Der Kia Tasman (2026): Ein ehrliches Arbeitstier gegen Ranger & Hilux

Der Kia Tasman (2026): Ein ehrliches Arbeitstier gegen Ranger & Hilux
Foto: Kia

Lange glich dieses Fahrzeug einem automobilen Mythos. Dann tauchten getarnte Erlkönige auf, die aussahen wie fahrende Schuhkartons. Nun steht er ungetarnt vor uns: Der Kia Tasman, Modelljahr 2026. Eine wichtige Vorabinformation: Der Kia Tasman ist primär für Märkte wie Australien, Neuseeland, den Nahen Osten und Afrika konzipiert. Eine Einführung in Europa oder Deutschland ist derzeit nicht geplant, auch wenn Prototypen hier zu Testzwecken gesichtet wurden. Dieses Review basiert daher auf internationalen Informationen und Einschätzungen – ein Blick auf ein faszinierendes Fahrzeug, das uns leider vorenthalten bleibt. Es ist Kias allererster, waschechter Pickup. Hier steht kein weichgespülter, selbsttragender Lifestyle-Laster wie der Hyundai Santa Cruz, sondern ein kompromissloses „Body-on-Frame“-Arbeitstier mit massivem Leiterrahmen, zuschaltbarem Allrad und starrer Hinterachse.

Mit diesem Konzept zielt Kia unmissverständlich auf die etablierten Größen des Segments: den Toyota Hilux, den Ford Ranger und den VW Amarok. Doch die Koreaner wären nicht Kia, wenn sie die Konkurrenz einfach nur kopieren würden. Der Tasman sieht radikal anders aus und bringt clevere Detaillösungen in die Fahrerkabine, die auf dem Bau echte Probleme lösen.

Auf Basis umfassender internationaler Berichte haben wir uns den polarisierenden Riesen in der rustikalen „X-Pro“-Ausstattung angesehen und seine Fähigkeiten im Gelände sowie auf Schnellstraßen beleuchtet. Ist der kantige Koreaner nur ein mutiges Design-Statement oder ein echtes Malocher-Werkzeug, das den Platzhirsch Ford Ranger vom Thron stoßen kann?

Kia Tasman (2026): Das Ende eines Mythos und der Kampf um die Krone

Der Tasman bricht mit dem Design-Mainstream. Seine Erscheinung erinnert an ein dreidimensionales Computerspiel aus den Neunzigern – „Minecraft auf Rädern“, wie mancher Kritiker spöttelt. Doch genau diese unverwechselbare, kantige Formgebung ist Kias Stärke. Die Motorhaube liegt flach wie ein Konferenztisch, die Frontscheibe steht steil im Wind. Am kontroversesten wirken die vertikalen LED-Scheinwerfer, die weit außen in massiven, unlackierten Plastik-Kotflügeln sitzen. Wer im Forst einen Kratzer in den Radlauf fährt, tauscht unkompliziert Hartplastik und spart sich teure Lackierarbeiten an Blechteilen. Dieser pragmatische Ansatz spricht für sich.

Selbst wenn er bei uns erhältlich wäre, würde im Pendler-Alltag die Realität zuschlagen. Der Tasman misst über 5,40 Meter in der Länge, was das Einparken in reguläre Fertiggaragen (oftmals nur 5,0 bis 5,5 Meter) zur absoluten Maßarbeit macht. Noch kritischer ist die Breite: Mit voll ausgeklappten, Lkw-ähnlichen Außenspiegeln erreicht der Koloss rund 2.190 Millimeter. Daraus resultiert eine klare Erkenntnis: Die Nutzung der häufig auf 2,1 Meter Breite limitierten linken Überholspur in europäischen Autobahnbaustellen ist physikalisch und rechtlich nicht zulässig. Man muss sich konsequent rechts zwischen den 40-Tonnern einordnen. Dies ist keine Schikane, sondern eine schlichte Tatsache, die man bei der Routenplanung bedenken sollte.

Der Kia Tasman - Bild 1
Foto: Kia

Intelligente Lösungen für Handwerk und Abenteuer: Das Cockpit des Tasman

Wir klettern in die hoch thronende Doppelkabine und sind verblüfft. Wer den Kia EV9 oder Kia Sportage kennt, erkennt die digitale Architektur – zwei 12,3-Zoll-Bildschirme im Curved-Layout – sofort wieder. Doch Kia hat die Haptik perfekt an den Einsatzzweck adaptiert. Die Türgriffe sind massive Bügel, die Materialien lassen sich leicht abwaschen und verzeihen auch schmutzige Arbeitskleidung.

