Mit geschärfter Haifischnase und überarbeitetem Cockpit geht der Cupra Formentor VZ in seine zweite Lebenshälfte. Das 4,45 Meter lange Crossover-Coupé bildet die sportliche Speerspitze der spanischen VW-Tochter und zielt auf fahrbegeisterte Kunden im hart umkämpften Kompaktsegment.
Unter der Haube leistet der 2.0 TSI nun 245 kW (333 PS) und profitiert vom Torque-Splitter-Allradantrieb aus dem Audi S3 für gesteigerte Kurvenagilität. Bei Einstiegspreisen ab 54.200 Euro klärt unser Landstraßentest, ob der Vierzylinder den gestrichenen legendären Fünfzylinder emotional und dynamisch ersetzen kann.
Technische Daten & Spezifikationen
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Kategorie
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Cupra Formentor VZ 2.0 TSI 4Drive (2026)
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Motor & Antrieb
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2.0L 4-Zylinder Turbobenziner, Allrad (Torque Splitter)
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Leistung / Drehmoment
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333 PS (245 kW) / 420 Nm
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Getriebe
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7-Gang-DSG (Doppelkupplung DQ381)
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0-100 km/h / Vmax
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4,8 s / 250 km/h (abgeregelt)
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 9,5 l/100 km (Super Plus)
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Anhängelast (gebremst)
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1.900 kg (Sehr solider Wert)
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Kofferraumvolumen
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420 Liter (Verbrenner) / 345 Liter (PHEV)
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Fahrzeuglänge / Breite
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4.451 mm / 2.010 mm (inkl. Spiegel – Baustellen-Sieg!)
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Basispreis (Schätzung DE)
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ab ca. 53.500 € (Testwagen: 64.200 €)
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Unterhalt, Dienstwagensteuer und die Tücken der Lack-Wahl (TCO)
Angesichts eines Grundpreises von über 53.000 Euro lässt sich der Formentor VZ keineswegs mehr als preiswertes Schnäppchen bezeichnen. Für Flottenmanager und Dienstwagenfahrer stellt das Modelljahr 2026 eine entscheidende Weichenstellung dar, die unerbittlich zwischen pragmatischer Vernunft und emotionalem Überschwang differenziert:
- Der VZ Verbrenner (Die 1,0%-Belastung): Mein Testwagen, ausgestattet mit 333 PS, unterliegt als reiner Verbrennungsmotor zwingend der vollen, finanziell spürbaren 1,0%-Regelung bei der Versteuerung. Dies führt in Kombination mit den erhöhten CO2-Werten und dem obligatorischen Super Plus-Kraftstoff zu einer erheblichen Belastung des Budgets.
- Der VZ e-Hybrid (Der 0,5%-Vorteil): Die naheliegende Alternative stellt der neue VZ e-Hybrid mit einer Systemleistung von 272 PS dar. Dieses Modell verfügt nun über eine beachtliche 19,7 kWh (netto) Batteriekapazität, die eine realistische rein elektrische Reichweite von 100 Kilometern ermöglicht. Darüber hinaus kann er an einem Schnelllader (DC) mit 50 kW in weniger als 30 Minuten aufgeladen werden. Diese Eigenschaften halbieren die Dienstwagensteuer auf 0,5 Prozent , was ihn für mich zum idealen Fahrzeug für Pendler qualifiziert.
Die Tücken der Farbwahl im Leasing: Obwohl die ausgesprochen attraktiven, matten Lackierungen, wie beispielsweise Petrol Blau Matt, optisch überzeugen, bergen sie ein erhebliches Risiko. Es ist strikt untersagt, Fahrzeuge mit diesen Oberflächen in herkömmlichen Waschanlagen mit Wachs-Programm zu reinigen. Des Weiteren lassen sich kleinere Kratzer nicht ohne Weiteres kostengünstig auspolieren; stattdessen ist häufig eine aufwendige Neulackierung eines kompletten Bauteils erforderlich. Dies führt bei der Leasing-Rückgabe nicht selten zu unerwartet hohen Kosten.
Design, Abmessungen & die entscheidende Baustellen-Freigabe
Cupra hat bei diesem Facelift keineswegs nur marginale Änderungen vorgenommen; vielmehr wurde die Frontpartie vollständig neu modelliert. Der traditionelle Kühlergrill ist einer spitzen „Shark Nose“ gewichen, flankiert von dreieckigen Matrix-LED-Augen, die einen markant-bösen Ausdruck verleihen. Das kupferfarbene Logo wurde bewusst provokant auf die Motorhaube positioniert. Besonders beeindruckend finde ich persönlich das Heck: Das durchgehende LED-Leuchtenband beherbergt nun ein vollständig illuminiertes Cupra-Logo, welches in der Dunkelheit einen unverwechselbaren und äußerst ansprechenden Erkennungsfaktor darstellt.
