Jede Familie kennt das Problem: So groß das Auto von außen auch wirkt, vor der Urlaubsfahrt ist der Platz innen immer zu knapp. Genau hier setzt die zweite Generation des Skoda Kodiaq an. Er hat sich als Liebling deutscher Familien und Flottenmanager etabliert, die auf Nutzwert und Raumangebot setzen. Während andere Konzernmarken mit teils fragwürdigen Bedienkonzepten experimentierten, blieb Skoda seiner pragmatischen Linie treu. Der neue Kodiaq ist gewachsen, spürbar teurer geworden und tritt mit seiner neuen „Modern Solid“-Designsprache und dem illuminierten Kühlergrill deutlich präsenter auf.
Für einen ersten, exklusiven Test konnten wir einen seriennahen Prototyp des Kodiaq mit dem 193 PS starken Diesel und Allradantrieb auf einem abgesperrten Testgelände fahren. Wir wollten herausfinden, ob er seine Position als einer der besten Familientransporter verteidigen kann. Ist er noch immer der Preis-Leistungs-Champion oder rückt er preislich so weit auf, dass er Premium-Angebote direkt angreift? Unsere Eindrücke zeigen: Der Kodiaq bleibt seinen Wurzeln treu, tritt aber mit einem neuen Selbstbewusstsein an.
Größer, kantiger, selbstbewusster: Abmessungen und Design
Der neue Kodiaq hat in seinen Abmessungen spürbar zugelegt. Mit 4.758 mm Länge überragt er seinen Vorgänger um sechs Zentimeter. Die bullig wirkende, hohe Motorhaube und der steil stehende Grill verleihen ihm eine beeindruckende Statur. Er wirkt nicht länger wie der kleine Bruder des VW Tiguan, sondern wie ein eigenständiger, souveräner Player im Segment der großen SUVs. Ein schönes Detail ist die optional in „Dark Chrome“ abgesetzte C-Säule, die dem Dach eine schwebende Optik verleiht.
Diese Größe hat aber auch ihre Kehrseite. Die Breite von 1.864 mm ohne Spiegel macht das Rangieren in engen Parkhäusern oder Altstadtgassen zur Präzisionsarbeit. Der Wendekreis ist klassenüblich, was in der Stadt aber auffällt. Glücklicherweise arbeitet das serienmäßige 360-Grad-Kamerasystem auf einem exzellenten Niveau und macht das Manövrieren deutlich einfacher. Mit ausgeklappten Spiegeln misst der Kodiaq stattliche 2.133 mm in der Breite.
Kofferraumvolumen: Ein schwarzes Loch für Gepäck
Das Raumangebot im Kodiaq ist schlichtweg gigantisch. Als Fünfsitzer fasst der Kofferraum 910 Liter – ein Wert, der in dieser Klasse fast konkurrenzlos ist. Wir konnten ohne Probleme einen großen Kinderwagen, zwei Hartschalenkoffer, ein Laufrad und eine sperrige Kühlbox verstauen, ohne dabei Tetris spielen zu müssen. Die Rückbank lässt sich serienmäßig asymmetrisch in der Länge verschieben, was die Variabilität weiter steigert. Im Fond genießen Passagiere eine Beinfreiheit, die man sonst eher aus der Oberklasse kennt.
Wer die optionale dritte Sitzreihe wählt, muss deren Grenzen kennen. Die beiden hintersten Plätze sind Notsitze und eignen sich nur für Kinder bis etwa 1,60 Meter Körpergröße. Für Erwachsene wird es dort sehr eng. Zudem schrumpft der verbleibende Kofferraum bei aufgestellter dritter Reihe auf 340 Liter, was dem Niveau eines VW Polo entspricht. Für den gelegentlichen Transport von Kindern ist die Siebensitzer-Option eine gute Lösung, für den regelmäßigen Einsatz mit Erwachsenen ist sie ungeeignet.
Unter der Haube: Motoren, Verbrauch und die TCO-Frage
Skoda stellt für den Kodiaq eine breite Motorenpalette bereit, die verschiedene Anforderungen abdeckt. Die Preisliste beginnt bei 41.990 Euro für den 1.5 TSI mHEV. Ein gut ausgestatteter Diesel mit Allradantrieb, wie unser Testwagen, kann die 60.000-Euro-Marke jedoch schnell überschreiten.
