Wer heute in einen aktuellen BMW X5 oder Mercedes-Benz GLE steigt, kennt das Spiel: Man erwartet kühle Präzision, akkurat verarbeitete Materialien und eine Display-Landschaft, die über Jahre vertraut wurde. Doch dann öffnet man die massive Tür des Lincoln Nautilus des Modelljahres 2026, und unweigerlich fällt der Blick auf eine völlig neue Inszenierung. Dort, wo man ein klassisches Armaturenbrett erwartet, breitet sich ein durchgehendes, gigantisches 48-Zoll-Panorama-Display aus, das sich scheinbar grenzenlos von der linken zur rechten A-Säule spannt. Dies ist der radikale Vorstoß der amerikanischen Ford-Luxustochter Lincoln. Eine weitere Überraschung hält der Fahrzeugschein bereit: Dieses hochkomplexe SUV entsteht nicht in den USA, sondern rollt in chinesischen Werkshallen vom Band. Über ausgewählte Importeure wie AEC oder GeigerCars erreicht dieses Hybrid-SUV nun die deutschen Straßen – für rund 90.000 Euro. Wir fuhren den voll ausgestatteten Nautilus Hybrid in der exklusiven „Black Label“-Ausführung. Ist dies die vielversprechende, entspannende Zukunft automobilen Luxus, oder droht auf deutschen Autobahnen eine gefährliche, digitale Überforderung?
Ein Innenraum, der neu definiert: Digitale Bühne und Wellness-Oase
Lincoln rüttelt mit dem Nautilus am Fundament unserer Erwartungen an ein automobiles Interieur. Das „Lincoln Digital Experience“ dominiert den Fahrgastraum und inszeniert sich mit einem 48-Zoll-Monitor unter der Windschutzscheibe, der von einem zentralen, kleineren 11,1-Zoll-Touchscreen ergänzt wird.
Das 48-Zoll-Panorama: Faszination statt Ablenkung?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, eine solche Display-Flut sei eine gefährliche Ablenkung. Lincoln begegnet diesem Vorurteil jedoch intelligent: Das Panorama-Display ist extrem hoch und tief an den Rand der Windschutzscheibe positioniert. In der Praxis fungiert es wie ein gigantisches Head-up-Display. Der Blick bleibt auf die Straße gerichtet, während die Navigation (Google Built-in läuft nativ und ohne Aussetzer) gestochen scharf am unteren Sichtrand mitläuft. Der Beifahrer kann den rechten Teil des Bildschirms nach Belieben mit Wetterinformationen oder Medieninhalten konfigurieren. Nach wenigen Stunden Fahrt wirken viele konventionelle 15-Zoll-Bildschirme der Konkurrenz plötzlich wie Relikte einer vergangenen Ära. Hier zeigt Lincoln, wie man Digitalisierung nicht nur einbaut, sondern neu erdenkt.
„Rejuvenate“: Wellness auf vier Rädern
Im stockenden Verkehr auf der Autobahn aktiviert man „Lincoln Rejuvenate“. Sofort fährt der Fahrersitz sanft zurück, beginnt eine tiefgründige Massage, das 48-Zoll-Display zeigt beruhigende Wasserfall-Animationen und das „Digital Scent“-System versprüht Duftkartuschen, etwa „Mystic Forest“. Dieses Wellness-Versprechen funktioniert tatsächlich: Der Stresspegel sinkt spürbar. Wir empfinden das System als feinfühliger und immersiver als vergleichbare Ansätze anderer Premium-Hersteller. Es verwandelt den Stillstand in eine überraschend entspannende Spa-Erfahrung.
Die Touchscreen-Falle: Wenn Ergonomie zum Risiko wird
Doch dann fährt man los und möchte die Klimaanlage regeln. Eine herbe Ernüchterung offenbart sich. Lincoln hat sämtliche physischen Tasten für Temperatur und Gebläse ersatzlos gestrichen. Jede Einstellung muss über den 11,1-Zoll-Touchscreen vorgenommen werden. Es wird noch schlimmer: Selbst die Lüftungsdüsen lassen sich nicht mehr manuell verstellen. Man muss erst ins Menü navigieren, auf die entsprechende Düse tippen und dann mit dem Finger auf dem Glas wischen, um den Luftstrom zu lenken. Wer diesen Bedienaufwand bei 130 km/h auf der Autobahn versucht, gefährdet sich und andere massiv. Hier mutiert die digitale Aufrüstung zur ergonomischen Zumutung.
