Der Smart #5 (2026) im Fahrbericht: Vom Mikro-Städter zum Makro-Abenteurer

Der Smart #5 (2026) im Fahrbericht: Vom Mikro-Städter zum Makro-Abenteurer
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Mit dem Smart #5 bricht das deutsch-chinesische Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely im Modelljahr 2026 endgültig mit der Tradition minimalistischer Stadtflitzer. Das stattliche 4,70 Meter lange Mittelklasse-SUV bringt bis zu 2,4 Tonnen auf die Waage und fordert etablierte Elektro-Konkurrenten wie das Tesla Model Y und den BMW iX3 heraus.

Ausgestattet mit moderner 800-Volt-Architektur, 100-kWh-Batterie für bis zu 590 Kilometer Reichweite und Ladezeiten von 10 auf 80 Prozent in rund 15 Minuten demonstriert der Stromer echte Langstreckenkompetenz. Bei Systemleistungen bis zu 475 kW (646 PS) im Brabus-Modell und Einstiegspreisen ab rund 48.000 Euro markiert der #5 eine neue Ära für die Marke.

Ein Smart für das große Format: Design und die Tücken der Dimension

Während seine Vorgänger, der #1 und #3, mit ihren weicheren Linien und runderen Formen eher an geschliffene Kieselsteine erinnerten, präsentiert sich der #5 mit einer radikal neuen Designsprache. Gorden Wageners Team bei Mercedes-Benz hat hier einen kantigen, fast schon rustikalen Entwurf geschaffen. Er wirkt wie ein robuster Outdoor-Schuh, fest auf der Straße stehend. Die langgezogenen, ovalen „Oblong“-Scheinwerfer und -Rückleuchten prägen die Front und das Heck und verleihen ihm einen eigenständigen Charakter. Besonders die „Summit Edition“ mit Dachreling, seitlicher Leiter und massiven Unterfahrschutz-Elementen strahlt eine unverhohlene Abenteuerlust aus.

Doch diese Größe hat ihre Kehrseite. Mit 1,92 Metern Breite ohne Außenspiegel und stattlichen 2,17 Metern inklusive Spiegeln ist der #5 kein zierliches Gefährt. Auf deutschen Autobahnen, speziell in den oft auf 2,10 Meter begrenzten linken Überholspuren von Baustellen, wird das Rangieren zur echten Herausforderung. Eine Missachtung dieser Begrenzung kann nicht nur zu unliebsamen Begegnungen mit Betonwänden führen, sondern im schlimmsten Fall auch den Kaskoschutz bei grober Fahrlässigkeit gefährden. Der Smart #5 fordert hier vom Fahrer eine erhöhte Aufmerksamkeit oder den Verzicht auf die linke Spur in engen Baustellenbereichen.

Der Smart #5 im Fahrbericht - Bild 1
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Digitaler Tsunami und Maybach-Flair: Der Innenraum des Smart #5

Wir öffnen die massiven Türen, und sofort offenbart sich eine Welt, die das klassische Armaturenbrett fast vollständig ad acta legt. Hier empfängt uns ein digitales Feuerwerk, das den Fahrer und Beifahrer gleichermaßen in seinen Bann zieht.

Ein Blick in die Pixel-Oase: Vor dem Fahrer sitzt ein klares 10,3-Zoll-Display. Doch das eigentliche Statement setzen die beiden riesigen 13-Zoll-AMOLED-Screens in der Mitte und vor dem Beifahrer, die unter einer durchgehenden Glasfläche fließend ineinander übergehen. Mit einer Auflösung von 2,5K und angetrieben von einem potenten AMD V2000 Chip reagiert die Software rasend schnell und ohne merkliche Verzögerungen. Der Beifahrer kann völlig autark Filme streamen, wobei ein cleverer Sichtschutz verhindert, dass der Fahrer abgelenkt wird. Eine technologische Spielerei, die im Alltag jedoch überraschend viel Sinn ergibt – vor allem auf langen Fahrten.

Stimmen im System und haptische Mängel: Smart drängt dem Fahrer einen digitalen Avatar auf – einen Löwen namens „Leo“. Er nimmt Befehle entgegen, wirkt aber mit seiner kindlichen Animation und dem gelegentlichen Geplapper auf Dauer gewöhnungsbedürftig. Zum Glück lässt sich dieser digitale Begleiter in den Einstellungen deaktivieren. Ein echter Kritikpunkt sind die fehlenden physischen Tasten für die Klimaanlage. Jede Anpassung erfordert den Weg über den Touchscreen, was während der Fahrt von der Straße ablenkt und die Bedienung unnötig erschwert. Hier wünschen wir uns eine Rückkehr zu mehr haptischer Kontrolle.

