Das neue MINI Cooper S Cabrio (intern F67) widersetzt sich dem reinen Elektrotrend: Während der dreitürige Schrägheck-Stromer in China vom Band rollt, fertigt MINI den offenen Viersitzer weiterhin in England mit klassischem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner und 150 kW (204 PS) Leistung.
Mit 300 Nm Drehmoment und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe spurtet das 3,88 Meter kurze Cabrio in 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Das elektrische Stoffverdeck öffnet in 18 Sekunden bis 30 km/h. Ab 35.200 Euro klärt unser Landstraßentest, ob das typische Gokart-Gefühl trotz radikal digitalisiertem Runddisplay erhalten bleibt.
Technische Daten & Spezifikationen
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Kategorie
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MINI Cooper S Cabrio (F67 – Modelljahr 2026)
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Motor & Antrieb
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2.0L 4-Zylinder Turbobenziner (B48), Frontantrieb
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Leistung / Drehmoment
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204 PS (150 kW) / 300 Nm
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Getriebe
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7-Gang Steptronic (Doppelkupplungsgetriebe)
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0-100 km/h / Vmax
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6,9 s / 237 km/h
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 6,8 – 7,5 l/100 km (Super)
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Anhängelast
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0 kg (Kein Zugfahrzeug!)
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Kofferraumvolumen
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160 Liter (offen) bis 215 Liter (geschlossen)
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Fahrzeuglänge / Breite
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3.879 mm / 1.930 mm (inkl. Spiegel – Baustellen-Sieg!)
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Basispreis (Schätzung DE)
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ab ca. 38.500 € (Testwagen „Favoured“: ca. 45.500 €)
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Unterhalt, Versicherung und der Verbrenner-Bonus aus meiner Sicht (TCO)
Ein offener MINI stellte in der Vergangenheit niemals ein preiswertes Vergnügen dar, und diese Tradition setzt sich fort: Für Flottenkunden sowie Dienstwagenfahrer resultiert der klassische 2.0-Liter-Turbomotor in einem unmittelbaren steuerlichen Ausschluss von jeglichen Subventionen, was bedeutet, dass sie diesen charmanten Briten aus Köln mit der vollen, kostspieligen 1,0%-Regelung versteuern müssen.
Privatkäufer hingegen sollten den Wertverlust dieses Modells genauestens betrachten, denn angesichts der konkreten Gerüchte, dass zukünftige Elektro-Cabrios (J03) in einigen Jahren möglicherweise in China gefertigt werden, könnte dieses in Oxford produzierte F67-Modell mit seinem drehmomentstarken Verbrennungsmotor den letzten, wahrhaft „mechanischen“ MINI für ausgedehnte Sommerfahrten darstellen, was ihm eine bemerkenswerte Wertstabilität für die Zukunft verleiht. Die andere Seite dieser Medaille ist jedoch, dass Cabrios mit Stoffverdeck von Kfz-Versicherungen in der Kaskoversicherung, insbesondere bei Vandalismus und Diebstahl, traditionell signifikant höher und somit teurer eingestuft werden als ihre geschlossenen Hatchback-Pendants.
Design, Abmessungen & meine Baustellen-Freigabe
MINI bezeichnet seine aktuelle Designphilosophie als „Reductive Design“, was im Wesentlichen das konsequente Weglassen von Überflüssigem bedeutet, und ich muss gestehen, dass ich mich an diesen äußerst reduzierten Look erst gewöhnen musste. An der Front sind die einst prägnanten, dicken Chrom-Ringe um die Scheinwerfer verschwunden und wurden durch filigrane LED-Tagfahrlicht-Ringe ersetzt, während der achteckige Kühlergrill einen modernen und zielgerichteten Eindruck hinterlässt.
Die Heck-Kontroverse: Am Heck hat MINI mit seiner Gestaltung die Fangemeinde gespalten, denn die legendären „Union Jack“-Leuchten im Hochformat wurden eliminiert und durch dreieckige Rückleuchten, die ich persönlich als „Spider-Man-Augen“ bezeichne, ersetzt, welche wiederum durch eine markante schwarze Leiste miteinander verbunden sind. Das traditionelle Flaggen-Motiv ist nun lediglich als digitale Pixel-Grafik innerhalb dieser Dreiecke programmierbar, was dem Fahrzeug zwar optisch eine sattere und breitere Anmutung verleiht, jedoch einen deutlichen Bruch mit der etablierten Tradition darstellt.
