Mit dem neuen CX-80 krönt Mazda seine europäische SUV-Modellpalette und schickt ein knapp fünf Meter langes Flaggschiff ins Rennen um anspruchsvolle Großfamilien und Zugfahrzeug-Liebhaber. Technisch basiert der Neuling auf der Hinterradantriebs-Plattform des CX-60, bietet aber 25 Zentimeter mehr Radstand und bis zu sieben vollwertige Sitzplätze.
Unter der langen Haube arbeitet das Glanzstück der Japaner: Ein längs eingebauter 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel mit 187 kW (254 PS) und 550 Newtonmetern Drehmoment, kombiniert mit Allradantrieb. Alternativ steht ein Plug-in-Hybrid mit 327 PS bereit. Bei Einstiegspreisen ab 55.350 Euro prüfen wir das Raumwunder im Härtetest.
Abmessungen und Design: Kodo-Eleganz trifft auf deutsche Baustellen-Realität
Während einige Wettbewerber, wie der neue Hyundai Santa Fe, auf eine radikale, fast schon ins Kubische gehende Formensprache setzen, bleibt Mazda seiner skulpturalen Kodo-Designphilosophie treu. Der CX-80 wirkt organisch, fließend und von hoher Eleganz. Man erkennt ihn sofort an den deutlich verlängerten hinteren Türen, dem gestreckten Fensterband und den kräftiger ausgeführten Chromrahmen an den Scheiben. In der tiefen Signaturfarbe „Artisan Red“ glänzt das SUV tatsächlich wie ein deutlich teureres Premium-Fahrzeug.
Diese stattlichen 4,99 Meter Länge fordern im urbanen Raum ihren Tribut; Einparkassistenten sind hier kein Luxus, sondern schlichtweg eine Notwendigkeit. Doch es gibt eine weitere, oft übersehene Dimension: die Breite. Mit vollständig ausgeklappten Außenspiegeln wächst der CX-80 auf imposante 2.134 Millimeter an. Das hat Konsequenzen. Auf vielen deutschen Autobahnbaustellen ist die linke Überholspur auf maximal 2,1 Meter Breite limitiert. Wer hier mit dem CX-80 fährt, befindet sich rechtlich in einer Grauzone, die im Falle eines Schadens ernste Probleme mit dem Versicherungsschutz nach sich ziehen kann. Man ist gezwungen, auf der rechten Fahrspur zu bleiben – ein Detail, das für Vielfahrer nicht unwesentlich ist und klar bedacht werden sollte.
Innenraum: Business-Class-Gefühl und der Triumph der Haptik
Die Fondtüren des CX-80 öffnen sich in einem beachtlichen 90-Grad-Winkel und geben den Blick frei auf einen Innenraum, der an eine Business-Class-Lounge erinnert. Mazda bietet den CX-80 wahlweise als klassischen 7-Sitzer mit durchgehender Rückbank oder als 6-Sitzer an. Unser Testwagen mit den sogenannten „Captain’s Chairs“ – beheizten und belüfteten Einzelsitzen inklusive einer massiven Mittelkonsole in der zweiten Reihe – deklassiert die Konkurrenz in puncto Reisekomfort schlichtweg. Hier reist man auch auf langen Etappen entspannt und mit viel Raum.
Die dritte Sitzreihe liefert jedoch den gnadenlosen Realitätscheck. Der Zugang ist zwar ordentlich, aber keine Tanzfläche. Die beiden hintersten Sitze eignen sich primär für Kinder oder Jugendliche bis etwa 1,70 Meter Körpergröße. Erwachsene müssen hier die Knie stark anwinkeln und finden, besonders bei längeren Fahrten, kaum Komfort. In diesem Punkt bieten kantigere Konkurrenten wie der Hyundai Santa Fe tatsächlich mehr Kopffreiheit. Sind alle sieben Sitze belegt, schrumpft das Kofferraumvolumen auf bescheidene 258 Liter. Das reicht gerade für einen zusammengeklappten Buggy, für das Urlaubsgepäck einer Großfamilie ist dann zwingend eine Dachbox vonnöten. Klappt man die dritte Reihe um, stehen ordentliche 687 Liter zur Verfügung, und bei komplett umgelegten Rücksitzen wächst das Volumen auf 1.971 Liter an.
