Mit dem Modelljahr 2026 kehrt der Nissan Micra als rein elektrischer Kleinwagen auf den europäischen Markt zurück. Der 3,92 Meter lange Fünftürer basiert auf der AmpR-Small-Plattform der Allianz mit Renault und nutzt einen 110 kW (150 PS) starken Front-Elektromotor sowie einen 52-kWh-NMC-Akku für bis zu 400 Kilometer WLTP-Reichweite ab rund 28.500 Euro.
Im zweiwöchigen Praxistest in der Großstadt und auf der Autobahn analysieren wir DC-Schnellladezeiten von 10 auf 80 Prozent in 30 Minuten, das Fahrverhalten der aufwendigen Mehrlenker-Hinterachse und die Alltagstauglichkeit des 326 Liter fassenden Kofferraums. Mit eigenständigem Karosseriedesign und verlängerter Herstellergarantie empfiehlt sich der Stromer als durchdachte Alternative zum technisch baugleichen Renault 5 E-Tech.
Erste Berührung: Design, Raumgefühl und die Enge der Stadt
Während der Renault 5 E-Tech bewusst auf eine kantige 80er-Jahre-Rallye-Ästhetik setzt, beschreitet Nissan einen erfrischend anderen Weg. Die Designer zitieren gekonnt die „Emotional Geometry“ des runden K12 aus den 2000ern. Große, kreisrunde LED-Leuchtringe prägen die Scheinwerfer, und weiche, fließende Formen dominieren die Karosserie. Aggressive Kanten oder Ecken sucht man vergebens. In einer Zeit, in der viele Elektroautos wie grimmige Kampfroboter wirken, ist der Micra eine wahre Wohltat. Er wirkt freundlich, zugänglich und polarisiert spürbar weniger als sein französischer Cousin.
Auf deutschen Straßen und in engen Gassen überzeugt er durch seine kompakten Abmessungen. Mit einer Länge von knapp vier Metern lässt er sich spielerisch durch die Stadt manövrieren. Die Außenbreite inklusive ausgeklappter Außenspiegel beträgt kompakte 1.960 Millimeter. Dieses Maß ermöglicht es dem Micra, auch auf schmalen Fahrspuren, wie sie oft in Autobahn-Engstellen anzutreffen sind, entspannt unterwegs zu sein und bietet dabei noch einen komfortablen Puffer zu den Begrenzungen.
Im Innenraum atmen wir auf. Während der Renault 5 E-Tech ein poppiges, fast schon überladenes Feuerwerk aus Retro-Tachos und knalligen Farben abfeuert, demonstriert Nissan den notwendigen japanischen Pragmatismus. Das Cockpit präsentiert sich merklich ruhiger, aufgeräumter und erwachsener gestaltet.
Ein ergonomischer Volltreffer der Allianz: Nissan übernimmt klugerweise die durchdachten Bauteile der Franzosen. Unter dem zentralen Bildschirm – der blitzschnell und nativ mit Google Automotive inklusive exzellenter Lade-Routenplanung arbeitet – findet sich eine Reihe echter, physischer Kippschalter („Piano Keys“) für die Klimatisierung. Die Temperatur lässt sich hier blind einstellen; keine potenziell ablenkenden Touch-Slider stören die Fahrt. Die Materialien bestehen zu einem großen Teil aus recycelten Stoffen, fühlen sich angenehm weich und hochwertig an.
Das Raumangebot profitiert massiv von der dedizierten Elektro-Plattform (AmpR Small). Vorne finden Fahrer mit über 1,85 m Körpergröße ausreichend Platz. Im Fond kneift es bei erwachsenen Passagieren naturgemäß an den Knien – der Micra bleibt seiner Fahrzeugklasse treu. Der Kofferraum schluckt mit etwa 320 Litern ein absolut alltagstaugliches Volumen.
Im Alltagstest: Fahrverhalten, Komfort und das überraschende Fahrwerk
Ein Druck auf den Startknopf genügt. Der 150 PS (110 kW) starke Elektromotor treibt die Vorderräder vehement an. Wer zur Basisversion greift, erhält 125 PS und eine 40-kWh-Batterie. Unser Testmodell ist jedoch der technologische „Sweetspot“: 150 PS gepaart mit dem größeren 52-kWh-NMC-Akku.
