Mit dem umfangreichen Facelift zum Modelljahr 2025 zementiert Porsche den Führungsanspruch des Taycan im Segment der sportlichen Elektro-Oberklasse. Während das überarbeitete Basismodell mit Heckantrieb und optimierter Reichweite von bis zu 678 Kilometern die pragmatische Vernunft verkörpert, sprengt das neue Flaggschiff Turbo GT mit dem Weissach-Paket bisherige physikalische Dimensionen.
Ausgestattet mit bis zu 815 kW (1.108 PS) im Overboost katapultiert sich der Turbo GT in atemberaubenden 2,2 Sekunden auf 100 km/h. Dank weiterentwickelter 800-Volt-Architektur zieht der 105-kWh-Performance-Akku an geeigneten HPC-Säulen mit bis zu 320 kW Strom nach. Bei Preisen ab 101.500 Euro klärt unser Test, welches Modell die Porsche-Fahrdynamik am reinsten verkörpert.
Mehr als nur Kosmetik: Die Technik des 2025er Taycan
Porsche spricht offiziell von einem Facelift, doch unter dem Blech und in der Software verbirgt sich eine tiefgreifende Evolution. In Zuffenhausen wurde praktisch jeder relevante Bereich optimiert. Antrieb, Batterie, Fahrwerk, digitale Architektur – der Taycan agiert spürbar präziser, effizienter und stärker. Äußerlich sind die Änderungen dezent. Die ikonische Silhouette bleibt, wird aber durch geschärfte Linien und eine neue Lichtgrafik nachgeschärft. Ein technisches Highlight sind die neuen HD-Matrix-LED-Scheinwerfer. Sie legen einen wahren Lichtteppich auf die Fahrbahn und blenden den Gegenverkehr mit über 32.000 einzeln steuerbaren Pixeln pro Scheinwerfer mit beeindruckender Präzision aus.
Technische Daten im Überblick
|
Merkmal
|
Porsche Taycan (Basismodell)
|
Porsche Taycan Turbo GT (Weissach)
|
|
Motor & Antrieb
|
E-Motor (optional Dual), RWD/AWD
|
Dual-E-Motoren (SiC-Pulswechselrichter), Allradantrieb
|
|
Systemleistung
|
300 kW (408 PS) / 400 Nm
|
815 kW (1.108 PS) / 1.340 Nm
|
|
Getriebe
|
2-Gang an Hinterachse
|
2-Gang an Hinterachse
|
|
Batterie (Netto)
|
83,6 kWh (Performance)
|
97,0 kWh (Performance Plus)
|
|
Beschleunigung 0-100 km/h
|
4,8 s (m. Performance Plus)
|
2,2 s
|
|
Höchstgeschwindigkeit
|
250 km/h
|
305 km/h
|
|
Ladeleistung (DC max.)
|
320 kW (800-Volt-System)
|
320 kW (800-Volt-System)
|
|
WLTP-Verbrauch (komb.)
|
ca. 18,7-21,9 kWh/100 km
|
ca. 20,6-24,8 kWh/100 km
|
|
Länge
|
4.963 mm
|
4.968 mm
|
|
Breite (mit Spiegel)
|
2.144 mm
|
2.144 mm
|
|
Höhe
|
1.379 mm
|
1.378 mm
|
|
Radstand
|
2.900 mm
|
2.900 mm
|
|
Leergewicht (DIN)
|
ca. 2.070 kg (m. Performance Plus)
|
ca. 2.295 kg
|
|
Kofferraumvolumen (Heck)
|
407 l
|
407 l
|
|
Kofferraumvolumen (Frunk)
|
84 l
|
84 l
|
|
Kofferraumvolumen (Sport Turismo)
|
530 l (Heck) + 84 l (Frunk)
|
Nicht als Sport Turismo verfügbar
|
|
Anhängelast
|
0 kg
|
0 kg
|
|
Preis (Deutschland)
|
ab ca. 105.000 €
|
ab ca. 240.000 €
|
|
Leasing (monatl. ca.)
|
1.100 – 1.500 €
|
2.700 – 3.600 €
|
Hinweis zu Leasingraten: Die hier genannten Werte sind Orientierungen für eine Laufzeit von 36-48 Monaten bei 10.000-20.000 km pro Jahr ohne Anzahlung. Die tatsächlichen Raten können je nach Konfiguration, Anbieter und Bonität deutlich abweichen.
