BMW M3 (G80/G81 LCI II) im Test: 530 PS S58-Biturbo im Härtetest

BMW M3 (G80/G81 LCI II) im Test: 530 PS S58-Biturbo im Härtetest
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Die Performance-Mittelklasse gleicht einer Baustelle der Transformation. Mercedes-AMG verabschiedet sich mit dem C63 in die Vierzylinder-Hybrid-Ära, ein akustisches Fragezeichen auf der Waage. Audi lässt den RS4 langsam auslaufen, während selbst der große Bruder M5 auf 2,5 Tonnen Plug-in-Hybrid-Gewicht anschwillt. Doch inmitten dieses Umbruchs steht ein Fahrzeug wie ein Fels in der Brandung: der BMW M3. In seiner jüngsten Überarbeitung als G80 Limousine und G81 Touring (LCI II) verweigert er sich konsequent dem Zeitgeist. Keine Ladekabel, kein synthetischer Klang, keine verkleinerten Zylinderzahlen. Unter seiner markanten Haube pulsiert der legendäre S58-Reihensechszylinder, unverfälscht und archaisch.

Im Test der M3 Competition xDrive Limousine und des M3 Touring prüfen wir die überarbeitete Ausbaustufe mit 530 PS und 650 Nm Drehmoment auf Landstraße und Rennstrecke. Das Facelift liefert puristische Fahrdynamik und markiert den Höhepunkt der klassischen Verbrenner-Ära in der Mittelklasse.

Ein Manifest gegen den Zeitgeist

Der M3 ist mehr als nur ein schnelles Auto; er ist ein Statement. In einer Welt, die immer mehr auf Effizienz und elektrische Reichweiten setzt, klammert er sich an die Essenz des Fahrens: einen hochdrehenden Verbrennungsmotor, eine präzise Mechanik und eine unvergleichliche Fahrerbindung. Er ist das Sinnbild einer aussterbenden Gattung, ein „End-of-an-Era“-Kauf, der nicht nur Leidenschaft weckt, sondern auch eine rationale Investition in automobile Geschichte darstellt. Gerade für Privatkäufer bietet diese kompromisslose Ausrichtung einen entscheidenden Vorteil, denn der nächste M3, auf Basis der „Neuen Klasse“, wird unweigerlich rein elektrisch.

BMW M3 (G80/G81 LCI II) - Bild 1
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Formschönheit, die provoziert – und triumphiert

Erinnern Sie sich an 2020? Die automobile Welt reagierte kollektiv mit einem Aufschrei auf den gigantischen, vertikalen Nierengrill. Sechs Jahre später ziehen wir unseren Hut: Die Designer in München hatten den richtigen Riecher. Der M3 wirkt im Rückspiegel nicht wie ein Allerwelts-320d, sondern wie ein Raubtier, bereit zum Sprung. Im Modelljahr 2026 unterstreichen die neuen, schärfer gezeichneten LED-Scheinwerfer die klassisch-brutale Ästhetik.

Das Blechkleid des G80/G81: Von der Provokation zum Statement

Die breiten Schultern, die massiv ausgestellten Radhäuser – sie sind nicht nur Show, sondern Notwendigkeit, um die gigantischen Reifen und die breite Spur zu beherbergen. Gerade diese aggressive Linienführung verleiht dem M3 seine unverwechselbare Präsenz. Der G80 ist ein Auto, das man sieht und spürt, lange bevor man es hört. Trotz seiner bulligen Erscheinung bleibt er im Alltag überraschend handlich. Mit den voll ausgeklappten Außenspiegeln misst die Karosserie exakt 2.068 Millimeter. Eine Breite, die auf deutschen Autobahnen in bestimmten Engstellen, die oft auf 2,1 Meter limitiert sind, das legale und sichere Manövrieren ermöglicht, ohne Ängste vor Kollisionen schüren zu müssen.

Der M3 Touring: Familienkutsche mit Adrenalin-Garantie

Der absolute Publikumsliebling im Line-up bleibt der BMW M3 Touring (G81). Ein Kombi, der mit seinen dicken Backen, vier wuchtigen Endrohren und ausreichend Platz für den Golden Retriever im Heck die Quadratur des Kreises schafft. Er ist das vielleicht coolste Automobil, das man erwerben kann, wenn man eine Familie gegründet hat, aber die fahrerische Leidenschaft auf keinen Fall begraben möchte. Er verbindet Sportlichkeit mit einem Hauch von praktischem Nutzen, eine Kombination, die ihn in seiner Klasse einzigartig macht.