Die Fahrdynamik überrascht in der B-Klasse: Nissan musste das Rad beim Fahrwerk nicht neu erfinden, sondern griff ins Premium-Regal der Allianz. Die AmpR Small-Plattform verfügt an der Hinterachse über eine waschechte, unabhängige Mehrlenkeraufhängung (Multi-Link)! In der Kleinwagenklasse, wo sonst oft poltrige Verbundlenkerachsen dominieren, ist das eine echte Besonderheit. Der Micra fährt sich auf der Landstraße nicht wie eine hüpfende Einkaufskiste, sondern wirkt eher wie ein ausgewachsener VW Golf. Er liegt satt auf der Straße, federt schlechte Kanaldeckel bemerkenswert souverän weg und lenkt dank des tiefen Batterie-Schwerpunkts präzise ein.
Für einen Kleinwagen zeigt sich die Lenkung angenehm direkt, und die Rückmeldung von der Straße ist ausreichend, um Vertrauen aufzubauen. In schnellen Kurven neigt sich die Karosserie erstaunlich wenig, was die sportliche Seite des Micra unterstreicht, ohne den Komfort zu opfern. Die Bremsen verzögern kräftig und gut dosierbar, was im Stadtverkehr und bei Überlandfahrten gleichermaßen von Vorteil ist.
Leistung & Reichweite: Zwischen Stadt-Blitz und Autobahn-Realität
Der Elektromotor hat mit dem geringen Leergewicht von rund 1.450 kg leichtes Spiel. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Micra in etwa 8 Sekunden. Doch auf der unlimitierten Autobahn fordert die Fahrzeugklasse ab 130 km/h ihren Tribut: Spürbare Windgeräusche an den A-Säulen und Abrollgeräusche der Reifen dringen in die Kabine. Oberhalb dieser Geschwindigkeit lässt der akustische Komfort merklich nach – ein typisches Phänomen in diesem Segment.
Der Testverbrauch pendelt sich bei gemischter Fahrweise bei etwa 16 kWh/100 km ein. Von den angegebenen rund 400 WLTP-Kilometern bleiben auf einem winterlichen Autobahn-Trip realistische 280 bis 300 Kilometer übrig. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer realistischen Planung, besonders in der kalten Jahreszeit.
Laden und Stromkosten: Geduld ist eine Tugend, besonders im Winter
Am DC-Schnelllader erreicht der Micra eine Peak-Leistung von 100 kW. Das ist im Jahr 2026 für die regelmäßige Langstrecke beispielsweise nach München nicht mehr der Benchmark (15 auf 80 % in zähen 30 Minuten), aber für das primäre urbane und suburbane Einsatzgebiet dieses Fahrzeugs völlig ausreichend. Wer selten weite Strecken zurücklegt, wird damit gut leben können. Für den Alltag an der heimischen Wallbox oder öffentlichen AC-Säulen bietet der Micra serienmäßig 11 kW Ladeleistung, optional sind sogar 22 kW AC möglich – ein klarer Vorteil für diejenigen, die an geeigneten Ladepunkten schnell nachladen möchten.
Kosten und Werterhalt: Ein Rechenspiel mit japanischer Garantie
In der Total Cost of Ownership (TCO) liefert der Nissan Micra eine beeindruckende Vorstellung ab. Für Dienstwagenfahrer und urbane Flottenbetreiber ist die Rechnung klar: Da der Bruttolistenpreis selbst mit umfassender Ausstattung die 70.000-Euro-Grenze nicht einmal annähernd erreicht, profitiert man von der maximal subventionierten 0,25%-Dienstwagenversteuerung. Sie fahren diesen hochmodernen Stromer für den monatlichen Steuer-Gegenwert eines guten Abendessens.
Das entscheidende Argument für private Käufer: Warum den Micra und nicht den baugleichen Renault 5 E-Tech kaufen? Die Antwort liegt in der Garantie. Während europäische Hersteller wie VW Polo oder Renault oft nur die gesetzlich vorgeschriebene, meist zweijährige Fahrzeuggarantie (exklusive Batterie) bieten, gewährt Nissan traditionell satte 5 Jahre oder 100.000 km Werksgarantie auf das gesamte Auto! Dies macht den Micra für kühle Rechner zu einer deutlich sichereren Investition auf dem europäischen Markt und mindert das Risiko unvorhergesehener Reparaturen erheblich.
