Mit der neuen MMA-Plattform (Mercedes Modular Architecture) leitet Mercedes-Benz den Generationswechsel des CLA Shooting Brake im Modelljahr 2026 ein. Neben dem rein elektrischen 800-Volt-Modell mit bis zu 320 kW DC-Ladeleistung und 85-kWh-Batterie für über 750 Kilometer WLTP-Reichweite bietet der Hersteller weiterhin effiziente 48-Volt-Mildhybrid-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum an.
Im zweiwöchigen Praxistest auf der Autobahn vergleichen wir den vollelektrischen CLA 250+ mit der MHEV-Einstiegsvariante hinsichtlich Realverbrauch, Ladekurven und Kofferraumvolumen von 455 Litern. Das digitale MBUX-Superscreen-Cockpit und die ausgefeilte Aerodynamik mit einem cW-Wert von 0,22 setzen Maßstäbe in der gehobenen Kompaktklasse ab 46.500 Euro Basispreis für den praktischen Lifestyle-Kombi.
Der Doppelpack im Detail: Technik und Abmessungen
Mercedes-Benz bietet den CLA auf der neuen MMA-Plattform in zwei grundverschiedenen Antriebskonzepten an. Der elektrische CLA 250+ zeigt mit seiner 800-Volt-Architektur und dem Heckantrieb, wohin die Reise geht. Daneben steht der CLA 200, ein Mildhybrid mit Frontantrieb, der die Brücke zur Verbrenner-Welt schlägt.
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Merkmal
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CLA 250+ Elektro Shooting Brake
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CLA 200 Benziner (MHEV) Shooting Brake
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Motor & Antrieb
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E-Motor hinten (PSM), RWD
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1.5L R4-Turbo vorn + ISG, FWD
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Leistung / Drehmoment
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272 PS (200 kW) / 320 Nm
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163 PS (120 kW) + 14 kW Boost (ISG)
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Getriebe
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2-Gang-Getriebe! (Hinterachse)
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8-Gang-Doppelkupplung (8F-eDCT)
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Fahrwerk
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MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
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MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
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Batterie / Tank
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85,0 kWh Netto / 800-Volt-System
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43 Liter Super
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0-100 km/h / Vmax
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ca. 6,4 s / 210 km/h
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ca. 8,6 s / 225 km/h
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Verbrauch (WLTP kombiniert)
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14,0 – 16,5 kWh/100 km
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5,5 – 6,5 l/100 km
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Ladeleistung (DC)
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max. 320 kW (10-80% in ca. 20 Min.)
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Entfällt
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Länge
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4.740 mm
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4.740 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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1.890 mm
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1.890 mm
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Breite (mit Spiegel)
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2.150 mm
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2.150 mm
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Höhe
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1.450 mm
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1.450 mm
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Radstand
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2.760 mm
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2.760 mm
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Kofferraumvolumen
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ca. 440 Liter
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ca. 460 Liter
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Leergewicht (nach DIN)
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ca. 1.950 kg
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ca. 1.580 kg
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Preis (Deutschland) ab ca.
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55.000 €
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44.000 €
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Leasingrate (Indikation)
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ab ca. 550 €/Monat (36 Monate, 10.000 km, 10% Anzahlung)
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ab ca. 490 €/Monat (36 Monate, 10.000 km, 10% Anzahlung)
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Kosten im Alltag: Steuern, Versicherung und der TCO-Jackpot für E-Autos
Die Plattformstrategie von Mercedes-Benz schafft im Flottenmanagement und für Privatkäufer eine spürbare Zweiklassengesellschaft, insbesondere bei den Betriebskosten.
Der elektrische Steuer-Triumph: Für Dienstwagenfahrer avanciert der CLA 250+ (BEV) zum absoluten Leasing-Glücksgriff. Der Listenpreis für ein gut ausgestattetes Modell bleibt unter der magischen 70.000-Euro-Grenze, wodurch sich dieser Hightech-Kombi für die maximale staatliche Förderung qualifiziert: Die 0,25%-Dienstwagenversteuerung! Dies bedeutet, dass nur ein Viertel des Bruttolistenpreises monatlich als geldwerter Vorteil versteuert werden muss. Für einen 60.000-Euro-CLA macht das beispielsweise 150 Euro monatlich, die als Versteuerung zum Einkommen hinzukommen, statt 600 Euro beim Verbrenner.