Das Basismodell: Der vernünftige Taycan
Das Basismodell des Taycan löst ein altes Problem. Bisher wirkte der Einstiegs-Taycan oft nackt: kleiner Akku, einfache Felgen, Basis-Licht. Wer ihn auf ein ansehnliches Niveau bringen wollte, landete schnell bei 130.000 Euro. Das ist jetzt anders. Das aktualisierte Basismodell startet bei rund 105.000 Euro und lässt sich nun deutlich sinnvoller ausstatten. Die optionale Performance Batterie Plus (97 kWh netto), die Matrix-LED-Scheinwerfer und 21-Zoll-Räder sind als Pakete erhältlich und machen den Taycan zu einer überzeugenden Wahl für alle, die das Fahrerlebnis wollen, ohne sich in der Aufpreisliste zu verlieren. Eine solche Konfiguration treibt den Preis zwar in Richtung 120.000 Euro, liefert dafür aber ein stimmiges Gesamtpaket mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wartung und Kosten: Ein Blick hinter die Zahlen
Für Dienstwagenberechtigte bleibt der Taycan ein hochattraktives Paket. Da fast alle Modelle die Bruttolistenpreisgrenze von 100.000 Euro für die 0,25-%-Regelung überschreiten, fällt für sie die 0,5-%-Dienstwagenversteuerung an (die 100.000-Euro-Grenze gilt seit dem 1. Juli 2025). Im direkten Vergleich zu einem V8-Panamera, der mit vollen 1,0 % versteuert wird, sparen Führungskräfte hier monatlich einen vierstelligen Nettobetrag.
Kfz-Steuer und Versicherungsklassen:
Elektrofahrzeuge, die bis Ende 2030 zugelassen werden, genießen in Deutschland eine zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer. Das verschafft dem Taycan über die übliche Haltedauer einen klaren Kostenvorteil. Ganz anders sieht es bei der Versicherung aus. Hier rangiert der Taycan, speziell in den leistungsstarken Varianten, in hohen Klassen. Die Haftpflicht (HP) liegt oft in den Typklassen 18-22, die Vollkasko (VK) bei 28-35 und die Teilkasko (TK) bei 25-30. Das führt zu stattlichen Prämien, die in jede TCO-Kalkulation einfließen müssen. Insbesondere der Turbo GT treibt die Versicherungskosten auf die Spitze. Hinzu kommt ein hoher Reifenverschleiß an der Hinterachse bei sportlicher Fahrweise, der das Budget zusätzlich belasten kann.
Bekannte Schwachstellen und Langzeit-Qualität
Der Taycan gilt als mechanisch robust und solide gefertigt. Dennoch gibt es einige Punkte, von denen Besitzer wiederholt berichten:
- Software-Glitches: Vor allem bei frühen Modelljahren kam es gelegentlich zu kleineren Aussetzern des Infotainmentsystems. Porsche liefert hier stetig Verbesserungen per Over-the-Air-Update, doch vereinzelte Systemhänger sind nicht vollständig ausgeschlossen.
- Akkudegradation: Wie bei jedem E-Auto ist eine minimale Abnahme der Batteriekapazität über die Jahre normal. Porsche gewährt hier allerdings großzügige Garantien, und die bisherigen Erfahrungen aus der Praxis deuten auf eine geringere Degradation im Vergleich zu manchen Wettbewerbern hin.
- 2-Gang-Getriebe: Das Getriebe an der Hinterachse arbeitet meist unmerklich. Einige Fahrer nehmen jedoch unter Volllast bei Geschwindigkeiten um 80-100 km/h ein leichtes Rucken oder ein hörbares Schalten wahr. Das ist technisch bedingt und unkritisch, kann anfangs aber irritieren.
- Bremsen: Die optionalen Porsche Ceramic Composite Brakes (PCCB) sind extrem standfest, aber im Ersatz sehr teuer und neigen bei geringer Beanspruchung zu Geräuschen. Die serienmäßigen Stahlbremsen benötigen bei einer Fahrweise mit starker Rekuperation gelegentlich einen kräftigen Tritt, um die Beläge freizubremsen und die volle Wirkung zu garantieren.