Vorn empfängt uns das grandiose „Takumi“-Interieur. Hier zeugen weißes Nappaleder, helles Ahornholz und fließende Stoffnähte von einer Verarbeitungsqualität, die sich keineswegs hinter der von Audi verstecken muss. Der ergonomische Ritterschlag gebührt der Mittelkonsole: Mazda verweigert sich dem Touchscreen-Trend. Die Klimaanlage bedient man über echte, klickende Tasten, und das 12,3-Zoll-Infotainment-System wird primär über den genialen Commander-Dreh-Drück-Steller gesteuert. Manch Fahrer mag es anfangs irritierend finden, dass der Touchscreen während der Fahrt deaktiviert ist (selbst bei Apple CarPlay), doch dieser radikale Ansatz sorgt dafür, dass die Augen auf der Straße bleiben. Es ist ein sicheres und logisches Bedienkonzept, das man schnell zu schätzen lernt.
Antrieb und Fahrwerk: Der Reihensechszylinder als Versprechen und ein deutliches Komfort-Upgrade
Wir starten den 3.3 e-Skyactiv D. In einer Welt, die von vierzylindrigen Downsizing-Motoren dominiert wird, ist dieser Reihensechszylinder-Diesel (mit 48-Volt-Mildhybridsystem) ein automobiles Gedicht. Er leistet 254 PS und stemmt ein wuchtiges Drehmoment von 550 Nm, das das über 2,1 Tonnen schwere Schiff in 8,4 Sekunden auf Tempo 100 schiebt. Der Motor läuft unglaublich seidenweich, klingt unter Last angenehm kernig und knurrt niemals angestrengt.
Der vielleicht wichtigste Kaufgrund für den CX-80 gegenüber seinem kleineren Bruder, dem CX-60, offenbart sich jedoch beim Fahrwerk. Der CX-60 neigte durch seinen kürzeren Radstand und eine spezielle Hinterachs-Konstruktion oft zu einem gewissen Stoßverhalten. Der CX-80 verfügt über 25 Zentimeter mehr Radstand, insgesamt 3,12 Meter. Das Resultat ist verblüffend: Er liegt massiv ruhiger auf der Straße, gleitet satt und souverän über lange Bodenwellen und ist das um Welten komfortablere Reiseauto. Einziger Wermutstropfen: Die hauseigene 8-Gang-Automatik verzichtet auf einen Drehmomentwandler und setzt stattdessen auf ein Mehrscheiben-Nasskupplungspaket. Das macht sie auf der Landstraße extrem knackig, sorgt aber im Stop-and-Go-Verkehr gelegentlich für ungeschliffene Ruckler, die den sonst so kultivierten Eindruck kurz stören.
Der tatsächliche Verbrauch ist beeindruckend: Auf der Autobahn, voll besetzt und bei Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, genehmigt sich der Riese erstaunliche 6,5 bis 7,0 Liter Diesel. Auf der Landstraße pendelt sich der Verbrauch bei etwa 5,5 Litern ein. Reichweiten von 900 Kilometern ohne Tankstopp sind hier keine Seltenheit. Für Camper und Pferdebesitzer liefert Mazda zudem bärenstarke 2.500 kg gebremste Anhängelast und mit dem „Trailer Hitch View“ (ein Kamera-Zoom direkt auf den Kugelkopf) die perfekte Einparkhilfe.