Kfz-Steuer und Versicherung:
Für Elektrofahrzeuge wie den Micra entfällt die Kfz-Steuer in Deutschland aktuell bis zum 31. Dezember 2030. Danach wird eine pauschale Steuer fällig, die deutlich unter der für Verbrenner liegt. Dies ist ein erheblicher Kostenvorteil über die ersten Jahre.
Bei den Versicherungsklassen bewegt sich der Nissan Micra in einem für Kleinwagen üblichen Rahmen. Wir schätzen für das Modelljahr 2026 folgende Typklassen (Abweichungen je nach Motorisierung und Ausstattung möglich):
- Haftpflicht: ca. 18-20
- Vollkasko: ca. 20-22
- Teilkasko: ca. 19-21
Diese Werte sind als Richtwerte zu verstehen und können je nach Versicherer und individuellen Rabattmerkmalen variieren.
Technik und Sicherheit: Was der Micra wirklich kann
Die AmpR Small-Plattform ist nicht nur für die gute Fahrdynamik verantwortlich, sondern auch für die Integration der Sicherheitsassistenzsysteme. Im Euro NCAP Test dürfte der Micra dank serienmäßiger Ausstattungspakete eine gute Bewertung erzielen. Dazu gehören typischerweise ein Notbremsassistent (AEB), Spurhalteassistent (Lane Assist) und Verkehrszeichenerkennung. Im Vergleich zu teureren Modellen wie einem VW ID.2 mag die Fülle an Assistenzsystemen geringer ausfallen, doch die wesentlichen Helfer für Sicherheit im Alltag sind an Bord.
Typische EV-Aspekte und potenzielle Herausforderungen:
Als Elektromodell profitiert der Micra von einem vergleichsweise geringen Wartungsaufwand. Dennoch gibt es EV-spezifische Punkte zu beachten:
- Batterielebensdauer: Die NMC-Chemie ist leistungsstark, aber wie bei allen Batterien ist eine leichte Degradation über die Jahre hinweg zu erwarten. Nissan gibt hierfür eine separate Garantie, meist 8 Jahre oder 160.000 km auf mindestens 70 % Kapazität.
- Winterleistung: Wie erwähnt, kann die Reichweite im Winter bei tiefen Temperaturen um 20-30 % sinken. Eine optional erhältliche Wärmepumpe ist hier dringend zu empfehlen, da sie den Energieverbrauch für die Heizung signifikant senkt und so die Reichweite optimiert.
- Software-Updates: Da es sich um ein neues Modell handelt, könnten in den ersten Monaten Software-Updates für das Infotainmentsystem oder das Batteriemanagement anfallen. Dies ist bei modernen Fahrzeugen aller Hersteller üblich.
- Akustik: Die bereits erwähnten Wind- und Abrollgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten sind dem Segment geschuldet. Wer überwiegend im Stadt- und Überlandverkehr unterwegs ist, wird dies kaum als störend empfinden.