Der Antrieb: Amerikanische Gelassenheit trifft Hybridtechnik
Die kraftvollen V6-Motoren vergangener Generationen sucht man im Nautilus des Modelljahres 2026 vergebens. Lincoln setzt auf einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, der von einem Elektromotor unterstützt wird und eine Systemleistung von 285 PS entwickelt.
eCVT und Fahrkomfort: Gleiten statt Rennen
Wer im Nautilus längsdynamische Wunder erwartet, wird enttäuscht sein. Ein BMW X5 40i etwa umrundet den Lincoln fahrerisch mit Leichtigkeit. Die Kraftübertragung erfolgt über ein elektronisches stufenloses Planetengetriebe (eCVT). Der Übergang zwischen Elektro- und Verbrennerbetrieb geschieht derart unmerklich seidenweich, dass man ihn akustisch kaum wahrnimmt. Bei einem spontanen Gasbefehl heult der Motor jedoch CVT-typisch angestrengt auf. Dieses Auto ist offensichtlich zum Cruisen gedacht. Die adaptive CCD-Dämpfung (Continuously Controlled Damping) zeigt sich typisch amerikanisch, extrem weich abgestimmt. Sie schluckt Wellen souverän, schaukelt sanft und wiegt Reisende förmlich in den Schlaf. Wer Kurvenräuberei sucht, steigt besser sofort aus. Die Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung auf rund 200 km/h unterstreicht, dass dieses Fahrzeug nicht für das deutsche linke-Spur-Kriegsgebiet konstruiert wurde.
Akustik und Reichweite: Leiser Luxus für lange Strecken
Das NVH-Niveau (Noise, Vibration, Harshness) beeindruckt dank doppelt verglaster Akustikscheiben. Die „Quiet Flight“-Philosophie Lincolns zeigt sich auch auf der Autobahn: Selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 130 km/h bleibt das Innere herrschaftlich leise. Wind- und Abrollgeräusche halten sich dezent zurück, was Langstreckenfahrten sehr angenehm gestaltet. Der reale Verbrauch von 7,5 bis 8,5 Litern Superbenzin pro 100 Kilometer ist für einen rund zwei Tonnen schweren Benziner mit Allradantrieb absolut akzeptabel.
Das vielbeworbene Assistenzsystem „BlueCruise“ (Hands-Free-Fahren auf ausgewählten Highways) offenbart in Deutschland jedoch seine Grenzen. Mangels geeigneter Kartendaten und Zulassungen agiert es hierzulande oft nur als sehr guter, aber eben normaler adaptiver Spurhalte-Tempomat – ein Detail, das potenzielle Käufer wissen sollten.
Das Gesamtpaket: Design, Abmessungen und der Alltag in Europa
Äußerlich verhehlt der Nautilus seine asiatischen Fertigungs-Gene nicht. Das Design ist extrem glattflächig, die Türgriffe sind bündig versenkt, und die optionalen adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfer kommunizieren mit animierten Licht-Sequenzen.
Verarbeitung auf höchstem Niveau – Made in China
Die Verarbeitung und die Spaltmaße erreichen ein bemerkenswert hohes Niveau. „Made in China“ ist im Luxussegment des Jahres 2026 längst zu einem Qualitätsversprechen avanciert, das sich im Nautilus klar zeigt. Materialgüte und Passungen sind auf dem absolut höchsten globalen Niveau anzusiedeln.
Herausforderung Großstadt und Autobahn: Eine Frage der Dimensionen
Auf deutschen Autobahnen oder in engen Parkhäusern offenbart der Nautilus seine Dimensionen als echte Herausforderung. Mit vollständig ausgeklappten Außenspiegeln erreicht das SUV eine Breite von imposanten 2.169 Millimetern. Das kann in vielen Situationen, insbesondere auf den häufig 2,1 Meter breiten linken Spuren in Autobahn-Verengungen, zu Schwierigkeiten führen. Rechtlich ist das Befahren solcher Fahrspuren, wenn die Fahrzeugbreite die zulässige Maße überschreitet, nicht gestattet. Wer hier dennoch manövriert und es zu einer Berührung mit der Betonleitwand kommt, riskiert aufgrund grober Fahrlässigkeit unter Umständen den Versicherungsschutz. Auch in innerstädtischen Parkhäusern oder engen Gassen erfordert das Rangieren des Nautilus erhöhte Aufmerksamkeit.
Sicherheit ohne Euro NCAP: Was bietet der Nautilus?
