Acura MDX (2026): Touchscreen-Erlösung und V6-Charakter im Alltagstest

Acura MDX (2026): Touchscreen-Erlösung und V6-Charakter im Alltagstest
Foto: Acura

Für anspruchsvolle Fahrer siebensitziger Premium-SUVs in den USA war der Acura MDX seit Generationen eine feste Bank: Herausragende Fahrdynamik dank des legendären SH-AWD-Allradantriebs und die Zuverlässigkeit eines hubraumstarken V6-Motors. Doch das bisherige, frustrierend komplizierte Touchpad-Bediensystem trieb viele Besitzer zur Konkurrenz von BMW und Lexus.

Mit dem Modelljahr 2026 korrigiert Hondas Luxustochter diesen Fehlgriff radikal: Ein reaktionsschneller 12,3-Zoll-Touchscreen mit integriertem Google Built-in ersetzt das touchpadlose System vollständig. Kombiniert mit dem bewährten 3,5-Liter-V6 mit 213 kW (290 PS) und 10-Gang-Automatik prüft unser Test, wie sich der ab rund 68.000 Euro importierbare Japan-Cruiser auf deutschen Straßen schlägt.

Ein Neuanfang: Das MDX-Gesicht für 2026

Wer den Acura MDX auf deutschen Straßen sieht, fragt sich unweigerlich, welche Marke hier ein derart selbstbewusstes Statement abgibt. Ein Audi Q7 bemüht sich um technische Kühle, ein BMW X5 konzentriert sich auf bullige Präsenz. Der Acura MDX hingegen wirkt schnell und athletisch – und das gelingt ihm fabelhaft. Die „Dash-to-Axle“-Ratio, also der Abstand zwischen Vorderrad und Fahrerkabine, fällt für eine Architektur, die den Motor quer einbaut, phänomenal lang aus.

Athletik statt Bulligkeit: Das äußere Erscheinungsbild

Besonders der Type S markiert seinen Anspruch: Vier massive Auspuffendrohre, offene, funktionale Lufteinlässe an der Front und rote Brembo-Festsättel hinter 21-Zoll-Schmiedefelgen. Der Wagen verströmt eine unterschwellige Aggressivität, die Fahrern signalisiert: „Ich habe meinen Anspruch an Fahrdynamik nicht an der Tür zum Kreißsaal abgegeben.“

Auf deutschen Autobahnen verlangt das SUV jedoch ein wenig Nervenstärke. Mit voll ausgeklappten Außenspiegeln misst der MDX furchteinflößende 2.240 Millimeter in der Breite. Diese Abmessung kann in engen Baustellenbereichen, wo die linke Spur oft auf 2,1 Meter begrenzt ist, zur Herausforderung werden. Das Gesetz ist hier eindeutig: Überschreitet man die vorgeschriebene Breite, darf man diese Spur nicht nutzen. Wer dennoch die Betonwand streift, riskiert aufgrund grober Fahrlässigkeit seinen Vollkaskoschutz. Auch in innerstädtischen Parkhäusern oder auf ländlichen Wegen muss man die Größe des MDX stets im Auge behalten.

Befreiung im Cockpit: Der Touchscreen macht den Unterschied

Steigen wir ein und feiern wir den wichtigsten Befreiungsschlag der Marke im Jahr 2026: Das umständliche Touchpad auf dem Mitteltunnel ist Geschichte! Acura überarbeitete das Armaturenbrett grundlegend und rückte den neuen, knackig scharfen 12,3-Zoll-Touchscreen näher an den Fahrer. Das Menü reagiert dank „Google Built-in“ pfeilschnell, die Bedienung ist endlich selbsterklärend und intuitiv.

Die eigentliche Heldentat der Ingenieure offenbart sich direkt unter dem Bildschirm: Eine massive, perfekt gestaltete analoge Knopfreihe für die 3-Zonen-Klimaautomatik. Keine Touch-Slider, keine Menü-Versteckspiele – pure, blinde Bediensicherheit selbst bei hohem Tempo. Dies ist ein klares Bekenntnis zu funktionaler Ergonomie, das viele deutsche Premiumhersteller in den letzten Jahren leider vergessen haben.

