Die passende Länge eines Ladekabels hängt vor allem vom Stellplatz, der Position des Ladeanschlusses am Fahrzeug und dem Abstand zur Wallbox oder Ladesäule ab. Für den flexiblen Einsatz an öffentlichen AC-Ladestationen empfiehlt der ADAC ein Ladekabel mit sieben bis acht Metern Länge.
Ein längeres Kabel ist allerdings nicht automatisch die bessere Wahl. Wer überwiegend an einem festen Stellplatz lädt und die Entfernung genau kennt, kommt häufig mit einem kürzeren und leichter zu verstauenden Kabel aus.
Wann reichen 4 bis 5 Meter?
Ein Ladekabel von etwa vier bis fünf Metern kann für das Laden zu Hause ausreichen, wenn die Wallbox günstig positioniert ist. Entscheidend ist, dass der Ladeanschluss des Autos bequem erreichbar bleibt – unabhängig davon, ob das Fahrzeug vorwärts oder rückwärts eingeparkt wird.
Der ADAC nennt für Wallboxen unter anderem Kabellängen von vier bis fünf sowie sieben bis acht Metern als gängige Varianten. Entsprechend werden E-Auto-Ladekabel in mehreren Längen angeboten. Die konkrete Wahl sollte sich nach dem Stellplatz und der Position des Fahrzeuganschlusses richten.
Ein kürzeres Kabel hat praktische Vorteile: Es benötigt weniger Stauraum, lässt sich leichter handhaben und es liegt beim Laden weniger überschüssiges Kabel auf dem Boden. Wer ausschließlich an derselben Wallbox lädt, braucht deshalb nicht zwangsläufig zusätzliche Meter als Reserve.
Warum sind 7 bis 8 Meter unterwegs praktischer?
An öffentlichen Ladesäulen lässt sich die Position des Autos zur Ladesäule nicht immer frei wählen. Hinzu kommt, dass sich die Ladeanschlüsse je nach Fahrzeugmodell vorne, hinten oder seitlich befinden. Ein längeres Kabel schafft hier zusätzlichen Spielraum.
Der ADAC empfiehlt für unterschiedliche Ladesituationen sieben bis acht Meter. Ein kürzeres Kabel ist zwar handlicher, ein längeres lässt sich jedoch flexibler einsetzen, wenn das Fahrzeug nicht unmittelbar neben der Buchse der Ladesäule stehen kann.
Wer ein Kabel für wechselnde Ladeorte sucht, sollte deshalb neben Steckertyp und Ladeleistung gezielt auf die Kabellänge achten.
Welche Faktoren sollten vor dem Kauf geprüft werden?
Die benötigte Länge lässt sich am zuverlässigsten bestimmen, indem der reale Weg zwischen Ladepunkt und Fahrzeuganschluss betrachtet wird. Dabei sollte das Kabel nicht nur bei einer einzigen idealen Parkposition passen.
Relevant sind insbesondere die Position der Wallbox oder Ladesäule, die Lage der Ladeklappe und die übliche Parkrichtung. Wer das Kabel auch unterwegs verwenden möchte, sollte zusätzlich berücksichtigen, dass öffentliche Ladeplätze unterschiedlich gestaltet sind.
Auch Gewicht und Handhabung spielen eine Rolle. Ladekabel für höhere Stromstärken können dicker, schwerer und weniger handlich ausfallen. Ein sehr langes Kabel bietet daher mehr Reichweite, verursacht aber auch mehr Kabel, das transportiert und verstaut werden muss.
Beeinflusst die Kabellänge die Ladegeschwindigkeit?
Bei einem geeigneten, normgerechten Ladekabel ist die Länge im üblichen Bereich nicht der entscheidende Faktor für die Ladegeschwindigkeit. In einem vom ADAC beschriebenen Vergleich verschiedener Typ-2-Kabel mit unterschiedlichen Längen lagen die Unterschiede bei der Ladeeffizienz unter einem Prozent.
Für die tatsächlich erreichbare AC-Ladeleistung sind vielmehr Fahrzeug, Ladepunkt und die elektrische Auslegung des Kabels relevant. Deshalb sollte ein Ladekabel nicht allein nach seiner Länge ausgewählt werden. Steckertyp, unterstützte Stromstärke und Phasenzahl müssen ebenfalls zum Fahrzeug und zum vorgesehenen Ladepunkt passen. Eine Auswahl an Kabeln mit unterschiedlichen Steckertypen, Längen und Ladeleistungen findet sich zum Beispiel bei autoladekabel.de.