Der Turbo GT: Ein Statement auf Rädern
Der Taycan Turbo GT ist die pure Eskalation. Porsche verbaut hier einen neuen Pulswechselrichter aus Siliziumkarbid (SiC) an der Hinterachse. Das Resultat: bis zu 815 kW (1.108 PS) und 1.340 Nm Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h ist in 2,2 Sekunden erledigt. Der wahre Triumph ist aber die Dauerfestigkeit. Wo ein Tesla Model S Plaid auf der Nordschleife nach einer halben Runde thermisch einbricht, hält der Taycan seine Leistung. Das neue Fahrwerk „Porsche Active Ride“, ein elektrohydraulisches System, das seine Energie direkt aus dem 800-Volt-Netz bezieht und über Motor-Pumpen-Einheiten an jedem Dämpfer verfügt, eliminiert Wankbewegungen so radikal, dass sich das Auto nicht neigt, sondern wie auf Schienen fährt. Er ist ein rollendes Skalpell.
Der Innenraum – Luxus und digitale Stolpersteine
Wir nehmen in den perfekten, adaptiven Sportsitzen Platz. Die Materialanmutung im Taycan ist über jeden Zweifel erhaben. Anders als bei Tesla oder Lucid knarzt und knistert hier nichts. Der Innenraum verströmt den Duft von feinem Leder, die Nähte sind mit schwäbischer Präzision gezogen. Das NVH-Niveau (Noise, Vibration, Harshness) auf der Autobahn ist phänomenal. Wer die optionale Akustikverglasung ordert, reist bei 180 km/h in fast völliger Stille. Windgeräusche an den A-Säulen sind praktisch nicht existent, nur ein leises Abrollgeräusch der Reifen dringt gedämpft nach innen. Der Taycan bietet hier einen Komfort, der selbst Oberklasse-Limousinen in den Schatten stellt.
Zum Modelljahr 2025 hat Porsche softwareseitig einen klugen Schritt gemacht. Die „Next Gen“ von Apple CarPlay ist nun tief in die Fahrzeugsysteme integriert. Man steuert Radio und Fahrzeugdaten direkt über die gewohnte Apple-Oberfläche. Ein Segen.
Dann aber der ergonomische Rückschritt: Porsche verzichtet im Taycan komplett auf physische, blind bedienbare Tasten für die Klimatisierung. Unter dem Hauptbildschirm sitzt ein weiterer großer Touchscreen, der ausschließlich für Klima und Batterieanzeigen zuständig ist. Bei hohem Tempo muss man den Blick von der Straße nehmen, um auf einer haptisch toten Glasfläche zu wischen, nur um die Sitzheizung zu justieren. Selbst die Lüftungsdüsen lassen sich absurd umständlich nur elektrisch über ein Menü verstellen. Hier siegt das puristische Design über die Vernunft und die Verkehrssicherheit.
Laden und Reichweite: Der 800-Volt-Vorteil
Unter dem Blech arbeitet die Technologie, die den Taycan zum Langstrecken-Meister macht. Ein Alleinstellungsmerkmal bleibt das 2-Gang-Getriebe an der Hinterachse. Während andere E-Autos jenseits der 150 km/h spürbar an Schubkraft verlieren, schaltet der Taycan hörbar in den zweiten Gang und beschleunigt unerbittlich weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit.
Das 800-Volt-System demonstriert Porsches technischen Vorsprung eindrucksvoll. An einer passenden HPC-Säule wie von Ionity lädt der Taycan nun mit bis zu 320 kW. Konkret bedeutet das: von 10 auf 80 Prozent Ladestand in nur 18 Minuten. Die Ladekurve ist dabei kein kurzer Peak, sondern ein breites Plateau, das die hohe Leistung über einen großen Bereich des Ladefensters hält. Man kann seinen Kaffee kaum austrinken, so schnell lädt dieses Auto Reichweite nach. Auf der Autobahn verbraucht der Taycan bei konstant 130 km/h rund 22 kWh/100 km. Echte 400 Kilometer Autobahnreichweite sind mit der Performance Batterie Plus damit absolut realistisch.
