Wenn das Wort „Nissan“ in Europa fällt, denken die meisten augenblicklich an den pragmatischen Qashqai oder den polarisierenden Juke. Jenseits des Atlantiks jedoch, in den Weiten Nordamerikas, weckt der Name „Murano“ ganz andere Bilder: Hier stand er seit jeher für den eleganten, ja fast elitären Crossover – ein luxuriöses SUV für jene, die eine schwebende, avantgardistische Lounge auf Rädern suchten, fernab jeder rustikalen Offroad-Attitüde.
Für das Modelljahr 2026 rollt nun die vollständig neu entwickelte vierte Generation (Baureihe Z53) auf die Highways. Nissans Ingenieure hinterließen keinen Stein auf dem anderen. Das Design wirkt spektakulär, der durstige V6-Saugmotor fand sein Ende, und – man höre und staune – das oftmals kritisierte, aufheulende CVT-Getriebe gehört endlich der Vergangenheit an!
Offiziell strich Nissan den Murano für den deutschen Markt schon vor Langem aus dem Programm; die zweite Generation scheiterte hierzulande grandios, hauptsächlich mangels eines passenden Dieselmotors. Doch als exklusiver Grauimport taucht der neue Luxus-Gleiter nun bei spezialisierten Händlern wieder auf. Wir blickten dem amerikanischen „Ufo“ genau unter die Haube. Kann der Murano mit seinem revolutionären VC-Turbo-Motor eine ernsthafte Nische neben etablierten Größen wie dem VW Touareg oder Lexus RX besetzen, oder birgt der Import mehr Risiken als Vorteile?
Ein Blick jenseits des Horizonts: Die Murano-Philosophie
Der neue Murano distanziert sich bewusst von jener robusten Ästhetik, die viele SUVs prägt. Nissan verfolgt hier eine Designsprache, die man als „glattgezogene Eleganz“ bezeichnen könnte. Stellt man den Z53 neben den elektrischen Nissan Ariya, erkennt man eine klare Verwandtschaft in der Formensprache: Die Karosserie wirkt aus einem Guss, fließend, mit einer Front, die von ultradünnen LED-Lichtbändern („Split Headlights“) dominiert wird, welche scheinbar nahtlos in den wuchtigen Kühlergrill übergehen. Das Heck präsentiert sich breit und minimalistisch, akzentuiert durch ein durchgehendes Leuchtenband. Auf einem deutschen Supermarkt-Parkplatz, umgeben von den eher kantigen Linien eines VW Tiguan oder der aggressiveren Präsenz eines BMW X3, wirkt der Murano wie eine fließende Konzeptstudie aus der Zukunft – ein echter Blickfang, der Fragen aufwirft und Köpfe dreht.
Ein Dickschiff für Europa? Dimensionen und ihre praktischen Grenzen
Die ausladende Eleganz, die der Murano in den Weiten Amerikas zur Geltung bringt, stellt auf europäischen Straßen mancherorts eine Herausforderung dar. Schon ohne Außenspiegel misst das SUV respektable 1,98 Meter in der Breite. Klappt man die Spiegel vollständig aus, wuchtet sich der Murano auf beeindruckende 2.200 Millimeter Gesamtbreite.
Diese Abmessungen haben direkte Konsequenzen, insbesondere auf deutschen Autobahnen: Die linke Fahrspur in vielen Baustellenbereichen ist oft auf maximal 2,1 Meter Fahrzeugbreite limitiert. Mit dem Murano und ausgeklappten Spiegeln überschreitet man diese Marke und muss auf die rechte Spur ausweichen, um rechtliche Probleme oder gar den Verlust des Kaskoschutzes bei einer Kollision zu vermeiden. Dies bedeutet für Fahrer, sich notgedrungen in den Verkehr der Lastwagen einreihen zu müssen, was den Reisekomfort auf langen Strecken merklich einschränken kann. Parkhäuser oder enge Stadtstraßen werden ebenfalls zur Geduldsprobe.
Der Innenraum: Schwebende Sessel und digitale Dominanz
Beim Öffnen der Türen atmen wir auf: Nissan zielt mit dem Murano klar auf eine Klientel, die den Luxus eines Lexus schätzt. Im Top-Modell „Platinum“ dominieren handschuhweiches, semi-anilin gestepptes Leder, geschmackvolles Echtholz-Dekor und eine Ambiente-Beleuchtung, die raffiniert durch das Armaturenbrett schimmert und an den „Murano Glass“-Effekt erinnert. Zwei brillante 12,3-Zoll-Displays bündeln alle Informationen; das Infotainment läuft nativ über „Google built-in“, was Navigation und Sprachsteuerung perfektioniert.
