Im November 2017 präsentierte Elon Musk die zweite Generation des Tesla Roadster mit atemberaubenden Eckdaten: 200-kWh-Akkupaket, 1.000 km Reichweite, über 400 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein Spurt von 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden. Tausende Kunden hinterlegten Anzahlungen von 50.000 $ bis 250.000 $ für die limitierte Founders Series.
Auch im Modelljahr 2026 existiert der 2+2-sitzige Supersportler faktisch nur als digitales Rendering und vages Versprechen auf X. Während Rimac den Nevera (1.408 kW / 1.914 PS ab 2,4 Millionen Euro) ausliefert und Porsche mit dem Taycan Turbo GT Rekorde bricht, bleibt Teslas Flaggschiff das teuerste zinsfreie Darlehen der Automobilgeschichte.
Technische Daten & Versprechungen (Reine Fiktion)
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Kategorie
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Tesla Roadster (Prognose seit 2017)
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Motor & Antrieb
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Tri-Motor-Setup (Plaid), Allradantrieb
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Leistung / Radmoment
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Leistung „Genug“ / 10.000 Nm Radmoment (claimed)
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0-100 km/h
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< 1,9 s (Basis) / < 1,3 s (SpaceX Pack, claimed)
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Höchstgeschwindigkeit
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angeblich über 400 km/h
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Batteriekapazität
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ca. 200 kWh (Brutto)
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Reichweite (WLTP)
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ca. 1.000 km (claimed)
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Sitzplätze
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2+2 Sitzer
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Basispreis (Schätzung)
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ab ca. 250.000 USD (Vorauszahlung seit 2017!)
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Finanz-Falle: Das zinsfreie Darlehen der „Founders“
Das Geschäftsmodell, das dem Roadster zugrunde liegt, erweist sich als absolut genial – allerdings ausschließlich für Teslas Kontostand. Seit der Vorstellung im Jahr 2017 hatten solvente Kunden die Möglichkeit, die sogenannte „Founders Series“ zu reservieren, wobei der volle Preis von 250.000 Dollar sofort per Überweisung fällig wurde.
Tausende begeisterte Anhänger haben diese Vorauszahlung geleistet. Wenn ich dies kurz aus wirtschaftlicher Perspektive betrachte, bedeutet es, dass Tausende von Menschen Tesla im Jahr 2017 jeweils eine Viertelmillion Dollar als völlig zinsloses Darlehen zur Verfügung stellten. Tesla arbeitet nun seit fast einem Jahrzehnt mit diesem geschenkten Kapital, finanziert damit den Bau der Gigafactory in Grünheide, entwickelt das Model Y und erwirbt am Ende vielleicht sogar Twitter (X). Die Kunden hingegen halten bis ins Jahr 2026 absolut nichts in den Händen, außer einem PDF-Beleg und der vagen Hoffnung, „irgendwann“ ein Fahrzeug zu erhalten.
Die Inflations-Lüge: Tesla hat die kommunizierten Preise seit 2017 nie offiziell angepasst. Angesichts der massiven Inflation und der extrem gestiegenen Rohstoffpreise für die Batteriezellproduktion ist es im Jahr 2026 absolut unrealistisch, dass ein Basispreis von 200.000 Dollar für ein 200-kWh-Hypercar wirtschaftlich aufrechterhalten werden kann. Meine Einschätzung und die vieler Industrieexperten gehen davon aus, dass ein realer Marktstart-Preis – sollte das Auto denn jemals fertig homologiert werden – bei mindestens 280.000 bis 300.000 Euro liegen würde.
Die Technik-Lüge: SpaceX-Düsen vs. deutsche StVO
Ich möchte nun die schwindelerregenden Zahlen beleuchten, die seit 2017 durch das Internet kursieren: 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h. Dies klang 2017 völlig neuartig und beispiellos. Im Jahr 2026 wirkt es zwar immer noch brachial, hat aber seinen magischen Nimbus verloren, da andere Hersteller, wie beispielsweise Rimac, solche Werte längst in Serie realisieren.