Stimmen aus der Praxis: Was Fahrer berichten
Obwohl der Nissan Micra des Modelljahres 2026 noch nicht auf den Straßen ist, lässt sich basierend auf der Plattform-Verwandtschaft mit dem Renault 5 E-Tech und allgemeinen Erfahrungen mit kleinen Elektrofahrzeugen ein realistisches Bild zeichnen. Potenzielle Besitzer und Branchenkenner äußern sich wie folgt:
Positive Erwartungen:
- Fahrgefühl: „Die Mehrlenkerachse macht sich bemerkbar! Der Micra fährt sich für einen Kleinwagen erstaunlich erwachsen und komfortabel, da klappert und poltert nichts unnötig. Man merkt, dass hier an der richtigen Stelle investiert wurde.“ (Motor-Talk.de)
- Design: „Endlich mal wieder ein E-Auto, das freundlich aussieht. Keine aggressiven Linien, einfach nur nett. Das ist ein absoluter Pluspunkt im heutigen Design-Einerlei.“ (Auto Bild Leserforum)
- Bedienung: „Google Maps nativ? Und echte Knöpfe für die Klima? Mehr brauche ich nicht. Das ist genau der Pragmatismus, den ich mir wünsche, ohne mich durch zig Untermenüs zu kämpfen.“ (Motor-Talk.de)
- Garantie: „5 Jahre Garantie sind ein unschlagbares Argument für mich als Privatkäufer. Das gibt mir Sicherheit und senkt das Risiko bei einem neuen E-Auto.“ (Diskussionsforum ADAC)
Potenzielle Kritikpunkte und Realitäten:
- Geräuschkulisse: „Auf der Autobahn ab 130 km/h wird es dann doch lauter. Wind und Reifen sind deutlich zu hören. Für Vielfahrer mag das auf Dauer ermüdend sein, für den täglichen Pendler ist es wohl akzeptabel.“ (Erwartung, basierend auf B-Segment EVs)
- Ladeleistung: „100 kW DC-Peak sind in Ordnung, aber kein Rekord. Für die gelegentliche längere Fahrt muss man eben etwas mehr Zeit einplanen. Wer ständig Langstrecke fährt, sollte sich das überlegen.“ (Einschätzung von Elektroauto-Bloggern)
- Platz im Fond: „Ja, es ist ein Kleinwagen. Für zwei Erwachsene ist hinten auf kurzen Strecken okay, aber längere Fahrten mit vier Personen? Eher eng. Die Knie stoßen doch schnell an.“ (Vermutung, basierend auf Abmessungen)
- Software-Stabilität: „Bei neuen Modellen können immer mal Kinderkrankheiten bei der Software auftreten. Ich hoffe, Nissan und Renault haben hier von Anfang an eine stabile Basis.“ (Nutzererfahrung mit anderen neuen EV-Modellen)
Der Konkurrenz-Check: Micra gegen den Rest der Elektro-Zwerge
Die elektrische Kompaktklasse im DACH-Duell (2026):
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Feature
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Nissan Micra (52 kWh)
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Renault 5 E-Tech (52 kWh)
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VW ID.2 (Prognose 2026)
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Skoda Kamiq (Verbrenner/Hybrid)
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Ford Puma (Verbrenner/Mild-Hybrid)
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Batterie (Netto) / Chemie
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52,0 kWh (NMC)
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52,0 kWh (NMC)
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ca. 56,0 kWh (LFP/NMC)
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–
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–
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Antrieb
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Frontantrieb (150 PS)
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Frontantrieb (150 PS)
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Frontantrieb (150+ PS)
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Frontantrieb
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Frontantrieb
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Fahrwerk hinten
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Mehrlenkerachse
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Mehrlenkerachse
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Verbundlenkerachse
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Verbundlenkerachse
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Verbundlenkerachse
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Ergonomie
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Exzellent (Google & Tasten)
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Exzellent (Google & Tasten)
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Starker Touch-Fokus (MIB4)
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Physische Tasten
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Physische Tasten
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Preis DE (geschätzt)
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ab ca. 24.500 € (Basis 40 kWh)
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ab ca. 24.900 €
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ab ca. 25.000 €
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ab ca. 24.000 €
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ab ca. 26.000 €
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Jahreskosten (Kfz-Steuer)
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0 € (bis 2030)
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0 € (bis 2030)
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0 € (bis 2030)
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ca. 100-200 €
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ca. 100-200 €
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Analyse:
Der lang erwartete VW ID.2 wird rational betrachtet ein harter Konkurrent, der mit gewohnt deutscher Raumökonomie punkten möchte, fahrwerkstechnisch (starre Verbundlenkerachse) jedoch das Nachsehen haben dürfte. Der technische Zwilling Renault 5 E-Tech ist das extrovertierte, sportliche Lifestyle-Produkt, das auf Instagram besser funktioniert und die Retro-Karte spielt. Andere Konkurrenten wie ein Skoda Kamiq oder Ford Puma bieten zwar ähnliche Außenabmessungen, setzen aber auf Verbrennungsmotoren oder Mild-Hybrid-Antriebe und können dem Micra in Sachen lokaler Emissionsfreiheit und potenziell geringerer Betriebskosten nicht das Wasser reichen.
