Manchmal schmerzt es, ein Automobiljournalist zu sein. Besonders, wenn eine Ära endet. Im Jahr 2024 verkündete Bentley das Unvermeidliche: Der W12, das mechanische Herz der Marke, ein 6,0-Liter-Kraftpaket, das sanft wie Seide und explosiv wie Dynamit lief, verabschiedete sich. Zwei Jahre später sitze ich in seinem Nachfolger. Der Name bleibt – Bentley Continental GT Speed. Doch unter der langen Haube pocht nun ein V8-Motor, flankiert von einem leistungsstarken Elektromotor.
Dieses „Ultra Performance Hybrid“-System liefert atemberaubende 782 PS. Das sind fast 130 PS mehr als der alte W12. Damit ist es der stärkste Serien-Bentley, den die Marke je gebaut hat. Aber ist er auch der emotionalste? Oder steht dieser 2,5 Tonnen schwere Plug-in-Hybrid eher für einen geschickten kaufmännischen Schachzug im Hause VW, der seine Seele an die Steckdose verkauft hat? Wir entführten den britischen Lord auf eine kompromisslose Grand Tour, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.
Das Herzstück: V8-Hybrid-Symphonie oder technischer Kompromiss?
Der massive Startknopf wartet. Ein Druck, und zunächst herrscht Stille. Der 2,5-Tonnen-Koloss erwacht im lautlosen EV-Modus. Der 190 PS starke Elektromotor, geschickt im Gehäuse des blitzschnellen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes (ein Porsche-Derivat) untergebracht, schiebt den Continental geräuschlos aus der Stadt. Ein Bentley, der summt wie ein Staubsauger – anfangs wirkt es skurril, entpuppt sich aber als zutiefst entspannend. Die elektrische Reichweite von bis zu 81 Kilometern nach WLTP genügt für viele tägliche Fahrten und erlaubt das Befahren von Umweltzonen ohne Emissionen.
Verlassen wir die Stadtgrenze, drehen wir den Fahrmodus-Regler auf „Bentley“, jene perfekte Symbiose aus Komfort und Sport. Dann heißt es: Pedal aufs Blech. Der 4,0-Liter-V8-Biturbo erwacht mit einem infernalischen Grollen. Bevor die beiden Abgasturbolader überhaupt Luft holen können, drückt der E-Motor seine 400 Nm als „Torque Fill“ in den Antriebsstrang. Das System liefert ansatzlos 782 PS und 1.000 Nm. Was darauf folgt, lässt die Physik kapitulieren: Die 2,5 Tonnen werden nicht einfach beschleunigt; sie werden in 3,2 Sekunden auf 100 km/h katapultiert. Der V8 klingt dabei rotzig, bassig, fast wie ein brutales Muscle-Car im Smoking.
Vermissen wir den W12? Objektiv, rein an den Zahlen gemessen, lautet die Antwort: Nein. Der Hybrid beschleunigt massiver, agiert agiler und ist im oberen Geschwindigkeitsbereich noch druckvoller. Subjektiv aber? Ja, ein kleines Stück weit. Das turbinenartige, aristokratische Heulen und der absolut seidenweiche, vibrationsfreie Lauf des alten 12-Zylinders waren einzigartig, schlichtweg magisch. Der neue V8 ist ein Raubein, ein Kraftpaket – aber er ist nicht mehr der souveräne Aristokrat, der der W12 einst war. Diese Emotion ist unwiederbringlich verloren.
Der reale Verbrauch mit leerer Batterie, etwa im „Hold-Mode“ auf der Autobahn, liegt bei rund 11,8 bis 14 Litern Super Plus auf 100 Kilometern. Wer die Leistung permanent abruft, sieht den Wert schnell in Richtung 18 Liter klettern. Für 782 PS bleibt das dennoch effizienter als beim stets durstigen W12. Ein Wermutstropfen im Hybrid-Alltag: Bentley verzichtet auf einen DC-Schnellladeanschluss. Maximal lädt man mit 11 kW AC an der Wallbox, was für eine volle Ladung der 25,9-kWh-Batterie rund 2,5 Stunden bedeutet. Eine Schnellladefunktion hätte dem Reisegranden gut gestanden.