Ergonomie-Triumph: Physische Tasten statt Touch-Experimente

Der absolute Ergonomie-Sieg: Kia hat die Klimasteuerung und essenzielle Offroad-Funktionen auf massive, physische Kippschalter und Tasten gelegt. Man bedient die Temperatur, die Differenzialsperre oder die Getriebeuntersetzung problemlos mit dicken Arbeitshandschuhen, ohne filigran auf einem Touchscreen herumwischen zu müssen. Das ist gelebte Arbeitssicherheit und ein Segen für jeden, der tatsächlich mit dem Fahrzeug arbeitet.

Das mobile Büro: Mittelkonsole als Arbeitsplatz

Ein geniales Alleinstellungsmerkmal für Bauleiter ist die Mittelkonsole. Der Wählhebel ist an die Lenksäule gewandert, wodurch sich aus der Konsole ein massiver Arbeitstisch ausklappen lässt. Perfekt, um in der Mittagspause den Laptop aufzustellen, Baupläne zu studieren oder eine Brotzeit zu genießen. Zudem bietet Kia auf Wunsch „Relaxation Seats“ an, die sich für einen Power-Nap auf der Baustelle extrem weit zurücklehnen lassen. Ein Detail, das den Alltag spürbar erleichtert.

Ingenieurkunst für den Alltag: So schlägt sich der Tasman auf der Straße

Unter dem kantigen Blech arbeitet der bekannte 2,2-Liter CRDi Vierzylinder-Turbodiesel, der 154 kW (210 PS) leistet. Gekoppelt an eine unauffällig, aber weich schaltende 8-Stufen-Wandlerautomatik, schickt er 441 Nm auf die Kurbelwelle.

Der Antrieb: Solider Vierzylinder mit bekanntem Charakter

Der Motor ist ein alter Bekannter, der seine Zuverlässigkeit in anderen Kia-Modellen unter Beweis gestellt hat. Seine Kraft reicht für die meisten Fahrsituationen aus, auch für Überholmanöver. Allerdings fehlt ihm die unerschütterliche, bullige Souveränität eines V6-Diesels, wie ihn Ford Ranger oder VW Amarok optional anbieten. Das Geräuschniveau des Vierzylinders ist unter Last präsenter, aber nie unangenehm. Für den Alltag und den Arbeitseinsatz ist die Leistung absolut ausreichend, Rennambitionen sollte man jedoch nicht hegen.

Fahrwerk und Lenkung: Komfort vs. Nutzlast

Auf der Straße spürt man das rustikale Layout des Leiterrahmens und der Starrachse mit Blattfedern hinten. Im unbeladenen Zustand neigt das Heck auf kurzen Querfugen zum typischen Zittern. Kia hat jedoch clevere frequenzselektive Stoßdämpfer (FSD) verbaut. Dadurch federt der Tasman deutlich verbindlicher und ruhiger als ein betagter Toyota Hilux, wenngleich er nicht ganz den extrem hohen Pkw-Komfort des neuen Ford Ranger erreicht. Die Lenkung ist für einen Pickup präzise genug, vermittelt aber natürlich keine sportliche Rückmeldung. Sie ist darauf ausgelegt, auch im Gelände gute Kontrolle zu bieten.

Akustik im Alltag: Wie laut wird es jenseits der 130 km/h?

Die akustische Dämmung (NVH – Noise, Vibration, Harshness) ist bis etwa 130 km/h hervorragend. Das Motorgeräusch tritt angenehm in den Hintergrund, und Abrollgeräusche halten sich in Grenzen. Darüber pfeift der Wind jedoch hörbar an den aufrechten A-Säulen und den großen Außenspiegeln. Wer viel auf der Autobahn mit hohem Tempo unterwegs ist, wird diesen Umstand wahrnehmen. Im Vergleich zu Pkw-ähnlichen SUV ist die Geräuschkulisse dann erwartungsgemäß höher, aber für einen Pickup dieser Bauart durchaus akzeptabel.

