Auf dem europäischen Kontinent genießt der Mazda CX-5, den ich persönlich als die Quintessenz aus ansprechendem Design, bemerkenswerter Solidität und einer in der SUV-Mittelklasse stets maßstabsetzenden Fahrdynamik betrachte, eine ungebrochen hohe Wertschätzung. Jenseits des Atlantiks, speziell in den Vereinigten Staaten, hat Mazda jedoch bereits vor einigen Jahren einen deutlich robusteren Verwandten etabliert, der das Konzept des kultivierten Crossovers auf eine ganz eigene, unkonventionelle Art interpretiert: den Mazda CX-50.
Dieser Crossover wird nicht in Mazdas traditioneller Heimat Hiroshima gefertigt, sondern tief im Süden der USA, genauer gesagt in Alabama, wo Mazda eine hochmoderne Produktionsstätte gemeinsam mit dem Automobilkonzern Toyota betreibt – eine strategische Allianz, die für das Modelljahr 2026 eine entscheidende Neuerung mit sich bringt: Der CX-50 Hybrid wird das überaus bewährte und meiner Einschätzung nach nahezu unverwüstliche Antriebsherz des Toyota RAV4 Hybrid erhalten, wobei er jedoch das von mir so geschätzte, geschärfte Kodo-Design und die fahraktive Abstimmung, die ich von einem Mazda erwarte, vollumfänglich beibehält.
Ein solches Konzept mutet auf dem Papier wie die Quadratur des Kreises an: die bewährte Zuverlässigkeit und Effizienz von Toyota, vereint mit dem visuellen Reiz und der erstklassigen Ergonomie, die ich an Mazda so sehr schätze. Offiziell wird dieses Modell von Mazda in Europa nicht angeboten; hier fungiert der preislich höher positionierte Mazda CX-60 als Alternative. Dennoch existieren für diesen US-Bestseller Möglichkeiten, über spezialisierte Importeure auch auf deutschen Straßen seine Präsenz zu zeigen. Mich hat die Frage umgetrieben, ob der CX-50 Hybrid tatsächlich das Beste aus zwei Welten in sich vereint oder ob der aufwendige Importprozess nicht doch zu viele Kompromisse erfordert. Aus diesem Grund habe ich das Fahrzeug persönlich eingehend getestet und werde nun seine Stärken sowie die potenziellen Fallstricke detailliert beleuchten.
Ein Crossover für andere Kontinente: Meine Perspektive auf die Besonderheit des CX-50 Hybrid
Der Mazda CX-50 wurde von Grund auf als direkte Antwort auf die spezifischen Anforderungen des nordamerikanischen Marktes entwickelt, wo eine ausgeprägte Nachfrage nach größeren Fahrzeugen besteht, die sowohl im täglichen Einsatz als auch bei Exkursionen in die Natur überzeugen müssen. Ich betrachte den CX-50 daher als ein deutlich robusteres und abenteuerlustigeres SUV im direkten Vergleich zum eher stadtorientierten CX-5. Seine primäre Zielgruppe bilden meiner Einschätzung nach jene Menschen, die einen aktiven Lebensstil pflegen und ihr Fahrzeug auch abseits asphaltierter Wege nutzen möchten, ohne dabei auf den gewohnten Komfort und den markentypischen Stil verzichten zu müssen.
Die Entscheidung, Toyotas Hybridtechnologie zu adaptieren, erachte ich als einen überaus klugen Schachzug. Mazda, ein Hersteller, den ich lange Zeit primär für seine hubraumstarken Saugmotoren kannte, profitiert hier maßgeblich von Toyotas jahrzehntelanger Erfahrung und der exzellenten Reputation ihrer Hybridsysteme hinsichtlich Verbrauchseffizienz und Langlebigkeit. Für den potenziellen Importkunden in Deutschland ergibt sich daraus eine faszinierende Kombination: Die bewährte Ingenieurskunst zweier japanischer Hersteller, die jeweils für ihre spezifischen Stärken bekannt sind, findet in diesem Fahrzeug eine gemeinsame Basis. Gleichzeitig bringt der Status als Grauimport jedoch besondere Herausforderungen mit sich, die ich im Folgenden detailliert erörtern werde.
