Manche Entscheidungen stellen uns vor ein schier unlösbares Dilemma. Wählen wir den Pfad der bewährten, emotionalen Mechanik, oder wagen wir den Sprung in eine technologisch überlegene, aber noch ungewohnte Zukunft? Im Automobiljahr 2026 präsentiert uns Maserati, eine Marke reich an Geschichte und Grandezza, ebenjene Zerreißprobe im absolutesten Luxus-Segment: das neue GranCabrio.
Hier stehen sich zwei Pole gegenüber, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber in einem fast identischen, atemberaubenden Blechkleid stecken: der GranCabrio Trofeo mit seinem fauchenden Nettuno-V6-Motor, ein Bekenntnis zur glorreichen Vergangenheit des Verbrenners, und der GranCabrio Folgore, das weltweit erste und einzige viersitzige Elektro-Cabriolet der absoluten Luxusklasse, das Sie mit bis zu 830 PS nahezu lautlos ins Morgen katapultiert.
Am malerischen Gardasee hatten wir das außergewöhnliche Vergnügen, beide Varianten direkt hintereinander und mit geöffnetem Verdeck zu erleben. Ist die schiere Stille des massiven Elektroantriebs der höchstene Cabrio-Genuss, oder verliert ein italienischer Sportwagen unwiderruflich seine Seele, wenn man ihm seinen akustischen Puls raubt? Eine Antwort, die tiefer geht als bloße Leistungsdaten.
Das Duell der Extreme: Ein Maserati für zwei Zeitalter
Auf den ersten Blick sind die optischen Unterschiede zwischen dem GranCabrio Trofeo und dem Folgore minimal. Abgesehen von den fehlenden Auspuffendrohren und subtilen aerodynamischen Anpassungen, welche die elektrische Natur des Folgore unterstreichen, teilen sich beide Modelle die gleiche sinnliche Designsprache. Eine unendlich wirkende Motorhaube, fließende Linien und der tief sitzende Dreizack im Grill prägen das Erscheinungsbild. Beide sind Meisterwerke der Formgebung, und beide fordern einen Preis jenseits der 200.000 Euro. Doch unter der Oberfläche schlagen zwei gänzlich verschiedene Herzen.
Das Stoffverdeck, ein Element essenziell für den Cabrio-Charakter, öffnet sich bei beiden Modellen in flinken 14 Sekunden, selbst noch bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Das macht spontane Open-Air-Momente jederzeit möglich, selbst im Stadtverkehr oder bei moderatem Landstraßentempo.
Formvollendet und Breit: Die Dimensionen eines Gran Turismo
Maserati verzichtet glücklicherweise darauf, dem Elektromodell eine aufgesetzte, künstlich futuristische Aerodynamikhülle zu verpassen. Beide GranCabrio atmen pure, klassische GT-Eleganz. Die Proportionen sind stimmig, kraftvoll und elegant zugleich. Die weit ausgestellten Radhäuser beherbergen imposante Räder, und die skulpturalen Flanken ziehen die Blicke auf sich.
Doch die schiere Präsenz des GranCabrio hat auch eine praktische Kehrseite: Mit vollständig ausgeklappten Außenspiegeln erreicht das Fahrzeug eine beachtliche Breite von 2.113 Millimetern. Das führt in Deutschland zu einer wichtigen Einschränkung: Die Nutzung der linken Überholspur in vielen Autobahnbaustellen, die oft streng auf 2,1 Meter Breite limitiert sind, ist mit diesem Fahrzeug in der Regel nicht zulässig. Wer mit dem über 200.000 Euro teuren GranCabrio in einer solchen Verengung die Betonleitwand streift, riskiert aufgrund grober Fahrlässigkeit den vollständigen Verlust des Vollkaskoschutzes. Eine Information, die jeder Fahrer eines so breiten Fahrzeugs verinnerlichen sollte.