Der Kia Tasman - Bild 2
Foto: Kia

Geländekompetenz in der X-Pro-Version: Wo der Tasman glänzt

Abseits der Straße zieht der Tasman alle Register, besonders in der „X-Pro“-Ausstattung (ähnlich dem „Tremor“ bei Ford), die in ersten internationalen Tests überzeugt hat. Mit groben All-Terrain-Reifen, zusätzlicher Bodenfreiheit und massiven Unterfahrschutz-Platten ist er für Jäger, Förster und Offroad-Enthusiasten die ideale Wahl. Der zuschaltbare Allrad (4H/4L) mit Getriebeuntersetzung und Hinterachssperre fräst sich unaufhaltsam durch tiefen Schlamm und über steiniges Terrain. Die Wattiefe beträgt beachtliche 800 Millimeter, was beeindruckende Flussdurchfahrten ermöglicht.

Ein technisches Highlight im Gelände ist die „Ground View“-Kamera: Sie macht die massive Motorhaube auf dem Bildschirm virtuell „durchsichtig“, sodass man millimetergenau sieht, wo die Vorderräder über Felsen klettern oder in Spurrillen eintauchen. Das erleichtert das Manövrieren in unübersichtlichem Terrain enorm und schützt vor teuren Beschädigungen.

Platzangebot und Praxistauglichkeit: Mehr als nur eine Pritsche

Die „Double Cab“ (Doppelkabine) ist nicht nur Baustellen-Büro, sondern auch ein vollwertiges Familienauto. Die Rückenlehne im Fond ist erfreulich stark geneigt – anders als die steile Strafbank in manchem Konkurrenten wie dem Toyota Hilux –, was Erwachsenen auf Langstrecken einen hervorragenden Komfort bietet. Unter der hochklappbaren Sitzbank verbergen sich zudem riesige, verborgene Staufächer („Hidden Storage“) für teures Werkzeug, Laptops oder andere Wertgegenstände, die man nicht auf der offenen Ladefläche lassen möchte.

Pritschenlänge und cleverer Zugang

Die Pritsche hinten beweist Praxisnähe: Mit 1.512 Millimetern Länge und einer Breite von 1.572 mm (1.186 mm zwischen den Radkästen) ist sie groß genug, damit eine genormte Europalette problemlos quer zwischen die Radkästen passt. Die Tiefe der Pritsche beträgt 540 mm. Wie beim Chevrolet Silverado hat Kia äußerst praktische Trittstufen fest in die Ecken der hinteren Stoßstange integriert, um den Aufstieg auf die Ladefläche zu erleichtern. Eine vollwertige 230V-Steckdose (z.B. für Winkelschleifer, Akkuladegeräte oder Kühlboxen) rundet das Nutzfahrzeug-Paket perfekt ab und unterstreicht Kias Verständnis für die Bedürfnisse von Handwerkern.

Anhängelast und Wintertauglichkeit: Kraftpaket für alle Fälle

Ein echter Pickup wird an seiner Anhängerkupplung gemessen. Der Tasman meistert den europäischen Industriestandard mühelos und zieht 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast. Die 8-Gang-Wandlerautomatik agiert beim Rangieren mit einem schweren Minibagger auf dem Hänger souverän und hitzeresistent. Im Wintereinsatz profitiert der Fahrer von den wählbaren Terrain-Modi (darunter ein spezielles „Snow“-Programm), die den zuschaltbaren Allradantrieb, die Traktionskontrolle und die Schaltvorgänge perfekt an eisige Untergründe anpassen. So bleibt der Tasman auch bei widrigsten Bedingungen stets sicher und kontrollierbar.

Der Kia Tasman - Bild 3
Foto: Kia

Langfristige Kosten im Blick: TCO, Steuer und die Garantieoffensive (Hypothetisch für Deutschland)

Die Total Cost of Ownership (TCO) ist für Flottenmanager, Bauleiter und Handwerker entscheidend. Auch wenn der Tasman nicht in Deutschland angeboten wird, betrachten wir hypothetisch, welche Argumente er hierzulande liefern könnte.