Fahrwerk und Fahrdynamik: Die Physik-Illusion
Bentley hat dem GT Speed ein absolutes Hightech-Arsenal spendiert. Zweikammer-Luftfedern, extrem reaktionsschnelle Zweiventil-Dämpfer – Zug- und Druckstufe sind hier komplett getrennt regelbar – und eine blitzschnelle, aktive 48-Volt-Wankstabilisierung. Auf der Autobahn gleitet der GT wie auf Wolken, absorbiert Unebenheiten mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht. Selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h bleibt das Geräuschniveau im Innenraum bemerkenswert niedrig. Windgeräusche sind kaum vorhanden, lediglich ein leises Abrollgeräusch der massiven 22-Zoll-Pneus dringt dezent in den Innenraum – ein feines Indiz, dass man fährt, nicht fliegt.
Wer den Continental jedoch in eine enge Landstraßenkurve wirft, erlebt eine Überraschung. Die E-Motoren stützen die Stabilisatoren ab, das Auto wankt keinen Millimeter, und die Allradlenkung zirkelt den 2,5-Tonnen-Boliden wie einen tanzenden Leichtathleten um den Scheitelpunkt. Beeindruckende Ingenieurskunst: Der Wagen kaschiert sein Leergewicht mit einer unglaublichen Leichtfüßigkeit, die man einem derart opulenten Grand Tourer nicht zutrauen würde. Die Lenkung ist präzise, liefert gute Rückmeldung und lässt den Fahrer stets wissen, was die Räder tun. Das Bremssystem, optional mit Carbon-Keramik-Scheiben erhältlich, verzögert den Speed auch aus höchsten Geschwindigkeiten brutal effektiv und standfest.
Interieur und Komfort: Haptische Ekstase und digitale Kunst
Öffnen wir die massive Tür, die sich so schwer anfühlt wie der Zugang zur Bank von England, betreten wir eine analog-digitale Traumwelt. Hier hat niemand an Material gespart. Alles, was nach Metall aussieht, ist echtes, kaltes Metall. Fassen wir die massiven, verchromten Drehregler für die Lüftung an, spüren wir das berühmte, geriffelte „Diamond Knurling“ und einen mechanischen Widerstand, der an feine Uhrmacherkunst erinnert. Im Jahr 2026, wo viele Konkurrenten alles zwanghaft mit Touchscreens zukleistern, zelebriert Bentley echte Haptik.
Das Rotating Display, liebevoll auch „Toblerone-Prinzip“ genannt, ist ein technisches Kunstwerk. Drücken wir den Startknopf, rotiert das scheinbar stufenlose Holzfurnier in der Mitte elektrisch und lautlos um die eigene Achse. Ein gestochen scharfer 12,3-Zoll-Touchscreen erscheint. Drücken wir eine physische Taste am Armaturenbrett, dreht sich das Modul erneut und gibt drei wunderschöne, komplett analoge Zifferblätter (Kompass, Temperatur, Chronometer) frei. Das kostet einen beträchtlichen Aufpreis, ist aber das schönste Statement für analoge Werte und Handwerkskunst in der gesamten Automobilindustrie. Die Integration der digitalen Elemente ist perfekt gelungen, ohne die traditionellen Werte zu opfern.
Die vorderen Sitze massieren nicht nur, sie analysieren permanent die Körperhaltung („Postural Adjust“) und passen die klimatisierten Polster millimetergenau an. Das ermöglicht ermüdungsfreies Reisen über Hunderte von Kilometern. Im Fond, konzipiert als 2+2-Sitzer, finden Erwachsene auf kurzen Strecken oder Kinder bequem Platz. Der Kofferraum wurde durch die Hochvolt-Batterie leicht dezimiert, reicht aber locker für zwei Golfbags oder das Wochenendgepäck zweier Personen.