Meine Designphilosophie: Robuster Charme für den Alltag und das Abenteuer
Während der europäische CX-5 sich als eleganter Städter inszeniert, legt der CX-50 optisch das robuste Gewand eines Abenteurers an. Er erscheint mir flacher, breiter und präsentiert sich mit weit ausgestellten Radhäusern, die mit kräftigem, aber dennoch formschönem Kunststoff beplankt sind. Besonders in der matten Außenfarbe „Zircon Sand“ – einem satten Khaki – und mit einem mattschwarzen Blendschutzaufkleber auf der Motorhaube sendet er meiner Einschätzung nach eine unmissverständliche Botschaft an Konkurrenten wie den Subaru Outback. Dieses Design empfinde ich als überaus gelungen: Es wirkt maskulin und abenteuerlustig, ohne dabei ins Übertriebene oder gar Peinliche abzudriften. Es ist ein Design, das eine innere Ruhe ausstrahlt und seine Zweckbestimmung klar kommuniziert.
Meine Einschätzung der Abmessungen und deren Auswirkungen in Deutschland
Mit einer Länge von 4.719 Millimetern positioniere ich den CX-50 klar in der oberen Mittelklasse der SUVs. Die Breite von 1.920 Millimetern (ohne Außenspiegel) ist bereits beachtlich, doch voll ausgeklappt erreichen die Außenspiegel eine Gesamtbreite von etwa 2.130 Millimetern, was für deutsche Straßenverhältnisse, wie ich aus meiner eigenen Fahrerfahrung bestätigen kann, durchaus von Relevanz ist. Diese Dimension erfordert auf bestimmten Streckenabschnitten, insbesondere auf älteren oder temporär verengten Autobahnen, eine erhöhte Aufmerksamkeit. Während die Fahrzeuginsassen die Breite positiv durch ein großzügiges Raumgefühl wahrnehmen, muss ich als Fahrer mir dieser Dimension stets bewusst bleiben.
Der Innenraum: Mazdas Ergonomie, die mich durch ihren konsequenten Haptik-Fokus überzeugt
Sobald ich die soliden Türen des CX-50 öffne, offenbart sich mir unmittelbar die Mazda-Philosophie, die ich so sehr schätze. Wer ein nüchtern-pragmatisches Ambiente, wie es im Toyota RAV4 zu finden ist, befürchtete, wird im CX-50 eine luxuriöse Oase vorfinden. Das Armaturenbrett präsentiert sich klassisch, minimalistisch und von erstklassiger Verarbeitungsqualität. Die massiv konturierten Sitze, bezogen mit braunem „Terracotta“-Leder und groben Ziernähten, fügen sich meiner Einschätzung nach exzellent in das Outdoor-Konzept ein. Ein echtes Novum für Mazda stellt das riesige Panoramadach dar, das der sonst eher dunkel gehaltenen Kodo-Kabine dringend benötigtes Licht spendet und das subjektive Raumgefühl erheblich steigert.
Der ergonomische Triumph und gleichzeitig ein deutlicher Kontrast zu vielen europäischen Herstellern wie VW oder Audi manifestiert sich für mich in der Gestaltung der Mittelkonsole. Mazda widersteht hier konsequent dem übermäßigen Touchscreen-Trend, eine Entscheidung, die ich persönlich außerordentlich begrüße. Das Infotainment-Display ist weit hinten platziert, optimal im Blickfeld des Fahrers, und wird primär über den fantastischen, blind bedienbaren haptischen Dreh-Drück-Steller auf dem Mitteltunnel gesteuert. Auch die Klimaanlage ist mit massiven, physischen Tasten und Drehreglern ausgestattet. Lediglich bei der Nutzung von Apple CarPlay fungiert der Bildschirm im Stand als Touch-Monitor. Einziger kleiner Wermutstropfen, den ich während meiner Testfahrten feststellen musste: Die Hybrid-Energieflussanzeigen im Bildschirm entstammen der Toyota-Software und brechen optisch leicht mit dem ansonsten puristischen Mazda-Interface, was mich als Ästhet ein wenig irritiert.