Der urbane Autobahn-Segen: In der Stadt erweist sich der knapp 3,88 Meter kurze Wagen als wahrer Parkplatz-König, doch auch auf der Autobahn sammelt er bei mir Pluspunkte: Mit vollständig ausgeklappten Außenspiegeln misst das Cabrio kompakte 1.930 Millimeter , was einen echten Segen darstellt, denn ich kann damit in Autobahnbaustellen völlig legal und kaskoversichert die oft extrem schmale linke Spur (limitiert auf 2,1 oder 2,0 Meter) nutzen und entspannt an den ausladenden SUVs vorbeiziehen.
Innenraum: Meine OLED-Pizza, die Haptik und mein Ergonomie-Frust
Ich lasse mich auf die Sportsitze fallen und stelle sofort fest: Der Tacho ist verschwunden. Hinter dem dicken Lenkrad erstreckt sich lediglich ein mit hochwertigem Textil in „Strick-Optik“ aus recyceltem Polyester bezogenes Armaturenbrett, denn MINI bündelt nun sämtliche fahrrelevanten Informationen auf einem riesigen, vollkommen runden OLED-Display mit 24 cm Durchmesser, das prominent in der Mitte der Konsole platziert ist.
- Die digitale Brillanz: Dieses von Samsung stammende Display präsentiert sich gestochen scharf, äußerst filigran und farblich als ein wahres technologisches Meisterwerk, das mich beeindruckt. Der digitale Hunde-Assistent „Spike“ unterstützt zwar bei der Sprachsteuerung, was ich als verspielt, aber durchaus charmant empfinde.
- Mein Ergonomie-Sündenfall: Die Bedienung während der Fahrt empfinde ich jedoch als ein massives Sicherheitsrisiko. Die aktuelle Geschwindigkeit wird winzig oben mittig in dieser „Pizza“ angezeigt, wodurch ich meinen Blick zwingend von der Straße abwenden muss, weshalb das optionale Head-up-Display (HUD) hier für mich eine absolute, ja, lebensrettende Notwendigkeit darstellt. Noch gravierender ist, dass die Klimaautomatik ebenfalls als Touch-Bedienung an den Rand der Glasscheibe verbannt wurde; wenn ich bei 100 km/h auf einer regnerischen Landstraße blind die Sitzheizung ertasten muss, spiele ich ergonomisches Roulette, denn echte Knöpfe für die Temperatur vermisse ich schmerzlich.
- Die rettende Toggle-Bar: Immerhin hat MINI direkt unter dem Display die klassische „Toggle Bar“ mit ihren massiven Kippschaltern bewahrt, wo ich den Motor starte, die Fahrstufe wähle und durch die grandiosen „Experience Modes“ schalte, was sich für mich herrlich analog und mechanisch anfühlt.
Antrieb und Fahrdynamik: Mein letzter, echter Go-Kart-Rebell
Wer im Modelljahr 2026 noch den klassischen Handschalter sucht, wird leider bitter enttäuscht, denn MINI hat das manuelle Getriebe unwiderruflich beerdigt; die Kraftübertragung obliegt nun zwingend einer blitzschnellen 7-Gang-Steptronic, einem nassen Doppelkupplungsgetriebe, das sich perfekt in den Antriebsstrang einfügt.
Unter der Haube des Cooper S verbirgt sich für mich ein wahres Meisterwerk: der kontinuierlich verfeinerte 2.0-Liter-Vierzylinder-Turbo (B48) aus dem BMW-Regal, der beeindruckende 204 PS leistet und ein satt anliegendes Drehmoment von 300 Nm liefert – hier gibt es kein schweres 48V-Hybrid-Gedöns, sondern pure, unverfälschte Mechanik.
- Meine Geräuschkulisse (NVH): Zwar ist der Motor aufgrund der strengen Euro-7-Abgasnormen objektiv leiser geworden, und das rotzige „Ploppen“ beim Runterschalten im Auspuff wurde ihm leider weitestgehend abtrainiert, doch knurrt er beim Ausdrehen für meine Ohren immer noch herrlich kernig.