Im Type S zelebriert Acura echten Luxus. Gestepptes Milano-Leder, echtes offenporiges Holz und vordere Massagesitze mit 9-facher pneumatischer Knetfunktion lassen selbst eine Mercedes-S-Klasse alt aussehen. Das legendäre ELS-Audiosystem wich 2026 einem Bang & Olufsen System mit beeindruckenden 31 Lautsprechern im Type S. Kristallklare Höhen und ein knochentrockener Bass machen den MDX zu einem der Top-Konzertsäle im SUV-Segment.

Auch das Packaging überzeugt: Die vorderen Türen sowie die Fond-Türen öffnen fast 90 Grad weit – ein Segen für das Einsetzen von Kindersitzen. Der Clou der zweiten Sitzreihe: Der mittlere Sitz lässt sich komplett ausbauen! So entsteht ein bequemer Durchgang, der fast das Gefühl von „Captain’s Chairs“ zur dritten Reihe vermittelt. Diese dritte Reihe taugt allerdings, wie so oft in diesem Segment, eher für Kinder auf Kurzstrecken.

Acura MDX - Bild 1
Foto: Acura

Unter der Haube: Ein V6-Herz schlägt im Takt einer vergangenen Ära

Während Europa von Plug-in-Hybriden und surrenden Vierzylindern überschwemmt wird, liefert der Acura MDX ehrlichen, ungefilterten Maschinenbau.

Die Motoren: Sauger-Charme versus Turbo-Punch

Die Basisversion, der „Advance“-Trimm, erhält einen wunderbaren 3,5-Liter-V6-Saugmotor mit 290 PS. Dieser Motor läuft seidenweich, klingt im oberen Drehzahlbereich herrlich kehlig (VTEC-Charakter), tut sich jedoch voll beladen an Steigungen etwas schwer. Er ist ein Motor für Genießer, die das direkte Ansprechverhalten eines Saugers schätzen und auf absolute Spitzenleistung verzichten können.

Das dynamische Herz des Type S schlägt jedoch mit einem völlig anderen 3,0-Liter-V6-Turbomotor, der 355 PS leistet. Dieses Triebwerk passt perfekt zum Charakter des Wagens: Es liefert massiv Druck aus niedrigen Drehzahlen und dreht dennoch spielerisch hoch. Beide Motoren koppelt Acura an eine brillante 10-Gang-Wandlerautomatik, eine extrem reaktionsschnelle Honda-Eigenentwicklung, die keinerlei ZF-Zukauf benötigt. Die Schaltvorgänge sind präzise und nahezu unmerklich, immer passend zur Fahrsituation.

Ein Wermutstropfen für deutsche Autobahnfahrer ist die elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung bei 210 km/h. Für ein 355-PS-Fahrzeug mit dieser Fahrdynamik auf deutschen Autobahnen empfinden viele dies als unbefriedigend. Hier zeigt sich die amerikanische Auslegung, die auf andere Geschwindigkeitsbereiche optimiert ist.

Das Fahrwerk-Voodoo: SH-AWD und Doppelquerlenker

Warum verzeiht man den massiven Testverbrauch von 13 bis 15 Litern Super Plus? Wegen der Querdynamik! Im Gegensatz zu Audi oder Volvo, die vorn oft MacPherson-Federbeine verbauen, setzt der MDX auf eine teure Doppelquerlenker-Vorderachse. Die Lenkung ist messerscharf und extrem feinfühlig, sie vermittelt stets ein klares Gefühl für die Straße.