Luxus auf Reisen: Die Materialauswahl und Verarbeitungsqualität im Innenraum sind exzellent. Ein absolutes Highlight ist der sogenannte „Zero Gravity Seat“ auf der Beifahrerseite. Dieser Sitz bietet einen in die Lehne integrierten Gurt und lässt sich elektrisch in eine völlige Liegeposition von 121 Grad fahren – inklusive hochfahrender Beinauflage und einer wohltuenden Tiefenmassage. Das ist Komfort auf S-Klassen-Niveau und macht den #5 zu einem hervorragenden Langstreckenbegleiter, speziell für den Beifahrer.

Abenteuer-Gimmicks für den Lifestyle: Praktische, aber auch exzentrische Details runden das Interieur ab. In der Mittelkonsole verbirgt sich ein portabler, herausnehmbarer Bluetooth-Lautsprecher von Sennheiser, ideal für den Picknickausflug. Und wer die entsprechende Frontstoßstange ordert, erhält einen eingebauten Beamer, der im Stand aus dem Kühlergrill fährt und Filme auf jede geeignete Fläche projizieren kann. Eine klare Spielerei, die jedoch außergewöhnlich cool umgesetzt ist und den Abenteuer-Anspruch des Fahrzeugs unterstreicht.

Brabus-Gewalt und 800-Volt-Turbo: Antrieb und Fahrdynamik

Der Smart #5 nutzt eine technologisch hochmoderne Architektur, die ihn in die Königsklasse der Elektrofahrzeuge katapultiert.

Das Lade-Wunder: Herzstück ist Geelys PMA2+-Plattform mit einem echten 800-Volt-Bordnetz und einer beeindruckenden 100-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Diese nutzt die neueste 4C-Technologie für extrem hohe Ladeströme. An einer Ionity-Ladesäule spielt der Smart #5 seine Trümpfe voll aus: Während viele Wettbewerber noch bei moderaten Ladeleistungen verharren, füllt der #5 seinen Akku in ca. 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent! Diese Ladegeschwindigkeit, die wir sonst nur vom Porsche Taycan kennen, macht ihn zum absoluten Lade-Benchmark in seinem Segment. Ladeangst wird mit diesem Auto zur Geschichte. WLTP-Reichweiten von bis zu 590 Kilometern, selbst bei zügiger Autobahnfahrt, sind für dieses schwere Gefährt exzellent.

Die Brabus-Entfesselung: Wir drücken das Fahrpedal des 646 PS (475 kW) starken Topmodells durch. Der 2,4-Tonnen-Koloss katapultiert sich mit einer Vehemenz vorwärts, die man einem Smart niemals zuschreiben würde. 3,8 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 – das sind Werte eines Supersportwagens und wirken in einem Familien-SUV fast schon absurd überdimensioniert.

Die Physik meldet sich zu Wort: So brachial der #5 geradeaus beschleunigt, so deutlich spüren wir seine Masse in schnellen Kurven. Das Fahrwerk mit MacPherson-Federbeinen vorn und einer Mehrlenkerachse hinten ist komfortabler abgestimmt als beim straffen Smart #1 Brabus und bügelt Fahrbahnunebenheiten souverän weg. Doch beim scharfen Einlenken in Kurven neigt und wankt der hochbeinige #5 spürbar. Er ist ein brillanter, rasant schneller Langstrecken-Cruiser, aber kein chirurgisch präziser Kurvenräuber. Fahrprogramme wie „Sand“ oder „Rock“ helfen im leichten Gelände, ersetzen aber dank fehlender echter Sperren keinen Land Rover Defender.

Akustischer Komfort auf der Autobahn: Bis etwa 130 km/h bietet der Smart #5 einen hohen akustischen Komfort. Windgeräusche halten sich angenehm im Hintergrund, und das Abrollgeräusch der Reifen dringt nur gedämpft in den Innenraum. Erst darüber hinaus, besonders ab 150 km/h, nehmen die Windgeräusche an den A-Säulen und Außenspiegeln merklich zu, ohne jedoch störend zu werden. Die Geräuschdämmung der Radhäuser ist gut, aber nicht perfekt; bei rauem Asphalt sind leichte Abrollgeräusche wahrnehmbar. Im Großen und Ganzen ist der #5 aber ein leiser Reisegleiter, der auch auf langen Autobahnetappen entspanntes Fahren ermöglicht.

