Mit 5,33 Metern Gesamtlänge und drei vollwertigen Sitzreihen markiert der Ford Expedition die automobile Obergrenze im Full-Size-SUV-Segment. Das Modelljahr 2026 setzt auf einen 3,5-Liter-EcoBoost-V6-Biturbo mit 405 bis 446 PS, 10-Gang-Automatik und bis zu 4,3 Tonnen Anhängelast bei einem US-Einstiegspreis von rund 62.000 Dollar.
Im deutschen Alltagstest mit der geländetauglichen Tremor-Ausstattung prüfen wir Autobahn-Langstreckenkomfort, Realverbrauch und die Herausforderungen beim Rangieren im städtischen Parkhaus. Das amerikanische Raumwunder bietet überragende Platzverhältnisse für bis zu acht Passagiere, verlangt auf europäischen Straßen jedoch akribische Routenplanung und ein wachsames Auge auf die Betriebskosten.
Dimensionen eines Statements: Warum Größe manchmal zählt – und manchmal stört
Schon die schieren Abmessungen des Ford Expedition setzen ein Ausrufezeichen: Mit einer Länge von mindestens 5,33 Metern, die in der Langversion „MAX“ auf beeindruckende 5,63 Meter wächst, übertrifft er so manches europäische Nutzfahrzeug. Die Frontpartie des Tremor-Modells wirkt dabei so wuchtig wie eine Schrankwand. Orangefarbene Akzente und ein massiver Unterfahrschutz versprühen eine Aura von Baja-Rennen – Texanisches Selbstbewusstsein auf Rädern.
Diese brachiale Präsenz stellt deutsche Fahrer jedoch vor ungewohnte Herausforderungen. Mit ausgeklappten Außenspiegeln misst das SUV stolze 2.403 Millimeter in der Breite. Das hat direkte Konsequenzen: Viele der linken Fahrspuren in deutschen Autobahnbaustellen, die oftmals auf 2,1 Meter limitiert sind, sind für den Expedition nicht nur eine rechtliche, sondern schlicht eine physische Hürde. Wir mussten uns dort ausnahmslos zwischen den 40-Tonnern auf der rechten Spur einordnen. In engen deutschen Innenstädten und älteren Parkhäusern artet das Einparken regelmäßig in eine schweißtreibende Nervenprobe aus. Ohne die hochauflösenden 360-Grad-Kameras navigiert man diesen Riesen nur schwer durch die städtischen Engpässe.
Das digitale Wohnzimmer unter der Windschutzscheibe: Cockpit und Bedienung
Man klettert förmlich ins Cockpit und blickt auf die „Ford Digital Experience“. Ein gigantisches 24-Zoll-Digital-Kombiinstrument spannt sich als Panoramabildschirm unterhalb der Windschutzscheibe auf, ergänzt durch einen zusätzlichen 13,2-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole für das Infotainment.
Die ersten Fotos des aufgefrischten Expedition lösten bei uns und in der Leserschaft Diskussionen über die Sichtachsen aus: Wie blickt man auf diesen riesigen Screen, ohne dass der Lenkradkranz die Sicht versperrt? Fords Lösung ist ein oben und unten stark abgeflachtes Lenkrad. Tatsächlich blickt man nicht *durch*, sondern *über* das Lenkrad hinweg auf das Panorama-Display. Diese Anordnung funktioniert in der Praxis – bei korrekter Sitzeinstellung – erstaunlich gut und ersetzt ein klassisches Head-up-Display vollständig. Die Darstellung ist gestochen scharf und die Bedienung des Google Built-in-Navigationssystems funktioniert genial schnell und intuitiv.
Wir müssen jedoch einen Kritikpunkt anbringen: Ford hat nahezu alle physischen Klimatasten in den unteren 13,2-Zoll-Screen verbannt. Wer bei Tempo 150 die Sitzkühlung regulieren will, tippt im Blindflug auf einer Glasfläche herum. Das lenkt unnötig ab und stellt einen deutlichen Rückschritt in der Verkehrssicherheit dar. Die weich belederten Sessel und die extrem großzügige Materialauswahl (zumindest in den oberen Bereichen) unterstreichen den amerikanischen Lounge-Charakter indes perfekt.
