Das Kleinwagensegment stirbt in Europa einen leisen, aber brutalen Tod. Ford hat den legendären Fiesta rücksichtslos beerdigt, Kia den Rio ersatzlos gestrichen. Die Konzerne argumentieren, dass strenge Emissionsvorschriften und die zwingend vorgeschriebenen Assistenzsysteme die Produktion kleiner Autos schlichtweg unrentabel machen.
Doch Renault hält dagegen. Und wie. Der Clio lebt, und das in seiner fünften Generation nach dem umfangreichen „Phase 2“ Facelift als selbstbewusster französischer Kompakter. Speziell in der Top-Ausstattung „Esprit Alpine“ mit ihren rasiermesserscharfen Felgen und der mattgrauen Lackierung wirkt er kein bisschen wie ein trauriges Sparbrötchen. Eher wie ein wütend geschrumpfter Sportwagen.
Wir haben uns den Dauer-Bestseller aus Paris vorgenommen – konkret den hochkomplexen E-Tech Full Hybrid 145 – und ihn durch den deutschen Pendler-Dschungel gejagt. Vom zähen Berufsverkehr in Köln bis zur unlimitierten linken Spur der A3. Es stellt sich die Frage, ob der Clio mehr ist als nur ein schönes Gesicht mit viel „Savoir-vivre“ und ob er dem ausgedünnten Platzhirsch VW Polo nun auch technisch und ergonomisch das Wasser reichen kann.
Technische Daten & Spezifikationen
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Kategorie
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Renault Clio E-Tech Full Hybrid 145
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Renault Clio TCe 100 Eco-G (LPG)
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Motor & Antrieb
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1.6L 4-Zylinder Sauger + 2 E-Motoren
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1.0L 3-Zylinder Turbo (Benzin/Autogas)
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Systemleistung
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145 PS (105 kW)
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100 PS (74 kW)
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Getriebe
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Multi-Mode-Automatik (Klauengetriebe)
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6-Gang-Schaltgetriebe
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Batterie / Laden
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1,2 kWh (HEV – lädt während der Fahrt)
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32L Autogas-Tank + 39L Benzintank
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0-100 km/h / Vmax
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9,3 s / 180 km/h
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11,8 s / 174 km/h
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 4,2 l/100 km (Stadt/Land)
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ca. 7,0 l/100 km (LPG / extrem billig!)
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Fahrzeugbreite
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1.988 mm (inkl. Spiegel – Baustellen-Sieg!)
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1.988 mm
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Basispreis (Schätzung)
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ab ca. 24.000 €
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ab ca. 19.500 € (Der Preisbrecher!)
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Unterhalt, Wertverlust und der LPG-Rettungsanker (TCO)
In der Kleinwagenklasse entscheidet am Ende das Portemonnaie über den Kaufvertrag. Die Total Cost of Ownership (TCO) ist hier das Zünglein an der Waage. Für Flottenkunden bringt der „Full Hybrid“ keinen steuerlichen Vorteil, da er nicht an der Steckdose geladen wird. Er fällt somit aus der 0,5-%-Dienstwagenregelung heraus und unterliegt der vollen 1,0-%-Versteuerung.
- Der Mechanik- und Image-Haken: Das Stammtisch-Vorurteil „Kauf dir keinen Franzosen, da geht die Elektronik kaputt“ hält sich in Deutschland hartnäckig. Fakt ist: Die Grundmechanik des Clio V gilt als extrem solide. Das komplexe Multi-Mode-Hybrid-Getriebe ist jedoch eine technologische Black Box. Nach Ablauf der Werksgarantie repariert das kein freier Schrauber mehr. Der Wiederverkaufswert liegt zudem historisch bedingt spürbar unter dem eines VW Polo, was den Clio als jungen Gebrauchten hochattraktiv, als Neuwagen aber zu einem kleinen Wertverlust-Risiko macht.