Das absolute Komfort-Highlight sind jedoch die Sitze. Nissan verbaut vorn und hinten die legendären „Zero Gravity“-Sitze, entwickelt nach NASA-Erkenntnissen zur Druckentlastung, in der Frontpartie nun sogar mit Massagefunktion. Da Nissan auf eine hineingequetschte dritte Sitzreihe verzichtet, genießen Passagiere in Reihe zwei eine fürstliche Beinfreiheit, die an Luxuslimousinen grenzt und Langstrecken zur entspannten Angelegenheit macht.
Dennoch müssen wir ergonomisch einen kritischen Punkt anmerken: Nissan ließ sich vom aufgeräumten Look des Ariya verführen. Die Klimasteuerung wurde in eine völlig plane Holz-/Kunststoff-Oberfläche als haptische Touch-Fläche integriert. Physische Drehregler fehlen! Wer bei Tempo 130 km/h die Sitzheizung oder die Temperatur anpassen will, muss den Blick gefährlich lange von der Straße nehmen. Im Alltag stellt dies einen massiven Rückschritt für die Verkehrssicherheit dar, da die intuitive Bedienung ohne Blickkontakt nicht mehr gegeben ist.
Unter der Haube: Die Revolution des Antriebsstrangs
Jahrzehntelang prägte den Murano ein durstiger 3,5-Liter-V6 in Kombination mit einem oftmals kritisierten, stark aufheulenden CVT-Getriebe. Im Jahr 2026 ist alles anders! Unter der Haube arbeitet ein technologisches Meisterwerk: Der 2,0-Liter VC-Turbo (KR20DDET). Dieser Vierzylinder kann seine Verdichtung über eine hochkomplexe Hebelmechanik im Kurbeltrieb stufenlos von 8,0:1 (für maximale Leistung) auf 14,0:1 (für höchste Effizienz) ändern.
Die eigentliche Sensation verbirgt sich jedoch dahinter: Nissan verbaut endlich eine klassische 9-Gang-Wandlerautomatik! Das verändert den Fahrzeugcharakter radikal. Kein lautes Aufheulen mehr bei starker Beschleunigung, keine künstlich gehaltenen Drehzahlen. Der Murano schaltet knackig, direkt und präzise. Mit 244 PS und (im Vergleich zum alten V6) stark angewachsenen 353 Nm Drehmoment wirkt das Fahrzeug extrem lebendig und agil.
Akustisches Zeugnis: Reisen über 130 km/h
Der Vierzylinder klingt unter Last zwar etwas profaner als der frühere V6, wird aber durch tonnenweise Dämmmaterial und spezielle Akustikverglasung (Acoustic Glass) nahezu hermetisch aus der Kabine gefiltert. Bis etwa 120-130 km/h gleitet der Murano flüsterleise über den Asphalt. Erst darüber machen sich leichte Windgeräusche an den großen Außenspiegeln bemerkbar, und auch das Abrollgeräusch der Reifen, insbesondere auf rauen Fahrbahnbelägen, dringt dann etwas deutlicher in den Innenraum. Für ein US-Modell dieser Klasse ist der Geräuschkomfort auf der Autobahn jedoch beachtlich und bewegt sich auf dem Niveau vieler europäischer Premium-Crossover.
Fahrdynamik: Gleiten statt Hetzen
Fahrdynamisch gibt sich der Murano als reiner Cruiser. Die Mehrlenker-Hinterachse mit weichen Zweirohr-Dämpfern bügelt Asphaltverwerfungen sänftenartig glatt. Wer ihn in Kurven hetzt, erntet deutliche Wankbewegungen, die jedoch nie unkontrolliert wirken. Die Lenkung vermittelt ausreichend Rückmeldung, ohne sportlich direkt zu sein – sie passt zum gelassenen Charakter des Fahrzeugs. Der optionale „Intelligent AWD“-Allradantrieb liefert exzellente Traktion bei Schneefall auf dem Highway, hat aber mangels Bodenfreiheit und Sperren im tiefen Schlamm nichts verloren.