Mein Fazit zur urbanen Alltagstauglichkeit: Trotz seiner ausgesprochen aggressiven Erscheinung offenbart der Formentor unter seinem Blechkleid eine bemerkenswert alltagstaugliche Kompaktheit. Mit einer Länge von 4,45 Metern erweist er sich als wesentlich parkplatzfreundlicher im Vergleich zu einem Tiguan. Die für deutsche Pendler wohl entscheidendste Information betrifft jedoch die Fahrzeugbreite: Mit ausgeklappten Außenspiegeln messe ich beim Formentor exakt 2.010 Millimeter . Dieses Maß stellt einen regelrechten rechtlichen Segen dar, denn es erlaubt Ihnen, mit diesem Fahrzeug in deutschen Autobahnbaustellen die linke, zumeist auf 2,1 Meter begrenzte Spur, vollkommen legal, versichert und ohne jeglichen Stress zu befahren.stellen völlig legal, versichert und stressfrei die linke, meist auf 2,1 Meter limitierte Spur nutzen.
Innenraum: Mein Haptik-Check, das neue Infotainment und der Lenkrad-Frust
Ich steige über die breiten Seitenschweller in die tief montierten, für mich grandiosen „CUPBucket“-Schalensitze, die optional von Sabelt stammen. Man nimmt in diesem SUV nicht etwa kutschbockartig „auf“ dem Fahrzeug Platz, sondern fühlt sich vielmehr wunderbar tief und integriert „im“ Auto geborgen.
Mein Urteil zum Software-Fortschritt: Das Infotainmentsystem des Vorgängermodells empfand ich als eine ruckelnde, ergonomisch unzureichende Schwachstelle. Erfreulicherweise hat sich im Modelljahr 2026 hier alles zum Besseren gewendet. Der neue 12,9-Zoll-Bildschirm (MIB4) reagiert flüssig, und die Menüstruktur präsentiert sich logisch aufgebaut, wobei die Klimasteuerung erfreulicherweise dauerhaft am unteren Rand fixiert bleibt. Ein besonders wichtiger Fortschritt ist für mich die Tatsache, dass die berüchtigten Touch-Slider unterhalb des Displays für Lautstärke und Temperatur nun endlich beleuchtet sind, wodurch man sie auch bei Nacht sicher bedienen kann, ohne die Fahrsicherheit zu gefährden. Ein weiteres akustisches Highlight stellt das neue, audiophile Soundsystem von Sennheiser dar, welches den oft zu basslastigen Beats-Vorgänger qualitativ deutlich übertrifft.
Mein Kritikpunkt: Der ergonomische Fehlgriff: So beeindruckend das Display nun auch sein mag, so enttäuschend empfinde ich persönlich das Lenkrad. Cupra beharrt weiterhin auf den kapazitiven Touch-Flächen an den Lenkradspeichen. Wenn ich auf der Landstraße das griffige Lenkrad zügig durch meine Hände gleiten lasse, kommt es leider allzu oft vor, dass ich versehentlich das Radio verstelle oder die Lenkradheizung aktiviere. Dies erweist sich im sportlichen Fahrbetrieb als ausgesprochen störend. Physische Tasten würden hier eine erhebliche Erleichterung darstellen. Was die sonstige Verarbeitung betrifft: Das Armaturenbrett ist angenehm aufgeschäumt, die Mittelkonsole lederbezogen, doch an den hinteren Türtafeln dominiert für eine Preisklasse von über 60.000 Euro meiner Meinung nach etwas zu viel schlichtes Hartplastik.
Antrieb und Fahrdynamik: Meine Begeisterung für den Torque Splitter
Ich betätige den kupferfarbenen Startknopf am Lenkrad, und der 2.0 TSI (EA888 evo4) mit seinen 333 PS erwacht mit einem heiseren Brabbeln zum Leben. Wer die entsprechende Investition nicht scheut, sollte meiner Ansicht nach unbedingt die Akrapovič-Titan-Auspuffanlage ordern. Diese liefert im „CUPRA“-Modus noch ein authentisches, mechanisches Ploppen und Knallen, das nicht lediglich künstlich über die Lautsprecher mittels Sound-Aktuator generiert wird.