V6-Muskeln und Asphalt-Faltenbügler: Motor, Getriebe und Fahreindruck
Unter der massiven Motorhaube des Tremor schlägt das Herz eines Kraftpakets: Der 3.5-Liter High Output EcoBoost V6, den wir in ähnlicher Form auch im Ford F-150 Raptor finden. Mit 440 PS und brachialen 510 lb-ft (691 Nm) Drehmoment bewegt er die rund 2,6 Tonnen Leergewicht spielerisch. Die Kraftübertragung übernimmt die gemeinsam mit GM entwickelte 10-Gang-Wandlerautomatik (10R80). Sie schaltet unter Volllast zackig schnell, sucht im dichten Stop-and-Go-Verkehr bei geringen Geschwindigkeiten jedoch manchmal leicht ruckelig nach dem passenden Gang. Dieses Verhalten kennen wir von anderen Ford-Modellen mit dieser Vielstufen-Automatik und erfordert eine gewisse Gewöhnung.
Fahrdynamisch hebeln die Amerikaner europäische SUV-Maßstäbe aus. Die Einzelradaufhängung an der Hinterachse (IRS) sorgt in Kombination mit den speziellen Tremor-Offroad-Dämpfern und den fetten 33-Zoll General Grabber Reifen dafür, dass Bordsteine und Feldwege schlichtweg ignoriert werden. Der Expedition bügelt Unebenheiten auf Landstraßen souverän glatt. Im Kurvengeschlängel neigt sich die Karosserie jedoch spürbar – einen Porsche Cayenne erwartet man hier nicht, und das wäre auch unfair.
Auf der Autobahn zeigt sich ein zweischneidiges Bild in puncto Akustik. Der Motor säuselt leise im Hintergrund. Doch ab etwa 130 km/h prallt die Luft so massiv gegen die gewaltige Stirnfläche und die spiegelartigen „Elefantenohren“ (Außenspiegel), dass Windgeräusche unweigerlich das Cockpit füllen. Die Aerodynamik einer Schrankwand lässt sich akustisch nicht wegdiskutieren. Die Geräusche der grobstolligen Reifen auf rauem Asphalt tragen ebenfalls zum erhöhten Geräuschpegel bei, insbesondere aus den Radhäusern. Hier zeigen europäische Premium-SUV wie der BMW X7 oder Mercedes-Benz GLS ihre Stärken in puncto Geräuschdämmung.
Raumwunder für Großfamilien: Mehr als nur die dritte Reihe
Vergessen Sie Kompromisse bei Siebensitzern. Im Ford Expedition muss sich niemand entschuldigen, wenn ein Erwachsener in die dritte Sitzreihe „verbannt“ wird. Selbst dort herrschen fürstliche Platzverhältnisse, inklusive eigener USB-Ports und Klimadüsen. Dank der verschiebbaren „Tip-and-Slide“-Sitze in Reihe zwei gelangen Passagiere spielend leicht nach hinten, selbst wenn ein voluminöser Kindersitz installiert ist. Wer die Langversion („MAX“) ordert, hat hinter Reihe drei sogar noch Raum für den halben Hausstand – ein Gepäckvolumen, das seinesgleichen sucht und europäische Wettbewerber deutlich übertrifft.
Das absolute Highlight im Alltag ist jedoch die „Ford Split Gate“-Heckklappe. Die oberen drei Viertel öffnen elektrisch nach oben, das untere Viertel klappt nach unten ab. Diese untere Klappe ist mit bis zu 227 kg belastbar! Sie dient als praktische Sitzgelegenheit beim Picknick, beim Schuhewechseln nach der Wanderung oder als Ablagefläche für Einkäufe. Der clevere „Cargo Tailgate Manager“ lässt sich als aufklappbare Rückenlehne oder als Trennwand gegen herausrollende Einkäufe nutzen. Es ist ein simples, mechanisches Feature, das den familiären Nutzwert dieses Wagens ins Unermessliche steigert.
Für Boots- und Pferdebesitzer erweist sich dieses Fahrzeug als Offenbarung. In den USA ist der Expedition für enorme Anhängelasten (teils über 4 Tonnen) spezifiziert. Beim Import nach Europa wird er im Rahmen der Einzelabnahme auf die hier gesetzlich maximal zulässigen 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast homologiert. Die 10-Gang-Automatik zieht jeden Bootsanhänger völlig unbeeindruckt aus dem Schlamm. Der Allradantrieb (beim Tremor mit Sperrdifferential an der Hinterachse) pflügt sich im Winter stoisch durch tiefsten Schnee, solange die Parklücke am Zielort breit genug ist.