- Der absolute TCO-Sieger (Eco-G): Wer knallhart aufs Budget schauen muss, sollte den teuren Hybrid ignorieren. Renault ist einer der letzten Hersteller, der LPG (Autogas) ab Werk anbietet. Der TCe 100 Eco-G kostet in der Anschaffung Tausende Euro weniger und halbiert die Kraftstoffkosten an der Zapfsäule. Mit vollem Benzin- und Gastank sind Reichweiten von über 1.000 Kilometern drin. Für Pendler ist das im Jahr 2026 der finanzielle Cheat-Code.
Design, Abmessungen & die Baustellen-Freigabe
Renault hat das Facelift (Phase 2) exzellent genutzt. Die neuen, pfeilförmigen LED-Tagfahrlichter, die optisch an das alte Renault-Sport-Logo erinnern, stehen extrem steil in der Frontschürze. Serienmäßige Voll-LED-Scheinwerfer sorgen für eine ausgezeichnete Sicht bei Nacht. Die Linienführung ist fließend, muskulös und emotional.
Der urbane Triumph: Während moderne Autos immer unförmiger werden, bleibt der Clio mit 4,05 Metern Länge ein Parkplatz-König. Noch wichtiger ist die Breite: Mit voll ausgeklappten Spiegeln misst der kleine Franzose exakt 1.988 Millimeter. Für Autobahn-Pendler ist das ein rechtlicher Segen. Sie dürfen in Baustellen völlig legal und kaskoversichert jede linke, auf 2,0 oder 2,1 Meter limitierte Überholspur nutzen.
Innenraum: Soft-Touch-Umarmung und der Triumph der Drehregler
Wer von einem aktuellen VW Polo oder Skoda Fabia direkt in den Clio umsteigt, erlebt einen Kulturschock. Im VW-Konzern dominieren kühle Sachlichkeit und leider massenhaft hartes, kratzempfindliches Plastik an den Türen.
Im Clio „Esprit Alpine“ wird man förmlich umarmt. Renault beweist eindrucksvoll, dass „Kleinwagen“ nicht „billig“ bedeuten muss. Das Armaturenbrett ist wunderbar weich unterschäumt. Die stark taillierten Sportsitze bieten Seitenhalt wie ein Schraubstock und punkten mit blauen Ziernähten sowie der eingestickten französischen Flagge. In der Mitte thront das hochkant montierte 9,3-Zoll-Display (Easy Link). Es reagiert 2026 absolut flüssig, die integrierte Google-Logik bei der Zieleingabe ist ein Traum.
Der absolute Ergonomie-Sieg: Was Renault jedoch einen Platz in der automobilen Ruhmeshalle sichert, ist die Klimabedienung. Während Volkswagen seine Fahrer zwingt, auf unbeleuchteten Touch-Slidern herumzuwischen, verbaut Renault im Clio drei massive, haptisch perfekte Aluminium-Drehregler mit winzigen, integrierten Displays für die Temperatur. Das ist wunderschön, lässt sich bei 130 km/h blind bedienen und rettet die Verkehrssicherheit. Ein Meisterstück des gesunden Menschenverstandes.
Antrieb und Fahrdynamik: Ausgeklügelte Hybridtechnik mit Gummiband-Effekt
Das Herzstück: der E-Tech Full Hybrid 145. Die französischen Ingenieure haben sich hier eine ziemlich wilde Konstruktion ausgedacht. Es ist ein „Multi-Mode-Klauengetriebe“, das weder eine klassische Kupplung noch Synchronringe besitzt. Ein 1,6-Liter-Saugmotor und zwei Elektromotoren spielen permanent Ping-Pong mit den mechanischen Gängen.
- Szenario Stadtverkehr (Ein lautloser Traum): Hier deklassiert der Clio die Konkurrenz. Er fährt fast immer sanft und rein elektrisch an. Bis Tempo 50 „segelt“ er oft lautlos durch die Kölner Gassen. Das System synchronisiert die Gänge über den E-Motor so extrem weich, dass man den Wechsel zwischen Benzin- und Strombetrieb im Pedal kaum spürt. An der Ampel zieht er dank des sofortigen E-Drehmoments bissig davon. Der Verbrauch? Im Stadt-Dschungel messen wir unfassbare 3,9 bis 4,2 Liter. Im urbanen Raum ist das schlicht Perfektion.