- Mein Fahrwerk: Das weltberühmte Go-Kart-Feeling ist hier unverkennbar präsent! Die Lenkung empfinde ich als messerscharf und extrem direkt übersetzt, während die aufwendige Mehrlenker-Hinterachse das Heck selbst auf welligen Landstraßen souverän in der Spur hält. Im „Go-Kart Mode“, der den früheren Sportmodus ablöst, verfärbt sich das Interieur rot, die Gasannahme wird spürbar bissiger, und der Wagen wieselt derart zackig um die Ecken, dass es mir eine absolute Freude bereitet.
Dach, Platzangebot und meine „Easy Load“ Magie
Das Herzstück dieses Cabrios bildet das klassische Stoffverdeck, welches sich in zwei cleveren Stufen öffnet: Zuerst fungiert es als Schiebedach, das sich bis zu 40 cm zurückfahren lässt, und anschließend, innerhalb von 18 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h, öffnet es sich vollständig. Dabei faltet es sich in einer eleganten „Z-Faltung“ hinten auf dem Kofferraum zusammen, wobei ich jedoch anmerken muss, dass die Sicht nach schräg hinten im Rückspiegel bei geöffnetem Dach praktisch nicht mehr vorhanden ist.
Bei einer Außentemperatur von 5 Grad und strahlendem Sonnenschein fühlt sich der MINI in seinem Element an; die Heizung liefert ordentlich Wärme, und das Windschott, das ich leider als manuell etwas fummelig empfinde, hält den Fahrtwind effektiv ab. Die extrem steile Frontscheibe trägt maßgeblich dazu bei, dass ich mich wirklich „im Freien“ wähne und nicht die Dachkante störend vor meiner Stirn habe.
Mein Alltagseindruck: Vorne sitze ich fürstlich, während die beiden Notsitze im Fond lediglich für sehr kurze Strecken oder als Ablage für weiches Gepäck taugen. Der Kofferraum, der bei geöffnetem Verdeck 160 Liter fasst, gleicht eher einer überdimensionierten Handtasche, doch ein cleveres Feature rettet den Wochenend-Trip: Dank der „Easy Load“-Funktion lässt sich der untere Teil des Verdecks anheben, wodurch eine überraschend breite Ladeluke entsteht, in die ich exakt zwei dicke Kabinen-Trolleys für meine Reise nach Sylt verstauen konnte.
Anhängelast und meine Wintertauglichkeit
Ein Cabriolet dieser Dimension ist nicht dafür konzipiert, Lasten zu ziehen; die Anhängelast beträgt ab Werk folgerichtig 0 Kilogramm, wobei Fahrradträger für die Heckklappe jedoch als optionales Zubehör angeboten werden.
Im Winter muss sich das F67 Cabrio den physikalischen Gegebenheiten stellen, doch der Frontantrieb bewährt sich mit hochwertigen Premium-Winterreifen selbst auf verschneiten Alpenpässen erstaunlich gut, da das Gewicht des Motors vorteilhaft auf der Antriebsachse lastet. Das dicke, mehrlagige Stoffverdeck isoliert zwar effektiv gegen Kälte, kapituliert jedoch auf der unlimitierten deutschen Autobahn irgendwann hinsichtlich der Akustik (NVH), denn ab etwa 140 km/h werden die Wind- und Abrollgeräusche im Innenraum spürbar präsenter als in einem geschlossenen Hatchback.
Konkurrenz-Check
Die Landschaft der kleinen, bezahlbaren Cabrios gleicht für mich mittlerweile einer ausgedünnten Wüste:
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Feature
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MINI Cooper S Cabrio (F67)
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Mazda MX-5 (NE)
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Fiat 500e Cabrio
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Motor
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2.0L 4-Zylinder Turbo (204 PS)
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2.0L 4-Zylinder Sauger
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E-Motor (118 PS)
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Antrieb
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Frontantrieb
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Heckantrieb (Purist)
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Frontantrieb
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Getriebe
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7-Gang-Doppelkupplung
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6-Gang Manuell (Legendär)
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1-Gang Automatik
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Sitze
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2+2 Sitzer
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Reiner 2-Sitzer
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2+2 Sitzer
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Klima-Bedienung
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Touchscreen (Schlecht)
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Physische Drehwähler (Top)
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Physische Tasten (Top)
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Preis (Real)
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ab ca. 38.500 €
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ab ca. 35.000 €
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ab ca. 33.000 €
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Meine Analyse: Das Segment der erschwinglichen Cabrios ist im Jahr 2026 gnadenlos geschrumpft; der offene VW T-Roc wurde beispielsweise eingestellt. Der Fiat 500e wirkt zwar niedlich, ist jedoch als reines Elektroauto aufgrund seiner bescheidenen Langstrecken-Reichweite primär für den urbanen Einsatz geeignet. Der eigentliche und beständige Konkurrent bleibt für mich der Mazda MX-5 , der als absoluter Purist mit Hinterradantrieb, Saugmotor, einer fantastischen Handschaltung und klassischen, analogen Klimareglern überzeugt, dafür aber keinerlei Platz im Fond bietet. Der MINI Cooper S hingegen positioniert sich als das alltagstauglichere Fahrzeug mit einer spürbar hochwertigeren Haptik und einem brachialeren Turbo-Punch.