Innenleben: High-Tech-Befehlszentrale mit Charakter-Ecken

Wir öffnen die Türen und blicken auf ein Cockpit, das vom brillanten „BMW Curved Display“ dominiert wird. Die M-spezifischen Grafiken erscheinen rasiermesserscharf und versorgen den Fahrer mit einer Fülle an Telemetriedaten: Reifendruck, Reifentemperatur, Boost-Druck, G-Kräfte, bis hin zum Drift-Analyser. Die Verarbeitung von Alcantara, mattem Sichtcarbon und weichem Merino-Leder ist absolut erhaben – für einen Preis von weit über 100.000 Euro erwarten wir das auch.

Digitale Welt: Das Curved Display und seine Datenflut

Das Betriebssystem OS 8.5 präsentiert sich als logische Weiterentwicklung, deren Bedienung nach kurzer Eingewöhnung intuitiv von der Hand geht. Besonders gefällt die Möglichkeit, die M-Tasten am Lenkrad mit individuellen Setups zu belegen, die blitzschnell abrufbar sind. Hier spürt man die Rennsport-DNA, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist. Kleinere Ruckler im System sind selten, aber nicht gänzlich ausgeschlossen, was aber den positiven Gesamteindruck kaum trübt.

Sitzgelegenheiten: Komfort versus kompromisslose Performance

Bei den Sitzen haben Sie die Wahl: Die serienmäßigen M-Sportsitze sind nahezu perfekt – extrem bequem, bieten brillanten Seitenhalt und eignen sich bestens für lange Strecken. Wer jedoch die sündhaft teuren M Carbon-Schalensitze ordert, sollte genau wissen, worauf er sich einlässt. Optisch sind diese Sitze Kunstwerke, sparen Gewicht und bieten auf der Rennstrecke perfekten Halt. Aber Achtung: Sie besitzen einen unfassbar harten, hochstehenden Carbon-Hubbel zwischen den Beinen, der als Durchlass für einen Schrittgurt dient. Bei jedem harten Bremsvorgang oder beim Einsteigen stoßen die Oberschenkel gegen gnadenloses Carbon. Im täglichen Einsatz grenzt dies an Masochismus. Kaufen Sie die Schalensitze nur für Instagram oder ausschließliche Trackday-Nutzung.

Bremsen-Dilemma: Performance braucht Pflege

Ein praktischer Hinweis für die Konfiguration: Wer die Option der horrend teuren M Carbon-Keramik-Bremsen auslässt, muss sich auf putzintensive Wochenenden gefasst machen. Die serienmäßigen M-Compound-Bremsbeläge stauben derart massiv, dass die wunderschönen Schmiedefelgen nach etwa 50 Kilometern tiefschwarz erscheinen. Hier heißt es entweder investieren oder regelmäßig putzen – eine Wahl, die den Geldbeutel und die Freizeit gleichermaßen beeinflusst.

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Herzstück und Seele: Der S58-Motor und seine Dynamik-Magie

Während anderswo die Zylinderzahlen schrumpfen, polierte die M GmbH in Garching den famosen 3.0-Liter-Reihensechszylinder-Biturbo (S58) gnadenlos weiter. Im aktuellen Competition xDrive leistet er nun 530 PS (ein Software-Plus von 20 PS zum Start der Baureihe) und wuchtige 650 Nm Drehmoment.

Der S58: Ein Reihensechszylinder zelebriert das Leben

Die Art und Weise, wie dieser Motor seine Leistung entfaltet, ist schlichtweg berauschend. Er dreht hysterisch bis 7.200 U/min, schreit metallisch, hämmert und lebt! Ein Turboloch ist mikroskopisch klein und ab 3.000 Touren bricht auf der Hinterachse die Hölle los. Den Spurt von 0 auf 100 km/h absolviert er dank des M xDrive in brutalen 3,5 Sekunden. Für einen Verbrenner ist dies ein Meisterwerk an Ingenieurskunst, das jede Fahrt zu einem Ereignis macht. Kurzstreckenfahrten in der Stadt können bei Direkteinspritzern wie dem S58 unter Umständen zu erhöhten Ablagerungen an den Einlassventilen führen, auch wenn der S58 dafür weniger anfällig ist als frühere Generationen. Regelmäßiges Ausfahren auf der Autobahn und die Verwendung von Premium-Kraftstoff beugen dem effektiv vor.