Als Importfahrzeug liegt für den Lincoln Nautilus kein offizielles Euro NCAP-Ergebnis vor. Dennoch ist anzunehmen, dass das Fahrzeug über ein umfassendes Paket an modernen Sicherheitssystemen verfügt, wie man es von einem Premium-SUV erwarten darf. Dazu zählen voraussichtlich ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent (Lane Assist), ein Notbremsassistent (AEB) und ein Toter-Winkel-Warner. Die Integration dieser Systeme in das Gesamtkonzept dürfte auf dem Niveau aktueller Fahrzeuge von Ford-Töchtern liegen. Allerdings könnte das Fehlen eines unabhängigen Euro NCAP-Tests bei einigen Käufern Fragen zur passiven und aktiven Sicherheit aufwerfen, auch wenn die grundlegende Ausstattung als gut einzuschätzen ist.
Der Lincoln Nautilus im deutschen Kontext: Kosten, Risiken, Relevanz
Für deutsche Käufer ist der Lincoln Nautilus ein spannendes, aber auch risikobehaftetes Angebot. Er fordert eine sehr genaue Kalkulation.
Total Cost of Ownership (TCO): Das Import-Dilemma
Für Flottenmanager oder als Dienstwagen entfällt der Nautilus als Sparmodell. Da er ein reiner Vollhybrid (FHEV) ohne Ladeanschluss und ohne rein elektrische WLTP-Reichweite ist, greift für Dienstwagenfahrer gnadenlos die volle 1,0%-Dienstwagenversteuerung des Listenpreises. Dies reduziert seinen wirtschaftlichen Reiz für Unternehmen erheblich.
Für Privatkäufer ist der US-China-Import ein kalkulatorisches Wagnis, das sorgfältig abgewogen werden muss. Zwar spart man beim Kaufpreis gegenüber einem voll ausgestatteten BMW X5 oder Mercedes-Benz GLE gut 35.000 Euro. Der Haken: Bei Defekten ist man ausschließlich auf die Garantiezusagen des freien Importeurs angewiesen. Die europäische Ford-Organisation sieht sich für dieses Fahrzeug nicht zuständig. Beschädigt man einen Kotflügel auf der Landstraße oder fällt das hochkomplexe 48-Zoll-Display aus, wartet man unter Umständen wochenlang auf Luftfracht aus Hangzhou oder Detroit – ein längerer Stillstand ist dann vorprogrammiert.
Finanzielle Aspekte: Kfz-Steuer und Versicherungsklassen
Die jährliche Kfz-Steuer für einen Lincoln Nautilus 2.0L Hybrid mit etwa 180 g/km CO2 (realer Verbrauch) und 2.0 Litern Hubraum liegt in Deutschland bei ungefähr 210 Euro (Berechnung: 2,00 € pro angefangene 100 ccm Hubraum + 2,00 € pro g CO2 über 95 g/km). Dies ist ein überschaubarer Betrag, vergleichbar mit anderen Benzin-SUVs dieser Größe.
Die Versicherungsklassen (Typklassen) für den Nautilus sind, da es sich um ein Nischen-Importfahrzeug handelt, nicht offiziell in der GDV-Statistik gelistet. Man muss hier mit individuellen Einstufungen rechnen, die tendenziell im oberen Segment für vergleichbare Premium-SUVs liegen könnten, da Reparaturen und Ersatzteilbeschaffung komplexer sind. Wir schätzen für die Haftpflicht eine Typklasse zwischen 20-24, für die Teilkasko zwischen 25-29 und für die Vollkasko zwischen 25-30. Eine genaue Klärung mit der Versicherungsgesellschaft ist vor dem Kauf unerlässlich.
Langzeitperspektive: Typische Herausforderungen und Ersatzteilversorgung
Da der Lincoln Nautilus in dieser Konfiguration ein sehr neues Modell ist, gibt es noch keine etablierten Langzeitstudien zu typischen technischen Problemen. Allgemein gelten für Vollhybride Punkte wie die Degradation des Hochvoltakkus über viele Jahre oder die Lebensdauer des eCVT-Getriebes als potenzielle Wartungsthemen, insbesondere bei sehr sportlicher Fahrweise. Der 2,0-Liter-Turbomotor könnte bei vorwiegend kurzen Stadtfahrten, wie bei vielen Direkteinspritzern, anfällig für Verkokung der Einlassventile sein, was sich jedoch durch entsprechende Fahrprofile oder Additive minimieren lässt. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die bereits erwähnte Ersatzteilversorgung. Elektronikkomponenten, Karosserieteile oder spezifische Fahrwerkskomponenten können bei Bedarf zu langen Standzeiten führen, da sie nicht über das europäische Ford-Netzwerk erhältlich sind.