Der Smart #5 im Fahrbericht - Bild 3
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Kosten, Steuern und Typklassen: Der Smart #5 im Alltag

Die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs bringt neben dem Kaufpreis weitere finanzielle Überlegungen mit sich, die wir hier detailliert betrachten.

KFZ-Steuer: Elektrofahrzeuge sind in Deutschland bis zum 31. Dezember 2030 von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Das bedeutet für den Smart #5 bis dahin: keine jährliche Steuerlast. Dies ist ein erheblicher Vorteil im Vergleich zu Verbrennern und senkt die laufenden Kosten spürbar.

Versicherung (Typklassen): Für ein brandneues Modell wie den Smart #5 sind die finalen Typklassen noch nicht endgültig festgelegt, sie orientieren sich jedoch an ähnlichen Fahrzeugen im Segment und der Motorisierung. Wir schätzen folgende Einstufungen:

  • Haftpflicht: ca. Typklasse 18-20
  • Teilkasko: ca. Typklasse 22-24
  • Vollkasko: ca. Typklasse 24-26

Diese Werte liegen im mittleren Bereich für SUVs dieser Größe und Leistungsklasse. Die individuellen Kosten hängen stark vom Wohnort, dem Fahreralter und dem Schadenfreiheitsrabatt ab.

Dienstwagenbesteuerung (0,25 % oder 0,5 %): Hier lauert für Flottenmanager und Dienstwagenfahrer eine wichtige finanzielle Falle. Der Gesetzgeber fördert Elektrofahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis unter 70.000 Euro mit der attraktiven 0,25 %-Besteuerung des Bruttolistenpreises. Wer jedoch das Brabus-Topmodell (Basis ca. 61.000 Euro) mit teuren Sonderausstattungen, speziellen Felgen oder der „Summit Edition“ (mit Dachträger und Lichtleiste) über die 70.000-Euro-Grenze konfiguriert, rutscht sofort in die doppelt so teure 0,5 %-Versteuerung. Ein detaillierter Blick in den Konfigurator ist hier unerlässlich, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Das Basismodell mit Heckantrieb und großem Akku bleibt in der Regel unter dieser Schwelle.

Leasingraten (Indikativ):

  • Smart #5 Basismodell (Heckantrieb, 76 kWh): ab ca. 450 – 550 €/Monat (bei 36 Monaten Laufzeit, 10.000 km/Jahr, ohne Anzahlung)
  • Smart #5 Brabus (Allrad, 100 kWh): ab ca. 650 – 800 €/Monat (bei 36 Monaten Laufzeit, 10.000 km/Jahr, ohne Anzahlung)

Diese Raten sind stark abhängig von den aktuellen Zinskonditionen, der Laufzeit und der Kilometerleistung.

Typische technische Auffälligkeiten bei Elektrofahrzeugen

Da der Smart #5 ein brandneues Modell ist, liegen noch keine Langzeiterfahrungen zu spezifischen Schwachstellen vor. Generell zeigen sich bei aktuellen Elektrofahrzeugen jedoch einige wiederkehrende Punkte, die zukünftige Besitzer im Auge behalten sollten:

  • Batteriedegradation: Über die Jahre kann die Batteriekapazität leicht abnehmen. Dies ist ein natürlicher Prozess, der durch häufiges Schnellladen bei hohen Temperaturen oder das regelmäßige Laden auf 100 % beschleunigt werden kann. Smarte Batteriemanagementsysteme wie im #5 minimieren dies jedoch.
  • Ladeleistung bei Kälte: Im Winter kann die maximale DC-Ladeleistung aufgrund kalter Batterietemperaturen reduziert sein. Eine Batterievorkonditionierung (automatisch beim Anfahren einer Ladesäule) wirkt dem entgegen.
  • Software-Stabilität: Neue, komplexere Infotainmentsysteme können in den ersten Monaten nach Marktstart gelegentlich mit kleineren Bugs oder Performance-Problemen kämpfen, die aber meist durch Over-the-Air-Updates behoben werden.
  • Fahrwerkskomponenten: Das hohe Gewicht von Elektro-SUVs kann auf Dauer einen höheren Verschleiß an Reifen, Bremsen und Fahrwerkskomponenten bedeuten.