Im Inneren: Sinnlichkeit trifft auf subtile Digitalisierung
Wir lassen uns in die Kabine fallen, und das Wort „fallen“ ist hier passend, denn Maserati hat eine geschickte Ingenieurleistung vollbracht, um die Sitzposition tief zu halten. Das Interieur präsentiert sich makellos, eine Ode an italienische Handwerkskunst. Große, blendende Hyperscreens, die das klassische Flair zerstören könnten, sucht man hier vergebens. Stattdessen sind zwei elegante Displays harmonisch integriert: ein 12,3-Zoll-Bildschirm oben für Navigation und Infotainment und ein 8,8-Zoll-Display darunter, primär für die Klimatisierung. Diese Reduktion auf das Wesentliche trägt maßgeblich zur zeitlosen Eleganz bei.
Die traditionelle Maserati-Uhr auf dem Armaturenbrett erscheint nun digital, lässt sich jedoch stilvoll konfigurieren. Das Leder ist von einer Qualität, die man als obszön weich bezeichnen könnte, ein Fest für die Sinne. Die serienmäßige Nackenheizung bläst warmen Wind in den Kragen – eine Wohltat auf kühlen Alpenpässen oder an milden Herbstabenden. Das absolute Highlight für Audiophile ist das Sonus Faber Soundsystem. Im nahezu lautlosen Folgore entfaltet es seine Magie noch eindringlicher, da es nicht gegen Motorfrequenzen ankämpfen muss. Man gleitet offen bei 100 km/h dahin und lauscht Beethoven in echter Konzertsaal-Qualität. Das Platzangebot vorn ist fürstlich, und selbst hinten können zwei Erwachsene erstaunlich gut sitzen, solange die Fahrt nicht übermäßig lang ist. Eine Tagestour zum Comer See ist machbar, eine Alpenüberquerung mit vier Personen jedoch eine Herausforderung.
Antrieb und Fahrgefühl: Zwei Welten, ein Genussversprechen
Die Fahrt am Gardasee macht deutlich: Hier treffen zwei philosophische Ansätze aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch beide auf ihre Weise begeistern.
GranCabrio Folgore: Die lautlose Wucht
Der GranCabrio Folgore beweist, dass Elektromobilität nicht leise und langweilig sein muss. Drei Elektromotoren reißen mit einem absurd hohen Drehmoment von 1.350 Nm an den Achsen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden ist brutal, selbst für geübte Sportwagenfahrer. Man wird in die Kopfstütze gepresst, während der Horizont lautlos herangezoomt wird. Es ist ein Gefühl, als würde man auf einem startenden Düsenjet reiten, während man gleichzeitig den Duft der Pinienwälder atmet.
Die Ingenieure haben mit der sogenannten T-Bone-Batteriearchitektur eine konstruktive Glanzleistung vollbracht: Um die tiefe, sportwagentypische Sitzposition zu erhalten, die in vielen E-Autos aufgrund flacher „Skateboard“-Batteriepacks verloren geht, haben sie die 92,5-kWh-Batterie nicht flächig im gesamten Boden platziert. Stattdessen formen die Zellen ein massives „T“, das durch den Mitteltunnel und hoch hinter die Rücksitze verläuft. Dadurch sitzen die Passagiere exakt so tief wie im Verbrenner – eine Meisterleistung im Packaging.
Die Kehrseite dieser beeindruckenden Leistung ist die Reichweite. Bei zügiger Fahrt, besonders mit offenem Verdeck und häufigem Abrufen der Leistung, schmilzt die reale Reichweite auf 300 bis 350 Kilometer. In extremen Fällen, etwa bei sehr kalten Temperaturen oder auf der Autobahn jenseits von 180 km/h, kann sie sogar unter 300 Kilometer fallen. Dank der fortschrittlichen 800-Volt-Architektur lädt das Fahrzeug jedoch an geeigneten Schnellladern (bis 270 kW Peak) in etwa 20 Minuten von 20 auf 80 Prozent wieder auf – unter idealen Bedingungen. Bei niedrigen Temperaturen kann die Ladeleistung, wie bei allen E-Fahrzeugen, merklich abnehmen. Langfristig ist zudem, wie bei jeder Batterie, mit einer gewissen Degradation der Kapazität zu rechnen, die jedoch im normalen Rahmen liegen sollte.