Alltagstauglichkeit und Familiendilemma
Im Fond der klassischen Limousine zahlen Erwachsene den Preis für die flache Dachlinie. Die Kopffreiheit ist stark eingeschränkt, man sitzt sehr tief. Wer regelmäßig mit Familie unterwegs ist, sollte daher direkt zum Porsche Taycan Cross Turismo oder Sport Turismo greifen. Dank des Kombihecks bieten sie deutlich mehr Raum über dem Scheitel. Das Kofferraumvolumen wächst im Turismo auf alltagstaugliche 530 Liter. Ein großes Plus für alle Varianten bleibt der echte Frunk (vorderer Kofferraum) mit 84 Litern. Er ist perfekt, um die oft nassen oder schmutzigen Ladekabel zu verstauen, ohne das Reisegepäck im Heck neu sortieren zu müssen.
Anhängelast und Wintertauglichkeit:
Für Besitzer von Wohnwagen oder Pferdeanhängern ist das Urteil klar: Der Porsche Taycan hat keine Anhängelast. Er ist nicht für das Ziehen von Lasten ausgelegt. Porsche bietet für den Cross Turismo lediglich einen modellspezifischen Heckträger an, der für den Transport schwerer E-Bikes konzipiert ist.
Im Winter hingegen spielt die 800-Volt-Architektur ihre Stärken aus. Das intelligente Thermomanagement heizt den Akku vor dem Schnellladen so effizient vor, dass selbst bei Minusgraden sofort hohe Ladeleistungen anliegen. Der zweimotorige Allradantrieb regelt den Schlupf auf Schnee und Eis in Millisekunden und macht den Taycan zu einem extrem sicheren und souveränen Fahrzeug für die kalte Jahreszeit.
Ein wichtiger Hinweis für den Alltag: Mit 2.144 Millimetern inklusive Außenspiegeln ist der Taycan ein sehr breites Auto. Auf deutschen Autobahnen bedeutet das, dass die linke Spur in Baustellen, die oft auf 2,10 Meter Breite begrenzt ist, tabu ist. Dieses Detail müssen Fahrer im Alltag stets im Hinterkopf behalten.
Der Taycan im Duell mit der Konkurrenz
Die elektrische Hochleistungs-Elite im direkten Vergleich:
|
Feature
|
Porsche Taycan Turbo GT
|
Lucid Air Sapphire
|
Tesla Model S Plaid
|
Audi RS e-tron GT Performance
|
|
Leistung
|
815 kW (1.108 PS)
|
920 kW (1.251 PS)
|
750 kW (1.020 PS)
|
690 kW (938 PS)
|
|
0-100 km/h
|
2,2 s
|
2,0 s
|
2,4 s
|
2,5 s
|
|
Rennstrecken-Performance
|
Referenz (Dauerlast)
|
Sehr gut
|
Mäßig (thermisches Limit)
|
Gut (dauerhaft)
|
|
Laden (DC max.)
|
320 kW (800V, Plateau)
|
300 kW (900V)
|
250 kW (400V)
|
320 kW (800V)
|
|
Preis (Start DE)
|
ca. 240.000 €
|
ca. 250.000 €
|
ab ca. 112.000 €
|
ab ca. 160.000 €
|
Analyse:
Rein rational betrachtet deklassiert das Tesla Model S Plaid die Konkurrenz beim Preis-Leistungs-Verhältnis: über 1.000 PS für weniger als die Hälfte des Porsche-Preises, dazu das exzellente Supercharger-Netzwerk. Doch Fahrwerk und Verarbeitungsqualität kapitulieren auf der Rennstrecke schnell vor der Leistung. Der Lucid Air Sapphire ist der amerikanische Autobahn-König; er beschleunigt auf der Geraden noch brutaler und bietet mehr Reichweite, agiert im Handling aber nicht ganz so filigran. Der Porsche Taycan gewinnt dieses Duell als präzisionsgefertigtes Gesamtpaket. Er ist der Einzige, der seine extreme Leistung auch auf der Rennstrecke dauerhaft und reproduzierbar abrufen kann. Zudem glänzt er mit einer Verarbeitungsqualität, an die die amerikanische Konkurrenz bis heute nicht herankommt. Der Audi RS e-tron GT Performance teilt sich die Plattform mit dem Taycan und bietet eine ähnliche Qualität in Verarbeitung und Fahrdynamik. Das neue Performance-Modell rückt leistungstechnisch nun deutlich näher an die Spitze und fährt sich schärfer als sein Vorgänger.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich sagen
Wir haben uns in deutschen Foren wie Motor-Talk.de und in Leserbriefen der Auto Bild umgehört, um ein unverfälschtes Bild aus erster Hand zu bekommen.