- Szenario Autobahn (Der NVH-Frust): Sobald man die Stadtgrenzen verlässt, zeigt die hochkomplexe Mechanik ihre Tücken. Man rollt mit 120 km/h auf der A3 und tritt das Pedal zum Überholen eines Lkw voll durch. Jetzt sucht das kupplungslose Getriebe hektisch den passenden Gang. Der 1,6-Liter-Sauger heult plötzlich ohrenbetäubend auf, da er simultan Strom für den E-Motor nachladen muss, um die beworbenen 145 PS Systemleistung zu erzeugen. Es entsteht ein zäher, lauter „Gummiband-Effekt“. Hinzu kommt: Ab 130 km/h rauscht der Fahrtwind (NVH) merklich an den A-Säulen. Wer dauerhaft 160 km/h fährt, treibt den Verbrauch auf über 7 Liter. Der Clio HEV ist ein City-King, aber kein entspannter Autobahn-Jäger.
Platzangebot für Familien und Freizeit
Die aggressive, wunderschöne Optik fordert ab der B-Säule einen massiven, klaustrophobischen Tribut.
Der Clio ist kompromisslos ein Fahrer-Auto. Hinten wird es eng. Die stark abfallende Dachlinie und die extrem dicken, schwarzen C-Säulen erzeugen im Fond ein dunkles Höhlen-Gefühl. Erwachsene über 1,80 Meter stoßen unweigerlich mit den Knien an die harten Schalen der vorderen Sportsitze. Ein pragmatischer Skoda Fabia wirkt im Fond dagegen wie ein luftiger Tanzsaal.
Der Kofferraum ist beim Hybrid-Modell ein weiterer Kompromiss. Weil die 1,2-kWh-Batterie Platz im Unterboden beansprucht, schrumpft das Volumen von 391 Liter auf magere 301 Liter. Das reicht für zwei Bordtrolleys und den Wocheneinkauf. Familienurlaube werden jedoch zum logistischen Albtraum. Zudem nervt die extrem hohe, ungeschützte Ladekante, wenn schwere Wasserkästen gewuchtet werden müssen.
Anhängelast, Fahrwerk und Wintertauglichkeit
Einer der größten Mythen über französische Autos ist die weich schaukelnde Sänften-Federung. Vergessen Sie das beim Clio.
- Das Fahrwerk: Der Clio, besonders als sportlicher „Esprit Alpine“, ist auf seiner MacPherson-Vorderachse und der einfachen Verbundlenker-Hinterachse extrem straff abgestimmt. Er liegt satt und fest auf der Straße. Er wankt in schnellen Kreisverkehren kaum und lenkt sehr wuselig ein. Aber: Auf den maroden deutschen Landstraßen des Jahres 2026 teilt er trockene, kurze Schläge bei tiefen Kanaldeckeln oft ungefiltert in den Rücken der Passagiere aus. Ein VW Polo federt hier deutlich harmonischer und reifer.
- Anhängelast: Als echtes Alltagsauto dürfen sowohl der E-Tech Hybrid als auch der Eco-G (LPG) kleine Anhänger bis 900 kg (gebremst) an den Haken nehmen. Das ist perfekt für den Gartenabfall. Der Antrieb erfolgt konzeptbedingt rein über die Vorderachse – im Winter empfehlen sich aufgrund des bissigen Antritts des E-Motors zwingend hervorragende Premium-Winterreifen.
Konkurrenz-Check
Das ausgedünnte Haifischbecken der Kleinwagen-Klasse:
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Feature
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Renault Clio E-Tech 145
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VW Polo 1.0 eTSI
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Skoda Fabia 1.5 TSI
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Motor
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1.6L Hybrid (145 PS)
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1.0L 3-Zyl. Mild-Hybrid (110 PS)
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1.5L 4-Zyl. Turbo (150 PS)
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Getriebe
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Multi-Mode (Klauengetriebe)
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7-Gang DSG (Doppelkuppl.)