GranCabrio Trofeo: Das mechanische Echo
Der Umstieg in den GranCabrio Trofeo ist wie eine Rückkehr zu alten Bekannten. Wir drücken den Startknopf, und ein tiefes „WROAAAM“ erfüllt die Kabine. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo „Nettuno“, der seine Vorkammer-Zündung direkt aus der Formel 1 ableitet, erwacht zum Leben. Er sprotzt, er knallt, er singt – ein mechanisches Konzert, das Gänsehaut verursacht. Ist er mit 3,6 Sekunden auf Tempo 100 langsamer als der Folgore? Objektiv ja. Aber er ist auch über 400 Kilogramm leichter! Und diesen Gewichtsvorteil spürt man in jeder einzelnen Kehre am Berg.
Der Trofeo lenkt leichtfüßiger ein, er erlaubt dem Heck ein spielerisches Tanzen, er wirkt mechanischer, roher und agiler. Das 8-Gang-ZF-Getriebe wechselt die Gänge mit präziser Direktheit und wird von einem herrlichen Auspuff-Ploppen untermalt. Das ist „La Dolce Vita“ in Reinform. Man tankt in fünf Minuten 70 Liter Super Plus und ist völlig unabhängig von der Ladeinfrastruktur, besonders auf abgelegenen Landstraßen in Italien.
Für den Nettuno-Motor, wie für viele moderne Direkteinspritzer, sollte man bedenken, dass kurze Stadtfahrten über längere Zeiträume zu Verkokung an den Einlassventilen führen können. Regelmäßige längere Fahrten und eine sportliche Fahrweise helfen, dies zu vermeiden. Ein leichter Ölverbrauch ist bei solchen Hochleistungsmotoren ebenfalls nicht ungewöhnlich und sollte im Auge behalten werden.
Hinsichtlich des akustischen Komforts offenbart sich bei Geschwindigkeiten über 130 km/h auf der Autobahn ein klarer Unterschied: Während der Folgore durch sein leises Antriebssystem primär Windgeräusche und Abrollgeräusche der Reifen in den Innenraum lässt, dominiert beim Trofeo der Sound des V6. Liebhaber des Verbrenners werden dies als Musik empfinden, wer absolute Ruhe sucht, wird den Folgore bevorzugen. Dennoch ist die Geräuschdämmung der Radhäuser und des Verdeckes in beiden Modellen für ein Cabriolet dieser Klasse auf einem hohen Niveau.
Kfz-Steuer, Versicherung und TCO: Die rationale Seite des Luxus
Bei Fahrzeugen dieser Preisklasse rückt die Total Cost of Ownership (TCO) in den Fokus von Firmenkunden und bewussten Käufern. Hier offenbart Maserati eine interessante Preis-Anomalie: Der hochkomplexe Elektro-Folgore ist im Einstieg rund 25.000 Euro günstiger als der klassische V6-Verbrenner.
Im Dienstwagen-Duell punktet der Folgore massiv: Während der V6-Trofeo ohne PHEV-Modul der teuren 1,0%-Dienstwagenversteuerung unterliegt, qualifiziert sich der rein elektrische Folgore trotz seines Preises über 200.000 Euro für die attraktivere 0,5%-Versteuerung (obwohl er den Freibetrag von 70.000 Euro für die 0,25%-Regelung deutlich überschreitet). Ein signifikanter finanzieller Vorteil im monatlichen Leasing.
Kfz-Steuer und Versicherung in Deutschland:
Für den GranCabrio Trofeo beträgt die jährliche Kfz-Steuer aufgrund des 3,0-Liter-V6-Biturbos und des hohen CO2-Ausstoßes (geschätzt über 280 g/km) voraussichtlich über 600 Euro. Der GranCabrio Folgore ist als reines Elektrofahrzeug aktuell (Stand 2026) für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit.