Dimensionen und Alltagstauglichkeit: Breitschultrig und herausfordernd
Der Continental GT Speed ist eine Erscheinung. Sein Design bricht mit der Tradition: Die ikonischen vier Augen sind verschwunden. Zum ersten Mal seit den 1950er-Jahren trägt der Continental GT wieder formvollendete Einzelscheinwerfer, die von einem horizontalen „Lidstrich“ (Tagfahrlicht) durchbrochen werden. Diese Anleihe an die exklusiven Coachbuild-Modelle (Bacalar/Batur) polarisiert die Fangemeinde massiv, wirkt aber böser, fokussierter und weniger „pausbackig“. Die komplett aus „Superformed Aluminium“ geformten hinteren Kotflügel sind so wuchtig und muskulös, dass man darauf stilvoll den Nachmittagstee servieren könnte.
Doch diese Schönheit birgt eine Herausforderung auf deutschen Straßen. Der Wagen ist gigantisch breit. Mit voll ausgeklappten Spiegeln messen wir gefährlich nahe an 2,20 Meter (exakt 2.187 Millimeter). Auf der Autobahn, insbesondere in Baustellenbereichen, wo die linke Spur oft auf 2,10 Meter begrenzt ist, bedeutet das eine strikte Einhaltung des Rechtsfahrgebots. Wer sich mit diesem 260.000-Euro-Lackjuwel in solche Verengungen wagt, riskiert nicht nur kostspielige Lackschäden, sondern verliert im Falle eines Unfalls auch den Kaskoschutz. Auch in engen Parkhäusern oder historischen Altstädten können die extrem weit herausstehenden 22-Zoll-Felgen trotz der verbauten Allradlenkung schnell mit Bordsteinen oder Pfeilern in Kontakt kommen. Hier ist vorausschauendes Fahren und Präzision gefragt.
Betriebskosten und Steuervorteile: Eine kuriose Rechnung
Der Unterhalt eines Bentley Continental GT Speed erfordert ein entsprechendes Budget. Die Wartung der Carbon-Keramik-Bremsen, der Verschleiß der 22-Zoll-Reifen und die extremen Vollkasko-Einstufungen schlagen kräftig zu Buche.
Kfz-Steuer: Obwohl als PHEV eingestuft, wird der Hubraum des V8 (4,0 Liter) voll besteuert. Hinzu kommt ein CO2-basierter Anteil, der durch die offizielle WLTP-Einstufung als Hybrid (trotz 782 PS) etwas geringer ausfällt. Realistisch beläuft sich die jährliche Kfz-Steuer in Deutschland auf rund 500 bis 600 Euro.
Typklassen (Versicherung): Für ein Fahrzeug dieser Leistung und dieses Preises fallen die Typklassen in Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko erwartungsgemäß sehr hoch aus. Rechnen Sie mit Haftpflicht 22-24, Teilkasko 30-32 und Vollkasko 32-34. Die jährlichen Versicherungskosten können, je nach Schadenfreiheitsklasse, leicht in den vierstelligen Bereich pro Monat (!) vorstoßen.
Dienstwagenprivileg (0,5% Regelung): Hier liefert der neue Continental GT Speed ein Szenario, das den deutschen Fiskus verblüffen dürfte. Obwohl das Fahrzeug mit 782 PS die linke Autobahnspur dominiert und 335 km/h schnell rennt, wird es dank seiner 25,9-kWh-Batterie und einer elektrischen Reichweite von 81 Kilometern (WLTP) rechtlich als Plug-in-Hybrid eingestuft, der von der 0,5%-Dienstwagenversteuerung profitiert. Statt der vollen 1,0%-Versteuerung auf den exorbitanten Bruttolistenpreis erhalten gut betuchte Dienstwagenfahrer einen erheblichen Steuervorteil. Bei einem 300.000-Euro-Auto bedeutet das Zehntausende Euro Ersparnis über die Jahre – ein Kuriosum, das die deutsche Gesetzgebung in dieser Form wohl nicht beabsichtigt hat.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer berichten
Erste Rückmeldungen von Besitzern des neuen Continental GT Speed sind erwartungsgemäß begeistert, doch einige Punkte kristallisieren sich heraus:
- Positive Aspekte:
- „Das Antriebspaket ist eine Wucht!“ Die brachiale Beschleunigung und die nahtlose Kraftentfaltung des Hybridantriebs werden durchweg gelobt. Der E-Motor füllt jedes Turboloch, und die Performance ist schlichtweg atemberaubend.
