Der Škoda Kamiq behauptet sich im Modelljahr 2026 als das kompakteste SUV der tschechischen Marke gegen Konkurrenten wie den VW T-Cross und Ford Puma. Auf einer Außenlänge von 4,24 Metern kombiniert der auf der MQB-A0-Plattform aufbauende Crossover ein großzügiges Raumangebot mit 400 bis 1.395 Litern Gepäckraumvolumen und einer erfreulich übersichtlichen Karosserie.
In der sportlich akzentuierten Monte-Carlo-Ausführung tritt der Kamiq mit dem 110 kW (150 PS) starken 1.5-TSI-Vierzylinder und 7-Gang-DSG an. Bei einem Testverbrauch von 6,2 Litern Super je 100 Kilometer und Einstiegspreisen ab 25.390 Euro für den Basisbenziner sowie rund 34.500 Euro für die Topversion beweist der Tscheche, warum physische Bedienelemente im Cockpit ihren Wert behalten.
Technische Daten & Spezifikationen
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Kategorie
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Škoda Kamiq Monte Carlo 1.5 TSI (2026)
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Motor & Antrieb
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1.5L 4-Zylinder Turbobenziner (ACT+), Frontantrieb
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Leistung / Drehmoment
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150 PS (110 kW) / 250 Nm
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Getriebe
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7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG, DQ200)
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0-100 km/h / Vmax
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8,3 s / 213 km/h
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 6,4 l/100 km (Super)
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Kofferraumvolumen
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400 bis 1.393 Liter
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Fahrzeuglänge
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4.241 mm
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Fahrzeugbreite (mit Spiegeln)
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1.980 mm (Baustellen-tauglich!)
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Basispreis (Schätzung DE)
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ab ca. 26.500 € (1.0 TSI) / Testwagen: 37.800 €
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Unterhalt und der Preissprung in der Polo-Klasse
Lassen Sie uns den vielleicht unangenehmsten Aspekt gleich zu Beginn ansprechen: Die Preisentwicklung in der Kleinwagen-SUV-Klasse hat eine bemerkenswerte Eskalationsstufe erreicht. Ein Kamiq in der Basisausstattung startet heute bei einem stolzen Betrag von 26.500 Euro. Mein Testwagen, der in der optisch ansprechenden „Monte Carlo“-Ausstattung mit nahezu allen verfügbaren Extras konfiguriert war, kratzte beinahe an der 40.000-Euro-Marke. Fast 40.000 Euro für ein Fahrzeug, das auf der Plattform des VW Polo basiert, ist eine Summe, die mich persönlich stutzig macht. Wer hier nicht mit Nachdruck Händlerrabatte verhandelt oder auf scharf kalkulierte Leasing-Angebote wartet, riskiert, erhebliches Kapital zu verbrennen. Erfreulicherweise bewegen sich die Versicherungseinstufungen und der Verbrauch des 1.5 TSI auf einem moderaten, das Budget schonenden Niveau.
Design und Karosserie: City-Maße ohne Parkhaus-Angst
Der Kamiq beweist mit seinen Abmessungen eindrucksvoll, dass man keineswegs ein fünf Meter langes Blechkleid benötigt, um einen echten Nutzwert zu realisieren. Mit einer Länge von 4.241 Millimetern manövriere ich ihn mühelos in nahezu jede städtische Parklücke. Die sportliche „Monte Carlo“-Edition, die sich durch schwarze Logos, einen schwarzen Kühlergrill und 18-Zoll-Felgen auszeichnet, verleiht dem kleinen Tschechen für ein City-Crossover eine beinahe bissige Anmutung. Die charakteristischen geteilten Frontscheinwerfer, deren scharfes Tagfahrlicht oben und leistungsstarkes Matrix-LED unten angeordnet sind, bleiben sein unverkennbares Erkennungsmerkmal. Für alle, die noch träumen: Einen echten, leistungsgesteigerten „Kamiq RS“ wird es nach meinen Informationen niemals geben; die „Monte Carlo“-Linie ist primär eine optische Aufwertung mit schwarzen Akzenten und Sportsitzen, bietet jedoch keine zusätzliche Motorleistung.
Der Praxistest in einem engen Parkhaus ist für mich jedes Mal eine wahre Freude: Die Fensterlinie verläuft geradlinig, die C-Säule ist nicht übermäßig massiv gestaltet, und ich sehe stets präzise, wo das Fahrzeug endet. Der bemerkenswert enge Wendekreis von etwa 10 Metern macht das Wenden in drei Zügen zu einer absoluten Seltenheit. Doch der größte Vorteil offenbart sich in der Autobahnbaustelle: Mit ausgeklappten Außenspiegeln messe ich beim Kamiq lediglich 1,98 Meter. Die verengte linke Spur gehört mir damit völlig legal, während die Fahrer von Q8 und X5 rechts zwischen den Lastwagen schwitzend feststecken.