Die Versicherungseinstufung (Typklassen) für beide Modelle wird im absoluten oberen Bereich liegen, typisch für Hochleistungscabriolets. Man rechnet hier mit sehr hohen Klassen für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko (z.B. Vollkasko Typklasse 30-34), was zu entsprechend hohen Prämien führt.
Beim Werterhalt ergibt sich ein entgegengesetztes Bild: Wer das Auto bar kauft und langfristig als Sammlerstück in die klimatisierte Garage stellen möchte, sollte genau überlegen. Technologie altert gnadenlos. In fünf bis zehn Jahren sind Feststoffbatterien oder andere überlegene EV-Technologien denkbar; der Folgore könnte einen härteren Wertverlust erleiden. Der Trofeo hingegen ist einer der letzten seiner Art – ein betörend schöner, offener Maserati mit reinem, F1-abgeleitetem Verbrennungsmotor. In zehn Jahren wird dieser Wagen garantiert zu einem extrem gesuchten, wertstabilen Klassiker avancieren.
Sicherheit und Assistenz: Hightech unter edlem Blech
Das Maserati GranCabrio ist nicht nur ein Meisterwerk des Designs und der Fahrkultur, sondern integriert auch eine umfassende Palette an modernen Sicherheits- und Assistenzsystemen. Serienmäßig sind fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) an Bord, die im Vergleich zu älteren Maserati-Modellen einen deutlichen Schritt nach vorn darstellen. Dazu gehören ein adaptiver Tempomat mit Stop&Go-Funktion, ein aktiver Spurhalteassistent (Lane Keeping Assist), der das Fahrzeug präzise in der Fahrspur hält, sowie ein Notbremsassistent (AEB), der im Ernstfall selbstständig eingreift, um Kollisionen zu vermeiden oder deren Schwere zu mindern. Auch ein Toter-Winkel-Warner und eine Verkehrszeichenerkennung sind Standard.
Die Integration dieser Systeme ist dezent und fügt sich harmonisch in das luxuriöse Interieur ein. Das GranCabrio erreicht damit ein Sicherheitsniveau, das in diesem Segment erwartet wird, auch wenn spezifische Euro NCAP-Ratings für solche Nischenfahrzeuge oft nicht veröffentlicht werden. Im Vergleich zu den Klassenbesten in der Assistenzsystem-Entwicklung, wie sie in größeren Limousinen oder SUVs deutscher Premiumhersteller zu finden sind, bietet das GranCabrio eine zuverlässige und ausgereifte Grundausstattung, die auf Komfort und Sicherheit im Alltag ausgelegt ist.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich berichten (Simulation)
Auch wenn das Maserati GranCabrio noch neu auf dem Markt ist, lassen sich basierend auf ersten Fahreindrücken und Erfahrungen mit ähnlichen Luxus-Cabriolets bereits typische Rückmeldungen antizipieren, wie sie in einschlägigen deutschen Foren wie Motor-Talk.de oder in Leserbriefen der Auto Bild zu finden sein werden:
Positive Resonanz (vermutet):
- Design: „Ein Traumwagen! Die Linienführung ist einfach betörend, man wird ständig angesprochen.“
- Antrieb: „Der Sound des Nettuno-V6 im Trofeo ist unvergleichlich, ein wahres Feuerwerk! Der Folgore dagegen bietet eine unglaubliche, lautlose Beschleunigung, die süchtig macht.“
- Interieur: „Die Materialqualität ist top, das Leder ein Gedicht. Die Nackenheizung ist Gold wert und das Sonus Faber System klingt fantastisch.“
- Fahrdynamik: „Der Trofeo ist unglaublich agil für seine Größe, ein echter Sportler. Der Folgore überzeugt mit seiner satten Straßenlage und dem sofortigen Drehmoment.“