Der Amerikaner im deutschen Alltag: Kosten und typische Wehwehchen
Der Ford Expedition fordert von seinem Besitzer finanzielle Schmerzfreiheit. Da das Fahrzeug als klassischer Vollverbrenner ohne externe Lademöglichkeit nach Europa kommt, greift das Finanzamt mit der vollen 1,0%-Dienstwagenversteuerung auf den gigantischen (importierten) Bruttolistenpreis zu, sofern eine geschäftliche Nutzung ansteht. Jegliche steuerlichen Hybrid-Subventionen entfallen restlos.
Für Privatkäufer ist der Unterhalt ein steter Kampf gegen die Zapfsäule. Unter 14 Litern Superbenzin pro 100 Kilometer lässt sich der 2,6 Tonnen schwere Block physikalisch kaum bewegen; im Stadtverkehr fließen schnell 18 Liter und mehr durch die Injektoren. Eine Nachrüstung auf LPG-Autogas ist für Vielfahrer extrem empfehlenswert und amortisiert sich bei diesen Verbräuchen überraschend schnell.
Die Kfz-Steuer für einen solchen 3,5-Liter-V6-Benziner mit hohen CO2-Emissionen (geschätzt über 300 g/km) liegt in Deutschland schnell bei über 800 bis 1.100 Euro pro Jahr, abhängig von der genauen Homologation und dem Erstzulassungsdatum. Die Versicherungseinstufung erfolgt über eine Einzelkalkulation (da keine klassische HSN/TSN vorhanden ist), was die Kaskoprämien massiv in die Höhe treibt. Typklassen lassen sich hier nicht pauschal nennen, da jede Gesellschaft den Wert individuell bewertet. Ein hohes Diebstahlrisiko und teure US-Ersatzteilimporte können die Prämien zusätzlich verteuern.
Typische technische Probleme bei GDI-Motoren wie dem EcoBoost V6 können bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb zu Verkokungen an den Einlassventilen führen, was regelmäßige Wartung und gegebenenfalls Reinigungsintervalle erfordert. Auch ein erhöhter Ölverbrauch bei turbogeladenen Motoren dieser Größe ist nicht unüblich und sollte stets im Auge behalten werden.
Fahrerassistenzsysteme und Sicherheit: Amerikanische Robustheit
Der Ford Expedition ist in den USA serienmäßig mit dem „Ford Co-Pilot360 Assist 2.0“ ausgestattet. Dieses Paket umfasst einen Pre-Collision Assist mit automatischer Notbremsfunktion (AEB), einen Spurhalteassistenten (Lane-Keeping System), Toter-Winkel-Assistent (BLIS) und einen adaptiven Tempomat mit Stop-and-Go-Funktion sowie Spurzentrierung. Im Vergleich zu europäischen Luxus-SUVs ist die Funktionsweise robust und zuverlässig, oft jedoch weniger fein abgestimmt in der Interaktion mit dem Fahrer.
Euro NCAP-Ratings existieren für den US-Import Expedition nicht. Er erzielt jedoch in den amerikanischen Sicherheitstests (NHTSA und IIHS) durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse und bietet ein hohes passives Sicherheitsniveau. Die schiere Größe und Masse tragen ebenfalls zu einem Gefühl der Geborgenheit bei. Im Vergleich zu kleineren Modellen mag der Funktionsumfang des Lane Assist oder AEB nicht immer dem letzten Stand europäischer Systeme entsprechen, aber die Basis-Sicherheitsfeatures sind umfassend vorhanden.
Der Koloss im Vergleich: Amerikanische Träume gegen deutsche Realität
Der Ford Expedition positioniert sich in Europa als Nischendarsteller, ein Herausforderer für diejenigen, die mehr Platz und Charakter suchen. Er tritt gegen andere Import-Leviathane an und muss sich auch mit etablierten europäischen Größen messen.