M xDrive: Traktionswunder mit Heckantriebs-Option

Das M xDrive System ist eine Offenbarung. Drücken Sie sich in die Untiefen des Setup-Menüs, deaktivieren Sie die Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) komplett, und das System schaltet die Vorderachse physisch ab. Der traktionsstarke Winter-Kombi verwandelt sich so in eine gnadenlose, quer treibende Rauchmaschine mit 100 % Heckantrieb (2WD-Modus). Diese Dualität macht den M3 konkurrenzlos und bietet dem Fahrer die Wahl zwischen absoluter Sicherheit und maximaler Fahrdynamik.

Fahrwerk: Ein Skalpell auf Rädern – für Kenner

Wo ein BMW M5 seine 2,5 Tonnen Gewicht mit extrem viel Hightech mühsam kaschieren muss, fühlt sich der M3 Touring trotz seiner 1.865 Kilo fahrerisch 300 Kilo leichter an. Die Doppelgelenk-Zugstrebenachse vorn reagiert telepathisch. Das Chassis ist versteift wie das eines Rennwagens. Der M3 lenkt nicht ein; er sticht wie ein Skalpell in den Scheitelpunkt der Kurve. Die Kehrseite der Medaille: Die Fahrwerksabstimmung ist auch im „Comfort“-Modus extrem straff, stets unter Spannung und entspannt sich faktisch nie. Man muss dieses kompromisslose Setup wollen – aber wenn man es will, ist es die reinste Definition von „Freude am Fahren“.

Fahralltag und Langstrecke: Was der M3 wirklich kann (und wo er fordert)

Im Alltag fordert der M3 seinen Fahrer. Die straffe Federung ist ein ständiger Begleiter, der kurze Schläge unbarmherzig an die Wirbelsäule weitergibt. Wer hier maximalen Komfort erwartet, ist im falschen Fahrzeug. Auf der anderen Seite zeigt der M3 auf langen Autobahnetappen seine Langstreckentauglichkeit, solange die Fahrbahn eben ist. Oberhalb von 130 km/h steigt das Geräuschniveau spürbar an. Windgeräusche an den rahmenlosen Fenstern und den großen Außenspiegeln sowie ein präsentes Abrollgeräusch der breiten Performance-Reifen sind ständige Begleiter. Für entspannte Geschäftsreisen über weite Strecken ist er sicherlich nicht die erste Wahl, für den enthusiastischen Fahrer, der die Rückmeldung des Asphalts schätzt, aber absolut ausreichend.

Der reale Kraftstoffverbrauch des S58-Motors variiert stark mit dem Fahrstil. Während der WLTP-Zyklus Werte um 10,0 l/100 km angibt, lagen unsere Testverbräuche bei dynamischer Fahrt eher zwischen 10,5 und 13,0 l/100 km Super Plus. Wer die Leistung regelmäßig abruft, muss mit noch höheren Werten rechnen. Dies ist der Preis für unverfälschte Fahrfreude.

Die serienmäßigen Sicherheitssysteme des M3 basieren auf denen der 3er-Reihe, die im Euro NCAP stets gute Bewertungen erhalten hat. Features wie der aktive Spurhalteassistent (Lane Assist) und der Notbremsassistent (AEB) sind ab Werk vorhanden und bieten ein hohes Maß an passiver und aktiver Sicherheit, auch wenn sie im M-Modell eher dezent im Hintergrund agieren und die sportliche Fahrweise nicht bevormunden.

BMW M3 (G80/G81 LCI II) - Bild 5
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Finanzielle Aspekte: Kosten, Werterhalt und die Steuer-Realität

In der Total Cost of Ownership (TCO) erweist sich dieser Bayer für Flottenmanager als hochgradig teures Vergnügen. Ohne jegliche Plug-in-Hybrid-Subventionen greift das deutsche Finanzamt unbarmherzig zu und berechnet die volle 1,0%-Dienstwagenversteuerung. Bei einem voll ausgestatteten M3 Touring, der heutzutage problemlos die 130.000-Euro-Marke überschreitet, blutet der Dienstwagenfahrer monatlich auf seiner Gehaltsabrechnung.

Kfz-Steuer und Versicherung: Ein Blick auf die Zahlen

Die jährliche Kfz-Steuer für einen M3 Competition xDrive liegt aufgrund der hohen CO2-Emissionen (WLTP, über 230 g/km) deutlich über der 400-Euro-Marke und kann je nach konkreter Konfiguration 450 bis 500 Euro erreichen.