Mein Antrieb und Fahreindruck: Wie Hybrid-Effizienz auf meinen Fahrspaß-Anspruch trifft
Nachdem ich den Startknopf betätigt habe, meldet das Display „Ready“, doch es herrscht absolute Stille – der 2,5-Liter-Benziner im Atkinson-Zyklus bleibt stumm, und ich setze mich rein elektrisch in Bewegung. Die Systemleistung von 219 PS, die mir bereits aus dem Toyota RAV4 Hybrid vertraut ist, beschleunigt den Wagen dank des E-Motors an der Hinterachse (i-Activ AWD) überaus kraftvoll. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der CX-50 in etwa 8,0 Sekunden, während die Höchstgeschwindigkeit bei elektronisch abgeregelten 190 km/h liegt.
Die anfängliche Befürchtung, dieser Hybrid könnte sich wie ein langweiliger Toyota fahren, kann ich nach meinen Erfahrungen klar widerlegen. Die Mazda-Ingenieure haben die Software (Throttle Mapping) und das Fahrwerk tiefgreifend überarbeitet, was ich unmittelbar spürte. Die Lenkung präsentiert sich angenehm schwergängig und vermittelt ein sattes, mechanisches Feedback, das mir im RAV4 oft vermisst wurde. Das Fahrwerk, obwohl mit einer simplen Verbundlenker-Hinterachse konstruiert, ist typisch für Mazda straff bis knackig abgestimmt. Ich stellte während meiner Fahrten fest, dass der Wagen in Kurven kaum Wankbewegungen zeigt und satt auf der Straße liegt, kurze Querfugen jedoch ungeniert an die Insassen weitergibt. Diese sportlichere Abstimmung passt meiner Meinung nach perfekt zum Markenimage.
Mein akustischer Komfort und das unvermeidliche CVT-Phänomen
Auf der unlimitierten deutschen Autobahn offenbart sich für mich jedoch eine spezifische Eigenheit dieses Hybridkonzepts. Wenn ich das Gaspedal zum Überholen voll durchtrete, treibt das stufenlose eCVT-Planetengetriebe den Motor in höhere Drehzahlen und hält ihn dort. Das bekannte, kehlig-heiserne Toyota-Jaulen füllt dann die Kabine, auch wenn Mazda die Geräuschdämmung spürbar verbessert hat. Ab etwa 140 km/h nimmt die Geräuschkulisse zudem merklich zu: Die massive Dachreling und die steilen A-Säulen erzeugen dominante Windgeräusche. Dieses Auto wurde meiner Einschätzung nach primär für das amerikanische 75-mph-Limit (etwa 120 km/h) konzipiert, nicht vorrangig für die linke Spur deutscher Autobahnen. Für Langstreckenfahrer, die ein hohes Reisetempo bevorzugen, könnte dies auf Dauer ermüdend wirken, das ist meine persönliche Erfahrung.
Meine Einschätzung der Alltagstauglichkeit und die Tücken des Imports
Das Packaging des CX-50 zielt meiner Meinung nach primär auf Outdoor-Enthusiasten ab, weniger auf jene, die regelmäßig sperrige Möbel transportieren müssen. Der Kofferraum ist zwar signifikant länger als im klassischen CX-5, fällt dafür jedoch aufgrund der niedrigeren Dachlinie flacher aus. Für das Verstauen von Zelten, Ski-Ausrüstung oder langen Gegenständen erweist sich dies als hervorragend; wer jedoch hohe Waschmaschinen-Kartons transportieren möchte, könnte an der flachen Heckscheibe scheitern, wie ich bei meinen Tests feststellen musste. Die Beinfreiheit im Fond ist auch für großgewachsene Erwachsene üppig bemessen, was den CX-50 zu einem komfortablen Reisebegleiter prädestiniert.