Innenraum: Ein Hoch auf die echte Klimaleiste!
Wenn ich in den Kamiq einsteige, verspüre ich jedes Mal den Impuls, dem aktuellen Škoda-Vorstand einen riesigen Blumenstrauß nach Mladá Boleslav zu schicken. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Der Kamiq durfte das alte, in meinen Augen perfekte Bedienkonzept beibehalten.
Hier finde ich eine echte, physische Klimabedienung mit griffigen Drehreglern und klar definierten Tasten vor. Direkt darunter ist eine gut erreichbare, induktive Ladeschale für mein Smartphone platziert. Es entfällt das blinde Wischen durch unzählige Untermenüs, um beispielsweise die Sitzheizung zu aktivieren – ein einziger Knopfdruck genügt. Dies ist im Jahr 2026, in dem selbst VW im kommenden ID.2all panisch wieder physische Tasten einführt, für mich absolut Gold wert. Das 9,2-Zoll-Infotainment-System thront erfreulich hoch auf dem Armaturenbrett. Es greift nicht auf die fehleranfällige Riesen-Software des neuen Superb zurück, sondern nutzt ein älteres, dafür aber absolut stabiles System, das Wireless CarPlay in Sekundenschnelle und fehlerfrei verbindet.
Mein „Knock-Test“ offenbart jedoch die Klassengrenzen: Während das obere Armaturenbrett weich geschäumt ist, bestehen die Türverkleidungen, insbesondere im Fond, aus hartem, kratzempfindlichem Plastik. Obwohl dies in der B-Klasse als Branchenstandard gilt, darf man als Kunde bei einem Testwagenpreis von 38.000 Euro durchaus kurz die Nase rümpfen.
Das Raumwunder auf der Rückbank entschädigt für diese kleinen Makel: Hier sitzt man, meiner Erfahrung nach, besser und mit deutlich mehr Kniefreiheit als in vielen Fahrzeugen der Mittelklasse! Selbst hinter einem 1,85 Meter großen Fahrer bleibt noch reichlich Platz für die Knie. Der Kofferraum fasst solide 400 Liter und verfügt über einen praktischen doppelten Ladeboden. Die legendären „Simply Clever“-Features, wie die Einkaufshaken im Heck oder der Regenschirm in der Vordertür, beweisen mir immer wieder, dass die Škoda-Ingenieure ihre Produkte im Alltag selbst nutzen. Mein persönlicher Zusatz-Tipp: Bestellen Sie unbedingt den optionalen mechanischen Türkantenschutz! Beim Öffnen der Tür klappt eine kleine Gummileiste über die Kante und bewahrt so den Lack Ihres Fahrzeugs – und den des Nachbarn – vor teuren Beschädigungen.
Antrieb und Fahrverhalten: Souveränität mit DSG-Mängeln
Ich starte den 1.5 TSI evo2 mit 150 PS. Die entscheidende Frage, die sich viele Käufer stellen, lautet: Benötigt man wirklich so viel Leistung in einem City-SUV, oder reicht der 1.0 TSI mit 115 PS aus? Meine klare Antwort darauf ist: Für 90 Prozent der Käufer, die hauptsächlich im Stadtverkehr unterwegs sind, genügt der kleine Dreizylinder vollkommen – er ist spritzig, macht das Auto vorne leichter und spart zudem Geld. Der 1.5-Liter-Vierzylinder hingegen lohnt sich massiv, wenn man häufig längere Autobahnfahrten unternimmt oder oft mit voller Beladung, beispielsweise im Urlaub, unterwegs ist. Er läuft drastisch ruhiger als der knurrende Dreizylinder und glänzt mit seiner Zylinderabschaltung (ACT+). Wenn ich nur im Verkehr mitschwimme, laufen unbemerkt lediglich zwei Zylinder.
- Szenario Stadt: Hier empfinde ich leider weiterhin das bewährte 7-Gang-DSG (DQ200 mit Trockenkupplung) als störend. Es ist für seine spürbare Anfahrschwäche bekannt. Die Start-Stopp-Automatik schaltet den Motor ab, ich gebe Gas, es folgt ein deutlicher Ruck, und erst dann setzt sich das Fahrzeug in Bewegung. Eine klassische Wandlerautomatik würde hier wesentlich geschmeidiger agieren. Daran muss man sich gewöhnen.
- Szenario Landstraße: Das Fahrwerk im „Monte Carlo“, das serienmäßig um 15 mm tiefergelegt ist, empfinde ich als straff, aber niemals unangenehm hart. Gullideckel kommen zwar hörbar trocken durch, dafür liegt der Kamiq in Kurven wesentlich satter und sicherer auf der Straße als beispielsweise ein weicher Citroën C3 Aircross.