Gegenwind auf dem Premium-Parkett: Der Nautilus im Vergleich
Der Lincoln Nautilus betritt ein Segment, das in Deutschland von etablierten Größen dominiert wird. Er positioniert sich als radikale, digital fokussierte Alternative.
Im Vergleich mit dem BMW X5 xDrive50e erweist sich der BMW als der überlegene Athlet: Er bietet als Plug-in-Hybrid, dank CO2-Emissionen unter 50 g/km, die steuerbegünstigte 0,5%-Dienstwagenversteuerung, leistet mit 489 PS massiv mehr und fährt sich dank seines feinen 8-Gang-Wandlerautomaten und des strafferen Fahrwerks wie ein Sportwagen auf Stelzen – kostet aber auch deutlich mehr. Der Lexus RX 350h hingegen ist der Musterschüler in Sachen Verarbeitungsqualität und rettet erfreulicherweise physische Klimatasten. Sein digitales Auftreten wirkt jedoch im direkten Vergleich mit dem Nautilus etwas angestaubt.
Der Lincoln Nautilus gewinnt dieses Trio als das exklusivste und digital radikalste „Wohnzimmer auf Rädern“. Wer das Budget schonen möchte und auf kompromisslose Längsdynamik verzichten kann, erhält hier das spektakulärste Interieur der Gegenwart. Für Interessenten des Ford Edge (nicht mehr in Europa) oder des Jeep Grand Cherokee (gerade in Hybridversionen) könnte der Nautilus ebenfalls eine Überlegung wert sein, wenn das Digitale Erlebnis im Vordergrund steht.
Unsere Einschätzung: Für wen taugt Lincolns neues Flaggschiff?
Der Lincoln Nautilus Hybrid des Modelljahres 2026 ist ein absolut faszinierendes, hochgradig polarisierendes Automobil. Er offenbart schonungslos, dass in der Welt amerikanischer und chinesischer Entwickler das reine „Fahren“ – also Querdynamik und Lenkpräzision – längst eine untergeordnete Rolle spielt. In diesem Fahrzeug stehen das „Ankommen“ und das „Verweilen“ im Fokus.
Stärken und Schwächen im Überblick
Stärken:
- 48-Zoll-Panoramadisplay: Die Integration als gigantisches Head-up-Display mit nativer Google-Software setzt Maßstäbe.
- „Rejuvenate“-Wellness: Die Kombination aus sanfter Massage, Akustik und digitalen Düften verwandelt jede zähe Staupassage in entspannende Spa-Zeit.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Rund 35.000 Euro Ersparnis gegenüber einem voll ausgestatteten deutschen Premium-Konkurrenten stellen ein gewichtiges Argument dar.
- Verarbeitungsqualität: „Made in China“ liefert bei diesem Fahrzeug Spaltmaße und Materialgüte auf dem höchsten globalen Niveau.
Schwächen:
- Touch-Bedienungs-Albtraum: Die rein elektrische Justierung der Lüftungsdüsen über das Touch-Display ist ergonomisch fragwürdig und frustrierend.
- Fahrdynamik & Höchstgeschwindigkeit: Das eCVT-Getriebe führt unter Last zu Motorheulen; 200 km/h Höchstgeschwindigkeit und das extrem weiche Fahrwerk sind nicht für sportliche Autobahnfahrten ausgelegt.
- Import-Logistik: Der fehlende europäische Herstellersupport bedeutet oft wochenlange Wartezeiten auf komplexe Ersatzteile.
- Abmessungen: Mit 2,16 Metern Breite (inklusive Spiegel) wird die Nutzung enger Fahrspuren zur Herausforderung und kann rechtliche Konsequenzen haben.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer berichten
Erste Berichte von US-amerikanischen Besitzern, die den Nautilus bereits fahren, zeigen ein geteiltes Bild, das unsere Erfahrungen bestätigt. Viele loben enthusiastisch die „Rejuvenate“-Funktion und das beeindruckende Panorama-Display, das als „Game Changer“ beschrieben wird. Die Geräuschdämmung und der Federungskomfort werden ebenfalls häufig positiv hervorgehoben – der Nautilus gleite förmlich über die Straße.