Ein Manko bleibt der Verbrauch: Die komplexe VC-Turbo-Mechanik fordert auch in der sparsamsten Verdichtung ihren Tribut. Realistische 9 bis 10 Liter Superbenzin sind für heutige Verhältnisse (ohne jegliche Hybrid-Unterstützung) schlichtweg zu viel. Auf der Langstrecke sind mit einer moderaten Fahrweise vielleicht 8,5 Liter erreichbar, aber im Stadtverkehr oder bei flotter Autobahnfahrt kratzt man schnell an der 11-Liter-Marke.
Finanzielle Realitäten: Der Preis des Exklusiven
Die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership – TCO) eines Murano-Imports nach Deutschland gleichen einem finanziellen Blindflug, den man sich leisten können muss. Für Flottenmanager ist das Fahrzeug ungeeignet: Ohne Stecker und E-Reichweite greift für Dienstwagenfahrer in Deutschland die volle 1,0%-Dienstwagenversteuerung auf den hochkalkulierten Bruttolistenpreis.
Die eigentliche Kosten- und Nervenfalle lauert jedoch in der Logistik des Einzelimports. Zwar erscheint das Fahrzeug in den USA in der „Platinum“-Topversion umgerechnet attraktiv, doch Fracht, 10 Prozent Zoll, 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer sowie die aufwendige Homologation (Lichtumbau, Datenblatt) treiben den Preis in Deutschland schnell auf über 60.000 Euro.
Kfz-Steuer und Versicherung
Für den 2.0-Liter VC-Turbo mit 244 PS und einem realistischen CO2-Ausstoß von etwa 200-210 g/km (nach WLTP-Standard, hochgerechnet) beläuft sich die jährliche Kfz-Steuer in Deutschland auf rund 300 bis 320 Euro. Die Versicherungseinstufung (Typklassen) für einen Importwagen kann ebenfalls höher ausfallen als für ein offiziell in Deutschland vertriebenes Modell. Man rechnet hier mit einer Einstufung im mittleren bis oberen Bereich, etwa Haftpflicht Typklasse 20-22, Teilkasko 23-25, Vollkasko 26-28, was die Prämien spürbar erhöht.
Service und Ersatzteile: Wenn der Kontinent dazwischenliegt
Der wahre Härtetest beginnt beim ersten leichten Auffahrunfall oder bei technischen Problemen. Da der Murano Z53 in Europa offiziell nicht existiert, parkt das Fahrzeug bei einem beschädigten LED-Scheinwerfer oder Kotflügel wochenlang beim Lackierer, bis der Seecontainer mit Ersatzteilen aus den Staaten eintrifft. Die Wartezeiten sind hier ein entscheidender Faktor. Auch die komplexe Motorentechnik des VC-Turbo, insbesondere die variablen Verdichtungskomponenten, stellt manche deutsche Mechatroniker ohne spezielle Schulung oder Software vor Rätsel. Eine regelmäßige Wartung erfordert daher entweder einen spezialisierten Importeur mit direktem Zugang zu US-Ersatzteilkanälen oder ein hohes Maß an Eigeninitiative.
Sicherheit made in USA: Was der Murano im Gepäck hat
Als US-Modell erfüllt der Murano die dortigen Sicherheitsstandards, die hoch sind. Nissan stattet das Fahrzeug ab Werk mit einer soliden Palette an Assistenzsystemen aus, die den europäischen Erwartungen in weiten Teilen entsprechen. Ein Notbremsassistent (AEB), Spurhalteassistent (Lane Assist), Toter-Winkel-Warner und adaptiver Tempomat gehören zur Serienausstattung der gehobenen Ausstattungslinien. Im Vergleich zu europäischen Modellen, die oft eine Vielzahl von optionalen Kreuzungsassistenten, Ausparkhelfern oder prädiktiven Federungen bieten, konzentriert sich der Murano auf die Kernfunktionen. Ein offizielles Euro NCAP Crashtest-Ergebnis existiert für den Import-Murano nicht, jedoch erzielen vergleichbare Nissan-Modelle in den USA (z.B. nach IIHS-Standards) regelmäßig gute bis sehr gute Bewertungen. Man kann also von einem hohen passiven und aktiven Sicherheitsniveau ausgehen, auch wenn die spezifischen europäischen Feinheiten der Assistenzsysteme nicht immer auf dem allerneuesten Stand sind.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich berichten
Wir haben uns umgehört, wie US-Käufer den neuen Murano im Alltag erleben, da deutsche Stimmen logischerweise noch fehlen:
- „Top-Fahrgefühl, aber…“ (Motor-Talk.de, fiktiv): Ein Besitzer aus Florida schwärmt: „Dieser Murano gleitet einfach. Die Sitze sind unglaublich bequem, und endlich ist das CVT weg! Die 9-Gang-Automatik schaltet butterweich. Aber der Touchscreen für die Klima ist ein Albtraum. Man muss ständig hinschauen, um die richtige Fläche zu treffen.“
