klein ist, kann sie über die Jahre an Kapazität verlieren. Dies beeinträchtigt vor allem die ohnehin geringe elektrische Reichweite. Im Hochleistungseinsatz spielt dies jedoch eine untergeordnete Rolle.
- Kühlsysteme: Hochleistungshybride besitzen komplexe Kühlsysteme für Motor, Getriebe, Elektromotor und Batterie. Fehler in diesem Bereich können zu Überhitzung und teuren Reparaturen führen.
- Verschleißteile: Reifen, Bremsen und andere Hochleistungskomponenten unterliegen einem extremen Verschleiß, der die Unterhaltskosten signifikant beeinflusst.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Artura Spider im Langzeitbetrieb schlägt. McLaren hat eine solide Basis geschaffen, doch die Komplexität moderner Supersportwagen birgt immer ein gewisses Risiko für teure Reparaturen.
Konkurrenz-Check: Die Elite im DACH-Duell
Im Kampf um die Gunst der Supersportwagen-Enthusiasten tritt der McLaren Artura Spider gegen eine illustre Gesellschaft an. Seine schärfsten Rivalen sind der Ferrari 296 GTS und das Porsche 911 Turbo S Cabriolet.
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Feature
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McLaren Artura Spider (2026)
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Ferrari 296 GTS
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Porsche 911 Turbo S Cabriolet
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Systemleistung
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700 PS (V6-PHEV)
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830 PS (V6-PHEV)
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711 PS (B6-Biturbo)
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Leergewicht (DIN)
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ca. 1.560 kg
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ca. 1.610 kg
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ca. 1.710 kg
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Lenkung
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Hydraulisch (Die Referenz)
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Elektrisch (Hyper-Direkt)
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Elektrisch (Klinisch Perfekt)
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Ergonomie
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Top (Binnacle-Schalter)
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Touch-Hölle am Lenkrad
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Klassisch / Solide
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Preis (Real DE)
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ab ca. 273.073 € (Testwagen ca. 338.500 €)
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ab ca. 330.000 € (Testwagen ca. 390.000 €)
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ab ca. 285.200 €
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Orient. Leasingrate (monatlich)
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ab ca. 3.400 € (36 Mon., 10t km/J, o. Anzahlung)
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ab ca. 4.000 € (36 Mon., 10t km/J, o. Anzahlung)
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ab ca. 2.900 € (36 Mon., 10t km/J, o. Anzahlung)
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Kfz-Steuer (jährlich)
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ca. 86 €
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ca. 360 €
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ca. 380 €
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Typklasse VK
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30-34
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30-34
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28-32
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Rational betrachtet bleibt das Porsche 911 Turbo S Cabriolet der unzerstörbare Alleskönner für 365 Tage im Jahr. Mit seinen 711 PS leidet es jedoch fahrerisch unter dem massiven Übergewicht und der fehlenden optischen Exklusivität auf dem Supermarkt-Parkplatz. Der Ferrari 296 GTS demontiert mit seinen absurden 830 PS auf der Geraden jeden Konkurrenten und sichert sich die Krone der schieren Längsdynamik. Dafür peinigt er den Fahrer mit einem desaströsen Touch-Bedienkonzept am Lenkrad (Blinker, Wischer, Fahrmodi). Der McLaren Artura Spider gewinnt dieses Duell als puristischstes Skalpell für Enthusiasten. Er liefert die transparenteste Lenkung, die mit Abstand beste Ergonomie (echte Schalter!) und eine Kohlefaser-Exklusivität, für die man in Maranello den Gegenwert eines gut ausgestatteten Mittelklasse-SUVs (rund 75.000 Euro) aufzahlen müsste.
Fazit von Alex Wind
Der McLaren Artura Spider des Modelljahres 2026 ist exakt das atemberaubende, fehlerfreie und durchtrainierte Meisterwerk, das bereits das Artura Coupé von seiner ersten Sekunde an hätte sein müssen! Woking verarbeitete die bittere, teure Lektion der Kinderkrankheiten und wandelte eine schonungslose Fehleranalyse in geniale Mechanik und stabile Software um.
Wenn Sie an der Spielbank in Monaco vorfahren und das maximale gesellschaftliche Image zelebrieren wollen, müssen Sie tief durchatmen und den sündhaft teuren Ferrari 296 GTS bestellen. Doch wenn Sie den Wecker stellen, um an einem trockenen Sonntagmorgen um 05:00 Uhr die Passstraßen des Stilfser Jochs zu attackieren, ist dieser McLaren das massiv bessere, weil reinere und ehrlichere Werkzeug!
Mein Rat an Sie: Er überfordert den Piloten auf der Landstraße nicht mit unnutzbaren 830 PS. Er liefert dank der echten hydraulischen Lenkung ein mechanisches Feedback, das im sterilen digitalen Zeitalter Freudentränen in die Augen treibt. Und er verschont Sie vor der unsinnigen Touch-Bedienung auf dem Lenkrad! Kaufen Sie ihn! Verzichten Sie auf das schwere Glasdach, packen Sie leichtes Gepäck und genießen Sie bei versenkter Heckscheibe das metallische, böse Sägen dieses großartigen V6-Triebwerks. Die zweite Chance ist in diesem Fall nicht nur besser – sie ist grandios!
Technische Daten & Spezifikationen: McLaren Artura Spider (Modelljahr 2026)
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Datenpunkt
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McLaren Artura Spider (Modelljahr 2026)
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Motor & Antrieb
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3.0L V6-Biturbo (120°) + E-Motor, Hinterradantrieb
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Leistung / Drehmoment
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700 PS (515 kW) Systemleistung / 720 Nm Systemdrehmoment
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Getriebe
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8-Gang-Doppelkupplung (SSG) / Rückwärtsgang elektrisch
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Fahrwerk
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Doppelquerlenker vorn / Mehrlenker hinten (Proactive Damping)
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Batterie / E-Reichweite
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7,4 kWh (Netto) / 33 km (WLTP)
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Ladeleistung (AC)
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3,3 kW (ca. 1,8 Std. auf 80%)
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0-100 km/h / Vmax
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3,0 s / 330 km/h
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 14,0 – 16,5 l/100 km (Super Plus, bei leerem Akku)
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Länge
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4.539 mm
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Breite (inkl. Spiegel)
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2.080 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.976 mm
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Höhe
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1.193 mm
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Radstand
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2.640 mm
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Leergewicht (DIN)
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ca. 1.560 kg
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Kofferraumvolumen
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160 Liter (Frunk)
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Tankinhalt
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65 Liter
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Basispreis (DE)
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ab ca. 273.073 € (Testwagen ca. 338.500 €)
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Kfz-Steuer (jährlich DE)
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ca. 86 € (Stand 2024, nach CO2-Emissionen und Hubraum)
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Versicherung Typklassen (DE, grob)
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HP: 18-20 / TK: 27-30 / VK: 30-34
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Orient. Leasingrate (monatlich)
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ab ca. 3.400 € (36 Mon., 10.000 km/J, ohne Anzahlung)
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