Kritik richtet sich jedoch oft an die Bedienung der Klimaanlage und Lüftung über das Touch-Display, die als „unnötig kompliziert“ oder gar „gefährlich während der Fahrt“ empfunden wird. Einige monieren auch das typische CVT-Surren bei stärkerer Beschleunigung und die generell auf Komfort ausgelegte Fahrwerksabstimmung, die sportliche Ambitionen im Keim ersticken. Über potenzielle „Sitzknistern“ oder „Armaturenbrett-Klappergeräusche“ ist bei einem so neuen Modell noch nichts bekannt, aber die Komplexität des Displays und der vielen beweglichen Teile im Innenraum lässt aufhorchen. Die lange Lieferzeit von Ersatzteilen bei einem Import ist ebenfalls ein wiederkehrendes Thema.
Fazit: Eine mutige Alternative für besondere Ansprüche
Suchen Sie eine fahraktive Sport-Maschine, mit der Sie auf der linken Spur bei 220 km/h einen Porsche Macan jagen wollen? Dann lassen Sie diesen Import unbedingt stehen. Die weichen Dämpfer und das eCVT-Getriebe würden Sie auf eine harte Geduldsprobe stellen.
Wenn Ihnen der Status eines BMW X3 oder Audi Q5 völlig gleichgültig ist, Sie im Alltag maximal 140 km/h cruisen und Technik primär als Entspannungs-Tool begreifen, dann ist der Nautilus das aktuell spektakulärste Luxus-SUV unter 100.000 Euro. Ertrogen Sie zähneknirschend die infernalische Touch-Bedienung der Lüftungsdüsen, schalten Sie die „Mystic Forest“-Beduftung ein und genießen Sie den unfassbaren 48-Zoll-Horizont, den Ihnen kein deutsches Auto in dieser Form bieten kann. Der Lincoln Nautilus ist eine mutige Ansage aus einer anderen Autowelt – und genau das macht ihn so reizvoll für den richtigen Käuferkreis.
Technische Daten & Spezifikationen: Lincoln Nautilus 2.0L Hybrid Black Label (Import 2026)
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Datenpunkt
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Lincoln Nautilus 2.0L Hybrid Black Label (Import 2026)
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Motor & Antrieb
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2.0L R4-Turbo + E-Motor (Vollhybrid, FHEV), Allrad (AWD)
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Leistung / Drehmoment
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285 PS (213 kW) Systemleistung / Systemdrehmoment nicht spezifiziert
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Getriebe
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Elektronisches Stufenlos-Getriebe (eCVT)
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Fahrwerk
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MacPherson vorn / Mehrlenker hinten (adaptiv, CCD-Dämpfung)
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0-100 km/h
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ca. 7,0 s
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Höchstgeschwindigkeit
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ca. 200 km/h (nicht vollgasfest im deutschen Sinne)
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Realverbrauch (Mix)
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ca. 7,5 – 8,5 l/100 km (Super, kein offizieller WLTP-Wert für EU)
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Tankvolumen
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ca. 75 Liter
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CO2-Emissionen (ca.)
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ca. 170-190 g/km (je nach Fahrweise, kein offizieller WLTP-Wert für EU)
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Anhängelast (gebremst)
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ca. 794 kg
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Länge
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4.907 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.954 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.169 mm
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Höhe
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ca. 1.732 mm
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Radstand
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ca. 2.891 mm
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Leergewicht (EU)
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ca. 1.973 kg
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Kofferraumvolumen
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ca. 1.018 Liter (nach VDA, Sitze hoch) / ca. 2.029 Liter (Sitze umgelegt)
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Preis (Import, DE)
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ca. 85.000 – 90.000 € (inkl. Verzollung, Umrüstung, Vollausstattung)
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Leasing (geschätzt)
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ca. 950 – 1.150 €/Monat (bei 36 Mon., 10.000 km/Jahr, 0-10% Anzahlung)
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Fazit von Alex Wind: Unglaublicher Bildschirm-Luxus mit Bedien-Hürden
Alex Wind meint: Der in China gebaute Lincoln Nautilus bietet mit seiner durchgehenden 48-Zoll-Displaywand eine Show, die jeden Mercedes-Fahrer staunen lässt. Fahrwerk und Geräuschdämmung sind Spitzenklasse. Dass man für die Lüftungsdüsen im Touch-Untermenü wischen muss, trübt den positiven Gesamteindruck.






