Auch die Versicherungseinstufungen (Typklassen) fallen, wie für ein Hochleistungsfahrzeug zu erwarten, hoch aus:

  • Haftpflicht: Typklasse 20-25
  • Vollkasko: Typklasse 30-35
  • Teilkasko: Typklasse 25-30

Diese hohen Einstufungen tragen erheblich zu den laufenden Kosten bei und erfordern eine genaue Kalkulation.

Der M3 als Wertanlage: Ein Abschiedsgeschenk an die Verbrenner-Ära

Für betuchte Privatkäufer liefert exakt diese finanzielle Realität den ultimativen Investment-Case: Da der nächste M3 (auf Basis der „Neuen Klasse“) unweigerlich rein elektrisch auf den Markt rollen wird, ist der S58-Motor im G80/G81 der absolute historische Höhepunkt der Verbrenner-Ära. Wer diesen Wagen heute kauft und extrem gut pflegt, sichert sich eine garantierte Wertstabilität, von der Leasingnehmer des hybriden C63 AMG nur nachts träumen können. Der M3 wird als einer der letzten reinen Verbrenner seiner Art in die Geschichte eingehen und damit für Sammler und Enthusiasten hochinteressant bleiben.

Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer berichten

Auf deutschen Autofahrerforen wie Motor-Talk.de oder in den Leserkommentaren von Auto Bild zeichnet sich ein klares Bild des M3 ab. Besitzer loben einhellig die phänomenale Antriebseinheit. Der S58-Motor wird als „Meisterwerk“ beschrieben, dessen Klang und Leistungsentfaltung süchtig macht. Die Agilität und Präzision des Fahrwerks, besonders in Verbindung mit dem adaptiven M Fahrwerk und dem variablen M xDrive, findet ebenfalls breite Zustimmung: „Lenkt ein wie ein Laser“, „Traktion ohne Ende, aber mit dem 2WD-Modus auch für den Quertreiber“. Der M3 Touring wird als „perfekte Kombination aus Sportwagen und Familienauto“ gefeiert, das Design hat sich in der Breite durchgesetzt.

Doch es gibt auch Kritikpunkte, die sich wiederholen: Viele bemängeln die Härte des Fahrwerks, selbst im Comfort-Modus: „Fühlt sich an, als würde man jeden Kieselstein spüren“, „für den Alltag manchmal zu unkomfortabel“. Die optionalen Carbon-Schalensitze sind bei aller Optik und Halt auf der Rennstrecke im täglichen Gebrauch umstritten: „Der Carbon-Nubsi ist eine Tortur“, „Nur für Hardcore-Trackday-Fahrer“. Auch die Geräuschkulisse auf der Autobahn, insbesondere Abroll- und Windgeräusche bei hohen Geschwindigkeiten, wird als deutlicher Kompromiss im Vergleich zu einem zivilen 3er wahrgenommen. Vereinzelt berichten Nutzer von kleineren Software-Hängern des Infotainmentsystems, die aber meist mit einem Neustart behoben sind.

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Der M3 im Wettbewerb: Ein Vergleich der Ausnahmeathleten

Die Performance-Elite im kompromisslosen Duell:

Feature
BMW M3 Touring (G81)
Mercedes-AMG C63 S E PERFORMANCE
Audi RS4 Avant (B9)
Motor
3.0L R6-Biturbo (530 PS)
2.0L R4-PHEV (680 PS)
2.9L V6-Biturbo (450 PS)
Antrieb
M xDrive (2WD Modus)
Allrad (Hecklastig)
Allrad (Quattro)
Leergewicht (DIN)
ca. 1.865 kg
2.165 kg (Extrem schwer)
ca. 1.820 kg
Klang & Emotion
Reihensechser (Top)
Vierzylinder (Künstlich)
V6-Sound (Solide)
Preis (Real DE)
ab ca. 106.000 €
ab ca. 115.000 €
Auslaufmodell (wartet auf RS5)

Analyse:

Der Audi RS4 Avant präsentiert sich als der entspannteste Alltags-Kombi im Trio. Er federt weicher, überzeugt mit seinem Design, ist technologisch jedoch am Ende seines Lebenszyklus angekommen und eher eine Option für diejenigen, die unaufgeregte Sportlichkeit schätzen. Der Mercedes-AMG C63 S E PERFORMANCE liefert auf dem Papier absurde 680 PS, scheitert jedoch fahrerisch an seinem desaströsen Leergewicht von fast 2,2 Tonnen und dem extrem synthetischen Vierzylinder-Klang. Er ist ein Meister der Technologie, verliert aber die emotionale Verbindung zum Fahrer.