Kritikpunkte (plausibel und antizipiert):
- Fahrwerk: „Die Federung ist für deutsche Straßen manchmal etwas straff, besonders mit den großen Rädern. Bei längeren Fahrten kann es auf schlechtem Asphalt unkomfortabel werden.“
- Geräuschkulisse: „Auf der Autobahn über 130 km/h sind die Windgeräusche im Innenraum spürbar, und die Abrollgeräusche der Reifen, besonders an den Radhäusern, könnten leiser sein – auch im Folgore.“
- Infotainment: „Das Multimediasystem ist schick und modern, aber manchmal reagiert es etwas langsam oder es kommt zu kleineren Software-Glitches, die mit Updates behoben werden müssen.“
- Raumangebot hinten: „Die hinteren Sitze sind für Erwachsene wirklich nur für Kurzstrecken geeignet. Als Gepäckablage sind sie perfekt, aber für längere Fahrten zu beengt.“
- Kleine Mängel: „Gelegentlich hört man ein leichtes Knarzen oder Quietschen im Interieur, vor allem bei Unebenheiten. Bei einem Auto in dieser Preisklasse erwartet man absolute Perfektion.“ (Dies ist ein häufiger Kritikpunkt bei ersten Modelljahren oder individuellen Exemplaren in der Luxusklasse.)
- Reichweite (Folgore): „Die angegebene Reichweite des Folgore schmilzt bei sportlicher, offener Fahrweise rapide zusammen. Man muss Lade-Stopps gut planen, wenn man wirklich lange Strecken fahren will.“
Im Kreis der Edlen: Der Maserati im Vergleich
In der Liga der exklusiven Luxus-Cabriolets misst sich das Maserati GranCabrio mit wenigen, aber sehr potenten Konkurrenten. Betrachten wir es im direkten Vergleich mit dem Bentley Continental GTC und dem Porsche 911 Turbo Cabrio.
Der Porsche 911 Turbo Cabrio ist die unangefochtene dynamische Benchmark. Seine chirurgische Präzision, die überragende Fahrdynamik und die kompromisslose Sportlichkeit suchen in diesem Segment ihresgleichen. Allerdings lässt der 911 im Innenraum jeglichen feudalen GT-Komfort und vor allem den Fondplatz vermissen. Die Rücksitze sind kaum mehr als eine erweiterte Gepäckablage. Sein Preisniveau ist vergleichbar mit dem GranCabrio Trofeo.
Der Bentley Continental GTC repräsentiert die absolute, handgefertigte Spitze des rollenden Luxus. Er gleitet majestätisch über die Straßen, verwöhnt mit unübertroffenem Komfort und einer Aura aristokratischer Gelassenheit. Auf kurvigen Passstraßen kapituliert der Bentley jedoch vor seinen rund 2,5 Tonnen Gewicht. Seine Hybrid-Technologie (im neuen Modell) trägt zu diesem Massivgewicht bei, was die Agilität stark einschränkt. Der Preis des Bentley liegt deutlich über dem Maserati.
Das Maserati GranCabrio Trofeo gewinnt dieses Duell als der emotionalste und ausbalancierteste Gran Turismo. Es kombiniert atemberaubenden Platz für bis zu vier Personen mit einer Agilität, die dem schweren Bentley völlig abgeht, und bietet gleichzeitig einen Komfort, den der radikale 911 nicht liefern kann. Das elektrische Maserati GranCabrio Folgore stellt zudem eine einzigartige Option dar, da es als derzeit einziges viersitziges Luxus-E-Cabriolet ohne direkten Konkurrenten dasteht. Modelle wie das Mercedes-AMG SL oder BMW 8er Cabrio sind zwar ebenfalls sportlich und luxuriös, erreichen aber weder die Exklusivität noch die emotionale Aufladung eines Maserati oder die schiere Leistungsfähigkeit der hier genannten Konkurrenten.
