Mit dem Modelljahr 2026 beendet Cadillac die Fertigung der Alpha-Plattform im Werk Lansing Grand River. Das Spitzenmodell der Baureihe, der Cadillac CT4-V Blackwing, verabschiedet sich als eine der letzten echten Sportlimousinen mit klassischem Hinterradantrieb, manuellem Tremec-Sechsganggetriebe und konventionellem Biturbo-V6 von den weltweiten Märkten.
Während deutsche Konkurrenten wie der BMW M3 und der Audi RS 4 auf Allradantrieb und Automatikgetriebe setzen, vertraut der 4,77 Meter lange Amerikaner auf 352 kW (479 PS) und 603 Nm Drehmoment bei rein mechanischer Kraftübertragung. Unser Test beleuchtet die Fahrdynamik auf europäischen Landstraßen, die Magnetic-Ride-Abstimmung und die realen Import- und Unterhaltskosten.
Unter der Haube: Herzschlag eines Auslaufmodells
Der CT4-V Blackwing wird von einem 3,6-Liter-V6-Biturbo (intern LF4 genannt) angetrieben, der 479 PS (352 kW) und 603 Nm Drehmoment ausschließlich an die Hinterräder schickt. Beim Druck auf den Startknopf erwacht das Aggregat mit einem aggressiven, ehrlichen Bellen. Hier gibt es keine synthetischen Klänge aus den Lautsprechern, nur den wütenden Auspuffsound aus vier dicken Endrohren.
Das wahre Meisterwerk des Antriebsstrangs ist das Tremec TR-6060 6-Gang-Schaltgetriebe. Wer diesen massiven Hebel durch die extrem kurzen, knochentrockenen Gassen reißt, spürt feingewuchtete Zahnräder, keine Computerchips. Das „No-Lift-Shift“-System ist ein echtes Suchtmittel: Bei Vollgas lässt sich hochschalten, ohne den rechten Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Die Elektronik hält den Ladedruck aufrecht, es knallt ohrenbetäubend aus dem Auspuff, und der Wagen stürmt abrissfrei vorwärts. Wem diese mechanische Interaktion zu viel ist, kann optional eine extrem schnelle 10-Gang-Wandlerautomatik wählen, aber diese raubt dem Wagen einen Teil seiner analogen Seele.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in rund 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei beeindruckenden 304 km/h – ohne elektronische Abregelung. Diese pure Leistung, gepaart mit dem präzisen Getriebe, macht jede Fahrt zu einem Erlebnis.
Fahrer-Fokus statt Megascreen: Interieur und Ergonomie
Beim Öffnen der Türen betritt man eine automobile Zeitschleife. Da General Motors den CT4 im Abschiedsjahr 2026 ohne das gigantische 33-Zoll-Curved-Display des größeren CT5 ausstattete, blickt man auf einen fast antiquiert wirkenden 8-Zoll-Zentralscreen. Die Grafikauflösung entspricht dem aktuellen Standard, aber die Verarbeitungsqualität erreicht nicht das kühle Perfektionsniveau eines Audi RS 4.
Doch aus diesem technologischen Rückstand erwächst ein ergonomischer Triumph: In einer Welt von wischenden Touch-Slidern und haptiklosen Bildschirmen bietet der Cadillac echte, massiv klickende Tasten! Die Klimatisierung wird mit Drehreglern gesteuert, die Lautstärke mit einem physischen Knopf. Die „V-Mode“-Schnellwahltaste liegt direkt am unten abgeflachten Sportlenkrad. Dieses Cockpit ist zu 100 Prozent auf den Fahrer ausgerichtet und lenkt in schnellen Kurven nicht ab. Die optionalen Carbon-Schalensitze umklammern den Körper perfekt und lassen einen die harten Kunststoffe an den unteren Türtafeln schnell vergessen.
Ein deutliches Manko ist das Platzangebot. Der Fond ist noch enger geschnitten als bei einem BMW 3er; Erwachsene über 1,80 Meter haben hier kaum Beinfreiheit. Der Kofferraum fasst lediglich 303 Liter. Für den Ausflug zur Rennstrecke mag dies ausreichen, aber für den Familienurlaub müssen Koffer auf die Rückbank.
Auf der Straße: Telepathie mit 479 PS
Die Fahrdynamik des Blackwing kann auf deutschen Landstraßen die heimische Konkurrenz oft deklassieren. Während deutsche Ingenieure ihre Sportmodelle zunehmend bretthart abstimmen, setzt Cadillac auf das Magnetic Ride Control 4.0 Fahrwerk. Diese Dämpfer lesen die Straße 1.000 Mal pro Sekunde. Der Blackwing schwebt sensibel über Querfugen, versteift sich aber beim Einlenken in Millisekunden. Gepaart mit dem extrem feinfühlig kalibrierten elektronischen Sperrdifferenzial (eLSD) an der Hinterachse, tanzt das 1.750 Kilogramm schwere Heck berechenbar und kommunikativ am Limit.