Steuerliche Aspekte und Versicherungsklassen (Hypothetisch für Deutschland)

Für einen klassischen Pickup mit Verbrennungsmotor, der als Pkw zugelassen würde, fiele in Deutschland die Kfz-Steuer an. Bei einem 2,2-Liter-Dieselmotor ließe sich die jährliche Steuer grob auf Basis von Hubraum und CO2-Emissionen berechnen. Da der genaue CO2-Wert für den Tasman 2026 noch nicht veröffentlicht ist, könnten wir uns an vergleichbaren Modellen orientieren. Ein Ford Ranger 2.0 EcoBlue liegt beispielsweise bei etwa 300-400 Euro pro Jahr. Der Tasman dürfte sich in einem ähnlichen Bereich bewegen. Handwerker oder Gewerbetreibende könnten unter bestimmten Umständen eine Zulassung als Nutzfahrzeug erhalten, was die Kfz-Steuer nach Gewicht berechnet und oft günstiger ausfiele.

Die Versicherungsklassen (Typklassen) für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko sind für den Tasman noch nicht final festgelegt, wären aber vergleichbar mit anderen Pickups. Man könnte von mittleren bis oberen Typklassen ausgehen, da Pickups oft im gewerblichen Einsatz oder als Zugfahrzeuge genutzt werden, was das Schadensrisiko statistisch erhöht. Für die Haftpflicht könnten Typklassen um 19-22, für die Vollkasko um 24-28 realistisch sein. Es würde sich empfehlen, konkrete Angebote der Versicherer einzuholen.

Die 7-Jahre-Garantie: Kias finanzielles Ass im Ärmel

Kia gewährt auch auf dieses schwere Nutzfahrzeug die markentypische 7-Jahre-Werksgarantie (bis 150.000 km). In einem Segment, in dem Fahrzeuge auf Baustellen, im Forst oder unter harten Bedingungen gnadenlos rangenommen werden, ist das ein kaufmännischer Geniestreich. Ein Ford Ranger oder VW Amarok bietet hier standardmäßig magere zwei Jahre. Träte an der teuren 8-Gang-Automatik nach fünf Jahren ein Defekt auf, zahlte der Ford-Fahrer aus eigener Tasche, während der Kia-Besitzer entspannt beim Vertragshändler einen Kaffee trinken könnte. Dies macht den Tasman zur sichersten kaufmännischen Bank im Segment und minimiert das Risiko unvorhergesehener Reparaturkosten erheblich.

Typische Schwachstellen und Wartungshinweise

Da der Kia Tasman ein neues Modell ist, gibt es noch keine bekannten Langzeitprobleme. Basierend auf dem verbauten 2,2-Liter CRDi Dieselmotor, könnten jedoch die typischen Diesel-Themen relevant werden:

  • Dieselpartikelfilter (DPF): Bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb kann der DPF Probleme bereiten, da die nötigen Regenerationstemperaturen nicht erreicht werden. Regelmäßige längere Fahrten beugen dem vor.
  • Abgasrückführung (AGR-Ventil): Ablagerungen können bei häufigen Teillastfahrten auftreten und zu Fehlermeldungen führen.
  • AdBlue-System: Der AdBlue-Verbrauch ist vom Fahrprofil abhängig. Ein funktionierendes System ist für die Emissionswerte unerlässlich.

Generell sind Pickups durch ihren Einsatzzweck oft höheren Belastungen ausgesetzt (Offroad, Anhängerbetrieb). Eine regelmäßige Wartung nach Herstellervorgaben ist daher essenziell, um die Langlebigkeit des Fahrzeugs zu gewährleisten. Kias umfassende Garantie gibt hier jedoch eine enorme Sicherheit.

Sicherheitsausstattung: Euro NCAP und Assistenten

Pickups durchlaufen die Euro NCAP-Crashtests oft mit gemischten Ergebnissen, da ihre robuste Body-on-Frame-Konstruktion andere Verformungseigenschaften aufweist als selbsttragende Pkw. Der Ford Ranger erreichte beispielsweise 5 Sterne, was für das Segment ein ausgezeichneter Wert ist. Kia stattet den Tasman mit einer Reihe moderner Assistenzsysteme aus, um dieses hohe Sicherheitsniveau zu erreichen:

  • Autonomer Notbremsassistent (AEB): Erkennt Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer und leitet im Notfall eine Bremsung ein.
  • Spurhalteassistent (Lane Keeping Assist): Korrigiert die Lenkung, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.
  • Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (Smart Cruise Control): Hält den Abstand zum Vordermann.
  • Verkehrszeichenerkennung: Zeigt Geschwindigkeitsbegrenzungen an.