Antriebsoptionen und ihre Besonderheiten
- 1.5 TSI mHEV (150 PS): Der Mild-Hybrid-Benziner mit 110 kW ist eine vernünftige Wahl für Fahrer mit Fokus auf Stadt- und Überlandfahrten. Er liefert solide Fahrleistungen bei einem WLTP-Verbrauch von 6,0–6,6 l/100 km.
- 2.0 TDI (150 PS / 193 PS 4×4): Die Diesel bleiben die erste Wahl für Vielfahrer und alle, die einen Anhänger ziehen. Der 150-PS-Fronttriebler (110 kW) ist mit einem WLTP-Schnitt von 5,3 l/100 km sehr sparsam. Der von uns gefahrene 193-PS-Allradler (142 kW) bietet mit 400 Nm Drehmoment souveräne Kraftreserven und kommt auf einen WLTP-Verbrauch von 6,0–6,4 l/100 km.
- 1.5 TSI iV (Plug-in Hybrid, 204 PS): Der Plug-in Hybrid ist für Dienstwagenfahrer dank der 0,5-%-Regelung besonders attraktiv. Seine rein elektrische Reichweite von über 100 km (WLTP) und die Fähigkeit, mit bis zu 50 kW an einem DC-Schnelllader zu laden, machen ihn im Alltag sehr praxistauglich. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei nur 1,5–1,8 l/100 km. Der Haken: Es gibt ihn nur mit Frontantrieb und als Fünfsitzer, da die Batterie den Platz für die dritte Sitzreihe belegt.
- 2.0 TSI RS (265 PS): Für leistungsorientierte Fahrer schiebt Skoda ab November 2024 den Kodiaq RS mit 195 kW (265 PS) und Allradantrieb nach.
Kfz-Steuer und Typklassen
Die jährliche Kfz-Steuer in Deutschland richtet sich nach Hubraum und CO2-Ausstoß. Für den 2.0 TDI mit 193 PS und Allradantrieb ist mit einer jährlichen Abgabe von etwa 300 bis 400 Euro zu rechnen, abhängig von der exakten CO2-Einstufung. Der 1.5 TSI mHEV liegt in der Regel etwas darunter. Der Plug-in Hybrid profitiert dank seiner niedrigen kombinierten CO2-Emissionen von einer deutlich geringeren Steuerlast.
Die Versicherungseinstufungen (Typklassen für Haftpflicht, Teil- und Vollkasko) bewegen sich für den Kodiaq im Mittelfeld, was für ein SUV dieser Größe normal ist. Familien-SUVs sind selten Schnäppchen in der Versicherung, aber auch keine Ausreißer nach oben.
Realverbrauch und Langstreckentauglichkeit
Im Test auf der Autobahn genehmigte sich der 193 PS starke Diesel-Allradler bei einer Richtgeschwindigkeit von 140 km/h ehrliche 7,2 Liter pro 100 km. Auf entspannten Landstraßenfahrten kamen wir der 6,0-Liter-Marke nahe. Der 58-Liter-Tank ermöglicht Reichweiten von über 800 Kilometern ohne Tankstopp, was den Kodiaq zu einem exzellenten Reiseauto macht. Die spürbar verbesserte Aerodynamik zahlt sich hier direkt beim Verbrauch aus.
Ein entscheidender Vorteil für Camper und Pferdebesitzer: Der starke Allrad-TDI darf gebremste 2.300 kg an den Haken nehmen. Das ist ein Spitzenwert in dieser Klasse.
Im Cockpit: Ergonomie, Materialien und das Bedienkonzept
Schon beim Einsteigen wird klar: Skoda hat den Fokus voll auf Benutzerfreundlichkeit gelegt. Die sogenannten „Smart Dials“ in der Mittelkonsole sind ein Musterbeispiel für gelungene Ergonomie. Drei physische Drehregler mit integrierten Displays erlauben eine intuitive Bedienung, ohne den Blick von der Straße zu nehmen. Die äußeren Regler steuern Temperatur und Sitzklimatisierung, der mittlere ist frei programmierbar für Funktionen wie Lüfterstufe, Fahrmodi oder Lautstärke. Das ist ein wohltuender Kontrast zur überdigitalisierten Konkurrenz und ein echter Gewinn für die Fahrsicherheit.