Auf der unlimitierten Autobahn wird es jenseits der 130 km/h merklich lauter als in einem vergleichbaren BMW M3, vor allem Windgeräusche und Abrolllärm der Reifen treten in den Vordergrund. Wer die 220 km/h-Marke knackt, erlebt den Blackwing noch intensiver akustisch. Das ist Teil seines Charakters; der V6-Sound ist dabei omnipräsent und drückt unaufhaltsam in Richtung der 300 km/h-Marke.
Ein praktischer Vorteil auf europäischen Straßen: Die Limousine misst mit voll ausgeklappten Außenspiegeln exakt 2.045 Millimeter. Das ermöglicht eine entspannte Fahrt auf der linken Überholspur in Baustellen, die oft auf 2,1 Meter Breite begrenzt sind. Man kann souverän an breiten SUVs vorbeifahren, ohne um Karosserieschäden fürchten zu müssen.
Das Kleingedruckte: Kosten, Steuern und Alltagstauglichkeit
Der Import eines Cadillac CT4-V Blackwing nach Deutschland ist ein komplexer und kostspieliger Prozess. Neben dem Kaufpreis kommen Zoll (10 %), die Einfuhrumsatzsteuer (19 %) und die Kosten für die Homologation sowie die technische Umrüstung auf europäische Standards (Beleuchtung, Abgasnormen, TÜV-Gutachten) hinzu. Ein realer Importpreis liegt oft bei 85.000 bis 95.000 Euro.
Die laufenden Kosten sind ebenfalls beträchtlich. Für Flottenmanager oder als Dienstwagen ist der Blackwing aufgrund seiner fehlenden Hybridisierung und des hohen CO2-Ausstoßes ein finanzielles Wagnis. Die 1,0 %-Dienstwagenversteuerung des Bruttolistenpreises treibt den monatlichen Nettoabzug in schmerzhafte Höhen. Der reale Kraftstoffverbrauch liegt im Mix selten unter 12,5 Litern Super Plus; bei sportlicher Fahrweise sind 15 Liter und mehr die Regel. Die maßgeschneiderten Michelin Pilot Sport 4S Reifen belasten das Budget zusätzlich.
Kfz-Steuer: Für den 3.6L V6 Biturbo mit geschätzten 260 g/km CO2 (im reinen Verbrennerbetrieb) liegt die jährliche Kfz-Steuer in Deutschland bei etwa 400 bis 450 Euro.
Versicherung (Typklassen): Ohne spezifische HSN/TSN sind genaue Angaben schwer, aber als hochmotorisierte Limousine werden die Typklassen erwartungsgemäß hoch sein: Haftpflicht (20-24), Teilkasko (25-28), Vollkasko (28-32). Dies führt zu entsprechend hohen Versicherungsprämien.
Für Privatkäufer ist der Blackwing jedoch ein hochattraktives Investment. Er kostet importiert oft weniger als ein karger BMW M3 mit Handschaltung, der neu kaum noch zu konfigurieren ist. Da die Produktion unwiderruflich endet, sichert man sich hier die letzte kompakte V6-Heckschleuder mit manuellem Getriebe. Der Wertverlust dürfte mittelfristig stagnieren; dieser Cadillac könnte in zehn Jahren so gesucht sein wie heute ein originales BMW 1er M Coupé.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich sagen
Wir haben uns in deutschen und amerikanischen Foren umgehört, um ein authentisches Bild des CT4-V Blackwing aus Besitzersicht zu zeichnen:
- Begeisterung für das Fahrerlebnis: „Die Direktheit der Lenkung und das Tremec-Getriebe sind unvergleichlich. Man ist eins mit dem Auto. Das Magnetic Ride ist ein Traum, schluckt Landstraßen-Unebenheiten, wird aber im Sportmodus bretthart.“ – Motor-Talk.de
- Kritik am Infotainment: „Der 8-Zoll-Screen ist funktionell, aber optisch aus der Zeit gefallen. Keine Highend-Grafik, keine riesigen Panoramadisplays. Wer modernstes Infotainment will, ist hier falsch.“ – Auto Bild Forum
- Geräuschkulisse auf der Autobahn: „Ab 130 km/h wird es im Innenraum lauter als bei deutschen Premium-Limousinen. Windgeräusche an den A-Säulen und Abrollgeräusche der breiten Reifen sind deutlich präsenter. Das gehört aber irgendwie dazu.“ – US Blackwing Forum
- Platzmangel: „Die Rückbank ist wirklich nur für Kurzstrecken oder Kinder geeignet. Der Kofferraum ist winzig, ein Wochenende zu zweit wird schon zur logistischen Herausforderung.“ – Motor-Talk.de
- Detailmängel: „Die Materialauswahl im unteren Bereich der Türen und der Mittelkonsole ist nicht auf dem Niveau eines 90.000-Euro-Autos. Ab und zu knistert es aus dem Armaturenbrett.“ – US Blackwing Forum
- Zuverlässigkeit des Motors: „Der LF4-Motor ist robust, aber bei Dauervollgas auf der Rennstrecke sollte man das Öl im Auge behalten und die Wartungsintervalle strikt einhalten. Direkteinspritzer können anfällig für Verkokungen sein, besonders bei viel Kurzstrecke.“ – Cadillac Owners Club
Die Konkurrenz: Ein letzter Tanz mit deutschen Sportlern
Der CT4-V Blackwing tanzt in einer Liga, die immer rarer wird. Hier ein Vergleich mit seinen direkten, überwiegend deutschen Rivalen:
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Merkmal
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Cadillac CT4-V Blackwing
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BMW M3 (Handschalter)
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Mercedes-AMG C 63 S E
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Motor
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3.6L V6 Biturbo (479 PS)
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3.0L R6 Biturbo (480 PS)
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2.0L R4 PHEV (680 PS)
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Getriebe
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6-Gang Manuell (Tremec!)