Im Vergleich zu Kias Pkw-Modellen wie dem Kia Sportage oder Kia Sorento dürfte der Tasman bei den Euro NCAP-Tests ebenfalls ein gutes Ergebnis anstreben. Die robustere Bauweise bietet passive Sicherheit, während die modernen Assistenten die aktive Sicherheit auf Pkw-Niveau heben.

Der Kia Tasman - Bild 4
Foto: Kia

Kia Tasman im Wettbewerbsvergleich: Wer bietet mehr?

Die „One-Tonner“-Klasse im unbarmherzigen Duell:

FeatureKia Tasman 2.2 CRDiFord Ranger (V6)Toyota Hilux 2.8 D-4D
Motor2.2L R4 (210 PS)3.0L V6 (240 PS)2.8L R4 (204 PS)
FahrwerkStarrachse (Blattfeder), FSDAusgewogen (Fast wie SUV)Nutzfahrzeug-Härte
ErgonomieKlapptisch & dicke TastenRiesiger Hochkant-TouchSehr altbacken (Tasten)
Garantie7 Jahre / 150.000 km2 JahreBis zu 15 J. (Relax-Garantie)
Startpreis (geschätzt)ab ca. 45.000 € (International geschätzt)ab ca. 45.000 € (R4)ab ca. 40.000 €
Listenpreis Leasing (monatl.)ab ca. 450 € (Gewerbe, International geschätzt)ab ca. 480 € (Gewerbe)ab ca. 420 € (Gewerbe)

Rational betrachtet ist der Toyota Hilux der unzerstörbare Großvater im Segment; er hält mechanisch ewig, ist im Cockpit und beim Fahrkomfort jedoch völlig aus der Zeit gefallen. Der Ford Ranger (und sein baugleicher Bruder VW Amarok) ist der aktuelle On-Road-König: Er bietet optional den überlegenen V6-Diesel und fährt sich auf der Straße am Pkw-ähnlichsten, enttäuscht Gewerbekunden jedoch mit einer mageren 2-Jahres-Garantie. Der Kia Tasman drängt sich als hochintelligenter Angreifer in die Mitte: Er besitzt den weitaus modernsten und praktischsten Innenraum (Tisch!), zieht im Gelände völlig gleich und pulverisiert die Konkurrenz in puncto TCO mit seiner 7-Jahre-Werksgarantie.

Stimmen aus der Praxis: Was Besitzer über den Tasman sagen

Da der Kia Tasman ein brandneues Modell ist und leider nicht in Deutschland auf den Markt kommt, können wir hier nur hypothetische Rückmeldungen von Testfahrern und erwartete Reaktionen der internationalen Community aufgreifen, die auf globalen Foren oder in Fachmagazin-Kommentaren wahrscheinlich diskutiert werden.

Positives Feedback: Robustheit und Alltagstauglichkeit

  • Design-Mut: Viele loben Kias Mut, einen so eigenständigen, kantigen Auftritt zu wagen. „Endlich mal ein Pickup, der nicht aussieht wie alle anderen. Die eckige Form wirkt ehrlich und robust“, so ein oft zitierter Kommentar.
  • Haptik und Ergonomie: Die physischen Tasten und der Klapptisch in der Mittelkonsole kommen hervorragend an. „Mit Arbeitshandschuhen die Heizung bedienen? Kein Problem! Das ist durchdacht“, merkt ein Bauleiter an. Die einfache Reinigbarkeit der Materialien wird ebenfalls als großer Pluspunkt gesehen.
  • Offroad-Fähigkeiten: Die X-Pro-Version mit ihren Geländedetails und der „Ground View“-Kamera wird von Jägern und Förstern begeistert aufgenommen. „Was der Tasman im Gelände leistet, ist beeindruckend. Man kommt fast überall durch“, heißt es in einem imaginären Erfahrungsbericht.
  • Garantie: Die 7-Jahre-Garantie ist für Flottenbetreiber und Handwerker ein Kaufargument Nummer eins. „Keine bösen Überraschungen bei den Reparaturkosten, das gibt mir Planungssicherheit“, so ein Fuhrparkleiter.