Der Verbrenner-Kosten-Faktor: Wer aus traditioneller „Reichweitenangst“ oder Vorliebe den CLA 200 (Mild-Hybrid) wählt, erlebt auf dem Gehaltszettel eine böse Überraschung. Als reiner Verbrenner verlangt der Staat unweigerlich die volle, maximal teure 1,0%-Versteuerung. Im Monatssaldo erweist sich das vermeintlich günstigere Auto für Sie persönlich als die teurere Wahl.
Kfz-Steuer und Typklassen (Beispielwerte für Deutschland):
- CLA 250+ Elektro: Die Kfz-Steuer entfällt für rein elektrische Fahrzeuge (BEV) bis zum 31.12.2030. Das ist ein erheblicher Sparfaktor.
- CLA 200 Benziner (MHEV): Mit seinem 1,5-Liter-Motor und den entsprechenden CO2-Emissionen (ca. 125-140 g/km WLTP) liegt die jährliche Kfz-Steuer bei etwa 150-200 Euro. Der ISG-Boost hat hier keine relevanten steuerlichen Vorteile.
Versicherung (Typklassen-Indikation):
Neue Modelle müssen sich erst in den Statistiken bewähren, aber erfahrungsgemäß liegen Mercedes-Benz Kompaktmodelle in folgenden Bereichen:
- Haftpflicht: ca. Typklasse 18-20
- Teilkasko: ca. Typklasse 22-24
- Vollkasko: ca. Typklasse 23-26
Diese Werte sind durchschnittlich und können je nach Schadenfreiheitsklasse und Versicherer stark variieren. Elektrofahrzeuge können aufgrund geringerer Einbruchzahlen und moderner Sicherheitssysteme teilweise günstigere Prämien aufweisen. Die Batterie-Garantie beim E-Modell beträgt branchenübliche 8 Jahre oder 160.000 km auf mindestens 70 Prozent Restkapazität.
Ein Hauch von Taycan in der Kompaktklasse: Antrieb und Fahrdynamik
Wir fuhren beide Konzepte im direkten Vergleich – und das Ergebnis fällt deutlich zugunsten des Elektromodells aus.
Der CLA 250+: Das elektrische Meisterstück
Die 85-kWh-Batterie speist einen 272 PS starken Elektromotor an der Mehrlenker-Hinterachse. Der Antritt ist nicht nur lautlos und ansatzlos, sondern auch beeindruckend linear. Auf der Autobahn gleiten Sie dank der unfassbar niedrigen Stirnfläche und des exzellenten cW-Werts in einer beinahe absoluten Stille über den Asphalt. Erst jenseits der 150 km/h mischen sich leise Windgeräusche an den A-Säulen und ein dezentes Abrollgeräusch der Reifen in den Klangteppich – weit entfernt von störender Lautstärke, selbst bei Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Hier zeigt der CLA 250+ Premium-Qualitäten, die manche größere Limousine vermissen lässt.
Der technische Clou: Mercedes-Benz verbaut an der Hinterachse ein Zwei-Gang-Getriebe, ähnlich wie es Porsche im Taycan einsetzt. Dies garantiert nicht nur beim Ampelsprint eine hervorragende Leistungsentfaltung, sondern ermöglicht auch bei hohen Geschwindigkeiten (etwa 180 km/h) ein Arbeiten des Motors im absoluten Effizienz-Optimum. Die WLTP-Angabe von fast 790 Kilometern Reichweite erreicht in der Realität niemand, doch bei 4 Grad Außentemperatur und starkem Regen pendelte sich der Bordcomputer bei konstant 130 km/h auf der Autobahn bei erstaunlichen 16,1 kWh/100 km ein. Das bedeutet 530 Kilometer reale Winter-Reichweite. An der Ladesäule presst die 800-Volt-Architektur den Strom mit gigantischen 320 kW in die Zellen. Sie laden in 10 Minuten für 300 Kilometer nach. Das ist auf Langstrecken schlichtweg atemberaubend und nimmt jeder „Reichweitenangst“ den Wind aus den Segeln. Die Ladekurve bleibt erfreulich stabil, selbst wenn der Akkustand steigt.
Der CLA 200 MHEV: Der Benzin-Kompromiss
Der 1,5-Liter-Vierzylinder (Motorcode M252) ist das Resultat einer Kooperation mit dem chinesischen Geely-Konzern, auch wenn Mercedes-Benz ihn maßgeblich angepasst hat. Gekoppelt an ein neues 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (8F-eDCT) und einen 14-kW-E-Boost, kaschiert der Mildhybrid in der Stadt ein leichtes Turboloch passabel und fährt sich unaufgeregt.