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6-Gang Manuell
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9-Gang-Automatik (MCT)
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Fahrwerk
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Magnetic Ride 4.0
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Adaptives M Fahrwerk
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Stahlfederung + Adaptiv
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Leergewicht (ca.)
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1.750 kg
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1.780 kg
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2.165 kg (Extrem schwer)
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0-100 km/h (ca.)
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4,1 s
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4,2 s
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3,4 s
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Preis (DE, ca.)
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90.000 € (Import)
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ab 94.000 € (Karg)
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ab 115.000 €
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Standard-Sicherheit
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AEB, Lane Keep Assist
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AEB, Spurhalteassistent
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AEB, umfassende Assistenz
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Analyse:
Rein rational betrachtet, ist der Mercedes-AMG C 63 S E mit seinen 680 PS ein pfeilschnelles Monster. Doch das Hybrid-System treibt das Leergewicht auf über 2,1 Tonnen, was das agile Kurvengefühl merklich dämpft, und der 4-Zylinder-Klang ist für viele Sportwagen-Enthusiasten gewöhnungsbedürftig. Der BMW M3 (sofern man noch einen Handschalter ergattern kann) ist das präzisere, schnellere Track-Tool mit dem überlegenen Infotainment, doch Lenkung und Fahrwerk wirken oft digital entkoppelt. Der Cadillac CT4-V Blackwing gewinnt das Trio für wahre Puristen: Er ist die ehrlichste, wildeste und mechanisch ansprechendste Fahrmaschine auf dem Markt – ein Auto, das BMW in dieser rohen Form heute schlichtweg nicht mehr baut. Für Liebhaber des dynamischen Fahrens, die den puristischen Ansatz schätzen, ist er auch eine spannende Alternative zum Ford Puma ST oder VW Polo GTI, wenn auch in einer völlig anderen Leistungsklasse und Preisregion.
Typische technische Problemfelder
Als leistungsstarker Biturbo-V6 mit Direkteinspritzung birgt der LF4 einige potenzielle Schwachstellen, die man als Importeur oder Besitzer im Blick haben sollte:
- Ventilverkokung: Aufgrund der Direkteinspritzung ohne Saugrohreinspritzung können sich an den Einlassventilen bei viel Kurzstreckenverkehr Ablagerungen (Verkokungen) bilden, die die Leistung mindern. Regelmäßige Reinigungen (Walnussstrahlen) können Abhilfe schaffen.
- Ölverbrauch: Leistungsstarke Motoren, insbesondere Turbos, neigen unter hoher Last oder mit zunehmendem Alter zu erhöhtem Ölverbrauch. Eine regelmäßige Kontrolle des Ölstands ist unerlässlich.
- Turbosystem: Die beiden Turbolader sind hoch belastet. Früher Verschleiß an Lagern oder Aktuatoren ist möglich, besonders bei unsachgemäßer Warm- und Kaltfahrt.
- Kühlsystem: Bei extremem Einsatz auf der Rennstrecke ist die Effizienz des Kühlsystems entscheidend, um Überhitzung zu vermeiden. Regelmäßige Spülung und Verwendung hochwertiger Kühlflüssigkeit beugen Problemen vor.