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7-Gang DSG
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Verbrauch (Stadt)
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ca. 4,2 l/100km (Überragend)
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ca. 5,8 l/100km
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ca. 6,5 l/100km
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Klima-Bedienung
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Physische Drehregler (Top)
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Touch-Slider (Nervig)
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Physische Tasten (Top)
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Platz (Fond)
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Sehr beengt, dunkel
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Solide
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Benchmark (Sehr geräumig)
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Preis (Real)
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ab ca. 24.000 €
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ab ca. 25.500 € (Teuer)
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ab ca. 24.500 €
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Analyse: Der VW Polo bleibt der extrem unaufgeregte, vernünftige Streber. Er federt ausgewogener, ist wertstabiler und leiser auf der Autobahn, nervt aber mit billigem Hartplastik und seiner Touch-Bedienung. Der Skoda Fabia mit dem souveränen 4-Zylinder-Motor ist das heimliche Raumwunder der Klasse und schluckt extrem viel Gepäck. Der Renault Clio gewinnt jedoch unangefochten beim emotionalen Design, der Innenraum-Haptik und der unschlagbaren Hybrid-Effizienz im reinen Stadtverkehr.
Pro & Contra
- ✅ Pro: Sensationelle Innenraum-Haptik, die den VW Polo deklassiert.
- ✅ Pro: Ein Sieg der Ergonomie: Echte Klimadrehregler mit integrierten Displays.
- ✅ Pro: Extrem effizienter, ruckelfreier und leiser Hybrid-Antrieb im Stadtverkehr.
- ✅ Pro: Mit 1,98 m Außenbreite ist die linke Baustellenspur legal nutzbar.
- ❌ Contra: Beengte Platzverhältnisse im Fond, kleinerer Kofferraum beim Hybrid.
- ❌ Contra: Unharmonisches Aufheulen des Motors beim Beschleunigen auf der Autobahn (Gummiband-Effekt).
- ❌ Contra: Straffes Fahrwerk reicht kurze Stöße auf schlechten Straßen trocken weiter.
- ❌ Contra: Komplexe Getriebetechnik birgt Reparaturrisiken nach der Garantiezeit.
Fazit von Alex Wind: Sparsamer Stadtflitzer mit feinem Komfort
Alex Wind meint: Der Renault Clio E-Tech 145 ist einer der ausgereiftesten Vollhybride im Kleinwagensegment. Im Stadt- und Überlandverkehr glänzt er mit Verbräuchen unter 4,5 Litern, verlangt bei Autobahn-Vollgas aber nach wie vor etwas Nachsicht.
Der Renault Clio ist der hochemotionale Gegenentwurf zur tristen deutschen Kleinwagen-Nüchternheit. Er sieht von innen und außen schlichtweg hochwertiger aus als ein sachlicher VW Polo. Man freut sich jeden Morgen, in dieses weich unterschäumte Cockpit zu steigen und echte, wertige Klimaregler in der Hand zu halten.
Der E-Tech Full Hybrid ist im städtischen Ampel-Dschungel eine Waffe: extrem sparsam, wuselig und auf den ersten Metern lautlos elektrisch. Wer jedoch täglich 100 Kilometer pendelt und oft auf der Autobahn überholt, wird mit dem aufheulenden Getriebe und der straffen Federung auf Dauer nicht glücklich.
Meine rationale Empfehlung für alle Pendler: Ignorieren Sie den teuren High-Tech-Hybrid und kaufen Sie den TCe 100 Eco-G. Dass Renault im Jahr 2026 noch eine ab Werk perfekt integrierte LPG-Autogasanlage anbietet, ist ein Geschenk für jeden Geldbeutel. Sie tanken für die Hälfte und bekommen eine unzerstörbare Mechanik. Wer jedoch ein schickes, fast schon luxuriöses Auto primär für die Großstadt und das Umland sucht, sollte zur „Esprit Alpine“-Ausstattung des Hybriden greifen. Mehr französischen Charme gibt es in dieser Klasse für Geld nicht zu kaufen.