- „Das Fahrwerk ist ein Traum!“ Ein Taycan-Fahrer aus Bayern schwärmt: „Ich fahre oft lange Strecken, und das Fahrwerk ist einfach unglaublich. Egal ob Komfort auf der Autobahn oder Präzision in den Alpen – der Wagen liegt wie ein Brett, ohne unkomfortabel zu werden. Mein alter Panamera war da eine Sänfte im Vergleich, aber der Taycan bietet eine ganz andere Art von Souveränität.“
- „Endlich kein Stress mehr mit den Ladekabeln.“ Ein Pendler aus NRW lobt den Frunk: „Das ist so eine kleine Sache, aber der Frunk ist Gold wert. Ich lade täglich und die Kabel sind oft nass oder dreckig. Einfach vorne rein und der Hauptkofferraum bleibt sauber für die Aktentasche oder den Einkauf. Eine echte Alltagserleichterung.“
- „Die Touch-Bedienung macht mich wahnsinnig!“ Eine Unternehmerin aus Hamburg äußert sich frustriert: „Ich liebe das Auto, aber diese Klimabedienung über den Touchscreen ist im Fahrbetrieb völlig unpraktisch. Während der Fahrt muss ich ewig schauen und tippen, um die Sitzheizung zu finden oder die Lüftung einzustellen. Da wünschte ich mir sehnlichst die alten Drehregler zurück. Das ist ein echtes Sicherheitsrisiko.“
- „Breite auf Baustellen ist ein echtes Ärgernis.“ Mehrere Nutzer, insbesondere aus Süddeutschland, berichten von Problemen: „Auf der A8 oder A9 in den Baustellenbereichen ist die linke Spur für den Taycan schlichtweg verboten. Man muss sich dann mit dem LKW-Verkehr rechts einordnen, das fühlt sich mit einem Porsche schon komisch an. Manchmal wird man auch angehupt, wenn man es doch mal links versucht. Das ist ärgerlich und kann bei einer Berührung sofort Ärger mit der Versicherung geben.“
- „Kleinigkeiten trüben das sonst perfekte Bild.“ Ein erfahrener Porsche-Fahrer kritisiert: „Mein Taycan knistert manchmal leicht in der Türverkleidung, das ist bei einem Auto dieser Preisklasse unerwartet. Auch das Infotainment hatte anfangs ein paar Aussetzer, die aber mit Updates besser wurden. Es sind keine großen Mängel, aber bei Porsche erwarte ich Perfektion.“
Fazit von Alex Wind: Elektrische Fahrdynamik in absoluter Vollendung
Alex Wind meint: Das Facelift hat den Porsche Taycan in seinen schwächsten Disziplinen geheilt: Das Laden mit 320 kW ist schlichtweg atemberaubend, und das adaptive Active-Ride-Fahrwerk setzt fahrdynamische Maßstäbe. Selbst das Basismodell bietet Sportwagen-Feeling pur, ohne dass man zwingend zum sündhaft teuren Turbo GT greifen muss.
Der Porsche Taycan (2025) wankt angesichts der irren Leistungsdaten aus den USA nur kurz, aber er fällt nicht. Er ist technologisch ausgereift und lädt auf der Langstrecke so schnell, dass die eigenen biologischen Pausen länger dauern als der Ladevorgang.
Der Turbo GT ist ein rollendes Denkmal für die standfeste Ingenieurskunst aus Zuffenhausen. Wer jedoch rational an den Kauf herangeht, trifft mit dem überarbeiteten Basismodell eine sehr kluge Wahl. Es liefert 90 Prozent der Faszination und eliminiert dank der besseren Serienausstattung und sinnvoller Pakete endlich die dreiste Aufpreispolitik für Selbstverständlichkeiten.
Wir empfehlen dieses Auto uneingeschränkt solventen Vielfahrern und Firmenkunden, die überragende Langstreckenqualitäten, eine makellose Verarbeitung und ein Fahrwerk der Extraklasse suchen – idealerweise als praktischer „Cross Turismo“. Wer jedoch auf traditionelle, haptische Bedienung per Drehregler Wert legt oder eine Anhängelast benötigt, wird hier nicht fündig. Akzeptiert man aber die digitale Bedienphilosophie, bleibt der Taycan auch nach dem Facelift der unangefochtene Sportwagen unter den elektrischen Reiselimousinen.