- „Designikone mit Schwächen“ (Auto Bild Community, fiktiv): Eine Rezension hebt das Design hervor: „In meiner Nachbarschaft ist der Murano ein echter Hingucker. Die Qualität im Innenraum ist Premium, das Google Infotainment schnell. Was mich stört, ist das Abrollgeräusch auf manchen Belägen, und die Karosserie knistert manchmal leicht auf schlechten Straßen – nichts Dramatisches, aber spürbar.“
- „Viel Komfort, hoher Durst“ (Forum Nissan-Fanclub.de, fiktiv): Ein Nutzer aus Texas berichtet: „Die Zero-Gravity-Sitze sind das Beste am Auto, gerade auf langen Fahrten. Aber der Verbrauch ist schon happig. Unter 9,5 Litern bekomme ich ihn kaum. Und ich mache mir Sorgen um die Langzeitwartung des VC-Turbos, sollte mal etwas sein.“
- „Multimedia-Macken“ (reddit.com/r/Nissan, fiktiv): Einzelne Berichte erwähnen gelegentliche Software-Glitches mit dem Google-System, etwa kurzzeitige Aussetzer der Navigation oder eine träge Reaktion beim Start, die jedoch meist durch einen Neustart des Systems behoben werden können.
Zusammenfassend schätzen Besitzer den Murano für seinen Komfort, das einzigartige Design und die Ruhe des Antriebsstrangs. Kritikpunkte finden sich oft bei der Bedienung der Klimaanlage, dem Verbrauch und – potenziell relevanter für den Import nach Deutschland – der erwarteten Wartungsfreundlichkeit komplexer Komponenten.
Der Vergleich mit der europäischen Garde
Der Nissan Murano findet sich in einem Segment wieder, das in Europa stark von etablierten Premium-SUVs dominiert wird. Hier konkurriert er mit Modellen, die oft eine andere Philosophie verfolgen, aber ähnlichen Raum und Luxus bieten.
Betrachtet man die luxuriöse Crossover-Elite, steht der Murano zwischen etablierten Platzhirschen. Der VW Touareg bietet als Langstreckenfahrer in Europa mit seinem V6-Diesel und optionaler Luftfederung unschlagbaren Fahrkomfort und souveräne Leistung, jedoch zu einem deutlich höheren Preis und mit einer eher konservativen Optik. Der Lexus RX 350h punktet als Hybrid mit Effizienz und der legendären Zuverlässigkeit im Stadtverkehr, irritiert aber auf der Autobahn mit dem typischen „Gummiband“-Effekt seines e-CVT-Getriebes. Der Murano bietet die Laufruhe und den Sitzkomfort eines Lexus, kombiniert mit einer „echten“ Wandlerautomatik, und verpackt dies in einem betörenden Design. Dies erkauft er sich jedoch mit den Herausforderungen eines Imports und einem weniger sparsamen Antrieb. Auch ein Audi Q5 oder Mercedes-Benz GLC könnten hier als Referenz dienen, bieten aber in der Regel eine straffere Fahrwerksabstimmung und ein dichteres Servicenetz.
| Feature | Nissan Murano Platinum (2026) | Lexus RX 350h | VW Touareg 3.0 V6 TDI |
| Motor | 2.0L R4 VC-Turbo (244 PS) | 2.5L R4 Hybrid (250 PS) | 3.0L V6 Diesel (231 PS) |
| Getriebe | 9-Gang-Automatik | e-CVT | 8-Gang-Automatik |
| Fahrwerk | Sänftenartig (Stahl) | Sehr ausgewogen | Luftfederung (Optional) |
| Ergonomie | Touch-Flächen (Gewöhnungsbedürftig) | Mix aus Screen & Tasten | Touch & Displays |
| Grundpreis (DE) | ca. 60.000 € (Import) | ab ca. 70.000 € | ab ca. 71.000 € |
| CO2-Emissionen (g/km) | ca. 200-210 (geschätzt) | ca. 125-135 | ca. 180-190 |
| Kfz-Steuer (jährl. DE) | ca. 300-320 € | ca. 180-200 € | ca. 300-330 € |
| Typklassen (HP/TK/VK) | ca. 21/24/27 (geschätzt hoch) | ca. 19/22/25 | ca. 20/23/26 |
| Service in DE | Spezialisten-Netzwerk | Offizielles Händlernetz | Offizielles Händlernetz |
Bilanz des Individualisten: Empfehlung und Einschränkungen
Der Nissan Murano (2026) verkörpert ein rollendes, amerikanisches Kunstwerk. Er beweist eindrucksvoll, dass Nissan abseits des pragmatischen Qashqai noch immer in der Lage ist, hochelitäre, luxuriöse „Lounge“-Fahrzeuge zu bauen. Die Entscheidung, das vielfach kritisierte CVT-Getriebe zugunsten einer knackigen 9-Gang-Automatik zu streichen, hat dieses Auto fahrerisch entscheidend verbessert.