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Feature
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Ford Expedition Tremor (US-Import 2026)
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Chevrolet Tahoe Z71 (US-Import)
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BMW X7 xDrive40i (Listenpreis DE)
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Motor
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3.5L V6 Bi-Turbo (440 PS / 510 lb-ft)
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5.3L V8 Sauger (355 PS / 519 Nm)
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3.0L R6 Turbo (375 PS / 540 Nm)
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Cockpit
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24-Zoll Panorama + 13,2-Zoll Touch
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17,7-Zoll Touchscreen + 11-Zoll Digital-Kombiinstrument
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Curved Display (iDrive)
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Heckklappe
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Split Gate (praktische Sitzbank bis 227 kg)
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Normal (Glas separat zu öffnen)
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Geteilt (Elektrisch)
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Platz 3. Reihe
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Gigantisch (volle Erwachsenentauglichkeit)
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Sehr gut
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Gut (für Erwachsene kurzzeitig okay)
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Importpreis (DE, ca.)
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95.000 – 110.000 € (inkl. Einzelabnahme)
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90.000 – 105.000 € (inkl. Einzelabnahme)
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ab 105.000 € (Listenpreis)
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Geschätzte Leasingrate (monatlich)
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1.200 – 1.800 €
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1.100 – 1.700 €
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1.300 – 1.900 €
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CO2-Emissionen (WLTP, geschätzt)
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ca. 313 g/km (EPA-Basis)
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320-380 g/km
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211-239 g/km
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Tankvolumen
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ca. 87 Liter
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ca. 91 Liter
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ca. 82 Liter
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Rational betrachtet ist der heimische BMW X7 das qualitativ und fahrdynamisch überlegenere Automobil. Er verbraucht weniger, bietet den exzellenten iDrive-Controller und ein extrem dichtes Werkstattnetz. Er scheitert jedoch kläglich beim ultimativen Platzangebot im Fond an den Amerikanern. Der Chevrolet Tahoe Z71 hält im Gegensatz zum Ford hartnäckig an der echten V8-Kultur fest und begeistert mit seinem Sound. Technologisch im Innenraum und bei der reinen Motorleistung (355 PS vs. 440 PS) gerät er jedoch ins Hintertreffen.
Der Ford Expedition gewinnt das US-Duell durch sein atemberaubendes 24-Zoll-Digital-Kino im Armaturenbrett in Kombination mit dem 13,2-Zoll-Touchscreen, die geniale Split-Gate-Heckklappe und die schiere Turbopower des Raptor-Motors. Wer einen reinrassigen Geländewagen sucht, könnte auch den Jeep Grand Wagoneer in Betracht ziehen, der aber preislich nochmals eine Schippe drauflegt und den Expedition in puncto Luxus noch übertrumpft. Die geschätzten Leasingraten für Importfahrzeuge können stark variieren und hängen von vielen Faktoren wie Anzahlung, Laufzeit und Kilometerleistung ab.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich berichten
„Ich fahre den Expedition MAX seit einem Jahr in der Nähe von Düsseldorf und bereue keinen einzigen Tag“, berichtet Martin S. aus Neuss. „Der Platz ist unschlagbar, meine drei Kinder und unser Labrador haben mehr Raum als in jedem anderen Auto, das wir hatten. Die Split Gate-Heckklappe ist im Alltag Gold wert, gerade beim Sport oder wenn die Kinder am See die Schuhe wechseln. Klar, Parken ist eine Kunst, aber die Kameras helfen enorm.“
Dem gegenüber steht die Erfahrung von Petra K. aus Hamburg: „Der Verbrauch ist schon happig, unter 15 Litern geht selten etwas. Und die Bedienung der Klimaanlage über den Touchscreen nervt gewaltig. Während der Fahrt lenkt das einfach zu sehr ab. Außerdem sind die Windgeräusche auf der Autobahn über 140 km/h deutlich präsent, das ist für ein Fahrzeug dieser Preisklasse überraschend.“
Ein anderer Besitzer, Klaus P. aus Bayern, lobt die Offroad-Fähigkeiten seines Tremor: „Wir haben einen Pferdeanhänger und leben auf dem Land. Da gibt es oft matschige Wege. Der Tremor zieht das alles weg, als wäre nichts dran. Das Sperrdifferential ist super. Nur das 10-Gang-Getriebe schaltet manchmal etwas holprig beim Rangieren oder im Stop-and-Go-Verkehr, da wünsche ich mir etwas mehr Sanftheit.“ Auch berichten einige von kleinen Klappergeräuschen aus dem Bereich des großen Displays, die auf unebenen Straßen auftreten können, was aber oft durch einfache Nachjustierungen behoben wird. Diese „Sverčiki“ (Knistergeräusche) sind bei großen, komplexen Innenräumen keine Seltenheit.