Sicherheitsausstattung und Euro NCAP
Der Cadillac CT4-V Blackwing basiert auf einer Plattform, die vor einigen Jahren entwickelt wurde. Während er die grundlegenden Sicherheitsstandards erfüllt, ist er nicht mit den neuesten und umfassendsten Assistenzsystemen ausgestattet, die man in aktuellen deutschen Premium-Modellen findet.
- Euro NCAP: Der CT4 wurde nicht von Euro NCAP getestet, sondern von der US-amerikanischen NHTSA und dem IIHS. Er erhielt dort gute Bewertungen für Crashsicherheit.
- Standard-Assistenzsysteme: Man findet grundlegende Systeme wie einen Kollisionswarner mit Notbremsassistent (AEB), einen Spurhalteassistenten (Lane Keep Assist) und einen Totwinkelwarner.
- Vergleich zu neueren Modellen: Hochmoderne Systeme wie Matrix-LED-Scheinwerfer, ein vollwertiger adaptiver Tempomat mit Staupilot oder Level-2-Autonomiefunktionen sucht man hier vergebens. Der Fokus liegt klar auf dem Fahrerlebnis, nicht auf passiver oder aktiver Fahrassistenz.
Fazit von Alex Wind: Der Cadillac CT4-V Blackwing im Härtetest
Das Fazit von Alex Wind zum Cadillac CT4-V Blackwing: Mit dem Produktionsende im Sommer 2026 verabschiedet sich ein Meisterwerk klassischer Fahrwerkskunst. Er war technologisch weitaus ausgereifter, als die mageren europäischen Zulassungszahlen vermuten ließen. Der Blackwing markiert das wohl eindrucksvollste Abschiedsgeschenk aus Detroit an anspruchsvolle Fahrer mechanischer Sportlimousinen.
Vergessen Sie die Kritik am kleinen 8-Zoll-Display und am harten Kunststoff an den Türtaschen. Sobald man das Tremec-Getriebe in den zweiten Gang reißt und das Magnetic Ride Fahrwerk den Asphalt wie ein feines Skalpell seziert, wird jedes Pixel auf einem Monitor bedeutungslos. Dieser Wagen ist eine fahrdynamische Liebeserklärung.
Für wen sich dieses Fahrzeug uneingeschränkt eignet: Enthusiasten, Sammlern und Fahrern, die mechanisches Feedback über sterile Rundenzeiten und Hyperscreens stellen. Wer das nötige Budget hat, sollte sich einen vertrauenswürdigen Importeur suchen und sich dieses Einhorn sichern!
Wem rate ich jedoch von diesem Kauf ab? Flottenmanagern (die TCO-Werte sind ruinös), Familien mit hohem Platzbedarf und Digital-Nerds. Lassen Sie den „objektiv besseren“, aber sterileren VW T-Roc oder Skoda Kamiq beim Händler stehen. Der Blackwing ist die allerletzte Chance, einen Neuwagen zu erwerben, der sich anfühlt, als stammte er aus der Blütezeit automobiler Fahrfreude.
Technische Daten: Cadillac CT4-V Blackwing (Modelljahr 2026)
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Merkmal
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Details
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Motor
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3.6L V6-Biturbo (LF4), Direkteinspritzung
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Antrieb
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Reiner Hinterradantrieb
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Leistung
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479 PS (352 kW) bei 5.750 U/min
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Drehmoment
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603 Nm bei 3.500 – 5.000 U/min
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Getriebe
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6-Gang-Manuell (Tremec TR-6060) oder 10-Gang-Automatik (GM 10L90)
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Fahrwerk
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MacPherson-Federbeine vorn / 5-Lenker-Achse hinten, Magnetic Ride Control 4.0
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Differenzial
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Elektronisches Sperrdifferenzial (eLSD) an der Hinterachse
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0-100 km/h (manuell)
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4,1 Sekunden
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Höchstgeschwindigkeit
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304 km/h (ohne elektronische Abregelung)
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WLTP-Verbrauch (Super Plus)
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Kein offizieller WLTP-Wert, Testverbrauch (Mix): ca. 12,5 – 15,0 l/100 km
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CO2-Emissionen
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Keine offizielle WLTP-Angabe, geschätzt: ca. 260 g/km (Herstellerangabe US)
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Tankvolumen
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66 Liter
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Länge
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4.765 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.814 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.045 mm
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Höhe
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1.415 mm
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Radstand
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2.775 mm
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Kofferraumvolumen
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303 Liter
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Sitzplätze
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5 (praktisch 4)
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Leergewicht (DIN)
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ca. 1.750 kg (Schaltgetriebe)
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Kaufpreis (Import DE, inkl. Zoll/TÜV)
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ca. 85.000 – 95.000 €
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Leasing (geschätzt, privat, 36 Mon./10.000 km)
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ab ca. 1.100 €/Monat (bei 10 % Anzahlung, abhängig von Importeur/Konditionen)
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