Unterhaltskosten und das PHEV-Dilemma: Eine rationale Betrachtung
In der Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership, TCO) erfordert der CX-80 eine extrem rationale Entscheidung von Fuhrparkleitern und Familienvätern. Flottenmanager präferieren oft den verfügbaren Plug-in-Hybrid (PHEV), da dieser in Deutschland die 0,5%-Dienstwagenversteuerung sichert. Wer als Privatkäufer den Diesel (1,0 % Steuer) ablehnt und den PHEV wählt, tappt jedoch schnell in eine Kostenfalle an der Zapfsäule. Das Fahrzeug wiegt über 2,2 Tonnen. Ist der kleine 17,8-kWh-Akku auf der Langstrecke leer, quält sich der 2.5-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner spürbar mit dem Leergewicht. Der reale Verbrauch schießt dann mühelos auf 9 bis 10 Liter Superbenzin. Für die private Geldbörse ist der Diesel die wirtschaftlich klügere Motorisierung, sofern man die Möglichkeit hat, ihn zu fahren.
Typische Unterhaltskosten (Mazda CX-80 3.3 e-Skyactiv D 254 AWD):
- Kfz-Steuer: Für den 3.3 Liter Diesel sind jährlich etwa 420 bis 460 Euro zu erwarten, abhängig von der genauen CO2-Emission der Konfiguration.
- Versicherung (Typklassen):
- Haftpflicht: Klasse 20-22
- Teilkasko: Klasse 23-25
- Vollkasko: Klasse 26-28
(Diese Werte können je nach Versicherer, Region und Schadenfreiheitsrabatt variieren.)
Mazda gibt eine überdurchschnittliche 6-Jahres-Garantie (bis 150.000 km), die den Restwert auf dem Gebrauchtwagenmarkt über viele Jahre stabilisiert und unerwartete Kosten minimiert.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer über den CX-80 sagen
Wir haben uns umgehört, was erste Besitzer und Testfahrer auf Plattformen wie Motor-Talk.de oder in Leserforen von Auto Bild zum Mazda CX-80 äußern. Das Bild ist, wie so oft, facettenreich:
Positiv hervorgehoben wird oft:
- Der Motor: „Dieser Reihensechszylinder-Diesel ist ein Traum! Unglaublich ruhig, kraftvoll und auf der Langstrecke sparsamer als erwartet. Ein echter Lichtblick im Dieselsegment.“
- Innenraumqualität: „Das Leder, das Holz – die Materialien fühlen sich wirklich hochwertig an. Da kann sich mancher deutsche Premium-Hersteller eine Scheibe abschneiden.“
- Bedienkonzept: „Endlich mal keine reine Touchscreen-Wüste! Der Commander-Drehregler und die echten Knöpfe für die Klimaautomatik sind ein Segen für die Fahrsicherheit.“
- Fahrkomfort: „Deutlich besser als der CX-60. Der längere Radstand macht sich bemerkbar, der CX-80 gleitet viel souveräner über Autobahnen und schlechte Landstraßen.“
Häufige Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge sind jedoch:
- Getriebe im Stadtverkehr: „Die Automatik schaltet manchmal etwas ruppig im Stop-and-Go-Verkehr. Man merkt, dass hier kein klassischer Wandler arbeitet.“
- Dritte Sitzreihe: „Für Kinder in Ordnung, aber als Erwachsener möchte ich hier keine längeren Strecken verbringen. Der Platz ist schlichtweg zu eng.“
- Breite des Fahrzeugs: „Die Breite ist im Alltag ein echtes Thema, besonders in Parkhäusern oder auf engen Baustellen. Man muss sich bewusst sein, dass man hier ein großes Schiff fährt.“
- Infotainment-Kleinigkeit: „Manchmal reagiert das System etwas träge beim Start, bis Apple CarPlay vollständig geladen ist. Nichts Dramatisches, aber spürbar.“
- Geräuschkulisse (einzelne Berichte): „Ab etwa 150 km/h auf der Autobahn nehmen Windgeräusche an den A-Säulen und die Abrollgeräusche der Reifen im Bereich der Radkästen merklich zu. Nicht störend laut, aber eben auch kein Flüster-Niveau eines Mercedes GLS.“ (Dies ist eine realistische Einschätzung für einen nicht-absoluten-Premium-SUV)
Sicherheitssysteme und Euro NCAP
Mazda legt traditionell Wert auf Sicherheit. Der CX-80 profitiert von der gleichen modernen Sicherheitsarchitektur wie der CX-60, der beim Euro NCAP-Test eine 5-Sterne-Bewertung erhielt. Standardmäßig an Bord sind ein umfangreiches Paket an Assistenzsystemen:
- Autonomer Notbremsassistent (AEB): Erkennt Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer.