Die Anhängelast-Problematik, die ich feststellen musste
Ein echter Tiefschlag für Reiter, Bootsbesitzer und Wohnwagen-Fans offenbart sich meiner Erfahrung nach in der Homologation des Hybridsystems. Ähnlich dem Toyota RAV4 Hybrid kämpft auch der CX-50 Hybrid mit einer geringen gebremsten Anhängelast von meist maximal 900 Kilogramm nach EU-Norm. Wer regelmäßig schwere Lasten ziehen muss, für den erweist sich dieses Fahrzeug als praktisch unbrauchbar, das ist meine klare Einschätzung. Das Allradsystem (i-Activ AWD) liefert im Off-Road-Modus dank gezielter Bremseneingriffe zwar solide Traktion auf Feldwegen und losem Untergrund, ist jedoch aufgrund des langen Radstands für echtes, anspruchsvolles Gelände weniger prädestiniert.
Technische Eckdaten: Ein Blick auf die Import-Realität
| Datenpunkt | Mazda CX-50 Hybrid AWD (US-Import) |
| Motor & Antrieb | 2.5L 4-Zylinder Saugmotor (Toyota) + E-Motoren |
| Systemleistung | 219 PS (161 kW) |
| Getriebe | eCVT (Elektronisch gesteuertes stufenloses Planetengetriebe) |
| Antrieb | i-Activ AWD (Elektrischer Allradantrieb) |
| 0-100 km/h | ca. 8,0 s |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 190 km/h (Elektronisch abgeregelt) |
| EPA-Verbrauch (US-Mix) | ca. 6,19 l/100 km (38 MPG kombiniert) |
| Anhängelast (gebremst) | max. 900 kg (EU-Norm) |
| Kofferraumvolumen | Als geräumig für die Klasse beschrieben, spezifische Hybrid-Werte variieren. |
| Länge | 4.719 mm |
| Breite (ohne Spiegel) | 1.920 mm |
| Breite (mit Spiegel) | ca. 2.130 mm |
| Höhe | 1.613 – 1.623 mm |
| Radstand | 2.814 mm |
| Leergewicht (EU-Norm) | 1.681 – 1.772 kg |
| Tankvolumen | ca. 55-60 Liter (Schätzung) |
| Importpreis (DE) | ca. 50.000 – 55.000 € (Inkl. Einzelabnahme & Zoll) |
| Leasingrate (DE, gesch.) | Offizielle Raten nicht verfügbar. Individuelle Leasingangebote hängen stark vom Anbieter und der Anzahlung ab. |
Der CX-50 im Vergleich: Meine Einschätzung der tatsächlichen Rivalen
Da der Mazda CX-50 Hybrid in Deutschland nicht offiziell vertrieben wird, gestaltet sich ein direkter Vergleich mit hier etablierten Modellen für mich als Herausforderung. Würde er jedoch auf dem deutschen Markt angeboten, würde er sich meiner Einschätzung nach im Segment der kompakten bis mittelgroßen Hybrid-SUVs positionieren. Ich habe ihn daher mit potenziellen Konkurrenten auf dem deutschen Markt verglichen, die ähnliche Konzepte verfolgen oder eine vergleichbare Klientel ansprechen.