Kaufmännisch und logistisch stellt dieser Grauimport jedoch eine besondere Herausforderung dar. Einen hochkomplexen VC-Turbo-Motor ohne offizielles europäisches Werkstattnetz und Karosserieteile ohne lokales Zentrallager zu fahren, erfordert tiefes Vertrauen in den Importeur und Gelassenheit nach einem Parkrempler.
Dieses Fahrzeug ist ideal für:
- Komfort-Liebhaber und US-Design-Fetischisten: Wer den Luxus eines Lexus RX sucht, aber die einzigartige Optik eines Range Rover Velar bevorzugt und vor allem ein Fahrzeug abseits des Mainstreams wünscht.
- Individualisten: Fahrer, die Wert auf Exklusivität legen und sich von der Masse abheben möchten.
- Enthusiasten: Jene, die die technologische Kühnheit des VC-Turbo-Motors schätzen und die bereit sind, für dieses Fahrerlebnis gewisse Abstriche in Kauf zu nehmen.
Weniger geeignet ist der Murano für:
- Vielfahrer und Außendienstler: Der Verbrauch von über 9 Litern Superbenzin und die hohen TCO-Kosten aufgrund der fehlenden Plug-in-Hybrid-Option machen ihn wirtschaftlich unattraktiv.
- Flottenmanager: Die fehlende offizielle Präsenz und die komplexen Wartungs- und Ersatzteilprozesse sind ein logistischer Albtraum.
- Freunde sportlicher Fahrweise: Das weiche Fahrwerk kapituliert vor ausgeprägter Querdynamik; für kurvige Landstraßen gibt es agilere Alternativen.
- Fahrer mit hohem Anspruch an intuitive Bedienung: Die Touch-Klimasteuerung lenkt zu sehr ab.
Wenn Sie es exklusiv, weich gefedert und optisch unverwechselbar mögen, dann könnte der Murano trotz seiner Import-Besonderheiten Ihr Traumwagen sein. Wenn Sie jedoch Logistik-Stress scheuen und Wert auf ein lückenloses Service-Netz legen, bleiben Sie besser bei einem in Europa offiziell vertriebenen Modell.
Technische Daten im Überblick
| Datenpunkt | Nissan Murano Platinum AWD (Import 2026) |
| Motor & Antrieb | 2.0L R4-Turbo (Variable Kompression), Allrad (AWD) |
| Leistung / Drehmoment | 244 PS (180 kW) / 353 Nm |
| Getriebe | 9-Gang-Wandlerautomatik |
| Fahrwerk | MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten |
| 0-100 km/h / Vmax | ca. 7,5 s / 210 km/h |
| Realverbrauch (Mix) | ca. 9,0 – 10,5 l/100 km (Super) |
| CO2-Emissionen (g/km) | ca. 200-210 (geschätzt) |
| Kofferraumvolumen | 931 Liter (US-Messnorm) |
| Länge | 4.900 mm |
| Breite (ohne Spiegel) | 1.980 mm |
| Breite (mit Spiegel) | ca. 2.200 mm |
| Höhe | 1.690 mm |
| Radstand | 2.825 mm |
| Leergewicht | ca. 1.850 kg |
| Tankvolumen | ca. 72 Liter |
| Importpreis (DE) | ca. 60.000 € (Inklusive Zoll, Steuer & TÜV) |
| Leasing (geschätzt DE) | ca. 650 – 800 €/Monat (bei 36 Mon./10.000 km, ohne Anzahlung) |
| Kfz-Steuer (jährl. DE) | ca. 300 – 320 € (geschätzt) |
| Typklassen (HP/TK/VK) | ca. 21 / 24 / 27 (geschätzt) |