Das große 13-Zoll-Display darüber reagiert schnell und die Menüstruktur des MIB4-Infotainmentsystems ist logisch aufgebaut. Auch bei der Materialauswahl hat Skoda aufgewertet. Das Armaturenbrett ist mit nachhaltigen, aufgeschäumten Stoffen bezogen. Scharfkantiges Hartplastik findet man erst in den unteren, nicht sichtbaren Bereichen. Die Verarbeitungsqualität ist auf einem hohen Niveau und muss sich im Konzernvergleich nicht verstecken.
Akustischer Komfort auf der Autobahn
Auf der Langstrecke ist der Geräuschkomfort entscheidend. Hier hat Skoda bei der NVH-Dämmung (Noise, Vibration, Harshness) massiv nachgelegt. Der 2.0 TDI-Motor ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich leiser und kultivierter. Selbst bei Geschwindigkeiten über 130 km/h bleibt der Geräuschpegel im Innenraum angenehm niedrig. Die optionale Akustikverglasung leistet hier ganze Arbeit und filtert Windgeräusche exzellent heraus, was lange Fahrten spürbar entspannter macht.
Fahrdynamik und Reisekomfort: Mehr Sänfte als Sportler
Der Kodiaq ist kein Sportwagen. Er will auch keiner sein. Er ist eine komfortable Reiselimousine im SUV-Kleid. Ein technisches Highlight ist das neu entwickelte „DCC Plus“-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, die über zwei separate Ventile für die Zug- und Druckstufe verfügen. Im Comfort-Modus gleitet der Kodiaq sanft über Bodenwellen und bügelt selbst harte Querfugen souverän glatt. Er schwingt dabei leicht nach, was das entspannte Fahrgefühl unterstreicht.
Der 193-PS-Diesel mit 400 Nm Drehmoment liefert jederzeit genügend Kraft für Überholmanöver, auch bei voller Beladung. Das 7-Gang-DSG (DQ381) schaltet während der Fahrt butterweich und unauffällig. Im Stadtverkehr oder beim spontanen Anfahren an der Ampel zeigt das Getriebe jedoch weiterhin die bekannte Gedenksekunde. Das System kuppelt hier manchmal etwas unharmonisch ein, was sportliche Ambitionen im Keim erstickt. Wer schnelle Ampelstarts erwartet, sitzt im falschen Auto.
Typische technische Aspekte
Für die neuen Motoren des Kodiaq sind noch keine verbreiteten Schwachstellen bekannt. Generell gilt für moderne Diesel wie den 2.0 TDI: Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb können sich der Dieselpartikelfilter (DPF) oder das AGR-Ventil zusetzen. Regelmäßige längere Fahrten zur Regeneration sind daher Pflicht. Bei den TSI-Benzinern kann ein ungünstiges Fahrprofil theoretisch zur Verkokung der Einlassventile führen, was durch moderne Einspritztechnik aber seltener wird. Das DQ381-DSG gilt als ausgereift und funktioniert bei regelmäßiger Wartung, insbesondere dem Ölwechsel, in der Regel zuverlässig.
Sicherheit auf höchstem Niveau: Euro NCAP und Assistenzsysteme
Der neue Skoda Kodiaq wurde 2024 im Euro NCAP Crashtest geprüft und erhielt mit 5 Sternen die Bestwertung. Das Ergebnis unterstreicht das hohe Sicherheitsniveau des Fahrzeugs.
- Schutz erwachsener Insassen: 89 %
- Schutz von Kindern: 83 %
- Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer: 82 %
- Assistenzsysteme: 78 %
Diese Werte belegen, dass der Kodiaq nicht nur bei einem Unfall gut schützt, sondern auch aktiv dabei hilft, Kollisionen zu vermeiden.
Standard- und optionale Sicherheitssysteme
Der Kodiaq ist mit einer Fülle moderner Assistenzsysteme ausgestattet, von denen viele bereits serienmäßig oder in den höheren Ausstattungslinien an Bord sind:
- Adaptiver Geschwindigkeitsassistent (ACC): Hält Abstand zum Vordermann.
- Spurhalteassistent (Lane Assist): Greift korrigierend in die Lenkung ein.
- Front Assist mit Fußgänger- und Radfahrerschutz: Leitet bei Bedarf eine Notbremsung ein.
- Spurwechselassistent (Blind Spot Detection): Warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel.
- Ausparkassistent: Warnt beim rückwärtigen Ausparken vor Querverkehr.
- Ausstiegswarner: Warnt beim Öffnen der Tür vor herannahendem Verkehr.