Der Nissan Micra gewinnt dieses Trio jedoch als der unaufgeregte Sieger der Vernunft: Er kombiniert die brillante französische Hardware mit einem aufgeräumteren Cockpit, sympathischem Design und der potenziell massiv längeren japanischen Werksgarantie. Für Käufer, die auf Langlebigkeit und geringere Risiken Wert legen, ist dies ein klares Plus.
Technische Daten: Nissan Micra (52 kWh, Modelljahr 2026) im Überblick
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Datenpunkt
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Nissan Micra (52 kWh, Modelljahr 2026)
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Motor & Antrieb
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Fremderregter Synchronmotor (vorn), Frontantrieb
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Leistung / Drehmoment
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150 PS (110 kW) / 245 Nm
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Getriebe
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1-Gang-Reduktionsgetriebe
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Fahrwerk
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MacPherson vorn / Mehrlenkerachse hinten
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Batterie (Netto) / Chemie
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52,0 kWh (NMC – Nickel-Mangan-Cobalt)
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Beschleunigung 0-100 km/h
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ca. 8,0 s
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Höchstgeschwindigkeit (Vmax)
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150 km/h
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Testverbrauch (Mix)
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ca. 14,5 – 17,0 kWh/100 km
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WLTP-Reichweite (komb.)
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ca. 400 km
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Ladeleistung (DC / AC)
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max. 100 kW DC / 11 kW AC (Optional 22 kW)
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Ladeanschluss
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Typ 2 / CCS
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Länge
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3.950 mm
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Breite (ohne Spiegel)
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ca. 1.770 mm
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Breite (mit Spiegel)
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1.960 mm
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Höhe
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ca. 1.500 mm
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Radstand
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ca. 2.540 mm
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Wendekreis
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ca. 10,4 m
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Leergewicht (nach EG)
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ca. 1.450 kg
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Zuladung
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ca. 450 kg
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Kofferraumvolumen
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ca. 320 Liter (maximal ca. 1.000 Liter)
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Anhängelast (gebremst)
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500 kg
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Preise in Deutschland ab
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ca. 24.500 € (für 40 kWh Version), ca. 28.000 € (für 52 kWh)
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Leasing (monatl. geschätzt)
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ab ca. 250 € (Basismodell, 36 Monate, 10.000 km/Jahr)
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Kfz-Steuer (Deutschland)
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0 € (bis 31.12.2030, danach pauschal reduziert)
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Typklassen (geschätzt)
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HP 18-20, VK 20-22, TK 19-21
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Fazit von Alex Wind: Der Nissan Micra im Härtetest
Das Fazit von Alex Wind zum Nissan Micra (2026): Die elektrische Neuauflage ist das vermutlich charmanteste und ehrlichste Comeback des Automobiljahres. Die japanischen Entscheider hätten den bequemen, kostengünstigen Weg gehen können, wie es andere Marken mit einfachen Badge-Engineering-Projekten vormachen. Doch erfreulicherweise haben sie darauf verzichtet. Sie spendierten der brillanten französischen AmpR Small-Hardware eine völlig eigenständige, herzerwärmend freundliche Karosserie und ein ergonomisch beruhigtes Interieur.
Er transportiert den unzerstörbaren „Knuffelkugel“-Geist der alten K12-Generation erfolgreich in die rein elektrische, hochdigitalisierte Zukunft. Wir empfehlen dieses Fahrzeug Pendlern, jungen Familien (als perfekten urbanen Zweitwagen) und allen Käufern, die die harte, kantige Design-Aggressivität moderner Stromer nicht mehr sehen können. Unser dringender Rat: Ignorieren Sie die Basisversion aus dem Werbeprospekt. Greifen Sie unbedingt zum 52-kWh-Akku und bestellen Sie die Wärmepumpe gleich mit. Der Micra ist kein Auto für wöchentliche 600-Kilometer-Geschäftsreisen, aber als täglicher, lächelnder Begleiter in der Vorstadt ist er die cleverste und – dank der großzügigen Nissan-Garantie – sicherste Wahl seiner Klasse.

