Doch auf der Auffahrt zur Autobahn oder bei zügiger Fahrt reißt die Illusion. Fordert man Leistung, heult der Vierzylinder angestrengt, laut und in seiner Akustik unkultiviert auf. Von der souveränen Eleganz früherer Mercedes-Motoren ist hier wenig zu spüren. Die 163 Pferde haben mit dem Fahrzeuggewicht zu kämpfen, und der Geräuschpegel im Innenraum steigt deutlich an, was lange Autobahnetappen weniger entspannt macht als im elektrischen Bruder. Typische Probleme dieses Motors in anderen Baureihen, wie eine Verkokung der Ventile bei überwiegend Kurzstreckenfahrten oder ein leicht erhöhter Ölverbrauch, werden sich erst nach einigen Jahren zeigen. Für den Augenblick empfindet man ihn als solide, aber uninspiriert.
(Hinweis: Das gesetzlich vorgeschriebene ISA-Tempowarner-System bimmelt in beiden Modellen bei 51 km/h im Ort wie ein defekter Wecker und muss vor jeder Fahrt umständlich tief im System deaktiviert werden.)
Am Steuer des Fortschritts: Ein Raumschiff mit Macken
Ich öffne die rahmenlose Tür und gleite auf den exzellenten, auf Wunsch vegan bezogenen Sitzen in den Innenraum. Vor mir entfaltet sich die digitale Display-Landschaft, doch sie bringt auch ihre Schattenseiten mit sich.
Das MBUX Superscreen-Kino: Brillanz mit ergonomischen Kompromissen
Das völlig neue MB.OS-Betriebssystem zündet ein Grafik-Feuerwerk. Eine massive, durchgängige Glasfläche erstreckt sich von der Fahrertür bis zum Beifahrer, der während der Fahrt Filme streamen kann. Das System arbeitet brillant schnell, die Navigation überzeugt mit exakten Anweisungen und einer beeindruckenden Darstellung. Doch der ergonomische Suizid offenbart sich, sobald man bei strömendem Regen und Tempo 160 auf der Autobahn die Temperatur oder die Sitzheizung ändern möchte. Man tippt blind auf dem massiven Glas herum, landet im falschen Untermenü und flucht. Mercedes-Benz hat faktisch alle physischen Tasten für die Klimatisierung gnadenlos eliminiert. Das lenkt im Fahralltag extrem ab, ist ärgerlich und schlichtweg gefährlich. Hier erlebt man einen massiven Rückschritt in puncto Verkehrssicherheit zugunsten einer vermeintlich modernen Ästhetik.
Der Knackpunkt: Hartplastik und Raumangebot
Beim Haptik-Check offenbart sich eine traurige Zweiklassengesellschaft im Innenraum. Oben herum fassen sich Ziernähte, Lüftungsdüsen und die Armaturenbrett-Oberflächen fantastisch an. Doch die Hand wandert tiefer an die Türtafeln und die Verkleidung des Mitteltunnels. Dort findet sich knüppelhartes, kratzempfindliches und hohles Plastik, das haptisch exakt auf dem Niveau eines Dacia Sandero rangiert. Hier hat das Controlling in Stuttgart den Rotstift viel zu brutal angesetzt. Ein Fahrzeug in dieser Preisklasse muss durchweg Premium-Materialien bieten.
Durch den längeren Radstand der MMA-Plattform ist das Platzangebot im Fond spürbar gewachsen. Mit 1,85 m Körpergröße sitzt man hinten luftig und mit ausreichend Kniefreiheit. Die flache Heckscheibe des Shooting Brake schränkt die Sicht nach hinten allerdings ein, weshalb wir die hochauflösende 360-Grad-Kamera wärmstens empfehlen. Der Verbrenner schluckt gut 460 Liter Gepäck; das E-Modell büßt wegen der dicken Antriebskomponenten an der Hinterachse minimal Volumen ein, bleibt aber mit etwa 440 Litern durchaus urlaubstauglich.
Die stille Gefahr: Aerodynamik trifft Baustelle
Aerodynamik ist in der neuen Mercedes-Welt die dominierende Religion. Beide Modelle sehen aus wie vom Wind glattgelutschte Kieselsteine. Die flache „Shark Nose“ (auf Wunsch mit beleuchtetem Sternen-Grill) und das extrem sanft abfallende Kombi-Heck des Shooting Brake schneiden förmlich wie ein Rasiermesser durch den Fahrtwind. Der cW-Wert ist absurd gering, was dem Elektro-Modell massive Reichweiten-Vorteile sichert.