Die absolute Magie liefert das „Super Handling All-Wheel Drive“ (SH-AWD). Dieses System leitet die Kraft an der Hinterachse aktiv zwischen dem linken und rechten Rad hin und her, ein echtes Torque Vectoring. Wenn man kräftig aufs Gas tritt, drückt das äußere Hinterrad den 2,2-Tonnen-Koloss förmlich in die Kurve hinein. Untersteuern existiert in dieser Konfiguration schlichtweg nicht.

Der Type S ergänzt dies erstmals mit einer adaptiven Luftfederung: Im Comfort-Modus schwebt der Wagen majestätisch über Frostaufbrüche, während er sich im Sport+-Modus abduckt, die Dämpfer verhärtet und zum ernsthaften Porsche Macan-Jäger mutiert. Trotz des sportlichen Charakters bleibt der Geräuschkomfort auf der Autobahn bis etwa 160 km/h auf einem guten Niveau. Darüber hinaus nehmen Windgeräusche und das Abrollgeräusch der großen Reifen auf Langstrecken spürbar zu, sind aber nie störend aufdringlich. Die gute Dämmung der Karosserie schirmt den Innenraum gut von Antriebsgeräuschen ab.

Der Weg über den Teich: Kosten, Hürden und der deutsche Fiskus

Den Acura MDX in Deutschland zu fahren, bedeutet immer, den Weg über den freien Import zu wählen. Spezialisten wie AEC oder GeigerCars kümmern sich um Verzollung, Umrüstung und Zulassung. Der Importpreis von etwa 75.000 bis 85.000 Euro für einen voll ausgestatteten MDX Type S ist verlockend, wenn man bedenkt, dass ein vergleichbar ausgestatteter BMW X5 oder Mercedes-Benz GLE in Deutschland problemlos 120.000 Euro kostet.

Doch dieser Preis hat seine Schattenseiten. Acura verzichtet konsequent auf jegliche Elektrifizierung, selbst ein 48-Volt-Mildhybrid-System fehlt. Für deutsche Flottenmanager und Dienstwagenfahrer ist dies ein finanzielles Desaster: Der Fiskus greift unerbittlich zur maximalen 1,0%-Dienstwagenversteuerung. Für Privatkäufer ist der MDX (speziell als unzerstörbarer 3,5-Liter-Sauger im „Advance“) ein Auto für die automobile Ewigkeit, vorausgesetzt, man akzeptiert die hohen Betriebskosten.

Die jährliche Kfz-Steuer in Deutschland für einen MDX Type S mit 3,0-Liter-V6-Turbo und einem angenommenen CO2-Ausstoß von 300-350 g/km würde sich auf rund 470 bis 570 Euro belaufen. Die Versicherer ordnen importierte Fahrzeuge individuell ein; erfahrungsgemäß liegen die Typklassen für solche Exoten oft im oberen Bereich (z.B. Haftpflicht 22-24, Teilkasko 26-28, Vollkasko 29-32), was die Prämien zusätzlich in die Höhe treibt. Eine Leasingfinanzierung über klassische Kanäle ist für den MDX als Grauimport nahezu ausgeschlossen.

Typische technische Probleme für die Honda-V6-Motoren sind bei guter Wartung selten. Bei den direkten Einspritzern, wie dem 3.0L Turbo, kann es bei häufigen Kurzstreckenfahrten theoretisch zu Verkokungen an den Einlassventilen kommen, die aber durch regelmäßige Autobahnfahrten oder Additive im Kraftstoff meist gut beherrschbar sind. Der 10-Gang-Wandler von Honda gilt als äußerst robust. Die größte Herausforderung im Alltag ist die Ersatzteilversorgung im Falle eines exotischen Unfallschadens, die längere Wartezeiten bedeuten kann, da kein offizielles Händlernetz in Deutschland existiert.