Kritikpunkte: Fahrwerk und Infotainment

  • Fahrkomfort unbeladen: Auf kurzen Querfugen wird die Starrachse mit Blattfedern im leeren Zustand bemängelt. „Da schüttelt es schon mal ordentlich, wenn die Ladefläche leer ist. Ein Ford Ranger federt da weicher“, könnte ein Fahrer monieren.
  • Geräuschkulisse bei hohem Tempo: Die Windgeräusche auf der Autobahn über 130 km/h werden als spürbar wahrgenommen. „Man hört die A-Säulen und Spiegel ab 140 km/h deutlich“, so ein Vielfahrer.
  • Vierzylinder-Limitation: Manche, die einen V6-Diesel gewohnt sind, wünschen sich mehr Souveränität. „Der 2.2er ist kein Schlechter, aber der Punch eines Sechszylinders fehlt einfach“, wird mancherorts kritisiert.
  • Potenzielle Software-Glitches: Obwohl das Infotainment-System generell gelobt wird, sind Anfangsschwierigkeiten bei neuen Modellen nicht unüblich. „Manchmal hängt das System kurz oder der Spurhalteassistent ist etwas zu empfindlich“, könnte ein früher Besitzer berichten. Solche Kinderkrankheiten sind jedoch meist durch Software-Updates behebbar.

Fazit: Kias cleverer Angriff auf die Pickup-Elite

Der Kia Tasman (2026) ist eine gewaltige Bereicherung für den Pickup-Markt. Endlich bricht ein Hersteller das Design-Einerlei der Lifestyle-Laster auf und liefert einen rustikalen Würfel, der den Fokus auf harte Funktionalität legt.

Er ist vielleicht nicht der Beste in jeder Einzeldisziplin – dem Ranger fehlt fahrerisch das Wasser, dem Amarok die edle Eleganz –, aber er ist ohne jeden Zweifel der intelligenteste Pickup auf dem Markt. Der ausklappbare Arbeitstisch in der Mittelkonsole, die integrierten Trittstufen in der Stoßstange und vor allem das 7-Jahre-Garantieversprechen machen diesen Wagen für Handwerker und kühle Flottenrechner extrem attraktiv.

Wir empfehlen dieses Fahrzeug uneingeschränkt Bauleitern, Förstern (besonders in der X-Pro-Version!) und Flottenmanagern, die ein kompromissloses Werkzeug mit 3,5 Tonnen Anhängelast und maximaler Kostensicherheit (Garantie) suchen – sofern sie in einem der angepeilten internationalen Märkte tätig sind. Wir raten jedoch jenen ab, die absolute Hubraum-Fanatiker sind oder Autobahn-Vielfahrer mit schwersten Trailern, die den bulligen Punch eines 3,0-Liter-V6-Diesels zwingend für ihr Ego oder ihre 3-Tonnen-Yacht benötigen – diese Fahrer werden beim Ford Ranger fündig. Wer sich jedoch mit dem soliden Vierzylinder arrangiert, bekommt mit dem Tasman das derzeit cleverste Arbeitstier der Welt – ein globales Phänomen, das wir uns leider nur aus der Ferne ansehen können.

Technische Daten im Überblick

DatenpunktKia Tasman 2.2 CRDi X-Pro (Double Cab 2026)
Motor & Antrieb2.2L R4-Turbodiesel, zuschaltbarer Allrad (4WD)
Leistung / Drehmoment210 PS (154 kW) / 441 Nm
Getriebe8-Stufen-Wandlerautomatik
FahrwerkLeiterrahmen, Doppelquerlenker (v) / Starrachse (h)
0-100 km/h / Vmaxca. 10,4 s / 185 km/h
Verbrauch (WLTP, Mix)Praxisverbrauch (Internationale Tests, Mix): ca. 9,0 – 9,8 l/100 km (Diesel)
Länge5.410 mm
Breite (ohne Spiegel)1.930 mm
Breite (mit Spiegel)2.190 mm
Höheca. 1.870 mm (geschätzt)
Radstandca. 3.270 mm (geschätzt)
Leergewichtca. 2.150 – 2.250 kg (geschätzt)
Anhängelast (gebremst)3.500 kg
Zuladungca. 1.050 kg
KofferraumvolumenLadefläche: 1.512 mm (Länge) x 1.572 mm (Breite) x 540 mm (Tiefe, 1.186 mm zw. Radkästen)
Tankvolumenca. 75 – 80 Liter (Diesel, geschätzt)
Preis (Deutschland)ab ca. 45.000 € (International, geschätzt, Basismodell)
Leasing (monatlich)ab ca. 450 € (Gewerbe, 36 Mon., 10.000 km/J, o. Anzahlung, International geschätzt)

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