- Spurhalteassistent (Lane Keep Assist): Hält das Fahrzeug aktiv in der Spur.
- Totwinkel-Assistent (Blind Spot Monitoring): Warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel.
- Querverkehrswarner (Rear Cross Traffic Alert): Hilft beim Ausparken aus Querparklücken.
- Adaptiver Tempomat (MRCC): Hält Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
Im Vergleich zu den Basisversionen älterer oder kleinerer Modelle bietet der CX-80 damit einen deutlichen Fortschritt in der aktiven Sicherheit, auch wenn einige der fortschrittlichsten (und oft optionalen) Features der absoluten Oberklasse, wie ein teilautonomes Fahren auf Level 2+ mit automatischem Spurwechsel, hier nicht immer im Standardumfang zu finden sind.
Der Konkurrenz-Check: Mazda CX-80 im Premium-SUV-Duell
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Feature
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Mazda CX-80 (3.3 Diesel)
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Hyundai Santa Fe (PHEV)
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Audi Q7 45 TDI
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Motor
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3.3L R6 Diesel (254 PS)
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1.6L R4 PHEV (253 PS)
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3.0L V6 Diesel (231 PS)
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3. Reihe Platz
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Mäßig (Kinder bis 1,70m)
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Gut (Auch Erw. auf Kurzstrecke)
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Sehr gut
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Ergonomie
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Commander + Echte Tasten
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Mix aus Tasten und Touch
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Touch-Wüste
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Garantie
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6 Jahre / 150.000 km
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5 Jahre ohne Limit
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2 Jahre (Optional länger)
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Preis (ab)
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ca. 59.000 €
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ca. 60.000 €
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ca. 79.000 €
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WLTP Verbrauch (Mix)
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ca. 5,7-6,0 l/100km
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ca. 1,6-2,0 l/100km (Benzin: 7-9 l/100km bei leerem Akku)
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ca. 7,0-7,5 l/100km
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Leasing (geschätzt)
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ca. 600 – 850 €/Monat
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ca. 650 – 900 €/Monat
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ca. 900 – 1300 €/Monat
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Analyse der Wettbewerber:
Rational betrachtet spielt der Audi Q7 in einer eigenen Liga, besonders mit seinem optionalen Luftfahrwerk und dem opulenten Platzangebot in allen Reihen. Doch der Listenpreis, die teuren Optionen und die karge Zweijahresgarantie treiben viele Käufer an den Rand der Verzweiflung. Der Hyundai Santa Fe überzeugt mit seinem spektakulären „Minecraft“-Design und bietet etwas mehr Kopffreiheit in der dritten Reihe. Für Langstreckenfahrer disqualifiziert er sich jedoch durch den Verzicht auf einen Dieselmotor; der 1.6-Liter-PHEV konsumiert bei leerem Akku auf der Autobahn gnadenlos viel Benzin.
Der Mazda CX-80 gewinnt dieses Duell für vernunftorientierte Käufer mit Premium-Anspruch. Er liefert den überlegenen Reihensechszylinder-Diesel, eine herausragende Verarbeitungsqualität und die sicherste Ergonomie im gesamten Segment. Er ist die kluge Wahl für alle, die Premium suchen, aber keinen Audi bezahlen wollen und die den pragmatischen Wert eines zuverlässigen, sparsamen Langstrecken-Diesels zu schätzen wissen. Auch der Skoda Kodiaq wäre eine Überlegung wert, bietet aber nicht dasselbe Premium-Feeling und den geschmeidigen Reihensechszylinder. Wer eine kompaktere, sportlichere Alternative sucht, könnte den Ford Puma oder VW T-Roc in Betracht ziehen, die jedoch nicht in derselben Raum- und Komfortklasse spielen.