Fazit von Alex Wind: Emotionale Renaissance einer italienischen Ikone
Alex Wind meint: Das GranCabrio ist das schönste viersitzige Cabriolet der Gegenwart. Während der Folgore mit aberwitziger Beschleunigung imponiert, bleibt der V6 Trofeo das authentischere Maserati-Erlebnis für Passstraßen. Sein heiserer Klang gehört unter freien Himmel.
Das neue Maserati GranCabrio ist in beiden architektonischen Ausprägungen ein absoluter Traumwagen. Man trifft hier schlichtweg keine falsche Wahl, sondern nur die falsche Wahl für den eigenen individuellen Einsatzzweck.
Der GranCabrio Folgore ist objektiv das überlegenere, luxuriösere Cabriolet. Er ist leiser, brachial schneller und im Stop-and-Go-Verkehr entspannter zu fahren. Das lautlose Offenfahren intensiviert die Wahrnehmung der Umgebung auf eine völlig neue, betörende Art und Weise. Für all jene, die technologische Dominanz ausstrahlen möchten, oft in städtischen Umweltzonen unterwegs sind und ein Fahrzeug im Firmenleasing nutzen, ist der Folgore das ultimative automobile Statement, das Tradition ehrt, die emissionsfreie Zukunft jedoch bereits verstanden hat.
Der GranCabrio Trofeo hingegen ist das puristischere, reinrassigere Sport-Cabriolet. Er ist 400 Kilogramm leichter, auf der Bremse agiler und schüttet durch das V6-Konzert weitaus mehr Endorphine aus. Wer das Fahrzeug als reinrassigen Drittwagen bar kauft, um es am sonnigen Wochenende kompromisslos am Comer See zu genießen und später an seine Erben weiterzugeben, sollte zwingend den Trofeo wählen, solange es noch flüssiges Benzin gibt! Er wird ein unsterblicher Klassiker mit hohem Sammlerwert.
Am Ende entscheidet, ob man den mechanischen Herzschlag eines Nettuno-V6 oder das elektrische Flüstern der Zukunft bevorzugt. Beide sind auf ihre Weise außergewöhnliche Maserati, die italienische Leidenschaft neu definieren.
Technische Daten und Spezifikationen
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Datenpunkt
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GranCabrio Trofeo (Verbrenner)
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GranCabrio Folgore (Elektro)
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Motor & Antrieb
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3.0L V6-Biturbo (Nettuno), Allrad
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3 E-Motoren (Tri-Motor), Allrad
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Leistung / Drehmoment
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550 PS (405 kW) / 650 Nm
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761 PS (Boost 830 PS) / 1.350 Nm
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Getriebe
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8-Gang-Automatik (ZF)
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1-Gang-Reduktionsgetriebe
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Batterie / System
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70 Liter Tank (Super Plus)
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92,5 kWh Netto / 800-Volt-System
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0-100 km/h
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3,6 s
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2,8 s
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Höchstgeschwindigkeit
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316 km/h
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290 km/h
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WLTP Verbrauch (Mix)
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ca. 12,5 – 15,0 l/100 km (geschätzt)
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ca. 22,0 – 26,0 kWh/100 km (WLTP, reale Abweichung möglich)
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Reale Reichweite
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ca. 450 – 560 km (abhängig von Fahrweise)
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ca. 300 – 400 km (deutlich geringer bei zügiger Fahrt/offenem Verdeck)
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Länge
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4.966 mm
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4.966 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.957 mm
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1.957 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.113 mm
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2.113 mm
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Höhe
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1.364 mm
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1.364 mm
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Radstand
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2.929 mm
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2.929 mm
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Leergewicht (DIN)
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ca. 1.895 kg
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ca. 2.340 kg
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Kofferraumvolumen
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183 Liter
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183 Liter
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Listenpreis (DE)
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ab ca. 235.000 €
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ab ca. 210.000 €
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Geschätzte Leasingrate (DE)
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ab ca. 3.000 – 4.000 €/Monat (bei 36 Mon./10.000 km/Jahr)
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ab ca. 2.500 – 3.500 €/Monat (bei 36 Mon./10.000 km/Jahr, TCO-Vorteile)
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