- Mein Highlight der Fahrdynamik: Auf der kurvigen Landstraße demonstriert der Formentor eindrucksvoll, warum er in puncto Fahrspaß jeden VW Tiguan deklassiert. Er profitiert hierbei vom herausragenden „Torque Splitter“ an der Hinterachse, den wir bereits aus dem Golf R und Audi RS3 kennen. Dieses System, bestehend aus zwei elektronisch gesteuerten Lamellenkupplungen, verteilt die Antriebskraft nicht nur starr zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern vollvariabel zwischen dem linken und rechten Hinterrad.
- Das spürbare Resultat: Der Formentor zeigt absolut kein Untersteuern, jenes sonst so typische, beharrliche Schieben über die Vorderräder in Kurven. Stattdessen drückt er beim Beschleunigen das Heck aktiv und ausgesprochen agil mit in die Kurve hinein. Auf abgesperrter Strecke steht sogar ein dedizierter Drift-Modus zur Verfügung. Ein Kompakt-SUV, das sich quer fahren lässt? Ja, das ist tatsächlich der Fall, und es bereitet mir einen ungemeinen Fahrspaß.
- Autobahn & Mein Verbrauch: Der Durchzug auf der unlimitierten Autobahn erweist sich als beeindruckend kraftvoll. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert er in beachtlichen 4,8 Sekunden . Das straffe adaptive Fahrwerk (DCC) vermittelt dabei ein Gefühl, als würde es sich förmlich am Asphalt festsaugen, während die Höchstgeschwindigkeit bei abgeregelten 250 km/h liegt. Wer die volle Leistung dieser 333 PS abruft, muss zwingend Super Plus tanken. Bei meinen alltäglichen Fahrten auf der Autobahn (bei 140 km/h) registriere ich einen Verbrauch von rund 9,2 Litern. Im anspruchsvollen Landstraßen-Einsatz steigt dieser Wert jedoch rasch auf 11,5 Liter an. Ein durchschnittlicher Testverbrauch von 9,5 Litern ist für diese Leistungsgewicht-Klasse zwar akzeptabel, jedoch weit entfernt von jeglicher politischer Korrektheit.
(Mein Hinweis: Der einst so kraftvolle Fünfzylinder-Motor VZ5 wurde mit diesem Facelift ersatzlos aus dem Programm genommen. Er ist nun ausschließlich auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden.)
Mein Urteil zum Platzangebot für Familien und Freizeit
Die aggressive Coupé-Linie mag auf den ersten Blick täuschen, doch der Formentor erweist sich für mich als ein vollwertiges Familienauto. Im Fond finden selbst Personen mit einer Körpergröße von bis zu 1,85 Metern überraschend komfortabel Platz und genießen dabei eine mehr als ausreichende Kniefreiheit.
Der Kofferraum des VZ 4Drive bietet im Normalzustand ein gut nutzbares Volumen von 420 Litern ; beim reinen Fronttriebler ohne Allrad sind es 450 Liter, während der Plug-in-Hybrid aufgrund der integrierten Batterie lediglich knappe 345 Liter zur Verfügung stellt. Dieses Fassungsvermögen genügt meiner Einschätzung nach für den Wocheneinkauf oder einen kurzen Familienurlaub vollkommen, wenngleich ein Kinderwagen eine gewisse Pack-Disziplin erfordert. Mit einer Anhängelast von 1.900 kg präsentiert er sich zudem als leistungsfähiger Begleiter für kleinere Wohnwagen oder den Pferdeanhänger.
Mein Konkurrenz-Check
Ich betrachte den internen Konzern-Wettbewerb in der Kompaktklasse:
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Feature
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Cupra Formentor VZ (333 PS)
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VW Tiguan R-Line (265 PS)
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BMW X2 M35i (300 PS)
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Motor
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2.0L 4-Zylinder Turbo
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2.0L 4-Zylinder Turbo
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2.0L 4-Zylinder Turbo
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Antrieb
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Allrad (Torque Splitter)
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Allrad (Klassisch 4MOTION)
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Allrad (xDrive)
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Fahrwerk
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Extrem dynamisch & agil
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Sehr komfortabel
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Hart, sportlich
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Kofferraum
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420 Liter
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652 Liter (Benchmark)
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560 Liter
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Ergonomie
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Beleuchtete Slider (OK)
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Beleuchtete Slider (OK)
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Ohne iDrive-Regler (Schlecht)
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Preis (Real)
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ca. 64.200 € (Testwagen)
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ca. 60.000 €
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ab ca. 65.000 €
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Meine Einschätzung der Konkurrenz: Der VW Tiguan R-Line repräsentiert für mich den unaufgeregten, äußerst pragmatischen Bruder. Er offeriert zwar ein signifikant größeres Raumangebot und einen höheren Federungskomfort für lange Reisen, vermittelt jedoch keinerlei sportliche Emotionen. Wer eine Familie hat, wird sich wohl eher für den Tiguan entscheiden. Der neue BMW X2 M35i provoziert mit seiner ausgesprochen kantigen Optik und fährt sich sehr straff und direkt, hat jedoch ergonomisch durch den vollständigen Entfall des einst legendären iDrive-Drehreglers in der Mittelkonsole erheblich an Bedienkomfort eingebüßt. Der Cupra hingegen bietet meiner Meinung nach den optimalen Kompromiss aus fahrerischer Begeisterung und urbaner Alltagstauglichkeit.dienkomfort verloren. Der Cupra bietet den besten Kompromiss aus fahrerischer Ekstase und urbaner Alltagstauglichkeit.