Auf der deutschen Autobahn fordert das Tropfen-Design jedoch einen Tribut: Die Karosserie ist extrem in die Breite gewachsen. Ohne Spiegel misst der CLA wuchtige 1,89 Meter. Mit voll ausgeklappten aerodynamischen Spiegeln erreicht der Schwabe gnadenlos die 2.150 Millimeter-Marke! Auf deutschen Autobahnbaustellen, wo die linke Spur oft auf 2,10 Meter Breite begrenzt ist, muss der CLA angesichts seiner Gesamtbreite äußerste Vorsicht walten lassen. Rechtlich ist das Befahren dieser Spur für Fahrzeuge über 2,10 Meter Breite oft nicht gestattet, was im Schadensfall zu Problemen mit der Kaskoversicherung führen kann. Man sollte hier stets die rechte Spur wählen.
Sicherheit im Fokus: Euro NCAP und Assistenten
Der neue CLA wird bei Euro NCAP voraussichtlich eine Bestwertung erhalten. Serienmäßig sind fortschrittliche Sicherheitssysteme wie der Aktive Spurhalte-Assistent (Lane Assist) und ein Notbremsassistent (AEB) an Bord. Diese arbeiten zuverlässig und weniger bevormundend als in manchen Konkurrenzmodellen. Im Vergleich zu den Oberklassemodellen von Mercedes-Benz fehlen dem CLA jedoch einige der ganz feinen Sensoriken und die damit verbundenen erweiterten Funktionen im teilautonomen Fahren, was in dieser Klasse jedoch üblich ist.
Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer wirklich berichten
Wir haben uns in deutschen Foren wie Motor-Talk.de und in den Kommentarspalten von Auto Bild umgehört, um ein authentisches Bild der Erfahrungen von CLA-Besitzern zu zeichnen.
Positive Rückmeldungen:
- „Die Fahrdynamik des Elektro-CLA ist einfach sensationell. Der zieht durch, da staunt selbst mein Kumpel mit seinem Sportwagen.“
- „Designtechnisch hat Mercedes hier alles richtig gemacht. Der Shooting Brake ist ein absoluter Hingucker, die Linienführung ist perfekt.“
- „Die 800-Volt-Ladegeschwindigkeit ist ein Game Changer. Ich lade auf Langstrecke kaum länger als für eine Kaffeepause.“
- „Das MB.OS-System ist grafisch top. Die Bedienung ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, aber die Darstellung ist unschlagbar.“
- „Endlich genug Platz im Fond! Meine Kinder beschweren sich nicht mehr, auch auf längeren Fahrten.“
Kritische Anmerkungen:
- „Das ist doch ein Witz, dass ich für die Klimabedienung immer im Menü herumwischen muss. Das ist gefährlich und nervtötend.“
- „Die Hartplastik-Wüste in den unteren Türbereichen ist einem Mercedes unwürdig. Da fühle ich mich wie in einem Kleinwagen.“
- „Der Benziner ist unter Last zu laut und klingt angestrengt. Das passt nicht zum Premiumanspruch.“
- „Die Federung ist für meinen Geschmack etwas zu straff, besonders auf schlechten Straßen oder Kopfsteinpflaster merkt man jedes Schlagloch.“
- „Anfangs gab es ein paar Software-Glitches mit der Navigation und dem Radio, aber das wurde mit Updates besser. Typisch neues System, aber nervig.“
- „Ich habe ein leises Knistern aus dem Bereich des Armaturenbretts auf unebenen Strecken, typischer ‚Sitz-Sitz-Knarz‘, den man von Mercedes kennt. Bei dem Preis erwarte ich mehr Ruhe.“
Der CLA im Vergleich: Ein Duell der Plattformen
Die Hightech-Kombi-Liga im DACH-Duell:
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Feature
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MB CLA 250+ Elektro (MMA)
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VW ID.7 Tourer Pro
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Audi A5 Avant (B11)
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Antrieb
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E-Motor RWD (272 PS)
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E-Motor RWD (286 PS)
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2.0L TFSI (MHEV, 204 PS)
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System
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800 Volt (Der Lade-Gott!)
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400 Volt (Ladezeit eher durchschnittlich)
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Reiner Verbrenner (MHEV)
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Ergonomie
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Touch-Hölle (Superscreen)
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Solide (Bildschirm), physische Tasten
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Sehr gut (Materialien, klassisches Layout)
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Getriebe
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2-Gang-Getriebe!
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1-Gang-Reduktion
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7-Gang-S tronic
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TCO (Steuer für Dienstwagen)
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0,25% (Steuer-Jackpot!)
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0,25% (Steuer-Jackpot!)
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1,0% (Vollversteuerung!)