- „Der Innenraum ist unübertroffen.“ Die Materialqualität, die Liebe zum Detail und die haptische Erfahrung werden immer wieder als Benchmark in der Automobilindustrie genannt. Das Rotating Display wird als Highlight gefeiert.
- „Reisekomfort auf höchstem Niveau.“ Auf Langstrecken ist der Continental dank seines Fahrwerks und der exzellenten Sitze ein absoluter Genuss. Die Ruhe im Innenraum, selbst bei hohen Geschwindigkeiten, begeistert.
- Kritische Aspekte:
- „Das Gewicht spürt man trotzdem.“ Obwohl das Fahrwerk Wunder vollbringt, äußern einige sportlich ambitionierte Fahrer, dass das hohe Leergewicht von fast 2,5 Tonnen bei extremen Manövern oder auf der Rennstrecke spürbar wird, was Bremsen und Reifen stark beansprucht.
- „Die Breite ist eine Plage.“ Besonders in deutschen Innenstädten oder eben auf Autobahnbaustellen wird die extreme Fahrzeugbreite immer wieder als Herausforderung genannt, die Konzentration erfordert.
- „Manchmal zickt die Software.“ Wie bei vielen modernen Autos berichten vereinzelte Nutzer von kleineren Software-Glitches oder kurzen Aussetzern des Infotainmentsystems, die jedoch meist durch Neustart behoben werden können. Ein bekanntes „Symptom“ vieler hochkomplexer Systeme.
- „Der Klang ist anders.“ Während viele den V8-Sound lieben, trauern einige Enthusiasten dem spezifischen, seidigen Klang des W12 nach. Es ist kein direkter Mangel, sondern eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Tradition.
Der Bentley im Wettbewerbsumfeld: Ein Grand Tourer im Duell der Giganten
Im elitären DACH-Duell der Super-Luxus-Coupés trifft der Bentley Continental GT Speed auf hochkarätige Konkurrenz.
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Feature
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Bentley Continental GT Speed
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Aston Martin DB12
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Rolls-Royce Spectre
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Motor & Antrieb
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4.0 V8-Hybrid (782 PS)
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4.0 V8-Biturbo (680 PS)
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Dual-Motor EV (585 PS)
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Getriebe
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8-Gang-PDK
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8-Gang-Automatik (ZF)
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1-Gang-Reduktionsgetriebe
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Antrieb
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Aktiver Allradantrieb
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Hinterradantrieb
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Allrad (e-AWD)
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Fahrwerk
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Zweiventil & 48V-Stabi
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Adaptiv-Dämpfer
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Planar-Luftfederung
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0-100 km/h
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3,2 s
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3,6 s
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4,5 s
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Preis (Deutschland)
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ab ca. 265.000 €
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ab ca. 230.000 €
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ab ca. 400.000 €
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Geschätzte Leasingrate (mon.)
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ab ca. 3.500 – 5.000 €
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ab ca. 3.000 – 4.500 €
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ab ca. 5.500 – 7.000 €
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Kfz-Steuer (jährlich, ca.)
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500 – 600 €
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400 – 500 €
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0 € (bis 2030)
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Analyse:
Der wunderschöne Aston Martin DB12 ist auf der Landstraße der puristischere Sportler. Er setzt auf einen reinen V8, ist leichter und ausschließlich heckgetrieben, was für ein direkteres, involvierteres Fahrerlebnis sorgt. Technologisch hinkt sein Cockpit trotz massiver Updates dem perfekten Bentley-Niveau in puncto Materialität und haptischer Raffinesse jedoch hinterher. Der vollelektrische Rolls-Royce Spectre thront als unangefochtene Spitze der Geräuschlosigkeit und des reinen Komforts. Seine Präsenz ist majestätisch, doch auf der deutschen Autobahn, speziell bei Geschwindigkeiten jensehen der 170 km/h, wird er aufgrund drastisch sinkender Batteriereichweite zum Opfer der eigenen Physik. Der Bentley Continental GT Speed behauptet sich als ultimativer Grand Tourer. Er liefert absurde Porsche-Performance aus der Batterie-Kombination und bewahrt gleichzeitig den opulentesten, taktilsten Innenraum der Welt. Er ist der Vielseitigste der drei, der die sportliche Performance mit unübertroffenem Luxus und Alltagstauglichkeit (dank Hybrid) vereint.