Meine Pro & Contra Bewertung
- ✅ Pro: Für mich ist die Fahrdynamik eine Referenzklasse: Der Torque Splitter eliminiert jegliches Untersteuern und verleiht ihm eine außergewöhnliche Agilität.
- ✅ Pro: Das Design mit der markanten Shark-Nose und der beeindruckenden LED-Lichtsignatur empfinde ich als ausgesprochen emotional und fesselnd.
- ✅ Pro: Ein deutlicher Fortschritt bei der Software: Das Infotainment arbeitet nun flüssig, und die Klimaslider sind erfreulicherweise endlich auch bei Nacht beleuchtet.
- ✅ Pro: Mit einer Außenbreite von 2,01 Metern (inklusive Spiegel) ist die Nutzung der linken Baustellenspur auf der Autobahn vollkommen legal und unproblematisch!
- ❌ Contra: Ein ergonomischer Fehlgriff am Lenkrad: Die Touch-Flächen provozieren bei sportlicher Fahrweise leider permanente Fehlbedienungen.
- ❌ Contra: Der ersatzlose Wegfall des legendären VZ5 (des Fünfzylinder-Audi-Motors) hinterlässt bei emotionalen Puristen eine tiefe Lücke.
- ❌ Contra: Die optisch ansprechenden matten Lackierungen stellen im Leasing ein erhebliches finanzielles Risiko dar (Stichwort: Kratzer und Waschanlage).
- ❌ Contra: Das Preisniveau empfinde ich als sehr selbstbewusst: Ein voll ausgestatteter VZ überschreitet die 60.000-Euro-Marke mühelos.
Mein Fazit als Alex Wind:
Der neue Cupra Formentor VZ (Modelljahr 2026) liefert für mich den fahrdynamischen, akustisch präsenten Beweis auf Rädern, dass reine Vernunft im Automobilbereich ausgesprochen langweilig sein kann.
Zweifellos erweist sich ein VW Tiguan im täglichen Gebrauch als wesentlich praktischer, und ein Dacia Duster ist an der Kasse um ein Vielfaches günstiger. Doch der Formentor vollbringt diesen bemerkenswerten Spagat, an dem zahlreiche Wettbewerber kläglich scheitern: Er bietet ausreichend Raum und Alltagstauglichkeit, um die Familie samt Vierbeiner zu befördern, und ist gleichzeitig, dank des Torque Splitters, so temperamentvoll und fordernd, dass er mir am Sonntagmorgen auf einer leeren Landstraße ein authentisches, breites Grinsen ins Gesicht zaubert.
Die Tatsache, dass Seat/Cupra nach der massiven Kritik die zuvor katastrophale Software überarbeitet und die Slider beleuchtet hat, rettet meiner Ansicht nach die Innenraum-Ergonomie maßgeblich, sofern man das leider immer noch gewöhnungsbedürftige Touch-Lenkrad außer Acht lässt. Der unwiderrufliche Wegfall des klanggewaltigen Fünfzylinders schmerzt uns Enthusiasten zwar tief in der Seele, doch der neue 333-PS-Vierzylinder ist fahrerisch derart überzeugend und präzise abgestimmt, dass ich den alten Motor nach der ersten dynamisch gefahrenen Kurve beinahe vergessen habe. Mein Fazit für Interessenten: Das SUV eignet sich ideal für Dienstwagenfahrer, die sich nicht mit einem biederen Passat-Kombi zufriedengeben möchten, sowie sportlich orientierten Eltern. Entscheiden Sie sich für den VZ e-Hybrid (272 PS), wenn Sie steuerlich signifikante Einsparungen erzielen müssen. Wählen Sie den reinen VZ Verbrenner (333 PS), wenn Sie das Fahrerlebnis noch in seiner reinsten Form genießen möchten.



