Der eigentliche, von Musk oft zitierte Marketing-Gag ist jedoch das optionale „SpaceX-Paket“. Angeblich sollen zehn kleine Kaltgas-Reaktionsdüsen, die um das Auto herum angeordnet sind, die Beschleunigung auf absurde 1,3 Sekunden drücken und das Fahrzeug sogar kurzzeitig schweben lassen.
An dieser Stelle beginnt für mich die reine Märchenstunde. Physikalisch wäre dies mit enormen Drücken und riesigen Tanks theoretisch machbar. Doch ich stelle mir vor, wie man mit diesem Roadster beim TÜV-Süd in München zur Einzelabnahme nach §21 StVZO vorfährt. Wenn der Prüfer die Hochdruck-Luftdüsen sieht, die anstelle der Rücksitze im Auto verbaut sind, wird er meiner Einschätzung nach keineswegs die Plakette erteilen und Ihnen viel Spaß beim Schweben über den belebten Mittleren Ring wünschen. Vielmehr wird er das Kraftfahrt-Bundesamt kontaktieren, da Sie ein nicht genehmigtes Antriebssystem führen, das Passanten am Straßenrand durch massive Kaltgasstrahlen schwer verletzen könnte. Es ist eine unumstößliche Tatsache: Diese SpaceX-Technologie wird in Europa niemals eine offizielle Straßenzulassung erhalten, da sie gegen sämtliche Lärm-, Sicherheits- und Fußgängerschutz-Vorschriften verstößt. Das Paket ist reine Vaporware, konzipiert für YouTube-Klicks, aber keinesfalls ein Feature für ein legales Serienfahrzeug.
Die Gründe für die ausufernde Entwicklungszeit
Offiziell kommuniziert Tesla, die absolute Priorität habe stets auf dem Hochlauf der Massenmodelle (Model 3/Y), dem Cybertruck sowie der hauseigenen Batteriezellproduktion (4680er Zellen) gelegen. Inoffiziell kämpfen die Ingenieure jedoch mit den unerbittlichen Gesetzen der Physik.
Die Homologation eines Tri-Motor-Plaid-Antriebs in einem extrem flachen Sportwagen ist zweifellos komplex. Das Hauptproblem stellt jedoch der angekündigte Akku dar: Ein 200-kWh-Paket ist heutzutage massiv und unfassbar schwer. Presst man diese Zellmasse in einen kompakten Roadster, wird das Auto unweigerlich weit über 2,2 Tonnen wiegen. Ein solches Leergewicht eliminiert jedoch jede querdynamische Sportwagen-DNA und überfordert Bremsen sowie Reifen bei hohen Geschwindigkeiten völlig. Meine Analyse zeigt, dass Tesla im Jahr 2017 schlichtweg den Mund zu voll genommen hat.
Konkurrenz-Check: Die Realität hat Tesla überholt
Während Elon Musk weiterhin twittert, liefert die asiatische und europäische Konkurrenz längst serienreife Fahrzeuge.
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Feature
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Tesla Roadster (Fiktion)
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Rimac Nevera (Realität)
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BYD Yangwang U9 (Realität)
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Status
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Nicht bestellbar / Fiktion
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Wird ausgeliefert
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Wird in Asien ausgeliefert
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Leistung
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Unbekannt (Tri-Motor)
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1.914 PS (Quad-Motor)
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ca. 1.300 PS (Quad-Motor)
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0-100 km/h
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< 1,9 s (Basis, claimed)
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1,81 s (Weltrekord!)
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ca. 2,0 s
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Batterie
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ca. 200 kWh (claimed)
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120 kWh
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80 kWh
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Ladeleistung
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Unbekannt
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bis 500 kW
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extrem schnell (Dual-Laden)
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Preis
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ca. 250.000 USD (Anzahlung!)