- Intelligenter Parklenkassistent: Übernimmt das Einparken, auch ferngesteuert per App.
- Multikollisionsbremse: Bremst das Fahrzeug nach einem Unfall ab, um Folgekollisionen zu verhindern.
- Bis zu 9 Airbags: Sorgen für umfassenden Insassenschutz.
Im Vergleich zu älteren oder kleineren Fahrzeugen bietet der Kodiaq ein deutlich umfangreicheres Sicherheitspaket, was ihn zu einem sehr sicheren Begleiter für Familien macht.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich sagen
Eine Analyse deutscher Autofahrer-Foren, allen voran auf Motor-Talk.de, zeichnet ein überwiegend positives Bild des neuen Skoda Kodiaq. Besitzer loben vor allem die pragmatischen Qualitäten des Wagens.
Häufig gelobte Aspekte:
- Raumangebot und Variabilität: Die meisten Besitzer sind vom riesigen Innen- und Kofferraum begeistert, besonders beim Fünfsitzer. Die verschiebbare Rückbank wird als extrem praktisch gelobt.
- Bedienkonzept: Die „Smart Dials“ erhalten fast einstimmig Lob. Viele sehen sie als willkommene Abkehr von reinen Touch-Konzepten und schätzen die intuitive, haptische Bedienung.
- Fahrkomfort: Der hohe Reisekomfort, speziell auf langen Strecken, wird oft positiv hervorgehoben. Das Fahrwerk und die gute Geräuschdämmung sind hier die Hauptgründe.
- Motorisierung (Diesel): Die Dieselmotoren, allen voran der starke 193-PS-TDI, werden für ihre Durchzugskraft und Effizienz gelobt, gerade im Anhängerbetrieb.
- Verarbeitungsqualität: Viele Besitzer bewerten die Materialqualität und Verarbeitung als sehr gut und auf Augenhöhe mit teureren Modellen aus dem VW-Konzern.
Genannte Kritikpunkte und Anmerkungen:
- Preisniveau: Ein wiederkehrender Kritikpunkt ist der gestiegene Preis. Viele empfinden den Kodiaq nicht mehr als das „Schnäppchen“ von früher, auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis weiterhin als gut gilt.
- DSG-Verhalten: Die bekannte Anfahrtschwäche des DSG wird von einigen Fahrern als störend empfunden.
- Navigationssystem: Die Tatsache, dass das Navigationssystem oft aufpreispflichtig ist, wird vereinzelt kritisiert.
- Garantie: Die serienmäßige zweijährige Herstellergarantie empfinden einige im Vergleich zur asiatischen Konkurrenz als zu kurz.
- Bremsenverschleiß: Aufgrund des hohen Fahrzeuggewichts wird ein potenziell höherer Verschleiß der Bremsen im Vergleich zu leichteren Autos angemerkt.
Insgesamt überwiegt die Zufriedenheit. Der Kodiaq wird als zuverlässiger und extrem praktischer Begleiter für den Familienalltag wahrgenommen.
Der Wettbewerb: Kodiaq im Vergleich
Der Skoda Kodiaq bewegt sich in einem hart umkämpften Segment. Das sind seine direkten Konkurrenten:
- VW Tiguan Allspace (bzw. der neue VW Tayron): Als Nachfolger des Tiguan Allspace ist der Tayron technisch eng mit dem Kodiaq verwandt und bietet ähnliche Antriebe und Raumkonzepte. Der Kodiaq punktet jedoch oft mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis und dem klar überlegenen Bedienkonzept mit physischen Reglern, während der Tayron voll auf Touch setzt.
- Hyundai Santa Fe / Kia Sorento: Die koreanischen Wettbewerber bieten ebenfalls enorm viel Platz, eine starke Ausstattung und eine längere Garantie. Sie überzeugen mit einem eigenständigen Design und modernen Hybridantrieben. Der Kodiaq hält mit seiner bewährten Konzerntechnik und dem Fokus auf intuitive Bedienung dagegen.
- Peugeot 5008: Der französische Konkurrent setzt ebenfalls auf ein flexibles Raumkonzept und ein extravagantes Design. Sein i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und hochgesetzten Instrumenten ist jedoch Geschmackssache. Der Kodiaq wirkt hier traditioneller und in seiner Bedienung universeller zugänglich.