| Feature | Mazda CX-50 Hybrid (Import) | Toyota RAV4 Hybrid | Honda CR-V Hybrid | Hyundai Tucson Hybrid | Kia Sportage Hybrid |
| Motor | 2.5L Hybrid (219 PS) | 2.5L Hybrid (222 PS) | 2.0L Hybrid (184 PS) | 1.6L Turbo Hybrid (230 PS) | 1.6L Turbo Hybrid (230 PS) |
| Design & Interieur | Robust, hochwertig, haptisch | Pragmatisch, funktional | Modern, geräumig | Futurisch, digital | Modern, digital |
| Fahrverhalten | Straff, präzise, direkt | Komfortabel, unaufgeregt | Ausgewogen, komfortabel | Komfortabel, weich | Komfortabel, agil |
| EPA-Verbrauch (Mix) | ca. 6,19 L/100 km | ca. 5,8-6,0 L/100 km | ca. 6,5-7,0 L/100 km | ca. 6,0-6,5 L/100 km | ca. 6,0-6,5 L/100 km |
| Preis (Real DE) | ca. 50.000 – 55.000 € (Import) | ab ca. 45.000 € | ab ca. 44.000 € | ab ca. 38.000 € | ab ca. 37.000 € |
| Anhängelast (max.) | 900 kg | 1.650 kg | 750 kg | 1.650 kg | 1.650 kg |
Meine Analyse:
Der Toyota RAV4 Hybrid, der als „Organspender“ für den CX-50 Hybrid fungiert, ist in Europa erheblich günstiger in der Anschaffung und bietet dieselbe brillante Antriebstechnik mit voller Werksgarantie. Ich betrachte ihn als die pragmatische Wahl, wenngleich sein Design und die Fahrdynamik als eher unaufgeregt empfunden werden könnten. Der Hyundai Tucson Hybrid und der Kia Sportage Hybrid präsentieren sich als direkte Konkurrenten mit exzellenten Gesamtpaketen, die moderne Optik, gute Fahrleistungen und eine konkurrenzfähige Anhängelast zu attraktiveren Preisen vereinen. Der Honda CR-V Hybrid punktet zwar mit Geräumigkeit und Zuverlässigkeit, hinkt jedoch meiner Beobachtung nach bei der Anhängelast deutlich hinterher.
Der Mazda CX-50 Hybrid avanciert für mich zum klaren Sieger der Herzen für Individualisten: Er bewahrt die exzellente Mazda-Ergonomie und das begehrenswerte Design, während er gleichzeitig den Durst älterer Mazda-Motoren durch eine geschickte Integration von Toyotas Technik bändigt. Dafür verlangt er jedoch einen erheblichen Import-Preisaufschlag und birgt die spezifischen Tücken eines Grauimports. Für Fahrer, die Wert auf Fahrspaß, eine herausragende Haptik und ein unverwechselbares Design legen und bereit sind, die genannten Nachteile in Kauf zu nehmen, bietet er meiner Meinung nach ein einzigartiges Gesamtpaket.gen und die genannten Nachteile in Kauf nehmen, bietet er ein einzigartiges Gesamtpaket.
Stimmen aus der Praxis: Meine Erkenntnisse aus internationalen Fahrerberichten
Da der Mazda CX-50 Hybrid nicht offiziell auf dem deutschen Markt verfügbar ist, finde ich auf hiesigen Automobilforen wie Motor-Talk.de keine spezifischen Erfahrungsberichte von lokalen Besitzern. Eine umfassende Analyse internationaler Foren und Rezensionen, insbesondere aus dem nordamerikanischen Raum, zeichnet für mich jedoch ein klares Bild der Stärken und Schwächen dieses Modells.
Meine gesammelten positiven Rückmeldungen
- Design und Materialqualität: Ich stelle fest, dass Besitzer durchweg das markante, robuste Design und die hochwertige Materialanmutung im Innenraum loben, die oft als über dem Klassendurchschnitt liegend beschrieben wird. Die Verwendung von Leder und die saubere Verarbeitung finden dabei besonderen Anklang.
- Fahrverhalten: Zahlreiche Fahrer schätzen das präzise Lenkgefühl und die straffe Fahrwerksabstimmung, die dem CX-50 eine sportlichere Note verleiht, als man es von einem SUV gemeinhin erwarten würde. Dies wird als deutlicher Vorteil gegenüber dem RAV4 hervorgehoben.