Die 800-Volt-Architektur des #5 ist technisch anspruchsvoll, verspricht aber gleichzeitig eine hohe Effizienz und Langlebigkeit der Komponenten bei korrekter Auslegung.

Der Smart #5 im Fahrbericht - Bild 5
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Sicherheit auf Höhe der Zeit: Euro NCAP und Assistenzsysteme

Der Smart #5 wird, wie auch seine Geschwister #1 und #3, voraussichtlich eine hervorragende Bewertung im Euro NCAP Crashtest erhalten. Die enge Verwandtschaft zu Mercedes-Benz und Geely-Plattformen bedeutet Zugang zu modernsten Sicherheitsstrukturen und Assistenzsystemen.

Umfassende Serienausstattung: Wir erwarten, dass der #5 bereits in der Basisversion mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen ausgestattet ist. Dazu gehören:

  • Autonomer Notbremsassistent (AEB): Erkennt Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer und leitet bei Bedarf eine Notbremsung ein.
  • Spurhalteassistent (Lane Assist): Hilft, das Fahrzeug in der Fahrspur zu halten und warnt beim unbeabsichtigten Verlassen der Spur.
  • Abstandstempomat (Adaptive Cruise Control): Hält den vordefinierten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und passt die Geschwindigkeit an.
  • Verkehrszeichenerkennung: Zeigt Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere relevante Verkehrsschilder an.
  • Müdigkeitswarner: Erkennt Anzeichen von Müdigkeit beim Fahrer und schlägt eine Pause vor.

Im Vergleich zu älteren Modellen oder Fahrzeugen aus kleineren Segmenten wird der #5 hier ein überdurchschnittliches Paket bieten, das einen hohen Sicherheitsstandard gewährleistet. Die Integration der Systeme erfolgt harmonisch, die Sensorik arbeitet präzise.

Stimmen aus der Praxis: Was künftige Besitzer erwarten

Auch wenn der Smart #5 noch nicht lange auf dem Markt ist, lassen sich basierend auf ersten Fahreindrücken und Erfahrungen mit den Smart #1 und #3 sowie vergleichbaren Geely-Modellen einige potenzielle Stärken und Schwächen aus Nutzersicht ableiten:

Positive Resonanz (Erwartet):

  • Ladeleistung: „Die 800-Volt-Architektur ist ein Gamechanger. Endlich kein ewiges Warten mehr an der Ladesäule. Kurze Kaffeepause, weiter geht’s!“
  • Design-Statements: „Das kantige Design ist eine willkommene Abwechslung. Er wirkt robust und hat Charakter, ganz anders als die runden Einheits-SUVs.“
  • Zero Gravity Sitz: „Der Beifahrersitz ist der absolute Luxus-Hammer. Lange Fahrten werden zum Wellness-Erlebnis.“
  • Digitale Cockpit-Erfahrung: „Die Displays sind brillant und die Software läuft butterweich. Filme auf dem Beifahrerscreen sind ein tolles Feature für Familien.“

Kritische Anmerkungen (Erwartet):

  • Multimedia-Bedienung: „Der Leo-Avatar ist kindisch und nervt auf Dauer. Und warum gibt es keine physischen Tasten für die Klimaanlage? Das ist gefährlich während der Fahrt.“
  • Fahrwerk/Komfort: „Für meinen Geschmack könnte die Federung etwas straffer sein. Er wankt schon ordentlich, wenn man zügiger in Kurven geht. Man spürt das Gewicht.“
  • Geräusche im Innenraum: „Die Geräuschdämmung der Radhäuser könnte besser sein. Auf rauem Asphalt hört man das Abrollgeräusch der Reifen recht deutlich.“
  • Größe: „Er ist einfach riesig. Die Parkplatzsuche in der Stadt wird zum Abenteuer, und in engen Parkhäusern oder Baustellen ist man schnell überfordert.“
Der Smart #5 im Fahrbericht - Bild 7
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Die Konkurrenz im Visier: Ein Vergleich der Stromer

Der Smart #5 tritt in einem hart umkämpften Segment an und muss sich gegen etablierte Größen behaupten. Ein genauer Blick auf die Wettbewerber verdeutlicht seine Positionierung.