Der Kodiaq behauptet sich in diesem Umfeld vor allem durch sein unschlagbares Raumangebot, die durchdachte Ergonomie und den souveränen Fahrkomfort.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Skoda Kodiaq 2.0 TDI 4×4 (193 PS) |
| Motor & Antrieb | 2.0L 4-Zylinder Turbodiesel, Allrad (Haldex) |
| Leistung / Drehmoment | 142 kW (193 PS) / 400 Nm |
| Getriebe | 7-Gang-DSG |
| Länge | 4.758 mm |
| Breite (ohne Spiegel) | 1.864 mm |
| Breite (mit Spiegel) | 2.133 mm |
| Höhe | 1.656–1.683 mm |
| Radstand | 2.791 mm |
| Sna. Masse (Leergewicht) | 1.846 kg (für 2.0 TDI 4×4) |
| Kofferraum (5-Sitzer) | 910 Liter (min.) / 2.105 Liter (max.) |
| Kofferraum (7-Sitzer) | 340 Liter (alle Sitze oben) / 845 Liter (3. Reihe geklappt) |
| Tankvolumen | 58 Liter (Diesel) |
| Verbrauch (WLTP komb.) | 6.0–6.4 l/100 km |
| Anhängelast (gebremst) | 2.300 kg |
| Basispreis (DE) | ab 49.700 € (für 2.0 TDI 4×4 Selection) |
| Leasing (monatl. ca.) | Stark variabel, ab ca. 450-600 € (abhängig von Laufzeit, KM, Anzahlung) |
Pro & Contra
- Pro: Die „Smart Dials“ sind ein Geniestreich für eine intuitive Bedienung.
- Pro: Gigantisches Kofferraumvolumen von 910 Litern (5-Sitzer), das in dieser Klasse Maßstäbe setzt.
- Pro: Hoher Reisekomfort dank exzellentem DCC Plus Fahrwerk und sehr guter Geräuschdämmung.
- Pro: Der starke Allrad-TDI darf 2.300 kg ziehen – ein Topwert für Wohnwagen-Gespanne.
- Pro: Hohes Sicherheitsniveau mit 5 Sternen im Euro NCAP Test und kompletter Assistenz-Ausstattung.
- Contra: Das DSG-Getriebe hat beim schnellen Anfahren weiterhin eine spürbare Gedenksekunde.
- Contra: Das Preisniveau ist deutlich gestiegen; ein gut ausgestatteter Kodiaq knackt die 65.000-Euro-Marke.
- Contra: Der steuerlich attraktive Plug-in-Hybrid ist nicht mit Allradantrieb oder als 7-Sitzer verfügbar.
Fazit von Alex Wind
Der neue Skoda Kodiaq (2024) stellt nicht alles auf den Kopf. Er ist vielmehr eine konsequente und durchdachte Evolution, die im harten Familienalltag fast alles richtig macht. Für mich ist er eines der vernünftigsten, ehrlichsten und praktischsten Autos, die man derzeit in dieser Klasse kaufen kann.
Die Ingenieure in Mladá Boleslav haben aus den Fehlern anderer gelernt und ein Bedienkonzept geschaffen, das ich für vorbildlich halte. Die Rückkehr zu physischen Drehreglern ist ein Segen für Ergonomie und Sicherheit. Der Kodiaq bietet messbar mehr nutzbaren Raum als die meisten Konkurrenten und gleitet dank des fabelhaften DCC Plus Fahrwerks über die Straße wie eine Oberklasse-Limousine. Ja, er ist teurer geworden. Aber qualitativ und räumlich sehe ich ihn als vollwertigen Ersatz für einen Audi Q5 oder einen voll ausgestatteten VW Passat.
Wer vor der Wahl zwischen dem Kodiaq und dem neuen Skoda Superb Combi steht, dem sage ich: Der Superb liegt satter auf der Autobahn, doch der Kodiaq bietet Familien den bequemeren Einstieg und die bessere Übersicht. Dieses SUV ist die Antwort für Familien mit zwei oder mehr Kindern, Hundebesitzer und passionierte Camper. Der bewährte 193-PS-TDI mit Allrad ist hier die sorgenfreie Allzweckwaffe. Wer jedoch ein sportlich-straffes Fahrwerk sucht oder ein reines Vernunft-Schnäppchen, ist hier falsch. Der neue Kodiaq ist der Chef im Ring – und das lässt er sich an der Kasse auch selbstbewusst bezahlen.


