Der BMW M3 Touring deklassiert die versammelte Konkurrenz in puncto Emotionalität und Fahrerlebnis. Er ist das absolut letzte Fahrzeug in dieser Klasse, das pure, unverfälschte Verbrenner-Emotionen mit einem unschlagbaren Allrad-Fahrwerk kombiniert, das bei Bedarf auch zum reinen Heckantrieb mutiert. Er ist der Kompromiss für alle, die keinen Kompromiss wollen. In diesem Kontext bietet auch ein Ford Puma oder ein VW T-Roc völlig andere Ansätze, die jedoch in einer anderen Liga spielen und hier lediglich als Kontrast zu sehen sind. Für den direkten Vergleich in der Performance-Mittelklasse kann man auch den VW T-Cross oder den VW Polo nicht als echte Konkurrenten anführen. Eher müsste man in der Klasse der sportlichen Kompakten einen Audi RS3 oder Mercedes-AMG A45 nennen, die jedoch eine andere Karosserieform bieten.

Fazit von Alex Wind: Der BMW M3 (G80/G81) im Härtetest

Das Fazit von Alex Wind zum BMW M3 (G80/G81): Der BMW M3 (2026) ist kein bloßes Auto. Er ist ein rasendes, lautes Denkmal des bayerischen Motorenbaus. Er verkörpert den absoluten Höhepunkt der Verbrenner-Mittelklasse, bevor die „Neue Klasse“ alles unter einer lautlosen, elektronischen Decke aus Megawatt-Batterien begraben wird. Wer über das notwendige Kleingeld verfügt, ist der Automobilgeschichte beinahe schuldig, dieses Fahrzeug zu kaufen. Der S58-Motor ist ein Meisterwerk, das Chassis ein messerscharfes Skalpell. Vergessen Sie die Vierzylinder aus Affalterbach. Vergessen Sie das Übergewicht des neuen M5. Dies ist der einzig wahre König der Nordschleife und der Landstraße!

Wir empfehlen dieses Fahrzeug echten Fahrern, Familienvätern mit Benzin im Blut und jedem, der einen echten Reihensechszylinder zelebrieren will. Unser eiserner Rat beim Konfigurieren: Wer nur ein einziges Auto in der Garage haben darf, sollte blind zum M3 Touring (G81) greifen! Verzichten Sie auf die masochistischen Carbon-Sitze, kreuzen Sie aber zwingend das M Driver’s Package an. Sie kaufen hier nicht nur ein Transportmittel, Sie kaufen die brillanteste Fahrmaschine, die München in dieser Dekade gebaut hat.

Technische Daten im Detail: BMW M3 Competition xDrive (G80/G81 LCI II, 2026)

Datenpunkt
BMW M3 Competition xDrive Limousine (G80)
BMW M3 Competition xDrive Touring (G81)
Motor & Antrieb
3.0L R6-Biturbo (S58), M xDrive
3.0L R6-Biturbo (S58), M xDrive
Leistung / Drehmoment
530 PS (390 kW) / 650 Nm
530 PS (390 kW) / 650 Nm
Getriebe
8-Gang M Steptronic (ZF 8HP76Z)
8-Gang M Steptronic (ZF 8HP76Z)
Fahrwerk
Doppelgelenk-Zugstrebe vorn / 5-Lenker-Achse hinten
Doppelgelenk-Zugstrebe vorn / 5-Lenker-Achse hinten
0-100 km/h
3,5 s
3,6 s
Vmax
290 km/h (mit M Driver’s Package)
290 km/h (mit M Driver’s Package)
WLTP Verbrauch (komb.)
ca. 10,0 l/100 km Super Plus
ca. 10,2 l/100 km Super Plus
CO2-Emissionen (WLTP)
ca. 228 g/km
ca. 232 g/km
Leergewicht (DIN)
ca. 1.780 kg
ca. 1.865 kg
Länge
4.795 mm
4.795 mm
Breite (mit Spiegel)
2.068 mm
2.068 mm
Höhe
1.433 mm
1.437 mm
Radstand
2.857 mm
2.857 mm
Kofferraumvolumen
480 Liter
500-1.510 Liter
Tankvolumen
59 Liter
59 Liter
Kaufpreis (DE)
ab 105.300 €
ab ca. 106.000 €
Kaufpreis (Real ausgestattet)
ca. 125.000 €
ca. 130.000 €
Leasing (geschätzt)
ab ca. 1.200 €/Monat (36 Mon., 10t km, ohne Anzahlung)
ab ca. 1.300 €/Monat (36 Mon., 10t km, ohne Anzahlung)

Galerie


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