Wir vergleichen den Smart #5 mit dem Tesla Model Y Long Range (aktuelles Modell) und dem Mercedes-Benz EQB, zwei direkten Kontrahenten in der elektrischen SUV-Mittelklasse:

Feature
Smart #5 Brabus (2026)
Tesla Model Y Long Range (aktuelles Modell)
Mercedes-Benz EQB (2026)
Architektur
800 Volt (Der Lade-König!)
400 Volt (Schnelles Supercharging)
400 Volt (Durchschnittlich)
Leistung (Top-Modell)
646 PS (Brabus AWD)
ca. 514 PS (Long Range)
ca. 292 PS (EQB 350 4MATIC)
Batteriekapazität
100 kWh (brutto)
ca. 75 kWh (nutzbar)
70,5 kWh (brutto)
Ladezeit 10-80% (DC)
ca. 18 Minuten
ca. 25-30 Minuten
ca. 32 Minuten
WLTP-Reichweite
ca. 540 km
bis zu 600 km (Long Range)
ca. 395-423 km (EQB 300/350 4MATIC)
Basispreis DE
ab ca. 61.000 € / Brabus ab 61.000 €
ab ca. 49.990 € (Long Range)
ab ca. 55.000 € (EQB 250+)
Innenraum-Qualität
Hochwertig, viele Softtouch-Flächen
Funktional, minimalistisch
Klassisch Mercedes, solide
Besonderheiten
Zero Gravity Sitz, Beamer, Sennheiser-Speaker
Überlegene Software, dichtes Ladenetz
Optional 7-Sitzer, MBUX

Analyse: Das Tesla Model Y Long Range bleibt rational betrachtet der Effizienz-König; es verbraucht tendenziell weniger Strom und bietet ein überlegenes Software-Ökosystem sowie Zugang zu Teslas dichtem Supercharger-Netz. Der Innenraum wirkt im Vergleich zum #5 jedoch steril und die Ladeleistung an externen Säulen ist langsamer. Der hauseigene Cousin, der Mercedes-Benz EQB, punktet mit einem konservativeren Bedienkonzept (MBUX) und der Option auf sieben Sitze, wird vom Smart #5 jedoch beim Thema Ladegeschwindigkeit und moderner Materialanmutung klar überflügelt. Der Smart #5 gewinnt dieses Duell als der ultimative Langstrecken-Begleiter: Die Kombination aus riesigem Akku und extremer 800-Volt-Ladegeschwindigkeit deklassiert viele Wettbewerber und minimiert das größte Manko der Elektromobilität.

Fazit von Alex Wind: Vom Kleinwagen zum 800-Volt-Schwergewicht

Alex Wind meint: Der Smart #5 hat mit seinen Urvätern nichts mehr gemein – und das ist gut so. Wer ein geräumiges, extrem schnell ladendes Familien-SUV mit Premium-Anmutung sucht, findet hier einen verblüffend starken Deal.

Der Smart #5 des Modelljahres 2026 ist eine Provokation. Er ignoriert die historische DNA der Marke auf eine Weise, die auf den ersten Blick irritiert. Doch wenn wir den Markennamen für einen Moment ausblenden und uns auf die Fakten konzentrieren, sehen wir ein überaus fähiges, hervorragend ausgestattetes und technologisch hochmodernes Elektro-SUV. Seine 100-kWh-Batterie in Kombination mit dem 800-Volt-System löst das leidige Problem endloser Ladepausen konsequent auf und macht ihn zu einem echten Langstreckenexperten. Der luxuriöse Zero Gravity Sitz und die cleveren Lifestyle-Gimmicks unterstreichen seinen Anspruch, mehr als nur ein Transportmittel zu sein.

Die immense Leistung des Brabus-Modells ist beeindruckend, aber für den Alltag eines Familien-SUV fast schon überflüssig. Die damit verbundenen höheren Kosten und die Gefahr, in die teurere Dienstwagenbesteuerung zu rutschen, sprechen klar dagegen.

Mein Rat an Sie: Lassen Sie sich vom Namen „Smart“ und den damit verbundenen Vorurteilen nicht täuschen. Ignorieren Sie das völlig übermotorisierte und teure Brabus-Modell. Greifen Sie stattdessen zum vernünftigen Smart #5 Premium oder Smart #5 Pro+ mit Heckantrieb und dem großen 100-kWh-Akku. Sie sichern sich damit die maximal förderfähige 0,25 %-Dienstwagenversteuerung, erhalten ein Auto mit besten Mercedes-Design-Genen gepaart mit kompromissloser Geely-High-Tech und düpieren auf der Langstrecke jeden VW ID.4-Fahrer an der Ladesäule. Das ist kein Verrat am Namen – das ist schlicht der vermutlich klügste Elektro-Deal des Jahres 2026.