- Szenario Autobahn: Hier spielt der 1.5 TSI seine volle Hubraum-Stärke aus. Bis 180 km/h zieht er sauber und sehr souverän durch, wobei die Höchstgeschwindigkeit bei 213 km/h liegt. Dank des hervorragenden „Travel Assist“ hält der kleine Škoda die Spur und den Abstand fast so stoisch wie ein großer Passat.
Meine Messungen des Testverbrauchs ergaben in der Stadt 6,8 Liter, auf der Landstraße im Eco-Modus 5,2 Liter und auf der Autobahn bei 140 km/h 7,1 Liter. Im Durchschnitt habe ich einen äußerst fairen Wert von 6,4 l/100 km ermittelt.
Konkurrenz-Check
- VW T-Cross: Der Konzernbruder des Kamiq. Er ist zwar etwas kürzer und bietet das für mich absolute Killer-Feature einer längs verschiebbaren Rückbank, die dem Kamiq leider fehlt. Dafür wirkt sein Innenraum optisch etwas liebloser, beinahe „billiger“, und er bietet auf der Rückbank, wenn diese nicht verschoben wird, spürbar weniger Raum.
- Ford Puma: Dieser Wagen ist der Fahrdynamiker unter den Konkurrenten. Er bereitet in Landstraßen-Kurven drastisch mehr Fahrspaß als der brave Škoda und bietet die geniale, abwaschbare „MegaBox“ im Kofferraum. Dafür empfinde ich die hintere Rückbank als eine enge, dunkle Höhle.
- Seat Arona: Der spanische Oldie. Er fährt sich zwar etwas zackiger, doch das Design und das Interieur sind meiner Einschätzung nach mittlerweile massiv in die Jahre gekommen. Er punktet aktuell fast nur noch über extrem aggressive Leasing-Raten.
Pro & Contra
- ✅ Pro: Die Bedienung empfinde ich als fantastisch, insbesondere dank der echten, physischen Tasten für Klimaanlage und Sitzheizung.
- ✅ Pro: Das Platzangebot, speziell die Kniefreiheit auf der Rückbank, ist für diese Außenlänge überragend.
- ✅ Pro: Mit dem 1.5 TSI Vierzylinder bietet der Kamiq hervorragende und sehr laufruhige Autobahn-Eigenschaften.
- ✅ Pro: Die „Simply Clever“-Lösungen, wie der Regenschirm und der ausfahrende Türkantenschutz, sind für mich genial.
- ❌ Contra: Komplett ausgestattete Modelle kratzen für meinen Geschmack unverschämt nah an der 40.000-Euro-Marke.
- ❌ Contra: Das 7-Gang-DSG nervt mich im Stadtverkehr mit einer spürbaren, ruckeligen Anfahrschwäche.
- ❌ Contra: Die Materialqualität, insbesondere das viele Hartplastik an den Türen, wird dem hohen Preis meiner Meinung nach nicht gerecht.
- ❌ Contra: Dem Kamiq fehlt die praktische, verschiebbare Rückbank, die ich am kleineren VW T-Cross so schätze.
Fazit von Alex Wind: Der pragmatische City-SUV mit echten Tasten
Der Škoda Kamiq des Modelljahres 2026 ist für mich keineswegs ein automobiler Aufreger, der mit glitzernden Effekten eines TikTok-Stars oder falschen sportlichen Emotionen aufwartet. Vielmehr verkörpert er jenen zuverlässigen, pragmatischen Freund, den man instinktiv anruft, wenn man beim Umzug wirklich tatkräftige Unterstützung benötigt. Er ist ein Fahrzeug, das ich als verlässlich, durchdacht und wunderbar unkompliziert empfinde.
In einer Ära, in der Automobile zunehmend zu unübersichtlichen, fahrenden Smartphones mutieren, stellt der Kamiq für mich eine wohltuende, ergonomische Insel der Normalität dar. Er besitzt physische Tasten, bietet ausreichend Platz für Erwachsene auf der Rückbank und fährt sich meiner Einschätzung nach hervorragend. Ob dies im Jahr 2026 als altmodisch gilt? Ja, das mag durchaus der Fall sein. Doch genau diese Eigenschaften machen ihn für mich zu einem der besten Autos seiner Klasse. Für Autofahrer, die ein handliches Format für enge Innenstädte suchen und dennoch nicht auf bequemen Zustieg, echte Tasten und spürbare Kniefreiheit im Fond verzichten wollen, ist der Kamiq eine erstklassige Wahl. Wer hingegen nach modernsten Software-Gimmicks, riesigen Monitoren oder kompromissloser Kurvendynamik verlangt, wird mit dem tschechischen Vernunftkonzept kaum warm werden.rwarten, Ampel-Rennfahrern und Käufern, die „Premium-Leder“ bis in den letzten Winkel des Kofferraums suchen.


