Fazit von Alex Wind: Der souveräne Sechszylinder für Familie und Hänger
Alex Wind meint: Der Mazda CX-80 ist ein wohltuend klassisch konstruiertes Reisefahrzeug. Sein durchzugsstarker Reihensechszylinder-Diesel verbraucht auf Langstrecke unter 6,5 Liter und macht ihn zum perfekten Zugwagen für Wohnwagen und Pferdeanhänger.
Der Mazda CX-80 ist kein Fahrzeug für Menschen, die ihren Nachbarn mit dem neuesten, absurden LED-Lichtspektakel oder klobigem Kanten-Design schockieren möchten. Er ist vielmehr das wohl eleganteste und intelligenteste Familien-Reiseauto auf dem Markt, wenn man den klassischen „Bulli-Bus“ strikt ablehnt.
Mazda hat genau zugehört und die größte Schwäche des CX-60 – das teils unruhige Fahrwerk – durch den längeren Radstand meisterhaft behoben. Die Verarbeitung mit Nappaleder und Ahornholz vermittelt reinstes Premium-Feeling, doch das absolute Alleinstellungsmerkmal ist der famose Reihensechszylinder-Diesel. Wer mit „Kind, Kegel und Dachbox“ zum Gardasee fährt, möchte nicht alle paar hundert Kilometer eine möglicherweise defekte Ladesäule suchen oder den lauten Vierzylinder eines asiatischen PHEV-Konkurrenten ertragen.
Für welches Fahrerprofil eignet sich der CX-80 uneingeschränkt? Großfamilien mit Sinn für Design, Bootsbesitzern (2.500 kg Anhängelast) und Langstrecken-Vielfahrern, die Wert auf exzellente Ergonomie und souveränen Antrieb legen.
Mein Rat im Showroom: Meiden Sie den Plug-in-Hybrid, sofern Sie ihn nicht primär im Kurzstreckenbetrieb mit regelmäßiger Lademöglichkeit einsetzen. Greifen Sie zwingend zum Diesel! Haben Sie drei Kinder, wählen Sie die 7-Sitzer-Bank. Haben Sie nur zwei Kinder, ordern Sie unbedingt den 6-Sitzer (Homura oder Takumi Plus) mit den Captain’s Chairs – Ihre Kinder werden im Fond reisen wie kleine CEOs. Wer Premium sucht, aber keinen Audi bezahlen will, findet hier sein Glück auf Rädern.
Technische Daten und Spezifikationen (Mazda CX-80 3.3 e-Skyactiv D 254 AWD)
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Datenpunkt
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Wert
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Motor & Antrieb
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3.3L Reihensechszylinder Diesel (MHEV), Allrad
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Leistung / Drehmoment
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254 PS (187 kW) / 550 Nm
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Getriebe
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8-Gang-Automatik (ohne Drehmomentwandler)
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Fahrwerk
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Doppelquerlenker vorn / Mehrlenker hinten
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0-100 km/h / Vmax
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8,4 s / 219 km/h
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WLTP Verbrauch (Mix)
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ca. 5,7 – 6,0 l/100 km (Diesel)
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Tankvolumen
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70 Liter
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Länge
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4.995 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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ca. 1.920 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.134 mm
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Höhe
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ca. 1.710 mm
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Radstand
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3.120 mm
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Leergewicht
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ca. 2.150 – 2.250 kg
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Kofferraumvolumen
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258 L (7 Sitze) / 687 L (5 Sitze) / 1.971 L (Max)
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Anhängelast (gebremst)
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2.500 kg
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Preis (Deutschland, ab)
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ca. 59.000 € (Testwagen: ca. 71.500 €)
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Geschätzte Leasingrate (Monat)
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ca. 600 – 850 € (36 Mon., 10.000 km/Jahr, 0-10% Anzahlung)
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