Technische Daten und Spezifikationen Smart #5 (Modelljahr 2026)

Datenpunkt
Smart #5 Pro (RWD)
Smart #5 Pro+ (RWD)
Smart #5 Premium (RWD)
Smart #5 Pulse (AWD)
Smart #5 Summit Edition (AWD)
Smart #5 Brabus (AWD)
Antrieb
E-Motor (PSM), Heckantrieb
E-Motor (PSM), Heckantrieb
E-Motor (PSM), Heckantrieb
2 E-Motoren (PSM), Allradantrieb
2 E-Motoren (PSM), Allradantrieb
2 E-Motoren (PSM), Allradantrieb
Leistung / Drehmoment
340 PS (250 kW) / 343 Nm
363 PS (267 kW) / 470 Nm
363 PS (267 kW) / 470 Nm
588 PS (432 kW)
588 PS (432 kW)
646 PS (475 kW) / 710 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe (Vorn & Hinten)
1-Gang-Reduktionsgetriebe (Vorn & Hinten)
1-Gang-Reduktionsgetriebe (Vorn & Hinten)
Fahrwerk
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
Batterie / System
76 kWh (Lithium-Eisenphosphat) / 400 Volt
100 kWh (Lithium-Ionen) / 800 Volt
100 kWh (Lithium-Ionen) / 800 Volt
100 kWh (Lithium-Ionen) / 800 Volt
100 kWh (Lithium-Ionen) / 800 Volt
100 kWh (Lithium-Ionen) / 800 Volt
0-100 km/h
ca. 7,0 s
6,5 s
6,5 s
4,9 s
4,9 s
3,8 s (Brutal!)
Höchstgeschwindigkeit
200 km/h
200 km/h
200 km/h
200 km/h
200 km/h
210 km/h
WLTP-Verbrauch (Mix)
ca. 18,5 – 20,5 kWh/100 km
ca. 19,0 – 21,5 kWh/100 km
ca. 19,0 – 21,5 kWh/100 km
ca. 20,0 – 23,5 kWh/100 km
ca. 20,0 – 23,5 kWh/100 km
ca. 20,0 – 23,5 kWh/100 km
WLTP-Reichweite
ca. 465 km
ca. 590 km
ca. 590 km
ca. 520 km
ca. 520 km
ca. 540 km
Ladeleistung (DC)
10-80% ca. 30 Min
10-80% ca. 18 Min
10-80% ca. 18 Min
10-80% ca. 18 Min
10-80% ca. 18 Min
10-80% ca. 18 Min
Länge
4.705 mm
4.705 mm
4.705 mm
4.705 mm
4.705 mm
4.705 mm
Breite (o. Spiegel)
1.920 mm
1.920 mm
1.920 mm
1.920 mm
1.920 mm
1.920 mm
Breite (m. Spiegel)
2.169 mm
2.169 mm
2.169 mm
2.169 mm
2.169 mm
2.169 mm
Höhe
1.700 mm
1.700 mm
1.700 mm
1.700 mm
1.700 mm
1.700 mm
Radstand
2.900 mm
2.900 mm
2.900 mm
2.900 mm
2.900 mm
2.900 mm
Leergewicht (WLTP)
ca. 2.150 kg
ca. 2.250 kg
ca. 2.250 kg
ca. 2.300 kg
ca. 2.300 kg
ca. 2.400 kg
Kofferraumvolumen
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
ca. 550 l / 1.500 l (Sitze umgeklappt)
Frunk (volumen vorn)
ca. 72 l
ca. 72 l
ca. 72 l
ca. 72 l
ca. 72 l
ca. 72 l
Listenpreis (DE)
ab ca. 45.900 €
ab ca. 50.900 €
ab ca. 55.400 €
ab ca. 55.400 €
ab ca. 56.900 €
ab ca. 61.000 € (optional bis 70.000 €+)
Leasingrate (Indikativ)
ca. 450 – 500 €/Monat
–
ca. 500 – 550 €/Monat
–
–
ca. 650 – 800 €/Monat
Kfz-Steuer (jährlich)
0 € (bis 2030)
0 € (bis 2030)
0 € (bis 2030)
0 € (bis 2030)
0 € (bis 2030)
0 € (bis 2030)

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