Acura MDX - Bild 3
Foto: Acura

Standard-Sicherheitssysteme

Der Acura MDX bietet in den USA ein umfassendes Paket an Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen (AcuraWatch). Dazu gehören Systeme wie Kollisionswarnung mit Notbremsassistent (CMBS mit AEB), Spurhalteassistent (Lane Keeping Assist System, LKAS), adaptive Geschwindigkeitsregelung (Adaptive Cruise Control, ACC) und ein Toter-Winkel-Warner. Diese Systeme sind auf einem Niveau, das in den Euro NCAP-Tests normalerweise zu guten Bewertungen führen würde, auch wenn der MDX als US-Modell dort nicht direkt getestet wird. Er bietet einen hohen passiven Schutz und eine aktive Unterstützung, die mit den Top-Modellen aus Deutschland vergleichbar ist, oft sogar serienmäßig umfangreicher ausfällt als bei den deutschen Basisausstattungen.

Stimmen aus der Praxis: Was (potenzielle) Besitzer sagen würden

Da der Acura MDX in Deutschland ein Exot ist, müssen wir die Meinungen aus den USA synthetisieren und auf den deutschen Kontext übertragen. Was würden Besitzer sagen, wenn sie ihren MDX auf deutschen Straßen fahren?

Die positiven Erfahrungen:

  • Fahrdynamik: „Das SH-AWD ist einfach magisch! Egal ob nasse Landstraße oder schneller Autobahnwechsel, das Auto lenkt präzise ein und bleibt unglaublich stabil. Man spürt, wie es in die Kurve drückt – das ist wirklich Fahrspaß, den man einem so großen SUV kaum zutraut.“
  • Interieur & Komfort: „Endlich das Touchpad weg! Die neue Bedienung mit den physischen Knöpfen ist eine Wohltat. Und der B&O-Sound? Ein Konzertsaal auf Rädern! Die Massagesitze im Type S sind ein Traum für lange Fahrten.“
  • Praktikabilität: „Der ausbaubare Mittelsitz in der zweiten Reihe ist genial. Kinderwagen, große Einkäufe oder einfach nur mehr Beinfreiheit – das macht den MDX extrem flexibel. Und die Türen öffnen so weit, dass Kindersitze kein Kampf mehr sind.“
  • Qualität & Anmutung: „Die Verarbeitung ist top. Alles fühlt sich solide an, nichts klappert. Man merkt, dass hier nicht gespart wurde. Echtes Leder, echtes Holz – das hat Charakter und ist langlebig.“

Die kritischen Anmerkungen:

  • Verbrauch: „Ja, er macht Spaß, aber die Zapfsäule wird zum besten Freund. 14 Liter in der Stadt sind realistisch. Da muss man schon ein bisschen schlucken, gerade bei den deutschen Spritpreisen.“
  • Vmax-Limitierung: „210 km/h auf der Autobahn sind für einen 355 PS starken V6 einfach zu wenig. Gerade, wenn man an einem BMW X5 oder Audi Q7 dranbleiben will. Das frustriert manchmal.“
  • Breite in Baustellen: „Die 2,24 Meter Breite sind ein echtes Ärgernis. In vielen Baustellenbereichen darf man die linke Spur nicht benutzen, das führt zu Stau und Stress. Man muss sich ständig konzentrieren, dass man nicht aneckt.“
  • Import-Eigenheiten: „Die Ersatzteilbeschaffung ist ein Thema. Wenn mal was Exotisches kaputtgeht, wartet man gerne mal ein paar Wochen. Und der Service? Man muss zu Spezialisten, das hat seinen Preis.“
  • Fahrwerksabstimmung (Type S): „Auch mit Luftfederung ist der Type S im Sport-Modus schon ziemlich straff. Auf sehr schlechten deutschen Landstraßen kann das manchmal ein wenig rumpelig wirken, da hätte ich mir im Comfort-Modus noch etwas mehr Sanftheit gewünscht.“
Acura MDX - Bild 5
Foto: Acura

Im Ring mit der Konkurrenz: Wie sich der MDX schlägt

In der Liga der siebensitzigen Luxus-SUVs trifft der importierte Acura MDX auf etablierte Schwergewichte aus Deutschland. Hier ein direkter Vergleich:

Feature
Acura MDX Type S (Import)
Audi Q7 55 TFSI
BMW X5 xDrive40i
Mercedes-Benz GLE 450 4MATIC
Volvo XC90 B6 AWD
Motor
3.0L V6-Turbo (355 PS)
3.0L V6-Turbo (340 PS, Mild-Hybrid)
3.0L R6-Turbo (381 PS, Mild-Hybrid)
3.0L R6-Turbo (381 PS, Mild-Hybrid)
2.0L 4-Zyl.-Kompressor+Turbo (300 PS)
Antrieb
SH-AWD (Torque Vectoring)
Torsen-Allrad (Sicher)
xDrive (Hecklastig)
4MATIC
AWD
Getriebe
10-Gang-Wandler (Honda)
8-Gang-Tiptronic (ZF)
8-Gang-Steptronic (ZF)
9-Gang-Automatik (Mercedes)
8-Gang-Automatik (Aisin)
Fahrwerk VA
Doppelquerlenker
Mehrlenker
Doppelquerlenker
Doppelquerlenker
Doppelquerlenker
Ergonomie
Top (Echte Klima-Tasten)
Touch-Hölle (Doppel-Screen)
Touch-Fokus (iDrive 8.5)
Touch/Sprache
Touch-Fokus (Vertikaler Screen)
Preis (Real DE)
ca. 82.000 € (Vollausstattung)
ab ca. 95.000 €
ab ca. 95.000 €
ab ca. 90.000 €
ab ca. 80.000 €
Vmax (offiziell)
210 km/h (limitiert)
250 km/h
250 km/h
250 km/h
180 km/h (limitiert)

Analyse:

Rational betrachtet ist der Audi Q7 der bessere Langstrecken-Gleiter für die linke deutsche Autobahnspur und bietet im Fond marginal mehr Knie- und Kopffreiheit, quält den Fahrer aber mit einer sterilen Touch-Bedienung. Der BMW X5 40i liefert ein überlegenes Antriebs-Duo aus brillantem B58-Sechszylinder und ZF-Getriebe, lässt sich in der Aufpreisliste jedoch fürstlich entlohnen. Der Mercedes-Benz GLE bietet den vielleicht besten Komfort und ein gediegenes Ambiente. Der Volvo XC90 punktet mit Skandinavischem Design und einem sehr guten Sicherheitsniveau, erreicht aber nicht die fahrdynamische Brillanz der anderen Modelle.

Der Acura MDX Type S gewinnt dieses Duell als der puristische „Driver’s SUV“: Er lenkt dank Doppelquerlenkerachse und SH-AWD schärfer ein als die deutschen Konkurrenten und bietet eine Vollausstattung zum Preis eines nackten Basis-Münchners. Seine Schwächen liegen klar in der fehlenden Elektrifizierung und der daraus resultierenden hohen Steuerlast sowie der Vmax-Limitierung.

Acura MDX - Bild 7
Foto: Acura

Fazit von Alex Wind: Die Erlösung eines großartigen Japan-SUVs

Alex Wind meint: Mit dem neuen Touchscreen wird der Acura MDX endlich zu dem Fahrzeug, das er immer sein sollte: Ein agiler, wunderbar verarbeiteter Siebensitzer mit herrlich linearem V6-Sauger und dem besten mechanischen Allradsystem seiner Klasse. Ein echter Geheimtipp für Individualisten.

Der Acura MDX des Modelljahres 2026 ist absolut kein SUV für rationale Pfennigfuchser, radikale Öko-Aktivisten oder Fuhrparkmanager, die CO2-Grenzen in ihren Excel-Listen penibel überwachen müssen. Dieses Auto entstammt konzeptionell einer vergangenen, stolzen Ära des Maschinenbaus.