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über 2.000.000 €
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ca. 215.000 €
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Meine Analyse: Die kroatische Benchmark, der Rimac Nevera, ist seit Jahren real auf dem Markt verfügbar, hält Dutzende homologierte Weltrekorde und ermöglicht Ladevorgänge mit über 500 kW. Mate Rimac hat eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, ein E-Hypercar legal auf die Straße zu bringen. Der BYD Yangwang U9 demonstriert eindrucksvoll, wie China Tesla technologisch links liegen lässt: Er präsentiert sich als elektrisches Hypercar mit vier Motoren, 1.300 PS und einem intelligenten Fahrwerk (DiSus-X), das dem Auto erlaubt, legal zu tanzen, zu springen und sogar auf drei Rädern zu fahren. Das Entscheidende dabei ist, dass man ihn tatsächlich erwerben kann.Sus-X), das das Auto legal tanzen, springen und auf drei Rädern fahren lässt. Das Wichtigste: Man kann ihn tatsächlich kaufen.
Pro & Contra (Der ewigen Warterei)
- ✅ Pro: Sollte er jemals erscheinen, werden die reinen Längs-Fahrleistungen (0-100 km/h in <2s) zweifellos beeindruckend sein.
- ✅ Pro: Eine tatsächlich realisierbare 1.000-km-Reichweite (laut Angabe) würde die Reichweitenangst bei Hypercars endgültig beseitigen.
- ✅ Pro: Die Marke Tesla verspricht (hoffentlich) exzellente Software und den nahtlosen Zugang zum Supercharger-Netzwerk.
- ❌ Contra: Seit 2017 nicht ausgeliefert – mein Vertrauen in jegliche Liefertermine ist mittlerweile bei absolut Null angelangt.
- ❌ Contra: Das angekündigte „SpaceX-Paket“ mit Kaltgasdüsen ist in Europa illegal und völlig zulassungsunfähig.
- ❌ Contra: Vorauszahlungen von bis zu 250.000 Dollar, die seit fast zehn Jahren ausstehen, stellen ein massives finanzielles Risiko für die Kunden dar.
- ❌ Contra: Die Konkurrenz, wie Rimac und BYD, hat Tesla technologisch längst überholt und liefert bereits funktionierende Fahrzeuge aus.
Fazit von Alex Wind: Der Tesla Roadster als ewige Ankündigung
Alex Wind zieht Bilanz: Ich sage es ganz offen: Wer Ende März 2026 immer noch ernsthaft auf den Tesla Roadster wartet und Elon Musk sein sauer verdientes Geld zinsfrei anvertraut, leidet meiner Einschätzung nach vermutlich unter einer automobilen Form des Stockholm-Syndroms.
Dieses Fahrzeug ist längst kein ernsthaftes, kaufbares Produkt mehr, sondern dient als reines, strategisches Marketing-Tool, um die Marke Tesla an der Börse weiterhin als „cool“ und als führendes Technologieunternehmen erscheinen zu lassen, während in der Realität das Geld schlichtweg durch den massenhaften Verkauf von profanen Model Y und Model 3 SUVs verdient wird.
Ich empfehle heute niemandem mehr, auf den Roadster zu warten, absolut niemandem. Vielmehr rate ich jedem eindringlich davon ab, der im Jahr 2026 noch in diesem Leben ein echtes, fahrbares Elektro-Hypercar pilotieren möchte. Wer das nötige Kleingeld besitzt, sollte sich einen Rimac Nevera zulegen. Wer hingegen auf extrem modernste Technik, beeindruckende Performance und spektakuläre Show-Effekte Wert legt – und die aktuellen Import-Hürden aus China nicht scheut – greift zum BYD Yangwang U9. Diese Fahrzeuge sind real, sie verfügen über Zulassungen und sie fahren tatsächlich. Der Roadster hingegen bleibt lediglich ein schöner, fast zehn Jahre alter Traum, der von der harten Realität links und rechts überholt wurde. Behalten Sie Ihr Geld und investieren Sie es in ein Auto, das Sie heute anfassen und fahren können.