Fazit von Alex Wind: Grand Touring in Perfektion – auch ohne W12
Alex Wind meint: Puristen mögen dem W12 nachtrauern, doch der neue V8-Hybrid ist in jeder Hinsicht überlegen. Das Fahrwerk bügelt deutsche Autobahnfugen mit majestätischer Ruhe glatt, während der Elektroschub das 2,5-Tonnen-Coupé ansatzlos nach vorne katapultiert.
Der Bentley Continental GT Speed (Modelljahr 2026) ist ein technologisches Meisterwerk. Er hat den politisch erzwungenen Tod seines legendären W12-Herzschlags nicht nur überlebt, er ist aus diesem Prozess dynamisch, effizient und brachial gestärkt hervorgegangen. Der neue Ultra Performance Hybrid-Antrieb macht ihn im Alltag schlichtweg zum besseren Auto. Er rollt völlig lautlos und politisch korrekt aus der Tiefgarage, lässt auf der freien Autobahn so manchen Supersportwagen aus Maranello in seiner tiefen V8-Abgaswolke stehen und parkt abends hochherrschaftlich vor dem Casino in Monaco.
Für echte Automobil-Romantiker ist jedoch ein winziges Stück Magie unwiederbringlich verloren gegangen. Der neue V8 ist ein extrem schnelles, lautes Raubein – aber er ist nicht mehr der souveräne Aristokrat, der der W12 einst war.
Für wen ist dieses Luxus-Coupé die treffende Wahl? Äußerst erfolgreichen Unternehmern, die den souveränen, kompromisslosen Grand Tourer für den gesamten Kontinent suchen und ganz nebenbei den 0,5%-Steuervorteil mitnehmen wollen. Es ist ein Auto, das in nahezu jeder Disziplin glänzt und nur wenige Kompromisse eingeht.
Mein eiserner Rat an Sie: Sollten Sie noch einen alten W12-Continental in Ihrer klimatisierten Garage besitzen, geben Sie ihn niemals in Zahlung! Behalten Sie die alte Ikone für das Wochenende und den Sound. Den neuen GT Speed leasen Sie sich für die gnadenlose Performance unter der Woche. So vereinen Sie das Beste aus beiden Welten.
Technische Daten & Spezifikationen: Bentley Continental GT Speed (Modelljahr 2026)
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Datenpunkt
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Wert
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Motor & Antrieb
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4.0L V8-Biturbo (EA825) + E-Motor, Aktiver Allradantrieb
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Systemleistung / Drehmoment
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782 PS (575 kW) / 1.000 Nm
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Getriebe
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8-Gang-Doppelkupplung (PDK, Porsche-Derivat)
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Fahrwerk
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Zweiventil-Dämpfer, Zweikammer-Pneumatik, Aktive 48V-Wankstabilisierung, Allradlenkung
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Batterie / E-Reichweite
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25,9 kWh Brutto / 21,8 kWh Netto / ca. 81 km (WLTP)
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0-100 km/h
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3,2 s
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Höchstgeschwindigkeit
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335 km/h
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Testverbrauch (Batterie leer)
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ca. 11,8 – 14,0 l/100 km (Super Plus)
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Länge
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4.895 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.964 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.187 mm
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Höhe
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1.405 mm
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Radstand
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2.851 mm
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Spezifisches Leergewicht
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2.510 kg
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Kofferraumvolumen
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ca. 260 Liter (durch Batterie reduziert)
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Tankvolumen
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80 Liter
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Ladeleistung AC
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Max. 11 kW
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Listenpreis (Deutschland)
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ab ca. 265.000 € (Testwagen: 312.400 €)
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Leasingrate (monatlich, ca.)
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ab ca. 3.500 – 5.000 € (Bonität & Konditionen abhängig)
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Kfz-Steuer (jährlich, ca.)
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500 – 600 €
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Typklassen (HP/TK/VK)
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ca. 22-24 / 30-32 / 32-34
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