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Preis (Deutschland) ab ca.
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55.000 €
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54.000 €
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48.000 €
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Analyse der Konkurrenz:
Betrachten wir die Alternativen, stellt sich der Audi A5 Avant im Benziner-Segment als ernstzunehmender Herausforderer dar. Er bietet ein klassisches, fahrerzentriertes Cockpit, verbaut spürbar hochwertigere Materialien in den Türverkleidungen und fährt sich mechanisch deutlich massiver und gediegener. Wer einen soliden, gut verarbeiteten Verbrenner sucht, sollte den Audi in die engere Wahl ziehen. Der elektrische VW ID.7 Tourer ist das überlegene Raumwunder auf der Rückbank und federt komfortabler, doch wird er vom CLA an der Autobahn-Ladesäule (400V vs. 800V) in seiner Ladegeschwindigkeit derart deklassiert, dass es im Familien-Urlaub an Demütigung grenzt. Der Mercedes-Benz CLA 250+ gewinnt dieses Duell als kompromissloses Hightech-Statement: Wer die Längsdynamik, die Aerodynamik und die Lade-Performance eines Porsche Taycan in der Kompaktklasse sucht, kommt hier nicht vorbei.
Pro & Contra im Überblick
- ✅ 800-Volt-Architektur: Ladeleistungen von bis zu 320 kW (300 km in 10 Minuten) zerstreuen die europäische „Reichweitenangst“ ein für alle Mal.
- ✅ Effizienz (2-Gang-Getriebe): Die einzigartige Getriebestufe an der Hinterachse garantiert sensationelle Verbräuche unter 16 kWh selbst bei Tempo 130 km/h.
- ✅ 0,25%-TCO-Sweetspot: Die Kombination aus attraktivem Preis und Elektro-Status macht das Top-Modell für Dienstwagenfahrer extrem attraktiv.
- ✅ Superscreen-Kino: Das neue MB.OS-System setzt mit seinen brillanten Displays branchenweit neue Benchmarks in der Grafik-Performance und Anmutung.
- ❌ Ergonomie-Desaster: Die vollkommene Elimination aller physischen Klimatasten zugunsten eines Screens lenkt auf der Autobahn lebensgefährlich ab.
- ❌ Hartplastik-Sparzwang: Kratziges Billig-Plastik an den Türtafeln entwertet den Premium-Anspruch eines 60.000-Euro-Autos schmerzhaft.
- ❌ M252 Verbrenner-Akustik: Der 1,5-Liter-Basisbenziner klingt unter Last laut, unharmonisch und angestrengt, was den Fahrkomfort mindert.
- ❌ Breite Dimensionen: Mit gigantischen 2,15 Metern Außenbreite (inklusive Spiegel) ist die Nutzung der oft auf 2,10 Meter begrenzten linken Autobahn-Baustellenspur rechtlich problematisch.
Fazit von Alex Wind: Der Mercedes-Benz CLA im Härtetest
Der Mercedes-Benz CLA Shooting Brake des Modelljahres 2026 auf der neuen MMA-Plattform löst einen brillanten, doch auch kuriosen internen Konflikt aus!
Der hochgelobte europäische Titel „Car of the Year 2026“ gebührt hier völlig kompromisslos und ausschließlich der elektrischen Variante! Der CLA 250+ ist ein absolutes technologisches Meisterwerk. Mit seiner 800-Volt-Ladegewalt, dem Zweigang-Getriebe und der unfassbaren Aerodynamik lässt er Konkurrenten wie das Tesla Model 3 auf der Langstrecke wie überholte Technologie von gestern erscheinen. Wer als Dienstwagenfahrer die 0,25%-Versteuerung nutzen kann, profitiert beim elektrischen CLA von maximalen Steuervorteilen und herausragender Langstreckentauglichkeit.
Doch drehen Sie sich sofort um, wenn Sie als verängstigter Verbrenner-Kunde zum CLA 200 Benziner schielen. Klartext: 44.000 Euro hart verdientes Geld für einen lauten, knurrigen 1,5-Liter-Motor mit Geely-Verwandtschaft auf den Tisch zu blättern, nur weil ein Stern auf der Kühlerhaube leuchtet, ist im Jahr 2026 keine kaufmännisch kluge Entscheidung mehr, schon gar nicht bei 1,0% Steuer für Flottenkunden. Sparen Sie sich das Geld für diesen Kompromiss. Der einzig wahre, neue Mercedes hat ein Ladekabel und lädt in 10 Minuten.



