Fazit von Alex Wind: Der Ford Expedition im Härtetest
Das Fazit von Alex Wind zum Ford Expedition: Der US-Riese ist eine kompromisslose Ansage gegen automobilen Platzmangel. Er wirkt weitaus entspannter und weniger protzig als ein Cadillac Escalade, bietet dabei aber einen ungleich höheren Coolness-Faktor als ein vernünftiger, aber todlangweiliger VW T7 Multivan.
Die Tremor-Version ist dabei der absolute „Sweetspot“ der Baureihe: Sie sieht mit den groben Reifen unfassbar rustikal aus, bügelt schlechte Straßen restlos weg und bietet der Familie gleichzeitig ein 24-Zoll-Digital-Kino im Armaturenbrett. Dass die Ergonomie des oben und unten stark abgeflachten Lenkrads berechtigte Diskussionen auslöste, zeigt, wie radikal Ford hier neue Wege geht – mit überraschend gutem Ergebnis in der Praxis.
Wer benötigt diesen Giganten? Großfamilien mit Boots- oder Pferdeanhänger, einem ländlichen Wohnsitz und einer tiefen Abneigung gegen deutsche Premium-Sterilität. Wer schlichtweg maximalen Platz sucht, findet hier sein Paradies. Wer sollte hingegen die Finger davon lassen? Innenstadt-Bewohner in Hamburg oder München! Wer diesen 2,40-Meter-Koloss täglich durch enge, zugeparkte Gassen quälen muss, wird den Traum vom amerikanischen Roadtrip sehr schnell als zerkratzten Albtraum erleben. Allen anderen empfehle ich: Importieren, eine Autogas-Anlage nachrüsten und das amerikanische Freiheitsgefühl in vollen Zügen genießen!
Technische Daten & Spezifikationen (Ford Expedition Tremor, US-Import 2026)
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Merkmal
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Wert
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Abmessungen
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Länge
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5.334 mm (MAX: 5.636 mm)
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Breite (mit Spiegel)
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2.403 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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2.032 mm
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Höhe
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1.940 mm (Tremor: ca. 1.980 mm)
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Radstand
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3.110 mm (MAX: 3.365 mm)
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Massen
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Leergewicht (nach DIN)
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ca. 2.600 – 2.750 kg (Tremor)
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Zul. Gesamtgewicht
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ca. 3.200 – 3.350 kg
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Zul. Anhängelast (gebremst, DE)
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3.500 kg
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Motor & Antrieb
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Motorisierung
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3.5L EcoBoost V6 Bi-Turbo
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Leistung
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440 PS (328 kW) bei 5.000 U/min
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Drehmoment
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510 lb-ft (691 Nm) bei 3.000 U/min
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Getriebe
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10-Gang-Wandlerautomatik (10R80)
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Antrieb
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Allradantrieb (4×4, Tremor mit Sperrdifferential hinten)
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Verbrauch & Emissionen
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Kraftstoffart
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Superbenzin
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Realverbrauch (Testfahrt, Super)
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ca. 14 – 18 L/100 km (Stadt bis Autobahn)
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CO2-Emissionen (geschätzt, basierend auf US EPA Werten)
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ca. 313 g/km (WLTP-Werte für europäische Homologation können abweichen)
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Fahrleistungen (ca.)
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0-100 km/h
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ca. 5,1 Sekunden
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Höchstgeschwindigkeit
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ca. 180 km/h (elektronisch begrenzt)
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Interieur
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Kofferraumvolumen (min/max, Standard)
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ca. 649 L / 3.072 L (3. Reihe/1. Reihe umgeklappt)
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Kofferraumvolumen (min/max, MAX)
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ca. 1.059 L / 3.486 L (3. Reihe/1. Reihe umgeklappt)
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Tankvolumen
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ca. 87 Liter
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Preise & Unterhalt
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Importpreis DE (ca.)
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95.000 – 110.000 € (inkl. Überführung, Homologation)
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Kfz-Steuer (DE, geschätzt)
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800 – 1.100 € pro Jahr
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Leasingrate (DE, geschätzt)
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1.200 – 1.800 € pro Monat
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