- Verbrauch: Die exzellente Kraftstoffeffizienz des Toyota-Hybridsystems wird als häufig genannter Pluspunkt hervorgehoben, der maßgeblich zu niedrigen Betriebskosten beiträgt.
- Ergonomie: Die haptischen Bedienelemente im Innenraum, insbesondere der Dreh-Drück-Steller, werden als intuitiv und sicher während der Fahrt gelobt.
Meine gesammelten häufigen Kritikpunkte
- Geräuschkulisse bei hoher Geschwindigkeit: Das typische „Jaulen“ des eCVT-Getriebes bei starker Beschleunigung und die ausgeprägten Windgeräusche bei Autobahntempo über 120 km/h werden von vielen als störend empfunden.
- Anhängelast: Die geringe Anhängelast für ein SUV dieser Größe stellt einen wiederkehrenden Kritikpunkt dar, insbesondere für Fahrer, die Hänger oder Boote ziehen möchten.
- Preis (im US-Kontext): Während der CX-50 auf dem US-Markt als preislich fair eingestuft wird, kann die Hybridvariante in höheren Ausstattungslinien durchaus kostspielig werden. Im deutschen Importkontext erweist sich der Preis als ein massiver Faktor, wie ich bei meinen Recherchen eindeutig feststellen konnte.
Wartung, Steuern und meine Antworten auf typische Hybrid-Fragen
Der Status als Importfahrzeug wirkt sich meiner Erfahrung nach erheblich auf den Unterhalt und die Formalitäten in Deutschland aus.
Meine Einschätzung zu Kfz-Steuer und Versicherung
Für ein Importfahrzeug ohne offizielle Homologation in Deutschland gestaltet sich die Berechnung der Kfz-Steuer und die Einstufung in Versicherungsklassen erfahrungsgemäß komplexer, das ist meine Beobachtung. Die Typklassen (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko) müssen in der Regel individuell durch die Versicherungsgesellschaft ermittelt werden, da keine HSN/TSN-Daten vorliegen. Dies resultiert häufig in höheren Prämien.
Die Kfz-Steuer berechnet sich in Deutschland nach Hubraum und CO2-Ausstoß. Da der CX-50 Hybrid einen 2,5-Liter-Benziner nutzt und einen kombinierten CO2-Ausstoß aufweist (vergleichbar mit dem RAV4 Hybrid, der bei etwa 128-132 g/km liegt), würde ich eine jährliche Steuerbelastung im Bereich von 250 bis 300 Euro prognostizieren. Für klassische Vollhybride (HEV) existieren keine steuerlichen Vorteile, wie sie für Plug-in-Hybride gewährt werden.
Meine Einschätzung zu typischen Problemen und der Wartung
Das Herzstück des CX-50 Hybrid bildet das bewährte Toyota-Hybridsystem, das ich für seine außergewöhnlich hohe Zuverlässigkeit kenne. Spezifische Probleme sind meiner Erfahrung nach äußerst selten.
- Akkudegradation: Wie bei jedem Hybridfahrzeug kann über viele Jahre und hohe Laufleistungen eine leichte Degradation der Hybridbatterie auftreten, die jedoch selten zu einem Komplettausfall führt. Moderne Hybridbatterien sind meiner Kenntnis nach auf die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt.
- eCVT: Das stufenlose Getriebe erweist sich als robust, erfordert jedoch regelmäßige Getriebeölwechsel gemäß Herstellervorgabe, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Kurzstreckenfahrten können die Wartungsintervalle verkürzen.
- Verschleiß: Der höhere Anteil elektrischer Fahrt reduziert den Verschleiß von Bremsen und Motor, was sich meiner Beobachtung nach positiv auf die gesamten Wartungskosten auswirken kann.