Meine Pro & Contra
- ✅ Pro: Für mich eine fahrdynamische Benchmark: Die extrem direkte Lenkung und das grandiose Fahrwerk mit Mehrlenkerachse überzeugen mich vollends.
- ✅ Pro: Der kräftige 2.0-Liter-Vierzylinder (B48) liefert ein massives Drehmoment und rettet für mich den Verbrenner in diesem Segment.
- ✅ Pro: Das runde OLED-Display ist optisch und auflösungstechnisch ein absolutes Meisterstück der Industrie, das mich begeistert.
- ✅ Pro: Mit einer Außenbreite von 1,93 Metern (inklusive Spiegel) kann ich die linke Baustellenspur auf der Autobahn völlig legal nutzen!
- ❌ Contra: Ein für mich fatales Ergonomie-Desaster: Die Klimabedienung wurde ersatzlos in den Touchscreen verbannt.
- ❌ Contra: Das Fehlen eines Tachos hinter dem Lenkrad macht das teure Head-up-Display für mich zur absoluten Pflichtoption.
- ❌ Contra: Das Schaltgetriebe wurde komplett gestrichen, und bei offenem Dach ist die Sicht nach hinten stark eingeschränkt, was ich als störend empfinde.
- ❌ Contra: Das Preisniveau ist sehr selbstbewusst angesetzt; mit etwas Ausstattung überschreitet man die 45.000-Euro-Marke spielend, was ich als hoch empfinde.
Mein Fazit als Alex Wind:
Das neue MINI Cooper S Cabrio (2026) präsentiert sich als ein Fahrzeug, das die digitale Welt vollends adaptiert hat, doch unter seiner modernen Oberfläche schlägt ein herrlich mechanisches, pulsierendes Herz. Während es im Cockpit den Anschein eines überdimensionierten, kostspieligen Smartphones auf Rädern erweckt, fegt es über kurvige Landstraßen mit der Vehemenz und dem Biss eines klassischen Roadsters der alten Schule, was mich jedes Mal aufs Neue begeistert.
Die Tatsache, dass MINI und BMW bei diesem Modell dem großen 2.0-Liter-Verbrenner noch einmal die bedingungslose Treue erwiesen haben, empfinde ich als einen wahren automobilen Segen, denn ein hunderte Kilogramm schwerer Elektro-Akku im Unterboden hätte diesem Cabrio für die genussvolle Fahrt auf kurvigen Küstenstraßen zweifellos jede fahrerische Leichtigkeit geraubt.
Wer über den radikalen Wegfall der echten Klimaknöpfe und das, gelinde gesagt, kontroverse Design der dreieckigen Rückleuchten hinwegsehen kann, erhält hier meiner Meinung nach den mit Abstand agilsten und spaßigsten Gute-Laune-Wagen, den der deutsche Markt derzeit zu bieten hat. Meine dringende Kaufempfehlung lautet daher: Entscheiden Sie sich exakt für diesen Cooper S, denn während der 3-Zylinder im kleineren „Cooper C“ für den Stadtverkehr durchaus akzeptabel ist, gehört zu einem Premium-Cabriolet die unaufgeregte Souveränität eines Vierzylinders. Und ich rate Ihnen eindringlich: Setzen Sie beim Kaufvertrag ein fettes, zwingendes Kreuz beim Head-up-Display! Ohne diese Projektion auf der Scheibe werden Sie im Alltag schlichtweg wahnsinnig, da Sie für die Geschwindigkeitsanzeige ständig zur Seite auf die „Pizza“ starren müssten.
