Aber genau diese unerschütterliche Ignoranz gegenüber dem hybriden Mainstream macht seinen gigantischen Reiz aus! Er bevormundet Fahrer nicht mit hypernervösen, in Lenkradeingriffe verliebten Assistenzsystemen. Er zwingt niemanden in unzählige Untermenüs, um die Popo-Heizung zu aktivieren. Er bietet ein fahrerisches Feedback über die Doppelquerlenker-Vorderachse, das man in dieser Gewichtsklasse sonst nur bei Porsche findet.

Mein eiserner Rat an Sie: Nehmen Sie den Importaufwand (und die gedrosselte Vmax) lächelnd in Kauf! Ignorieren Sie den zäheren V6-Sauger des Advance-Modells und bestellen Sie zwingend den turbo-befeuerten MDX Type S mit der brillanten Luftfederung. Sie erhalten für rund 80.000 Euro den vermutlich besten, fahraktivsten Siebensitzer der Welt, mit dem Sie morgens stressfrei die Kinder zur Schule bringen und auf dem Rückweg über feuchte Landstraßen lächelnd die Physik des SH-AWD austricksen. Ein exklusiveres V6-Statement für das Geld gibt es 2026 nicht. Der MDX ist kein Kompromiss, sondern eine bewusste Entscheidung für Charakter, Fahrspaß und eine Prise amerikanischer Unvernunft, die in Deutschland so selten geworden ist.

Technische Daten & Spezifikationen

Datenpunkt
Acura MDX Type S (US-Import, Modelljahr 2026)
Acura MDX Advance (US-Import, Modelljahr 2026)
Motor & Antrieb
3.0L V6-Turbo, Allradantrieb (SH-AWD m. Torque Vectoring)
3.5L V6-Sauger, Allradantrieb (SH-AWD)
Leistung / Drehmoment
355 PS (261 kW) / 480 Nm
290 PS (213 kW) / 362 Nm
Getriebe
10-Gang-Wandlerautomatik (Honda-Eigenentwicklung)
10-Gang-Wandlerautomatik (Honda-Eigenentwicklung)
Fahrwerk
Doppelquerlenker vorn / Mehrlenker hinten (Luftfederung!)
Doppelquerlenker vorn / Mehrlenker hinten
0-100 km/h
ca. 6,0 s
ca. 7,0 s
Vmax
210 km/h (Werksseitig limitiert)
200 km/h (Werksseitig limitiert)
Testverbrauch (Mix)
ca. 13,0 – 15,0 l/100 km (Super Plus, durstig!)
ca. 11,5 – 13,5 l/100 km (Super Plus)
CO2-Emissionen (ca.)
ca. 300-350 g/km
ca. 270-320 g/km
Länge
5.039 mm
5.039 mm
Breite (m. Spiegel)
2.240 mm
2.240 mm
Höhe
1.730 mm
1.730 mm
Radstand
2.890 mm
2.890 mm
Sitzplätze
7
7
Kofferraumvolumen
ca. 461-2.690 Liter (3./2./1. Reihe umgeklappt)
ca. 461-2.690 Liter (3./2./1. Reihe umgeklappt)
Tankvolumen
74 Liter
74 Liter
Leergewicht (DIN)
ca. 2.150 kg
ca. 2.050 kg
Anhängelast (Gebremst)
2.268 kg (5.000 lbs – sehr solides Zugtier)
1.588 kg (3.500 lbs)
Importpreis (Real DE)
ca. 75.000 – 85.000 € (Inkl. Verzollung/Umrüstung)
ca. 65.000 – 75.000 € (Inkl. Verzollung/Umrüstung)
Leasing (geschätzt)
Individuell über Spezialisten (sehr hohe Raten erwartet)
Individuell über Spezialisten (hohe Raten erwartet)
Kfz-Steuer (DE, p.a.)
ca. 470 – 570 €
ca. 400 – 500 €
Versicherung (Typklassen)
Schätzung: HP 22-24, TK 26-28, VK 29-32
Schätzung: HP 20-22, TK 24-26, VK 27-30

Galerie


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