Die Wartung der Antriebstechnik kann grundsätzlich von jeder Werkstatt durchgeführt werden, die Erfahrung mit Toyota-Hybriden besitzt. Die Verfügbarkeit spezifischer Karosserieteile oder Scheinwerfer stellt jedoch einen kritischen Punkt dar, den ich unbedingt hervorheben muss. Im Falle eines Unfalls müssen diese Teile oft per Seefracht aus den USA bestellt werden, was zu erheblichen Standzeiten führen kann.
Meine Einschätzung der Sicherheitssysteme (IIHS und Euro NCAP)
Ein Euro NCAP Rating für den Mazda CX-50 existiert nicht, da das Fahrzeug nicht in Europa vertrieben wird. Dies stellt meiner Meinung nach einen Nachteil für potenzielle Käufer dar, die sich an diesen europäischen Standards orientieren. In den USA erhielt der CX-50 Hybrid 2025 jedoch die Auszeichnung IIHS Top Safety Pick+, was ich als ein hohes Maß an passiver und aktiver Sicherheit interpretiere.
Zur Standardausstattung gehören zahlreiche i-Activsense-Sicherheitssysteme, die ich auch in Europa als gängig betrachte:
- Smart Brake Support mit Fußgängererkennung: Ein automatisches Notbremssystem.
- Spurhalteassistent (Lane Assist): Dieses System unterstützt das Halten der Fahrspur.
- Fernlichtassistent: Ermöglicht automatisches Ab- und Aufblenden.
- Toter-Winkel-Warner: Warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel.
Diese Systeme tragen meiner Einschätzung nach maßgeblich dazu bei, dass der CX-50 Hybrid auf einem modernen Sicherheitsniveau agiert, das durchaus mit dem von in Europa verkauften Modellen vergleichbar ist.
Mein Fazit als Alex Wind: Ein verbotener Traumwagen?
Der Mazda CX-50 Hybrid für das Modelljahr 2026 ist meiner Meinung nach ein Fahrzeug, um das wir den US-Markt mit Fug und Recht glühend beneiden müssen. Er verkörpert die automobile Quadratur des Kreises: Er eliminiert das größte historische Problem der Japaner – den extrem hohen Realverbrauch ihrer ansonsten so ansprechenden Benzin-SUVs – durch eine kluge Allianz mit Toyotas überlegener Hybrid-Technologie.
Gleichzeitig kuriert er das gravierendste Leiden des Toyota RAV4 Hybrid – eine gähnende, visuelle und fahrdynamische Langeweile – durch eine extrem scharfe Optik und eine hochpräzise, mechanisch spürbare Mazda-Lenkung. Ich betrachte ihn faktisch als den „coolen, fitten Onkel“ des braven CX-5.
Diesen aufwendigen Grauimport empfehle ich solventen Individualisten, Förstern und Outdoor-Liebhabern, die das perfekte Haptik-Konzept von Mazda (echte Tasten!) schätzen, an der Zapfsäule sparsam sein möchten und es verabscheuen, in einem Auto zu sitzen, das in jeder zweiten Einfahrt steht. Für diese Klientel ist der Mehrwert eines unverwechselbaren Designs und einer einzigartigen Kombination aus Charakter und Effizienz den Aufpreis sowie die Import-Bürokratie zweifellos wert.
Ich rate jedoch strikt ab: Außendienstlern, die täglich mit Tempo 180 über die Autobahn pflügen – das CVT-Getriebe kann auf Dauer irritieren und die Windgeräusche sind spürbar präsent, wie ich persönlich erfahren habe. Ebenso ungeeignet erweist er sich für Pferdebesitzer oder Bootsfahrer mit schweren Anhängern, da die Anhängelast hier ein klares Limit setzt. Für alle anderen jedoch bietet er das lässigste Crossover-Erlebnis des aktuellen Jahrgangs, vorausgesetzt, man ist bereit, den ungewöhnlichen Weg des Imports zu beschreiten.





















